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Die Eifel als historisches Museum 03:19 min

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Transkript Die Eifel als historisches Museum

Die Eifel. Rhein und Mosel umschließen das Mittelgebirge und auch sonst überall Wasser. Wildromantische Landschaften hat es geschaffen und den Menschen schon immer inspiriert. Entlang des Wassers kann man in der Eifel durch die Geschichte reisen bis hin zur Antike. Die Römer hinterließen ein offen zugängliches Museum, die Eifelwasserleitung, auch Römerkanal oder die römische Wasserleitung nach Köln genannt. Sie war eines der längsten Aquädukte des römischen Imperiums und gilt als größtes antikes Bauwerk nördlich der Alpen. Von den ehemals zahlreichen Brunnenstuben sind nur noch wenige erhalten, wie diese bei Kallmuth. Das Wasser hat der Eifel von jeher auch sehr viel Energie geschenkt. Das kann man in der Schneidemühle in Meisburg noch sehr gut sehen. Die Mühle steht schon seit über 600 Jahren und arbeitet seitdem nach demselben Prinzip. Wasser Marsch. Nach nur wenigen Augenblicken setzt sich das tonnenschwere Wasserrad in Bewegung. Diese wasserbetriebene Schneidemühle ist übrigens die einzige, die in der Eifel noch erhalten ist. Dafür tut sie zuverlässig ihren Dienst. Die Säge funktioniert nur mit Wasserkraft. Heute ist mit der Mühle aber kein Geschäft mehr zu machen. Sie wurde zu Museum und die während einer Führung geschnittenen Bretter werden nicht verkauft, sondern verschenkt. Wasser wurde aber auch schon früher industriell genutzt, im Wasserkraftwerk in Heimbach beispielsweise. Auch dieser Ort ein Museum. Das Wasserkraftwerk von 1905 war damals das größte Europas. Das Gebäude verbindet perfekt zwei scheinbare Gegensätze: profane Energiegewinnung und fantasievolle Architektur. Die historische Schaltanlage mit Messing Instrumenten und Mahagoniholz lässt nicht nur Jugendstil Begeisterte beeindruckt zurück. In der alten Maschinenhalle stehen noch zwei der ursprünglich acht Turbinen und Generatoren sowie die ursprünglich 90 Meter lange Hanfseil Kupplung zum Generator. Dank seiner fast sakral wirkenden Architektur gilt das Wasserkraftwerk in Heimbach als das schönste Kraftwerk Deutschlands aus der Zeit des Jugendstils.