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Rettet den Feldrain 06:39 min

Textversion des Videos

Transkript Rettet den Feldrain

Hallo! Dieses Video heißt „Rettet den Feldrain!“ Ist dir schon einmal aufgefallen, dass zwischen zwei Feldern oft ein kleiner Grünstreifen steht, wo Gräser oder auch kleine Hecken wachsen? Ja? Das ist ein Feldrain. Sieht ziemlich unscheinbar aus, so ein Feldrain; aber hast du gewusst, dass er sehr, sehr wichtig ist? Warum er so wichtig ist und warum der Titel von diesem Video „Rettet den Feldrain!“ lautet, wirst du gleich erfahren. Als die Menschen angefangen haben, Felder zu bestellen, sind mit den Feldern auch die Feldraine entstanden. Das sind die Grünstreifen zwischen den Feldern. Oftmals wurden sie als Wege benutzt, oft waren es einfach nur gut sichtbare Grundstücksgrenzen. Der Feldrain gehört also zu unserer Kulturlandschaft. Er ist entstanden, weil der Mensch Felder angelegt hat. Feldraine können ganz unterschiedlich aussehen. In der Regel bestehen sie nur aus Kraut- und Bodenschicht. Das heißt auf dem Boden wachsen Moose und Flechten. Zudem gibt es krautartige Pflanzen und Gräser - meist nicht höher als einen halben Meter. Es gibt aber auch Raine, auf denen Hecken oder gar Bäume wachsen. Sowohl die Feldraine, die nur aus Gräsern bestehen, als auch die mit den Hecken und Bäumen sind wichtig. Damit die Feldraine, die nur aus Gräsern bestehen, nicht verbuschen, müssen sie regelmäßig gemäht werden. Wozu braucht es nun einen Feldrain? Ein Feldrain hatte schon immer großen Nutzen für die Menschen: Wichtige Kräuter und Heilpflanzen wachsen dort. Außerdem kann man dort verschiedene Blüten und Früchte ernten. Auch Bienen dient er als Weide, denn dort finden sie jede Menge Blüten. Und wenn der Feldrain gemäht wird, liefert er Gras und Heu. Aber es gibt noch andere wichtige Funktionen des Feldrains. Um sie zu Verstehen, werfen wir gleich mal einen Blick in das Leben, das sich in einem Feldrain tummelt. In einem Feldrain wimmelt es nur so von Tieren, aber man muss oft genau hinschauen, um sie zu sehen. Es gibt zahlreiche Insekten, Laufkäfer, Spinnen, Schmetterlingsraupen, Grillen und Erdbienen. Auch Eidechsen, Erdkröten und Wiesel leben im Feldrain. Zudem findet man dort bodenbrütende Vögel wie Rebhuhn oder Fasan. Für all diese Tiere sind die Feldraine überlebensnotwendig, denn auf dem freien Feld würden sie weder Nahrung noch Unterschlupf finden! Bei Rainen mit Sträuchern und Bäumen findet man auch Spechte, Meisen, Fledermäuse, Siebenschläfer und sogar Mäusebussarde und Turmfalken! Mäusebussarde, die gerne über Feldern kreisen, um nach Mäusen Ausschau zu halten, finden in Bäumen neben dem Feld einen Ort zum Rasten und Fressen. Wofür nutzen die anderen Tiere den Feldrain? Viele Tiere wohnen oder nisten dort. Ohne Feldrain hätten sie kein zuhause. Für viele ist der Feldrain auch ein wichtiger Ort, um sich zu verstecken. Feldhasen und Rebhühner suchen dort Deckung vor Feinden oder nutzen den Feldrain als Unterschlupf vor Regen, Hitze oder Wind. Außerdem ist der Feldrain ein natürlicher und wichtiger Nahrungsraum. Viele Tiere finden dort, was sie zum Leben brauchen. Und dann ist der Feldrain natürlich auch ein Ort zum Überwintern: Erdkröte und Zauneidechse suchen dort Unterschlupf und fallen in Winterstarre. Auch Gehäuseschnecken und Lehmwespen überwintern dort. Ohne Feldrain hätten also viele Tiere ein großes Problem. Aber nicht nur für Tiere und Pflanzen ist der Feldrain wichtig - auch für den Menschen hat der Feldrain große Bedeutung. Ein Feldrain schützt die Felder vor Wasser- und Winderosion. Was heißt das? Ohne Feldrain schwemmt das Regenwasser Bodenteilchen einfach weg. Außerdem trägt der Wind die Bodenteilchen ab. Das ist nicht gut für die Landwirtschaft. Durchziehen allerdings regelmäßig Feldraine die Ackerfläche bremsen sie die Windgeschwindigkeit. Auch das Regenwasser halten sie auf und verhindern, dass fruchtbare Erde weggeschwemmt wird. Außerdem schützen Feldraine vor Winterfrost und regeln den Wasserhaushalt unter der Erde. Warum heißt dieses Video nun „Rettet den Feldrain!“? Warum ist der Feldrain in Gefahr? Viele Landwirte kennen die positiven Eigenschaften von Feldrainen nicht. Vielmehr meinen sie, die Wurzeln der Pflanzen auf Feldrainen würden den Nutzpflanzen auf den Ackerflächen wichtige Nährstoffe wegnehmen. Also ackern viele die Feldraine gedankenlos ein. Ganz nebenbei entsteht so eine größere Nutzfläche für die Landwirte. Wenn sie wüssten, dass die positiven Effekte von Feldrainen die negativen (also das Entziehen von Nährstoffen) bei weitem übertreffen, würden sie die Feldraine wahrscheinlich so lassen, wie sie sind. Ein anderes Problem sind die Düngemittel beim Spritzen der Felder. Wenn beim Spritzen nicht ein Abstand von 1 bis 3 Metern zum Feldrain gewahrt wird, schädigen die Düngemittel das Leben im Feldrain. Viele Landwirte haben aber mittlerweile den Nutzen von Feldrainen erkannt und Feldraine, die eingeackert wurden, wieder neu angelegt. Das ist eine positive Entwicklung für Mensch und Tier! Wir haben also die positiven Effekte der Feldraine gesehen: Sie ermöglichen Leben für Pflanzen und Tiere, bieten Unterschlumpf, lassen Kräuter und Heilpflanzen gedeihen und dienen als Wind- und Wassergürtel für die Landwirtschaft. Wenn du einmal einen Feldweg entlang gehst, dann setze dich in einen Feldrain und beobachte das reiche Leben in diesem wertvollen Lebensraum! Viel Spaß und bis zum nächsten Mal!

Rettet den Feldrain Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Rettet den Feldrain kannst du es wiederholen und üben.

  • Wie sieht der Feldrain aus? Beschreibe ihn.

    Tipps

    Die Bienen lieben Blütenpflanzen, deshalb fliegen sie gerne im Feldrain umher.

    Lösung

    Als Feldrain bezeichnet man den Grünstreifen zwischen den Feldern. In diesem Bereich wachsen auch viele Pflanzen. Der Feldrain besteht oft aus einer Boden- und Krautschicht. Dort wachsen dann Moose, Flechten, Gräser und weitere krautartige Pflanzen. Aber in der Regel werden die Pflanzen nicht höher als einen halben Meter. Dieser Feldrain muss öfter gemäht werden, damit er nicht ganz verbuscht.

    Es gibt aber auch Feldraine, auf denen Bäume wachsen. Zum Beispiel Birken findet man dort oft und auch Heckenpflanzen. Viele Bienen lieben den Feldrain wegen seiner vielen Blütenpflanzen.

  • Was ist ein Feldrain? Erkläre.

    Tipps

    Hast du schon mal am Feldrand auf einem Spielplatz getobt?

    Lösung

    Der Feldrain ist der grüne Streifen zwischen den Feldern. Er dient der Abgrenzung der Felder und auch oft als Weg. Im Feldrain leben viele Tiere und er schützt den Boden vor Erosion. Aus diesen Gründen sollte man den Feldrain nicht beseitigen, sondern wieder neu anlegen und auch pflegen.

  • Wer wohnt alles im Feldrain? Entscheide dich.

    Tipps

    Die Blütenpflanzen im Feldrain bieten vielen Insekten Nahrung.

    Fische kannst du zum Beispiel in einem Gartenteich finden.

    Lösung

    Der Feldrain bietet vielen verschiedenen Lebewesen einen Lebensraum. Insekten, wie Bienen, Schmetterlinge und Käfer, halten sich hier gerne auf. Die Blütenpflanzen bieten ihnen genügend Nahrung. Auch Säugetiere, wie der Feldhamster und Hase, halten sich dort gerne auf. Der Feldrain dient ihnen als Versteck und als Nahrungsquelle. Sogar Vögel kannst du dort finden, zum Beispiel Fasane.

    Fische leben nicht im Feldrain. Sie benötigen Wasser zum Leben und daher findest du sie in einem See oder Bach. Hunde leben auch nicht in einem Feldrain, genauso wie der Braunbär.

  • Welche Bewohner des Feldrains stellen sich hier vor? Bestimme die Tiere.

    Tipps

    Der Specht sucht unter der Baumrinde nach Nahrung.

    Lösung

    Viele verschiedene Tiere finden Nahrung und Unterschlupf im Feldrain.

    Feldhasen mit ihren kräftigen Nagezähnen verstecken sich dort gerne. Der Feldrain bietet ihnen Schutz vor Fressfeinden und vor der Witterung.

    Eidechsen gehören zu den Reptilien und auch sie halten sich im Feldrain auf. Sie sonnen sich zum Beispiel sehr gerne auf Steinen.

    Den Specht kannst du oft in Feldrainen mit Bäumen entdecken. Er sitzt oft senkrecht am Baumstamm und klopft mit seinem kräftigen Schnabel an der Rinde. So kann er feststellen, wo ein Hohlraum ist, in dem er Nahrung finden kann.

    Die Erdkröte gehört zu den Amphibien, genauer gesagt ist sie ein Froschlurch. Ihre Haut hat viele kleine Warzen und sie ist größer als ein Frosch. Im Feldrain überwintert sie gerne und fällt dabei in die Winterstarre.

  • Welchen Nutzen hat der Feldrain? Bestimme.

    Tipps

    Die Bienen bestäuben nicht nur die Pflanzen auf dem Feldrain.

    Lösung

    Vielen Tieren bietet der Feldrain Schutz und Nahrung. Auch der bedrohte Feldhamster hält sich gerne in diesem Abschnitt auf. Auch Bienen werden zahlreich angelockt und bestäuben so auch die eigenen Nutzpflanzen. Das ist auch gut für den Ertrag.

    Oft wachsen auf dem Feldrain auch Gehölze, wie Holunder, deren Beeren man sogar ernten und verwenden kann. Und das abgemähte Gras dient den Nutztieren als Nahrung.

    Natürlich brauchen die Pflanzen, die auf dem Feldrain wachsen, auch Nährstoffe. Diese nehmen sie aus dem Boden auf. Aber der Feldrain hat so viele Vorteile, dass ein wenig Nährstoffentzug nicht schlimm ist.

    Es leben auch Mäuse im Feldrain. Aber nicht so viele, dass sie dem Bauern wirklich schaden können. Zudem lebt in den Bäumen am Feldrand auch gerne der Mäusebussard und der jagt die kleinen Nagetiere.

  • Was hat der Feldrain mit Erosion zutun? Erkläre.

    Tipps

    Wenn eine Erosion eintritt, wurden Bodenteilchen abgetragen. Dabei gehen auch Nährstoffe verloren.

    Lösung

    Der Feldrain hat viele positive Eigenschaften. Er bietet nicht nur vielen Tieren Nahrung und einen Lebensraum, sondern ist auch für den Menschen gut.

    Der Feldrain kann den Boden vor Erosion schützen. Wenn der Boden ohne Schutz Wind und Wasser ausgesetzt wird, kann es passieren, dass Bodenteilchen abgetragen werden. Das bedeutet, sie werden entweder durch den Wind weggeweht oder durch das Regenwasser weggeschwemmt. Beides ist schlecht für den Boden und den Bauern. Denn hierbei gehen auch Nährstoffe verloren. Der Feldrain bremst Wasser und Wind etwas aus, sodass die Erosion vermieden werden kann.