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Polargebiet

Obwohl die beiden Polargebiete Arktis und Antarktis an jeweils entgegengesetzten Polen der Erde liegen, befinden sich an beiden Orten ähnlich eisige Umstände, welche eine Herausforderung an die dort lebenden Tiere und Menschen stellen.

Was ist das Polargebiet?

Die Regionen der Erde, die sich zwischen den Polen und den zugehörigen Polarkreisen befinden, werden als Polargebiete bezeichnet. Hohe Breiten ist eine andere Bezeichnung für diese Gebiete. Sie befinden sich jenseits von 66,6° nördlicher und südlicher Breite. Das Polargebiet besteht aus der Arktis und Antarktis. Wie du sicherlich weißt, liegen die größten Eisflächen der Erde am Nordpol und am Südpol. Dort kommt nämlich sehr wenig Sonnenstrahlung an, deswegen ist es dort auch so kalt. Es können Temperaturen von -70°C entstehen. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich riesige Eismassen bilden.

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Arktis am Nordpol

Die Arktis ist kein Kontinent. Das Gebiet der Arktis bedeckt am Nordpol die nördlichen Teile der drei Kontinente Nordamerika, Asien und Europa sowie das größtenteils von Eis bedeckte Nordpolarmeer. Vegetationsgeografisch wird die Arktis als die nördliche Baumgrenze definiert. Dies besagt, dass sie dort beginnt, wo keine Bäume mehr wachsen. Klimatisch wird die Arktis als das Gebiet der Nordhalbkugel definiert, in dem die Juli-Isotherme 10 °C ist. Das bedeutet, das die Durchschnittstemperatur im wärmsten Monat Juli weniger als zehn Grad Celsius beträgt. Eine der bekanntesten Arktisexpeditionen wurde von dem Polarforscher Ernest Shackleton Anfang des 20. Jahrhunderts durchgeführt.

Das Polargebiet

Antarktis am Südpol

Die Antarktis hingegen ist ein Kontinent und umfasst die um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete. Diese bestehen aus dem Kontinent Antarktika und dem Südpolarmeer. Die Antarktis ist der kälteste Ort auf der Erde. Dort gibt es eine bis zu vier Kilometer dicke Eisschicht. In diesem Eis sind fast drei Viertel des Süßwassers der Erde gespeichert. Aus diesem Eis können Proben entnommen werden, welche eine wichtige Informationsquelle für die Kilmageschichte darstellen. Diese sogenannten Eisarchive reichen weiter in die Ergeschichte zurück als an jedem anderen Ort auf der Welt. Durch die Eisbohrkerne lassen sich auch Unterschiede zwischen Nordpol und Südpol feststellen.

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Leben in den Polargebieten

Die Tiere, die in den Polargebieten leben, haben sich an die kalten Bedingungen gut angepasst. Eine breite Fettschicht und ein dickes Fell schützt sie vor der Kälte. Eisbären leben am Nordpol und Pinguine sowie Robben am Südpol. Eisbären haben zusätzlich eine tiefschwarze Haut, um auch noch die Wärme der wenigen Sonnenstrahlen nutzten zu können. Auch sind sie sehr groß und haben nur kleine Extremitäten (Ohren und Beine), wodurch sie wenig Wärme verlieren. Für Menschen ist es dort kaum möglich zu leben. Trotzdem leben vor allem in der Arktis die Inuit in Nordamerika und Grönland und die Lappen in Nordskandinavien. Es gibt zudem heute eine dauerhaft besetzte Forschungsstation in der Antarktis. Früher wurden hauptsächlich Hundeschlitten zum Transport verwendet. Heute benutzen die meisten Bewohner Schneemobile, um sich fortzubewegen. Einwohner_Antarktis_fröhlich.jpg

Das Polargebiet ist in Gefahr

Durch die Klimaerwärmung schmelzen große Teile des Eises ab. Alleine im Jahr 2007 sind aufgrund der globalen Erwärmung über eine Million Quadratkilometer Eis geschmolzen. Sollte diese Entwicklung anhalten, könnte die Arktis bereits 2030 eisfrei sein. Das führt einerseits zum Anstieg des Meeresspiegels, wodurch viele Gebiete überschwemmt werden. Andererseits werden die Polargebiete kleiner. Dadurch verlieren viele Tiere ihren Lebensraum.

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