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Wie entsteht eine Frucht? 08:06 min

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Transkript Wie entsteht eine Frucht?

Hallo, ich bin Octavus. Heute geht es um die Bildung einer Frucht. Esst ihr gerne Obst? Ich mag sehr gerne diese saftige, süße, knackige Frucht. Richtig, es ist eine Kirsche. Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie diese Frucht entsteht? Ganz einfach, werdet ihr sagen. Im Frühjahr blüht es überall und Bienen sind unterwegs. Bevor es blüht, sieht man am Kirschzweig, dass vom Langtrieb die Kurztriebe abgehen. An diesen sitzen büschelförmig die Winterknospen. Hier sind sie, wie es das Foto zeigt, bereits etwas geöffnet.

Schauen wir uns nun einen blühenden Kirschzweig genauer an. Eine Blüte wollen wir vergrößern. Wir erkennen die Blütenblätter und Staubblätter. Das Fruchtblatt ist mit der Narbe ausfindig zu machen. Die Kelchblätter sind durch die Blütenblätter verdeckt. Und weil nicht eines zu sehen ist, will ich eine Blüte schematisiert von innen nach außen darstellen. Beginnen wir mit dem mittigen Fruchtblatt und dem kelchförmigen Blütenboden, der Staubblätter und Blütenblätter trägt und den Nektar aufnimmt. Außen finden wir die Kelchblätter, die vor dem Aufblühen die inneren Blätter umschlossen haben. Diese Blüte ist zwittrig. Als zwittrig oder zweigeschlechtig werden Blüten bezeichnet, die Fruchtblätter und Staubblätter auf einem Blütenboden tragen. Das Staubblatt ist das männliche und das Fruchtblatt das weibliche Fortpflanzungsorgan der Samenpflanze. Im Frühjahr, wenn die Bienen auf Nahrungssuche sind, werden sie durch die weiten, sichtbaren Blütenblätter angelockt. Sie sammeln Nektar und Pollen für ihre Nachkommen, die Bienenlarven. Nektar finden sie auf dem Blütengrund, von dem sie ihn aufsaugen und auflecken. Für die Erzeugung des Nektars haben die Kirschblüten Nektardrüsen, die am Blütenboden sitzen. Sobald sich die Bienen zum Nektar hinbewegen, wird Pollen von ihrem feinen, für uns kaum sichtbaren Haarkleid während des Blütenbesuches aufgenommen. Fliegen sie dann zu nächsten Blüte, werden einige Pollenkörner auf die knopfförmige, klebrige Narbe des Fruchtblattes übertragen. Der Vorgang heißt Bestäubung. Da die Biene ein Insekt ist, spricht man auch von Insektenbestäubung. Schauen wir uns nun die Fortpflanzungsorgane von Kirschblüten genauer an. Zunächst die männlichen, die Staubblätter. Sie bestehen aus dem Staubfaden und den beiden Staubbeuteln, in denen der Pollen entsteht. Sie geben den Pollen, auch Blütenstaub genannt, nach der Reife frei. Nun die weiblichen, in unserem Fall das Fruchtblatt. Es besteht äußerlich erkennbar aus der Narbe, dem Griffel und dem Fruchtknoten. Im Inneren verborgen sind die Samenanlage mit einer Eizelle und Zellkern zu sehen. Eine wichtige Besonderheit muss ich noch erwähnen. Die Fruchtblätter sind vor den Staubblättern reif. Man spricht von Vorweiblichkeit. Das bedeutet, dass zuerst das Fruchtblatt reift und bestäubt wird, also Fremdpollen mit der Narbe aufnimmt, ehe die Staubbeutel die eigenen Pollenkörner freigeben und ausschütten. Eigener Pollen gelangt also nicht auf die Narbe. Selbstbestäubung scheidet somit in der Regel bei Kirschblüten aus. Da der Pollen von anderen Blüten bzw. Blüten anderer Bäume stammt, spricht man von Fremdbestäubung durch Insekten. Nur Kirschpollen kann zum sogenannten Pollenschlauch werden, der durch den Griffel hindurch zur Samenanlage wächst. Er dringt in sie ein und entlässt den abwärtsgewanderten männlichen Zellkern, der sich dann mit dem Eizellkern vereint. Dieser Vorgang der Verschmelzung von geschlechtlich unterschiedlichen Zellkernen heißt Befruchtung. Es beginnt die Entwicklung eines Kirschkeimlings und die Entstehung der Kirschfrucht, die den Sämling in sich trägt. Nach der Befruchtung welken alle äußeren Blütenteile ab; nur der Fruchtknoten bleibt erhalten und schwillt stark an, wodurch der becherförmige Blütenboden auseinander weicht. Nun, für die Einstehung der Kirschfrucht sind aber die Veränderungen des Fruchtblattes entscheidend. Die äußere Schicht wird zur Fruchtschale und die mittlere entwickelt sich zum saftigen Fruchtfleisch, währenddessen die innerste Schicht den verholzten Stein bildet. Gleichzeitig wachsen Blütenboden und Blütenstiel zum Fruchtstiel heran. Die äußere Schicht der Samenanlage bildet die Samenschale des Sämlings. Aus der inneren Schicht gehen die Keimblätter hervor. Die befruchtete Eizelle wird zum pflanzlichen Keimling, auch Embryo genannt. Dieser stellt eine junge Pflanze dar, die im Kirschkern bis zum nächsten Frühjahr geschützt ruht. Die harten Steine mit den Sämlingen werden bekanntermaßen von Tier und Mensch nicht verzehrt; sie fallen zu Boden. So kann der Keimling im nächsten Frühjahr die Holzschalenhälften aufsprengen und zu einer neuen Kirschpflanze heranwachsen.

Fassen wir nun kurz zusammen: Wir haben heute den Bau einer Kirschblüte genauer kennengelernt. Wir haben erfahren, dass Kirschblüten zweigeschlechtlich, also zwittrig sind. Wir haben erfahren, dass Fremdbestäubung die Übertragung des Pollens einer anderen Baumblüte ist. Wir haben erfahren, dass der Pollenschlauch der Weg für den männlichen Zellkern ist. Wir haben weiterhin erfahren, dass die Befruchtung als die Verschmelzung von männlicher und weiblicher Zelle und deren Zellkernen zu verstehen ist. Wir haben auch erfahren, dass der Keimling aus einer befruchteten Eizelle hervorgeht. Des Weiteren wissen wir, dass das Fruchtblatt das Organ ist, aus dem sich die Frucht entwickelt. Und letzten Endes haben wir erfahren, dass die Frucht die Blüte am Ende ihrer Entwicklung ist. Zur Fruchtbildung folgen noch weitere Filme. Schaut mal wieder rein, wenn es euch gefallen hat. Tschüss! Euer Octavus.  

30 Kommentare
  1. seeeeehhhhrrrrrrrr gut erklärt

    Von Yasmin Nassar, vor 6 Monaten
  2. Das war sehr hilfreich!

    Von Cedric K., vor 11 Monaten
  3. Sehr Informationsreiches Video

    Von Marinettl, vor mehr als einem Jahr
  4. srry schlecht erklärt ich checks ned :( :(

    Von talha D., vor mehr als einem Jahr
  5. Danke du hast mir sehr geholfen mach weiter so

    Von Johann D., vor mehr als einem Jahr
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