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Unpersönliche Verben mit Infinitiv und AcI 07:34 min

1 Kommentar
  1. Moin \(^_^)/

    Von Die Felbis, vor mehr als 3 Jahren

Unpersönliche Verben mit Infinitiv und AcI Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Unpersönliche Verben mit Infinitiv und AcI kannst du es wiederholen und üben.

  • Ordne die unpersönlichen Ausdrücke der richtigen Übersetzung zu.

    Tipps

    Alle unpersönlichen Ausdrücke kamen im Video vor. Sie werden mit einem Infinitiv als Subjekt konstruiert.

    Lösung

    Die Wendungen aus dieser Aufgabe sind unpersönliche Ausdrücke. Das bedeutet, sie tauchen immer in dieser Form auf und passen sich nicht an ein Subjekt an. Im Deutschen nehmen wir „es“ als Subjekt: es ist leicht, es ist nötig, ...

    Um auszudrücken, was leicht oder nötig ist, nimmt man einen Infinitiv. Er hat die Funktion eines Subjekts: Das Lachen ist nötig, zu essen ist nötig. Im Lateinischen ist das genauso.

    • facile est kommt vom Adjektiv facilis, e (leicht). Das heißt: es ist leicht. Zum Beispiel: facile est amare - es ist leicht, zu lieben.
    • libet heißt: es beliebt. Zum Beispiel: bibere libet - es beliebt, zu trinken.
    • praestat heißt: es ist besser. Zum Beispiel: praestat neminem amare - es ist besser, niemanden zu lieben.
    • tempus est heißt: es ist Zeit. Zum Beispiel: tempus est bellum gerere - es ist Zeit, Krieg zu führen.
    • iuvat heißt: es erfreut. Zum Beispiel: iuvat te videre - es erfreut, dich zu sehen.
    • interest heißt: es ist wichtig. Zum Beispiel: ridere interest - lachen ist wichtig.
    • necesse est heißt: es ist nötig. Zum Beispiel: necesse est amicum habere - es ist nötig, einen Freund zu haben.

  • Vervollständige die Übersetzung der lateinischen Sätze.

    Tipps

    Kläre noch einmal, was die unpersönlichen Ausdrücke bedeuten.

    • praeterit kommt von praeter und ire - wörtlich: vorbei-gehen.
    • fallere heißt wörtlich: täuschen.
    • apertus, a, um heißt: offen.

    Lösung

    Alle unpersönlichen Ausdrücke aus der Aufgabe werden mit einem AcI (Akkusativ mit Infinitiv) konstruiert.

    • constat bedeutet: es steht fest, es ist bekannt. Es gehört in den ersten Satz. Der Subjektsakkusativ ist te (dass du) und der Infinitiv ist scelestum esse (ein Verbrecher bist).
    • apparet heißt: es ist klar. Der AcI besteht aus Caesarem und habuisse, dazu kommt das Objekt multos inimicos: Es ist klar, dass Caesar viele Feinde hatte.
    • apertum est bedeutet: es ist offenbar. Romanos ist der Subjektsakkusativ, rexisse der Infinitiv des AcI, mundum ist ein Objekt: Es ist offenbar, dass die Römer die Welt beherrschten.
    • me praeterit bedeutet: mir ist unbekannt. amicum ist der Akkusativ, duxisse der Infinitiv des AcI: Mir ist unbekannt, dass mein Freund die Tochter des Claudius geheiratet hat.
    • me fallit heißt: ich weiß nicht. Hier ist der Subjektsakkusativ barbaros, der Infinitiv imminere. Dazu kommt das Objekt finibus nostris: Ich weiß nicht, dass die Barbaren unsere Grenzen bedrohen.

  • Gib an, welche unpersönlichen Ausdrücke mit einem AcI stehen können.

    Tipps

    Fünf der Ausdrücke stehen mit einem AcI. Du hast sie alle im Video kennen gelernt.

    Lösung

    Alle Audrücke aus der Aufgabe sind unpersönlich. Das bedeutet, sie haben kein handelndes Subjekt, sondern stehen für sich allein. Im Deutschen geben wir sie deshalb meistens mit „es“ wieder: es ist bekannt, es ist unbekannt.

    Um anzugeben, was bekannt oder unbekannt ist, braucht man im Lateinischen einen Infinitiv, AcI oder Nebensatz. Im Deutschen geben wir sie meistens mit einem dass-Satz wieder: es ist bekannt, dass...

    Folgende Ausdrücke stehen mit einem AcI:

    • constat - es ist bekannt, dass ...
    • apparet - es ist klar, dass ...
    • apertum est - es ist offenbar, dass ...
    • me praeterit - mir ist unbekannt, dass ...
    • me fallit - ich weiß nicht, dass ...
    So kann man zum Beispiel sagen:
    Constat / apparet / apertum est te venire. - Es ist bekannt / klar / offenbar, dass du kommst.

    Die übrigen Ausdrücke werden anders konstruiert:

    • accidit heißt: es geschieht. Um auszudrücken, was geschieht, nimmt man einen ut-Satz mit Konjunktiv: Accidit, ut venias. - Es geschieht, dass du kommst.
    • evenit heißt: es ereignet sich. Auch das steht mit einem ut-Satz: Evenit, ut rideas. - Es ereignet sich, dass du lachst.
    • Auch bei contingit ist es so: Contingit, ut vincas. - Es gelingt, dass du siegst.
    • libet wird meistens nur mit einem Infinitiv konstruiert: Ridere libet.: Es beliebt, zu lachen.

  • Vervollständige die lateinischen Sätze anhand der Übersetzung.

    Tipps

    Wiederhole zunächst die Bedeutung der unpersönlichen Ausdrücke.

    Ein unpersönlicher Ausdruck ist hier zuviel. Er passt nicht in die Sätze.

    Lösung

    Die lateinischen Sätze enthalten jeweils einen unpersönlichen Ausduck. Er steht entweder mit einem AcI oder mit einem bloßen Infinitiv.

    • iuvat heißt: es erfreut. Es passt in den ersten Satz. Dort hat es ein Objekt bei sich: Gaium iuvat - Gaius freut es. Davon hängt ein Infinitiv als Subjekt ab: Wen oder was erfreut Gaius? - einen Freund zu treffen, oder: das Treffen eines Freundes.
    • apparet heißt: es ist klar. Es passt in den zweiten Satz. Dort hängt von ihm ein AcI ab: nos ... vicisse - es ist klar, dass wir ... besiegt haben. hostes ist das Objekt: Wen oder was haben wir besiegt? - die Feinde.
    • aliquem fallit heißt: jemand weiß nicht. Es hat immer einen Akkusativ bei sich. Im dritten Satz ist es maritum: Der Mann weiß nicht. Was er nicht weiß, steht im AcI: mulierem ... amare - dass die Frau ... liebt. Wen oder was sie liebt, ist das Akkusativobjekt: virum alium - einen anderen Mann.
    • constat heißt: es ist offenbar, es steht fest. Es passt in den vierten Satz. Dort hängt wieder ein AcI davon ab: Romanos ... expugnavisse - es ist offenbar, dass die Römer ... erobert haben. totam Britanniam ist das Objekt dazu: ganz Britannien.
    • praestat heißt: es ist besser. Das passt in den letzten Satz. Bei praestat findest du oft einen Vergleich: aquam pro vino bibere - Es ist besser, Wasser statt Wein zu trinken.

  • Entscheide, welche Übersetzungen für den lateinischen Satz möglich sind.

    Tipps

    Drei Möglichkeiten sind richtig, drei sind falsch.

    Überlege, welche Konstruktion im Satz steckt.

    Ist es bloß ein Infinitiv oder ein AcI?

    Lösung

    facile est ist ein unpersönlicher Ausdruck und heißt: Es ist leicht. Man kann das auch verneinen und sagen: facile non est - es ist nicht leicht. So ist es hier auch gemacht.

    Der unpersönliche Ausdruck wird meistens mit einem bloßen Infinitiv konstruiert, der die Funktion des Subjekts übernimmt. Nach ihm fragst du: Wer oder was ist leicht?

    Schauen wir uns das an unserem Satz an. Wir übersetzen: Es ist nicht leicht. Wer oder was ist nicht leicht? Darauf gibt colere die Antwort: das Bebauen oder zu bebauen. Der Infinitiv hat noch ein Objekt bei sich: agrum. Es ist nicht leicht, wen oder was zu bebauen? Die Antwort: ein Feld.

    Somit kannst du also übersetzen:

    • Es ist nicht leicht, ein Feld zu bebauen.
    • Ein Feld zu bebauen ist nicht leicht.
    • Das Bebauen eines Feldes ist nicht leicht.
    Falsch sind folgende Übersetzungen:
    • Es ist nicht leicht, dass sie ein Feld bebauen. Hier hat man versucht, den Satz als AcI wiederzugeben. Er enthält aber gar keinen - auch Personen wie „sie“ kommen gar nicht vor. Das ist falsch.
    • Das leichte Feld ist nicht zu bebauen. - Hier hat man die neutrum-Form facile mit agrum verbunden. facile est ist aber ein feststehender Ausdruck, außerdem ist ager, agri maskulinum, nicht neutrum! Auch das ist falsch.
    • Es ist nicht leicht, dass das Feld bebaut. Hier wurde der Infinitiv und das Akkusativobjekt als AcI interpretiert und übersetzt. Das ergibt keinen Sinn.
    Merke dir: facile est steht meistens mit einem bloßen Infinitiv. Dieser Infinitiv kann auch noch ein (Akkusativ-)Objekt bei sich haben.

  • Vervollständige die Übersetzung.

    Tipps

    Hier ein paar Vokabeltipps:

    • liber, libri ist das Buch.
    • mortem obire heißt sterben.
    • necare heißt töten.
    • Brutus ist ein Eigenname.

    Probiere am besten, im Deutschen einen dass-Satz anzuschließen.

    Lösung

    Die Sätze enthalten alle unpersönliche Ausdrücke: praestat, constat, tempus est, praeterit und fallit. Im Deutschen geben wir sie meistens mit „es“ wieder: es ist Zeit, es ist besser, ...

    Wofür es Zeit ist oder was besser ist, steht im Infinitiv. Der hat die Funktion eines Subjekts. Der Ausdruck kann außerdem noch ein Objekt bei sich haben:

    • Tempus est librum legere. - Hier kannst du sagen: Es ist Zeit, das Buch zu lesen, ein Buch zu lesen, für das Lesen eines Buches, um ein Buch zu lesen oder: dafür, dass man ein Buch liest.
    • Praestat vivere quam mortem obire. - Hier übersetzt du: Es ist besser, zu leben als zu sterben oder: dass man lebt als dass man stirbt.
    • Constat Brutum Caesarem necavisse. - Das kannst du so übersetzen: Es steht fest, dass Brutus Caesar tötete.
    • Puellam praeterit puerum se amare. - Hier sagst du: Dem Mädchen ist unbekannt, dass der Junge sie liebt oder verliebt in sie ist.
    • Me fallit dominum advenire. - Das bedeutet: Ich weißt nicht, dass der Herr kommt.