30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Quellen, Keimung, Wachstum 06:05 min

Textversion des Videos

Transkript Quellen, Keimung, Wachstum

Hallo! So sieht eine drei Wochen alte Feuerbohnenpflanze aus. Und so hat alles angefangen. Mit einer kleinen Bohne. Wie wurde daraus so eine große Pflanze? Und welche Bedingungen braucht es dafür? In diesem Video wollen wir Quellung, Keimung und Wachstum von Pflanzen näher kennenlernen.

Samen und Quellen

Das ist eine Feuerbohne, sie ist der Samen einer Bohnenpflanze. Unter günstigen Bedingungen entsteht aus ihr eine neue Bohnenpflanze. Werfen wir einen Blick ins Innere der Bohne. Die beiden Hälften enthalten die beiden Keimblätter. Sie speichern Nährstoffe, von denen die entstehende Pflanze anfangs zehren wird.

Wenn man genau schaut, sieht man auch den ruhenden Keimling. Er ist der Embryo der Pflanze. Man erkennt die Keimwurzel, den Keimstängel und winzige Laubblätter, die allerdings noch weiß sind. Umgeben von der ledrigen Samenschale ist der Samen geschützt vor Austrocknung und Frost. So kann er lange Zeit überdauern, er ist im Ruhezustand - der sogenannten Samenruhe. Was passiert, wenn man die Bohne in feuchte Erde steckt?

Zunächst saugt sie sich mit Wasser voll. Man sagt auch “sie quillt”. So sieht eine gequollene Feuerbohne im Vergleich zu einer nichtgequollenen Bohne aus. Die Quellung lockert das Erdreich und bereitet damit die Keimung vor. Nach einigen Tagen platzt die aufgeweichte Schale der Bohne und der Keimling bricht durch - die Keimung hat begonnen.

Keimung und Wachstum

Es ist die Keimwurzel, die sich als allererstes ihren Weg ins Erdreich bahnt. Sie wächst nach unten und streckt sich dabei in die Länge. Die Wachstumszone an der Wurzelspitze nennt man auch Streckungszone. Die Keimwurzel entwickelt sich zur Hauptwurzel.

Weiter oben bilden sich Nebenwurzeln aus. Die Wurzeln verankern die Pflanze im Boden, damit sie später nicht umfällt. Am Ende der Wurzeln sitzen die Wurzelhaare. Über diesen Haarflaum nimmt die Pflanze Wasser aus dem Boden auf. Im Wasser sind auch wichtige Nährstoffe gelöst, die die Pflanze für ihr Wachstum braucht.

Als nächstes bricht der Keimstängel aus der Bohne. Er wächst hakig nach oben und zieht dabei die Knospe mit den beiden Laubblättern aus der Bohne. Der Keimstängel erreicht das Tageslicht und richtet sich voll auf. Die Laubblätter, die inzwischen größer geworden sind und sich gelblich eingefärbt haben, entfalten sich und werden schnell grün. Sowohl die Wurzeln als auch der Spross wachsen weiter, neue Blätter werden ausgebildet.

Bei der Feuerbohnenpflanze bleiben die Keimblätter im Boden, bei anderen Pflanzen - etwa der Gemüsebohne - wachsen die Keimblätter aus der Erde und ergrünen bevor sie bald wieder absterben. Die Wachstumsphase von Wurzeln, Sprossachse und Blättern wird auch vegetative Phase genannt. Sind Wurzel, Sprossachse und Laubblätter voll ausgebildet, ist die vegetative Phase abgeschlossen.

Nun beginnt die generative Phase. Das ist die Phase, in der die Fortpflanzung gesichert wird. Blüten und Keimzellen werden ausgebildet. Befruchtung, Samenentwicklung und Samenreife finden statt. Aus dem Samen, der Bohne, kann unter günstigen Bedingungen jetzt wieder eine neue Feuerbohnenpflanze entstehen.

Keimung- und Wachstumsbedingungen

Was sind aber nun günstige Keimungs- bzw. Wachstumsbedingungen? Was braucht eine Pflanze um zu keimen und zu wachsen? Eine Feuerbohne benötigt erst einmal Wasser, um zu quellen. Auch ausreichend Wärme muss gewährleistet sein. Um das Wachstum zu garantieren braucht die Pflanze Licht. Auch die Nährstoffe aus der Erde sind notwendig, um richtig zu wachsen.

Um einen Samen zum Wachstum zu bringen, braucht es also Wasser, Wärme, Licht und Erde.

Jede Pflanzenart hat dabei spezielle Vorlieben. Die einen brauchen es ganz besonders warm, andere brauchen es besonders feucht. Es gibt auch Pflanzen die nicht gut auf zu viel Licht oder zu viel Wasser reagieren. Jede Pflanzenart hat eigene Ansprüche an Wärme, Licht, Wasser und Erde.

Willst du eine Pflanze ziehen, erkundige dich vorher im Fachhandel über die Vorlieben der Pflanze. Auch auf der Verpackung von Samen sind meist die speziellen Ansprüche der Pflanze vermerkt.

Zusammenfassung

Fassen wir noch mal zusammen. Das Entstehen einer neuen Pflanze beginnt mit der Quellung des Samens. In der Keimungsphase wächst die Keimwurzel ins Erdreich hinab, der Keimstängel wächst nach oben und durchbricht die Erdschicht. Das Wachstum gliedert sich in die vegegative und die generative Phase. Nach Abschluss der generativen Phase gibt es neue Samen, aus denen wieder neue Pflanzen wachsen können... Tschüss und bis zum nächsten Mal!

17 Kommentare
  1. Gutes Video

    Ja !uft braucht sie auch aber Übertreiben kann man ja auch 😂🤪

    Von Kerstinbongers, vor 4 Tagen
  2. Also Luft braucht die Bohne auch

    Von Tyrell H., vor etwa 2 Monaten
  3. Hallo Hatun S.,
    schau mal in meinen Kommentar, der direkt unter deinem steht. Dort habe ich die gleiche Frage schon mal beantwortet.
    Ich hoffe, meine Antwort hilft dir weiter.
    Falls du noch weitere Fragen hast, helfen dir gerne unsere Lehrerinnen und Lehrer des Hausaufgabenchats weiter. Der Chat ist von Montag bis Freitag zwischen 17-19 Uhr für dich da.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 2 Monaten
  4. Man braucht doch nicht immer Erde oder?

    Von Hatun S., vor 2 Monaten
  5. Hallo Lord Voldemort,
    das ist richtig. Erde ist zur Keimung der Bohne nicht zwingend notwendig. Die Nährstoffe, die der Samen mitbringt, reichen dafür aus. Zum weiteren Wachstum benötigt die Pflanze jedoch die Nährstoffe aus der Erde.
    In diesem Video sind alle Wachstumsbedingungen dargestellt:
    https://www.sofatutor.com/biologie/videos/was-brauchen-pflanzen-zum-wachsen

    Wir beantworten Kommentare nur an Werktagen. Aber auch hier kann die Beantwortung etwas Zeit in Anspruch nehmen. Für dringende Fragen bieten wir einen Hausaufgabenchat, Mo-Fr 17-19 Uhr, an.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor etwa einem Jahr
  1. wo ist meine rück Meldung!!!?

    Von Lord Voldemort, vor etwa einem Jahr
  2. Am Anfang kann man aber die Bonne in einer Watte züchten hab ich so gelernt da ich auf einem Gymnasium bin weiss ich nicht was richtig ist ?

    Von Lord Voldemort, vor etwa einem Jahr
  3. Gutes Video habe viel gelernt 🧐👍🏻

    Von David N., vor mehr als einem Jahr
  4. Hallo Sabin,
    da hast du gut gelernt! Das stimmt. Es ist genauso wie du es geschrieben hast: Zum Keimen braucht die Bohne keine Erde, aber für das darauffolgende Wachstum schon. Daher wird im Video auch von Wachstums- und nicht von Keimungsbedingungen gesprochen. Super :)
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor mehr als einem Jahr
  5. echt ganz ok doch eine Bohne braucht anfangs keine Erde nur den Keimling bis er aufgebraucht ist aber dann Lebt sie von den Mineralstoffe aus der Erde aber ansonsten voll gut ich bin schlau :)spaß ich habe gelernt

    Von Sabin, vor mehr als einem Jahr
  6. echt gut

    Von Sabin, vor mehr als einem Jahr
  7. Super Video

    Von Nicowald, vor mehr als einem Jahr
  8. Super Video!!!

    Von Ole Amelsberg, vor etwa 2 Jahren
  9. Wirklich toll erklärt, aber die Planzen brauchen doch noch Luft !

    Von Xhaiqua, vor mehr als 2 Jahren
  10. Sehr GUT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Morackl, vor mehr als 2 Jahren
  11. Super Video. Die Zusammenfassung am Schluss bringt nochmals alles auf den Punkt und man kann nochmals Rückschlüsse ziehen.

    Von Loris A., vor mehr als 2 Jahren
  12. Tolles Video, super erklärt!

    Von Preiswilczek, vor mehr als 5 Jahren
Mehr Kommentare

Quellen, Keimung, Wachstum Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Quellen, Keimung, Wachstum kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Aufgabe der beiden Keimblätter der Feuerbohne.

    Tipps

    Die Feuerbohne verfügt noch nicht über Blätter. Das bedeutet, sie kann noch keine Energie aus dem Sonnenlicht in Zucker umwandeln. Sie muss aber in der Lage sein zu keimen. Dazu benötigt sie Energie. Woher kommt diese Energie?

    Lösung

    Die Feuerbohne ist nicht in der Lage, Fotosynthese zu betreiben. Sie kann noch keinen Zucker herstellen. Um dennoch keimen zu können, hat sie in den Keimblättern Nährstoffe gespeichert, die die anfängliche Energie für den Stoffwechsel bereitstellen.

  • Benenne die Wachstumsbedingungen einer Pflanze.

    Tipps

    Damit die Pflanze keimen kann, benötigt sie Feuchtigkeit.

    Nur wenn eine Mindesttemperatur gewährleistet ist, können bestimmte Prozesse in der Pflanze geschehen.

    Damit die Pflanze Zucker herstellen kann, muss genug Energie für die Photosynthese bereitstehen.

    Woher bekommt die Pflanze ihre Betriebsstoffe, die sie nicht selber herstellen kann?

    Lösung

    Mit Hilfe des Wassers kann die Pflanze keimen. Damit die Stoffwechselprozesse im Inneren des Samens stattfinden können, braucht die Bohne auch genug Wärme. Sobald die Keimblätter die Erdschicht durchbrochen haben und funktionsfähig sind, benötigen sie das Sonnenlicht für ihre Arbeit. Alle Betriebsstoffe, die der Organismus nicht selber herstellen kann, bezieht er aus der Erde.

  • Benenne die Phasen bei der Entstehung einer Pflanze.

    Tipps

    Damit die Pflanze Blüten ausbilden kann (Generative Phase), muss sie bereits in der Lage sein, Photosynthese zu betreiben. Das bedeutet, dass die Keimblätter bereits die Erdschicht durchbrochen haben müssen.

    Damit der Samen keimen kann, muss vorher die Erde durch die Quellung aufgelockert werden.

    Lösung

    Zunächst quillt der Samen, um die Erde aufzulockern. Danach kann die Keimungsphase beginnen. Die Keimwurzel wächst nach unten in das Erdreich, und der Keimstängel wächst nach oben und durchbricht die Erdschicht. Nun beginnt das Wachstum der Pflanze, welches man in die vegetative Phase und die generative Phase unterteilt. In Letzterer werden neue Samen gebildet.

  • Leite ab, über welche Eigenschaften Samen für ihre Verbreitung verfügen.

    Tipps

    Destruenten sind kleine Organismen, die organisches Material zersetzen und so dem Stoffkreislauf wieder zugänglich machen. Überlege, wie sich der Samen vor einer Zersetzung schützen könnte.

    Pflanzen brauchen einen guten Zugang zum Sonnenlicht. Wachsen viele Pflanzen eng beieinander, so behindern sich die Pflanzen gegenseitig durch ihr dichtes Laub. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass die neuen Pflanzen an einem entfernten Ort wachsen, wo sie nicht gegenseitig konkurrieren. Samen verfügen jedoch, wie Pflanzen, über keine Muskeln, mit deren Hilfe sie aktiv Wege zurücklegen könnten. Überlege, wie ein Tier dem Samen dabei dienlich sein könnte und über welche Eigenschaft die Samen daher verfügen müssen.

    Lösung

    In der afrikanischen Ebene besitzen einige Samen lange spitze Haken. Diese lösen einen Schmerz an den Hufen von Weidetieren aus, wenn sie sich dort verhaken. Durch den Versuch, diese Haken abzuschütteln, werden sie von den Huftieren oft mehrere hundert Meter weit fortgetragen. Andere Samen werden durch Vögel verbreitet, die sie ganz verschluckt haben. Ihre Schale ist resistent gegen die Magensäure der Vögel. Pflanzensamen müssen allgemein in der Lage sein, bei ungünstigen Wachstumsbedingungen längere Zeit überdauern zu können.

  • Ordne den Pflanzenteilen und Prozessen ihre Funktionen zu.

    Tipps

    Die Bohne ist nicht in der Lage, durch Photosynthese Zucker herzustellen. Die Keimblätter beinhalten Reserven für den Start.

    Wurzelhaare sind extrem dünn, was die Diffusion sehr erleichtert.

    Lösung

    Die Staubblätter erzeugen die Pollen. Die Pflanze lockt Bestäuber mit ihrer Blüte an. Um die Pflanze im Boden zu verankern, sind Wurzeln von großer Hilfe. Die Wurzelhaare nehmen das Wasser auf. Das Quellen lockert den Boden für die Keimung. Die Samenschale schützt vor Austrocknung und Frost. Die Keimblätter speichern Nährstoffe.

  • Beschreibe, welche Bestandteile wir bei den jeweiligen Pflanzen verzehren.

    Tipps

    Die jeweiligen Pflanzenteile können zwar sehr unterschiedlich aussehen, beachte aber, dass ihre Position innerhalb der Pflanze ein Indikator für ihre morphologische Zuordnung ist. Z.B. sitzt die Blüte meist am oberen Teil der Pflanze und die Wurzel ganz unten.

    Lösung

    Zu den Blüten einer Pflanze zählen: Blumenkohl, Broccoli und Artischocken. Zu den Blättern einer Pflanze zählen: Kohl, Eisbergsalat und Spinat. Zu den Wurzeln (Knollen) einer Pflanze zählen: Karotten, Radieschen und Kartoffeln. Zu den Samen einer Pflanze zählen: Maiskörner, Bohnen, Erbsen, Nüsse und Eicheln.