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Die Libelle 06:20 min

Textversion des Videos

Transkript Die Libelle

Hallo! Das ist ein Video zum Thema „Die Libelle“. Wenn du an einem Teich vorbeispaziert bist, hast du bestimmt schon mal eine Libelle gesehen, oder? Früher dachte man, dass Libellen gefährlich sind und stechen, aber das stimmt überhaupt nicht. Libellen haben ja nicht mal einen Stachel! Hast du gewusst, dass Libellen zu den akrobatischsten Flugkünstlern zählen? In diesem Video wirst du mehr zum aufregenden Leben und den tollen Flugkünsten von Libellen erfahren! Libellen sind wunderschöne, farbenprächtige Insekten. Wie schon erwähnt, stechen Libellen nicht und sind für Menschen absolut ungefährlich. Es gibt über 4000 Libellenarten. Bei uns sind fast 100 Arten heimisch. Man findet sie meist in der Nähe von Gewässern. Und zwar ganz einfach deshalb, weil Libellen viele Monate im Wasser leben, bevor sie zu Flugakrobaten werden. Außerdem finden Libellen in der Nähe von Gewässern genügend Nahrung. Und zur Fortpflanzung brauchen sie das Wasser auch; dabei bevorzugen sie stehende Gewässer. Deshalb findet man Libellen meist in der Nähe von Teichen, Seen und Tümpeln. Libellen besitzen zwei Flügelpaare und das Einzigartige ist, dass sie die beiden Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen können. Das macht sie zu unglaublichen Flugprofis. Libellen sind dadurch nicht nur sehr wendig, sie können sogar in der Luft wie ein Hubschrauber stehen bleiben! Manche Libellenarten können gar rückwärts fliegen! Die Flügelspannweite beträgt bis zu 20 cm. Früher - als noch Dinosaurier die Erde bevölkerten - waren die Libellen sogar noch viel größer. Ihre Flügelspannweite betrug bis zu 70 cm. Libellen waren damit so groß wie heutige Modellhubschrauber! Bis zu 50 km/h schnell können Libellen fliegen. Vor jedem Flug müssen sie allerdings ihre Flügel aufwärmen. Das machen sie, indem mit den Flügeln zittern, bis diese auf Temperatur gebracht sind. Warme Flügel sind gut, aber wenn sie zu heiß werden, ist es gefährlich. Weil die Flügel beim akrobatischen Flug überhitzen können, bleiben Libellen immer wieder mal sitzen, um ihre Flügel herunterzukühlen. Der lange, bewegliche Hinterleib der Libellen stabilisiert den Flug. Die riesigen Augen der Libelle bestehen aus 30 000 Einzelaugen. Diese Art von Augen heißen Facettenaugen. Auch Fliegen haben Facettenaugen. Es gibt allerdings kaum Insekten, die besser sehen als Libellen! Die Fühler der Libelle dienen als Tastorgan und die nach vorne gerichteten Beine dienen als Fangkorb, mit dem sie ihre Beute im Flug aus der Luft greifen können. Zum Fressen haben Libellen kräftige Mundwerkzeuge mit kleinen Zähnchen. Libellen leben räuberisch und fressen hauptsächlich andere Insekten. Sie sind somit Fleischfresser. Zum Fortpflanzen packt das Männchen mit den am Hinterleib sitzenden Zangen das Weibchen hinterm Kopf. Sodann biegt das Weibchen ihren Hinterleib nach vorne, um die Samen der Männchen zu holen. Vielleicht hast du das typische Paarungsrad, das dabei entsteht, schon mal beobachtet. Es kann Minuten aber auch Stunden lang dauern. Auch fliegen ist in dieser Tandemstellung kein Problem! Wenn die Eier befruchtet sind, klebt das Weibchen sie an Pflanzenstängeln fest - und zwar unter Wasser. Das tut sie deshalb unter Wasser, weil die Libellenlarven, die aus den Eiern schlüpfen, erstmal unter Wasser leben. Die kleinen Larven häuten sich im Laufe ihres Larvenlebens, das zwei Jahre oder auch länger dauern kann, bis zu 10 mal. Unter Wasser jagen die Libellenlarven Mückenlarven, Kaulquappen und Insekten und werden größer und größer. Und weil die Larvenhülle nicht mitwächst, müssen sie sich immer wieder häuten. Wenn die Zeit der Verwandlung gekommen ist, krabbeln sie aus dem Wasser, suchen sich einen geeigneten Platz und häuten sich ein letztes Mal. Aus der Haut schlüpft diesmal die fertige Libelle. Eine Verpuppung - wie bei Schmetterlingen - gibt es bei Libellen nicht. Jetzt müssen die Libellen erstmal ihre Flügel trocknen - das dauert einige Zeit. In dieser Zeit sind sie leichte Beute - z.B. für Frösche. Wenn die Flügel erstmal trocken sind, fliegen die Libellen los. Ohne vorher trainiert zu haben, sind sie auf einen Schlag so akrobatische Flugkünstler wie schon ihre Eltern. Libellen fangen nicht nur ihre Beute im Flug, sie fressen auch im Flug, paaren sich im Flug und einige Libellen schweben auch bei der Eiablage knapp über dem Wasser! Wenn die Libellenlarven erstmal zu Libellen geworden sind und endlich durch die Lüfte schwirren, ist ihr Leben nur noch sehr kurz. Die meisten leben nur noch 6 bis 8 Wochen. In dieser Zeit geht es für die Libellen hauptsächlich darum, sich zu vermehren. Weil der Lebensraum der Libellen durch Verschmutzung und Trockenlegung von Gewässern immer kleiner wird, sind sie in Europa stark gefährdet. Einige Arten sind sogar vom Aussterben bedroht. Damit ist der Mensch der größte Feind der Libelle. Ihr natürlicher Feind ist zum Beispiel der Frosch. Auch wenn es Fröschen nicht leicht fällt, die wendigen Flieger zu erwischen! Wenn du die Gelegenheit hast, dann beobachte die wunderschönen Flugkünstler! Viel Spaß und bis zum nächsten Mal!

Die Libelle Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Libelle kannst du es wiederholen und üben.

  • Was weißt du über Libellen? Ergänze die Lücken.

    Tipps

    Libellen leben an Teichen, Seen oder Tümpeln. Man sagt dazu auch stehende Gewässer.

    Lösung
    • Libellen sind ziemlich eindrucksvolle Insekten. Sie können die unterschiedlichsten Farben haben und sind beeindruckend groß. Bis zu 20 cm Flügelspannweite können sie haben!
    • Außerdem können Libellen ganz toll fliegen. Libellen können in der Luft stehen bleiben und rückwärts fliegen. Das wichtigste für ihre Flugkünste sind ihre Flügel. Sie haben zwei Flügelpaare. Die zwei Flügelpaare können sie unabhängig voneinander bewegen. Das ist einzigartig.
    • Das Wasser spielt im Leben von Libellen eine große Rolle. Sie leben meistens in der Nähe von stehenden Gewässern. Stehende Gewässer sind Tümpel, Seen oder Teiche. Dort finden sie genügend Nahrung und können sich fortpflanzen. Die Larven der Libellen verbringen den Großteil ihres Lebens unter Wasser.
  • Warum leben Libellen am Wasser? Gib die Gründe an.

    Tipps

    Libellen sind Fleischfresser und fressen andere Insekten.

    Lösung

    Für Libellen ist das Wasser sehr wichtig. Sie leben aus verschiedenen Gründen fast immer in der Nähe von Seen, Tümpeln oder Teichen.

    • Die erste Aussage ist richtig. Libellen brauchen das Wasser für die Fortpflanzung, weil sie ihre Eier an Pflanzenstängel unter Wasser legen.
    • Die zweite Aussage ist richtig. Libellen leben einen großen Teil ihres Lebens unter Wasser. Nach ihrer Geburt leben sie viele Monate unter Wasser, bevor sie irgendwann herauskrabbeln.
    • Die dritte Aussage ist falsch. Libellen schwimmen zwar, wenn sie Larven sind, aber das ist kein Grund, weshalb sie im Wasser leben.
    • Die vierte Aussage ist falsch. Libellen angeln nicht und essen auch keine Fische. Libellen essen kleinere Insekten.
    • Die fünfte Aussage ist richtig. Libellen finden ihre Nahrung am Wasser. Sie fressen nämlich andere Insekten, die auch am Wasser leben.

  • Was hat eine Libelle für Körperteile? Bestimme sie.

    Tipps

    Der Hinterleib der Libelle ist lang und schmal.

    Libellen haben vier Flügel.

    Lösung
    • Die Augen der Libelle bestehen aus ganz vielen kleinen Augen. Das ist bei vielen Insekten so. Auch die Fliege hat solche Augen. Man nennt sie Facettenaugen.
    • Der Hinterleib der Libelle ist ganz lang und kann bewegt werden. Libellen nutzen den Hinterleib, um ihren Flug stabil zu machen. Außerdem wird er für die Fortpflanzung benutzt.
    • Mit den zwei Flügelpaaren wird die Libelle zum richtigen Flugakrobaten. Sie kann beide Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen. Dadurch kann die Libelle in der Luft stehen bleiben. Manche Libellen können sogar rückwärts fliegen!
    • Die Beine der Libelle, die vorn am Körper sind, benutzt sie, um ihr Fressen zu fangen. Das Fressen zerkleinert die Libelle dann mit ihren Mundwerkzeugen. Libellen fressen vor allem andere Insekten, sie sind also Fleischfresser.
  • Warum ist der Mensch der größte Feind der Libellen? Erkläre.

    Tipps

    Durch die Verschmutzung von Gewässern wird der Lebensraum von vielen Tieren zerstört.

    Lösung

    Libellen sind in Europa sehr bedroht. Einige Arten sind sogar schon fast ausgestorben. Daran ist vor allem der Mensch schuld.

    • Die erste Aussage ist richtig. Der Mensch legt Gewässer trocken. Er braucht den Platz, um Felder zu bauen. Auch neue Häuser brauchen immer neuen Platz. Dafür müssen dann Teiche und Tümpel weichen.
    • Die zweite Aussage ist falsch. Der Mensch macht nicht Jagd auf Libellen. Außerdem werden die Flügel von Libellen nicht verkauft.
    • Die dritte Aussage ist richtig. Der Mensch verschmutzt Gewässer, die sonst als Lebensraum für Libellen geeignet wären. Damit können die Libellen nicht mehr dort leben und müssen weiterziehen. Einige können sich dadurch auch nicht mehr fortpflanzen.
    • Die vierte Aussage ist richtig. Durch das Verschmutzen der Umwelt und durch das Bauen von neuen Anlagen, wird der Lebensraum von Libellen zerstört.
    • Die fünfte Aussage ist falsch. Der Mensch züchtet keine Frösche, um Libellen zu jagen. Frösche essen zwar Libellen, aber das hat nicht der Mensch zu verantworten.
    Aber es gibt auch Bestreben, den Lebensraum zu erhalten. Dafür werden Naturschutzgebiete angelegt. In diesen bleibt dann der Lebensraum von Libellen erhalten. Hoffentlich reicht das, damit die Libellen nicht aussterben. Es wäre doch schade, wenn man sie bei ihren Flugkünsten nicht mehr beobachten könnte.

  • In welcher Reihenfolge funktioniert die Fortpflanzung bei Libellen? Entscheide.

    Tipps

    Zuerst packt das Männchen das Weibchen mit seinen Hinterleibszangen.

    Lösung
    • Die Fortpflanzung bei Libellen ist etwas besonderes. Das Männchen packt das Weibchen zuerst mit seinen Hinterleibszangen hinter dem Kopf.
    • Dann dreht das Weibchen seinen Hinterleib zum Männchen hin und holt seinen Samen. Dieser Vorgang kann einige Minuten oder auch Stunden dauern.
    • Sogar fliegen kann das Libellenpaar während der Paarung. Dabei sieht das Paarungsrad wie ein Herz aus.
    • Wenn die Eier des Weibchens dann befruchtet sind, fliegt das Libellenweibchen allein zu einer Pflanze. An dem Stängel der Pflanze setzt die Libelle die Eier knapp unter der Wasseroberfläche ab. Manche Weibchen fliegen sogar während dieses Vorgangs.
    • Die Eier entwickeln sich dann unter Wasser und nach einer Weile schlüpfen die Larven. Diese leben dann noch eine ganze Zeit unter Wasser bis sie irgendwann an die Oberfläche kommen und sich zu den fliegenden Libellen entwickeln, die man an Teichen fliegen sehen kann.
  • Welche Körperteile nutzt die Libelle wozu? Bestimme.

    Tipps

    Die Fühler der Libellen sind ihr Tastorgan. Damit erkunden sie ihre Umgebung.

    Lösung
    • Am beeindruckendsten bei Libellen sind sicherlich die Flügel. Aber auch einige andere Körperteile brauchen sie, um so akrobatisch fliegen zu können.
    • Der lange Hinterleib, der sich sehr viel bewegen lässt, dient der Stabilisierung des Fluges. Aber auch zum Fortpflanzen benötigen die Libellen ihren Hinterleib.
    • Die Augen der Libelle bestehen aus ganz vielen kleinen Augen. Das nennt man Facettenaugen. Mit diesen Augen suchen sie nach anderen Insekten, die sie fressen können.
    • Die Insekten packen Libellen dann mit ihren Beinen.
    • Die Nahrung wird mit dem Mund, in dem ganz viele kleine Zähne sitzen, zerkleinert.
    • Mit den Fühlern ertasten Libellen ihre Welt. Das ist so, als wenn du deine Hände benutzt, um zu tasten.