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Bau und Funktion des Laubblattes 05:18 min

Textversion des Videos

Transkript Bau und Funktion des Laubblattes

Hallo! Hier siehst Du einige Laubblätter. Einige davon hast du bestimmt schon einmal bei einem Waldspaziergang gesehen, oder? Du siehst, dass Laubblätter ganz verschieden aussehen können.

Wusstest du zum Beispiel, dass auch Tannennadeln Laubblätter sind? Sie haben nur nicht die typische Form eines Laubblattes. In diesem Video lernst du etwas darüber, wie ein typisches Laubblatt aufgebaut ist, welche unterschiedlichen Formen es gibt und welche Funktion ein Blatt überhaupt hat.

Typisches Laubblatt

Fangen wir mit einem ganz typischen Laubblatt an, das du bestimmt schon einmal gesehen hast: Ein Eichenblatt. Eichen wachsen in unseren heimischen Wäldern. Nun werden wir uns ein solches Laubblatt mal genauer anschauen. Der Blattstiel ist hier und er dient der Befestigung am Baum.

Die Blattfläche wird auch als Spreite bezeichnet und man kann sie in verschiedene Bereiche einteilen. Die äußere Begrenzung der Spreite ist der Blattrand. Die Spitze nennt man Spreitenspitze, nahe des Blattstiels befindet sich der Spreitengrund.

Außerdem kannst du bei einem Laubblatt deutliche Strukturen, die Blattadern oder Blattrippen erkennen. Wenn du über die Unterseite eines Blatt streichst, kannst du auch fühlen, dass die Oberfläche nicht glatt sondern uneben ist. In der Mitte des Blattes verläuft eine sehr stark ausgebildete Blattrippe, die Mittelrippe. Von ihr zweigen sich kleinere Blattrippen zu den Seiten hin ab. Das sind die Seitenrippen.

Die Blattrippen kannst du dir wie kleine Schläuche vorstellen, die das Blatt durchziehen. Sicher hast du auch eine Idee, welche Aufgabe sie haben, oder? Durch sie werden Wasser und Nährsalze, die von der Pflanze aus dem Boden aufgenommen wurden, transportiert. So wird jeder Bereich des Blattes mit Wasser und Nährsalzen versorgt.

Weißt Du auch schon, welche Bedeutung ein Blatt für die Pflanze hat? In den Blättern können Pflanzen mit Hilfe des Sonnenlichtes, Wasser und Kohlenstoffdioxid Zucker selbst aufbauen. Diese selbst hergestellten Zucker dienen als Energiequelle und können über die Blattrippen in der ganzen Pflanze verteilt werden. Daran siehst du, wie wichtig die Blätter für eine Pflanze sind.

Ahorn, Kastanie und Esche

Wie du am Anfang des Films gesehen hast, können Laubblätter sehr unterschiedlich aussehen. Ein Ahornblatt sieht zum Beispiel so aus. Der Blattrand besitzt hier viele Spitzen, die wie Zähne aussehen. Man sagt auch, dass der Blattrand gezähnt ist.

Eichen- und Ahornblatt sind Einzelblätter, aber hast du auch schon einmal Blätter gesehen, die sich aus mehreren Einzelblättchen zusammensetzen? Ein ganz bekanntes zusammengesetztes Blatt ist das Blatt der Rosskastanie. Das hast du bestimmt schon einmal gesehen.

Bei der Kastanie sehen die Blätter ein bisschen wie eine Hand aus, man sagt auch, dass sie handförmig zusammengesetzt sind.

Ein Blatt der Eberesche sieht so aus. Auch hier sind die Blätter zusammengesetzt. Nur stehen sich hier immer zwei Blättchen gegenüber. Solche zusammengesetzten Blätter, wie du sie bei der Rosskastanie und Eberesche findest, nennt man auch Fiederblätter.

Die einzelnen Blättchen eines Fiederblattes heißen Fieder. Der Begriff Fieder ist ein altes Wort für Feder, wie du es auch aus vom Gefieder von Vögeln kennst. Und da ein Ebereschenblatt auch ein bisschen an eine Feder erinnert, kannst du dir den Begriff Fieder und Fiederblatt gut merken.

Das Nadelblatt

Kommen wir nun aber zu einem ganz außergewöhnlichen Laubblatt, dem Nadelblatt*. Nadelblätter kennst du von Tannen, Fichten oder Lärchen**. Nadelblätter haben zwar eine völlig andere Form als die anderen Blätter aus diesem Film, aber dennoch sind es Laubblätter, die die gleiche Funktion erfüllen. Durch ihre besondere Form trocknen die NadelblätteR noch so schnell aus. So können sie sich ideal vor der Hitze schützen

Zusammenfassung

Du hast in diesem Film gesehen, dass es die unterschiedlichsten Arten von Laubblättern gibt. Dazu gehören einfache Blätter wie die Blätter der Eiche oder des Ahorns. Fiederblätter sind aus mehreren Blättchen zusammengesetzt.

Nadelblätter gehören auch zu den Laubblättern, obwohl sie eine ganz andere Form als die typischen Laubblätter haben. Außerdem hast du den Aufbau eines typischen Laubblattes kennengelernt. Vielleicht kannst du einige der Blätter aus diesem Film beim nächsten Waldspaziergang sehen. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

6 Kommentare
  1. War ok manchmal war's bisschen kompliziert

    Von Kaddi P., vor 4 Tagen
  2. Das Video ist sehr cool

    Von Evabugovics, vor 24 Tagen
  3. ja

    Von Lilia Kannegieser, vor 2 Monaten
  4. voll geil

    Von Deleted User 773378, vor 6 Monaten
  5. ich fand das Video sehr hilfreich! Es hat mich wircklich sehr weitergebracht und ich verstehe jetzt alles viel besser! Ich empfele das Video und generell die Seite weiter! :) :) :)

    Von Katerinakordatou, vor 7 Monaten
  1. schlecht erklärt

    Von Vitalij Schneider, vor 11 Monaten
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Bau und Funktion des Laubblattes Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Bau und Funktion des Laubblattes kannst du es wiederholen und üben.

  • Unterscheide zwischen Laub- und Nadelbäumen.

    Tipps

    Nadelbäume besitzen Blätter mit einer besonderen Form.

    Hierbei handelt es sich um eine Tannennadel.

    Lösung

    Die Blätter der Laubbäume sind dünn und besitzen eine große Fläche. Durch ihre Form können sie besonders effektiv Photosynthese betreiben. Alle Laubbäume, wie Ahorn, Esche und Kastanie, haben gemeinsam, dass sie im Herbst ihre Blätter abwerfen. Ohne den Laubabwurf würde nämlich im Winter das Wasser in den Zellen der dünnen Blätter gefrieren. Die Blätter würden zerstört werden.

    Die Nadelbäume, wie Tanne, Fichte und Lärche, behalten ihre Nadeln auch über den Winter. Dadurch, dass die Nadeln dicker sind und zusätzliche eine Art biologisches Frostschutzmittel enthalten, gefriert das Wasser in ihren Zellen nicht. Sie können also auch im Winter Photosynthese betreiben und müssen im Gegensatz zu den Laubbäumen nicht für den Winter an Nährstoffen vorsorgen. Dafür betreiben die Nadeln aufgrund ihrer geringeren Fläche weniger effektiv Photosynthese.

  • Beschrifte die Bestandteile eines Laubblattes.

    Tipps

    Überlege, wie das Blatt am Baum befestigt ist.

    Weißt du, in welche Bereiche die Blattfläche unterteilt wird?

    Lösung

    Der Blattstiel dient dem Blatt als Befestigung am Baum und geht über in den Blattgrund. Die eigentliche Blattfläche wird in unterschiedliche Bereiche eingeteilt. So wird der äußere Rand des Blattes Blattrand genannt. Ganz oben am Blatt befindet sich die Spreitenspitze. Das Blatt ist durchzogen von vielen Blattadern. Wie beim Menschen versorgen sie das Blatt mit wichtigen Nährstoffen.

  • Vervollständige den Text über den Aufbau eines Laubblattes.

    Tipps

    Überlege, was du erkennen kannst, wenn du dir die Unterseite eines Blattes anschaust.

    Wie werden die Nährstoffe im Blatt transportiert?

    Lösung

    Der Blattstiel verbindet das Blatt mit der Pflanze und fällt meist zusammen mit dem Blatt auf die Erde. Auf der Unterseite eines Blattes kann man die Mittelrippe erkennen. Sie zieht sich durch die Längsachse des Blattes, also vom Spreitengrund bis zur Spreitenspitze. Von dieser Mittelrippe zweigen viele kleine Seitenrippen ab. Durch dieses Netz können all die wichtigen Nährstoffe, wie Wasser und Nährsalze, transportiert werden, die eine Pflanze zum Überleben braucht. Eigentlich ist es gar nicht so sehr anders als bei dir, denn auch du erhältst alle Nährstoffe, die dein Körper benötigt, über ein weit verzweigtes Adernnetz.

  • Erkläre, warum im Herbst die Blätter fallen, Nadeln jedoch nicht.

    Tipps

    Was passiert mit Wasser, wenn die Temperatur unter null Grad Celsius sinkt?

    Lösung

    Wasser ist für Bäume überlebenswichtig. Wenn im Winter der Boden gefriert, kann der Baum jedoch kein Wasser mehr über die Wurzeln aufnehmen. Da über die sogenannten Spaltöffnungen in den Laubblättern viel Wasser verdunstet, könnte der Baum im Winter zu viel Wasser verlieren und somit unter einem starken Wassermangel leiden. Um sich davor zu schützen, wirft er seine Blätter ab, bevor es richtig kalt wird.

    Vorher passiert übrigens noch etwas richtig Schönes, nämlich die Laubfärbung der Blätter im Herbst. Dabei wird der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll abgebaut. Übrig bleiben gelbe und manchmal auch rote Farbstoffe, die im Sommer vom Chlorophyll überdeckt werden. Sobald das Chlorophyll aber im Herbst abgebaut ist, kommen die anderen Blattfarbstoffe richtig zur Geltung. Deshalb leuchten Blätter im Herbst in bunten Farben.

    Nadelblätter sind durch ihre Form nicht nur an Trockenheit, sondern auch an Kälte besser angepasst als Laubblätter. Die Wachsschicht auf den Nadeln sorgt dafür, dass sie wenig Wasser abgeben. Zusätzlich sorgt die viel geringere Oberfläche im Gegensatz zu Laubblättern für einen geringeren Wasserverlust. Aber auch Nadelbäume verlieren ihre Blätter. Da dies nach und nach das ganze Jahr hindurch geschieht, fällt es jedoch nicht so sehr auf wie bei Laubbäumen.

    Quelle „Oh Tannenbaum“: Ernst Anschütz (1824): Musikalisches Schulgesangbuch. Heft 1. Reclam, Leipzig, S. 134 f.

  • Bestimme die Blattformen der vorgegebenen Blätter.

    Tipps

    Blattformen sind oft nach Dingen benannt, an deren Form sie erinnern.

    Schau dir deine Hand an und vergleiche, welche Blätter eine ähnliche Form haben.

    Lösung

    Bei handförmig zusammengesetzten und gefingerten Blättern ist die Spreite in mehrere voneinander getrennte Abschnitte untergliedert. Bei gefiederten Blättern stehen sich die einzelnen Fiedern oft rechts und links entlang der Mittelrippe gegenüber. Lanzettliche Blätter sind viel länger als breit, wobei die Blattränder in der Mitte am breitesten sind. Eiförmige Blätter erinnern tatsächlich an den Querschnitt eines Hühnereis und sind unterhalb der Mitte am breitesten. Herzförmige Blätter gleichen der Form eines Herzens. Bei handförmig gelappten Blättern reichen die Einschnitte ins Blatt nicht bis zum Blattstiel.

  • Bewerte folgende Aussagen zur Fotosynthese.

    Tipps

    Welchen Stoff brauchen wir Menschen ganz dringend zum Atmen?

    Warum sind die Zimmerpflanzen in unserer Wohnung darauf angewiesen, dass wir sie regelmäßig gießen?

    Überlege, warum das Raumklima verbessert werden kann, wenn Pflanzen im Zimmer aufgestellt werden.

    Lösung

    Die Laubblätter von Pflanzen und Bäumen müssen Kohlenstoffdioxid und Wasser aufnehmen, um Fotosynthese betreiben zu können. Zusätzlich wird Lichtenergie benötigt, um eine Reaktion in Gang zu setzen. Die Pflanze baut hierbei mit Hilfe der Lichtenergie und dem Blattfarbstoff Chlorophyll aus Kohlenstoffdioxid $(CO_2)$ und Wasser $(H_2O)$ Glucose $(C_6H_{12}O_6)$ auf. Diese wird im Anschluss in Stärke umgewandelt und ist ein wichtiger Energielieferant für die Pflanze. Als Abfallprodukt entsteht Sauerstoff $(O_2)$, der durch die Blätter an die Umwelt abgegeben wird. Während das Kohlenstoffdioxid aus der Luft aufgenommen wird, stammt das benötigte Wasser aus dem Boden und wird über die Wurzeln bis in die Blätter, also den Ort der Fotosynthese, geleitet.