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Wohin geht das Wasser aus der Toilette? 04:46 min

Textversion des Videos

Transkript Wohin geht das Wasser aus der Toilette?

Wenn du den Garten gießt, sickert das Wasser in die Erde. Immer tiefer sickert es nach unten und wird dabei gereinigt. Wie das funktioniert kannst du im sofatutor-Video „Wasser versickert“ sehen. Tief in der Erde gelangt das Wasser ins Grundwasser. Von dort wird es wieder nach oben gepumpt und es kommt sauber wieder aus der Leitung. Aber Moment! Wie ist das jetzt mit dem Wasser, das beim Spülbecken in Küche oder Badezimmer abfließt? Was ist mit dem Wasser aus der Badewanne, dem von der Toilette und dem Wasser von der Waschmaschine? Wohin fließt das? Kann aus so schmutzigem Wasser wieder Trinkwasser werden? Dieser Frage wollen wir in diesem Video nachgehen! Noch vor hundert Jahren hat man das Schmutzwasser wirklich noch einfach auf die Straße geschüttet. Dort ist es verdunstet oder versickert - und fertig. Aber heute entsteht soviel Abwasser, dass man das Grundwasser zu sehr verschmutzen würde, wenn man einfach alles Schmutzwasser in den Garten oder auf die Straße kippen würde. Die Menschen würden krank werden von dem verunreinigten Grundwasser. Man musste einen anderen Weg finden, mit dem Schmutzwasser umzugehen. Die so genannte Kläranlage wurde erfunden - dort wird das Wasser gereinigt. Wir wollen uns ansehen, wie so eine Kläranlage funktioniert. Zuhause und auch in den Fabriken, die viel Wasser brauchen, fließt alles Schmutzwasser durch Rohre ab und gelangt tief unter der Erde in die Kanalisation zusammen. Das sind von Menschen geschaffene unterirdische Flüsse, die voller Abwasser sind. Dieses Abwasser wird zur Kläranlage geleitet. Dort beginnt die Reinigung. Zuerst gibt es einen großen Rechen, an dem grobe Schmutzteile wie Holz hängen bleiben. Das kann man sich wie ein großes Sieb vorstellen. Dann kommt das Wasser zum Sandfang. Dort sinken kleine, schwere Teile zu Boden und werden abgepumpt. Weiter geht’s zum Vorklärbecken. Dort fließt das Wasser ganz langsam und es werden Fette und Öle, die an der Oberfläche schwimmen, abgesaugt. Außerdem sinken die übrigen schweren Teile zu Boden. Jetzt wird’s spannend. Das Wasser gelangt in das Belebungsbecken. Dort werden bestimmte Bakterien und viel Sauerstoff ins Wasser gemischt. Die Bakterien vermehren sich mithilfe des Sauerstoffs und „fressen“ sozusagen die im Wasser gelösten Stoffe auf. Wenn das Wasser aus dem Belebungsbecken kommt, ist es schon ziemlich sauber. Jetzt folgt noch das Nachklärbecken. Dort setzen sich die Bakterien wieder ab und der letzte Schmutz sinkt zu Boden. Jetzt ist das Wasser sauber genug und kann in den Fluss oder ein anderes Gewässer geleitet werden. Das Wasser ist wieder im natürlichen Wasserkreislauf. Und was passiert mit dem Schmutz und Schlamm, der aus dem Wasser geholt wurde? Der landet im so genannten Faulturm und rottet vor sich hin. Dabei entstehen Gase (z.B. Methan), die später in Wärme oder Energie umgewandelt werden können. Der getrocknete Faulschlamm wird dann entsorgt und z.B. in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Jetzt weißt du also, was mit dem Abwasser passiert, das zuhause durch die Rohre abfließt. Es wird nicht direkt in die Flüsse geleitet, sondern gelangt zuerst in die Kläranlage. Dort wird das Abwasser in mehreren Stufen gereinigt, bevor es in die Gewässer geleitet wird. Natürlich kann man das gereinigte Wasser, das aus der Kläranlage in die Gewässer geleitet wird, nicht sofort trinken.

Es ist aber sauber genug, um wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden zu können. Die restliche Reinigung hin zum glasklaren Trinkwasser übernimmt dann die Natur. Und wie aus dem Wasser in den Flüssen wieder Trinkwasser wird, kannst du dir im Video „Der Wasserkreislauf“ anschauen! Viel Spaß und bis bald!

Wohin geht das Wasser aus der Toilette? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wohin geht das Wasser aus der Toilette? kannst du es wiederholen und üben.

  • Wie ist eine Kläranlage aufgebaut? Benenne die einzelnen Teile.

    Tipps

    Im ersten Schritt muss grober Schmutz aus dem Wasser entfernt werden.

    Das Belebungsbecken befindet sich zwischen dem Vorklärbecken und dem Nachklärbecken.

    Lösung

    Ein Mensch verbraucht am Tage ungefähr 130 Liter Wasser. Dieses Wasser ist nach dem Gebrauch schmutzig und wird durch Rohre in die Kanalisation gebracht. Von dort aus kommt das Abwasser zur Kläranlage. Die Kläranlage ist dafür zuständig, dass das Wasser gesäubert wird und wieder in die Fließgewässer gelangt. Das Abwasser, das in der Kläranlage ankommt, durchläuft unterschiedliche Becken:

    1. Im ersten Becken ist der Rechen. Dort bleiben grobe Teile aus dem Schmutzwasser hängen.
    2. Anschließend kommt das Wasser zum Sandfang. In diesem Becken sinken schwere Teile zu Boden und werden abgesaugt.
    3. Als nächstes wird das Wasser zum Vorklärbecken geleitet. Dort werden Fette und Öle von der Wasseroberfläche abgesaugt. Auch hier sinken wieder Teile nach unten.
    4. Im vierten Becken werden dem Wasser Sauerstoff und Bakterien zugeführt. Dieses Becken heißt Belebungsbecken. Das Wasser wird mit den Bakterien und dem zugeführten Sauerstoff entkeimt.
    5. Es folgt das Nachklärbecken, in dem noch mal der letzte Schmutz zu Boden sinkt. Die letzten Bakterien setzen sich hier ab.
    6. Der Schmutz, der aus dem Wasser entfernt wurde, rottet in einem Faulturm vor sich hin. Diese Gase, die dort entstehen, werden in Energie umgewandelt.

  • Was hast du über die Wasserreinigung gelernt? Nenne es.

    Tipps

    Das verunreinigte Wasser, das in die Kanalisation gelangt, nennt man Abwasser.

    Die Schichten des Bodens wirken wie ein Filter.

    Lösung
    • Schon früher nutzten Menschen das Grundwasser zum Trinken. Denn dadurch, dass es beim Versickern in der Natur durch die unterschiedlichen Bodenschichten floss, wurde es natürlich gereinigt.
    • Früher kam Wasser nicht einfach aus der Leitung. Und es ist auch nicht durch Rohre einfach verschwunden. Noch bis vor 100 Jahren kippten die Menschen ihr Schmutzwasser auf die Straßen, wo es dann verdunstete. Das war sehr unhygienisch und verursachte viele Krankheiten.
    • Heutzutage wird das Schmutzwasser nicht mehr auf die Straßen gekippt. Menschen haben dafür die Kläranlage erfunden, wo das Abwasser gereinigt wird.
    • Das Schmutzwasser wird durch Rohre in die Kanalisation gebracht und fließt dann direkt zur Kläranlage. Das Schmutzwasser nennt man dann Abwasser.
  • Welche Aufgaben haben die einzelnen Teile einer Kläranlage? Bestimme.

    Tipps

    Dieses Becken nennt man Belebungsbecken.

    Dieses Becken nennt man Vorklärbecken.

    Lösung

    Eine Kläranlage ist eine sehr wichtige Erfindung für die Menschen. Mit einer Kläranlage kann Wasser wieder so sauber gemacht werden, dass man es zurück in die Flüsse und Seen leiten kann. Jedes Becken in der Kläranlage hat eine andere Funktion.

    • Der Rechen im ersten Becken entfernt groben Schmutz.
    • Der Sandfang, das zweite Becken, entfernt etwas kleineren Schmutz.
    • Das Vorklärbecken entfernt vor allem Fette und Öle.
    • Im Belebungsbecken werden dem Wasser Bakterien und Sauerstoff zugeführt.
    • Im Nachklärbecken setzten sich die zugeführten Bakterien und der restliche Schmutz ab.
    • Der Faulturm lagert den Schmutz.

  • Was wird in den folgenden Texten zum Thema Wasserreinigung beschrieben? Prüfe.

    Tipps

    Überlege, was alle Lebewesen trinken müssen.

    Wasser, das in die Rohre zur Kanalisation gelangt, ist schmutzig.

    Lösung

    Begriffe, die dir zum Thema Wasserreinigung begegnen werden, sind vor allem Grundwasser, Trinkwasser, Abwasser und Kläranlage. Alle diese Begriffe haben etwas mit der Reinigung von Wasser zu tun.

    • Abwasser nennt man das Wasser, das durch die Kanalisation in die Klärwerke gelangt. Es ist das Schmutzwasser aus allen Haushalten und Fabriken.
    • Das Grundwasser ist das Wasser, was durch Regen oder Schnee in die Erde gelangt. Durch die unterschiedlichen Erdschichten wird das Wasser gereinigt und mit Mineralien angereichert. Es ist dann keimfrei.
    • Das Trinkwasser ist, wie der Name schon verrät, das Wasser, das ein Mensch zum Trinken nimmt. Wasser brauchen Menschen zum Leben. Ein Kind in deinem Alter muss ungefähr einen Liter Wasser am Tag zu sich nehmen. Trinken ist sehr gesund. Vergiss daher nie, genug Wasser zu dir zu nehmen.
    • Eine Kläranlage ist eine technische Anlage, die schmutziges Wasser wieder sauber macht. Nachdem das Abwasser mehrere Becken durchlaufen ist, ist es sauber. Dann kann man es wieder in die Flüsse oder Seen leiten.
  • Wie funktioniert eine Kläranlage? Prüfe die einzelnen Schritte des Versuchs.

    Tipps

    Das Schmutzwasser kommt ganz zum Schluss dazu.

    Die letzte Schicht in der Plastikflasche ist Kies.

    Lösung

    Wasser, das schmutzig ist, wird bei dir zu Hause durch Rohre in die Kanalisation geleitet und kommt dann zur Kläranlage. Wie eine Kläranlage in etwa funktioniert, kannst du mit einem kleinen Versuch selber beobachten. Für den Versuch brauchst du folgende Dinge:

    • Plastikflasche
    • Schere
    • Watte
    • Sand
    • Kies
    • Glas
    • Schmutzwasser
    Wenn du diese Sachen hast, gehst du so vor:
    1. Du schneidest die Plastikflasche in der Mitte durch. Lass dir dabei von einem Erwachsenen helfen.
    2. Den oberen Teil der Plastikflasche brauchst du. Den anderen Teil kannst du entsorgen. Um die Plastikflasche gut füllen zu können, kannst du sie kopfüber auf ein Glas stellen. Dann füllst du etwas Watte ein.
    3. Als nächstes kommt Sand auf die Watte.
    4. Dann folgt etwas Kies. Deine Flasche hat nun drei Schichten.
    5. Du öffnest die Flasche vorsichtig und nimmst den Deckel weg. Die Öffnung befindet sich unten. Die Flasche stellst du wieder auf das Glas.
    6. Oben füllst du nun etwas Schmutzwasser ein.
    7. Das Schmutzwasser läuft durch alle Schichten in der Flasche und wird unten im Glas aufgefangen. Das Wasser im Glas ist nun etwas sauberer.
    Das Wasser, das bei dem Versuch im Glas aufgefangen wird, ist KEIN Trinkwasser! Nur der grobe Schmutz wurde entfernt. Um daraus Trinkwasser machen zu können, müsste man noch Bakterien und Sauerstoff hinzugeben.

  • Welche Stoffe dürfen auf keinen Fall ins Abwasser gelangen? Zeige auf.

    Tipps

    Es gibt Stoffe, die müssen über die Problemstoffsammlung entsorgt werden. Darunter fallen zum Beispiel Lacke und Holzschutzmittel.

    Lösung

    Es gibt Sachen, die gehören nicht ins Abwasser, weil sie nur mühsam oder gar nicht entfernt werden können.

    • Farben und Lacke zählen zu den Störstoffen und dürfen nicht ins Abwasser gelangen. Durch diese Stoffe wird die Wasserreinigung gestört, weil sie von den Mikroorganismen nur schwer abgebaut werden können und zudem Schäume bilden. Das heißt, dass es sehr aufwändig ist, sie zu entfernen.
    • Medikamente und Desinfektionsmittel sind Giftstoffe, die ebenfalls nicht ins Abwasser gelangen dürfen. Giftstoffe lassen sich gar nicht aus dem Wasser filtern und gelangen in die Fließgewässer.