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Reflexivität 05:11 min

7 Kommentare
  1. Danke hilft schon :)

    Von Kahlstadt, vor 7 Monaten
  2. Danke!

    Von Eemilelv, vor mehr als 3 Jahren
  3. Hallo Eemilelv,

    Im Lateinischen gibt es sog. unpersönliche Ausdrücke der Empfindung. Dazu gehören: piget, pudet, paenitet, taedet und miseret. Entscheidend ist, dass die Person, welche etwas empfindet, im Akkusativ steht, der Grund für die Empfindung in Genitiv. Daher heißt es beispielsweise: me piget stultitiae meae. Ich hoffe, dir weitergeholfen zu haben.

    Beste Grüße, Felix

    Von Felix T., vor mehr als 3 Jahren
  4. Habe gerade die Übung 4 gemacht. Müsste dort im Satz 2 nicht "paenit e n t" (3. Plural) anstatt "paenitet" stehen?

    Von Eemilelv, vor mehr als 3 Jahren
  5. Das ist ein gutstrukturiertes und wohlkommentiertes Video.

    Von Eemilelv, vor mehr als 3 Jahren
  1. *_*+*~*=*#*

    Von Florian 14, vor etwa 4 Jahren
  2. Ok

    Von Florian 14, vor etwa 4 Jahren
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Reflexivität Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Reflexivität kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, welche Aussagen über die Reflexivität richtig sind.

    Tipps

    Vielleicht hilft dir ein Beispiel weiter:

    Marcus librum suum amisisse putat.
    Marcus glaubt, er hat sein Buch verloren.

    Marcus librum eius amisisse putat.
    Marcus glaubt, er hat dessen Buch verloren. (also das Buch eines anderen).

    „Reflexiv“ bedeutet „rückbezüglich“. Ein Reflexivpronomen bezieht sich immer auf das Subjekt des Satzes.

    Lösung

    Reflexivität lässt sich am einfachsten an einem Beispiel erklären:

    • Marcus se librum amisisse putat.
    • Marcus eum librum amisisse putat.
    Beide Sätze lassen sich im Deutschen übersetzen: Marcus glaubt, er hat das Buch verloren. Doch was ist der Unterschied?

    Im ersten Fall findest du das Pronomen se. Es ist ein Reflexivpronomen und bezieht sich auf das Subjekt des Satzes zurück. Gemeint ist also Marcus. Man könnte es klarer machen und sagen: Marcus glaubt, er selbst hat das Buch verloren.

    Im zweiten Satz steht dagegen eum. Dieses Pronomen drückt keine Reflexivität aus. Es ist nicht von Marcus die Rede, sondern von jemand anderem. Man kann deutlicher sagen: Marcus glaubt, ein anderer hat das Buch verloren.

    Bei Reflexivität steht also immer das Reflexivpronomen:

    • sui (Genitiv),
    • sibi (Dativ),
    • se (Akkusativ),
    • secum (Ablativ) sowie
    • sowie das Possessivpronomen suus, a, um.
    Im Nominativ gibt es kein Reflexipronomen, da es sich ja dann nicht auf das Subjekt rückbeziehen kann.

    Possessivpronomen haben einen grammatischen und einen inhaltlichen Bezug. Zum Beispiel: Marcus tibi librum suum dat. - Hier bezieht sich suum grammatisch auf librum (daher steht es im Akkusativ Singular maskulinum), inhaltlich bezieht es sich aber auf Marcus.

    Enthält der Satz keine Reflexivität, ist also von jemand anderem als dem Subjekt die Rede, verwendet man die Formen von is, ea, id.

    Reflexivität kommt oft im AcI vor - und manchmal auch im Participium coniunctum. Beispiele wirst du in den folgenden Aufgaben finden.

  • Entscheide, welche Übersetzung richtig ist.

    Tipps

    Du musst zuerst klären, ob die beiden Pronomen se und eius reflexiv sind oder nicht.

    Ein reflexives Pronomen bezieht sich immer auf das Subjekt.

    Überlege, wer mit se und eius jeweils gemeint ist.

    Wer hat wessen Buch?

    Nur eine Lösung ist richtig.

    Lösung

    Lucius se librum eius habere affirmat.

    Dieser Satz enthält einen AcI und zwei Pronomen. Die Pronomen sind se und eius. Das erste ist reflexiv und das zweite kommt von is, ea, id, ist also nicht reflexiv.

    Das Subjekt des Satzes ist Lucius.

    Somit bezieht sich se auf Lucius und eius auf Marcus.

    Richtig ist daher die zweite Aussage: Lucius bestätigt, dass er selbst das Buch des Marcus hat.

  • Entscheide, ob sich die fettgedruckten Pronomen auf Claudius oder Marcus beziehen.

    Tipps

    Entscheide zuerst, ob das Pronomen reflexiv ist. Das Reflexivpronomen lautet sui, sibi, se. Es bezieht sich immer auf das Subjekt des Satzes.

    Schau dann, wer im Satz Subjekt ist: Marcus oder Claudius?

    In Satz 1 - 3 steckt ein AcI.

    Im 4. Satz findest du ein Participium coniunctum*

    Lösung

    Das Reflexipronomen sui, sibi se und das Possessivpronomen suus, a, um beziehen sich immer auf das Subjekt des Satzes.

    Das Demonstrativpronomen is, ea, id ist dagegen nicht reflexiv. Damit ist immer jemand anderes gemeint als das Subjekt des Satzes.

    Beim Lösen dieser Aufgabe musst du daher immer anhand des Pronomens entscheiden, ob Reflexivität vorliegt. Dann schaust du nach dem Subjekt. Ist es Marcus oder Claudius?

    Die ersten beiden Sätze zeigen dir den Unterschied:

    • Marcus glaubt, dass er selbst schneller rennt (se).
    • Claudius glaubt nicht, dass er schneller rennt. (eum = ein anderer).
    Im ersten Satz liegt also Reflexivität vor, im zweiten nicht. Da im ersten Marcus das Subjekt ist, im zweiten dagegen Claudius, beziehen sich beide Pronomen auf Marcus.

    Im dritten Satz dagegen bezieht sich das Reflexivpronomen se auf Claudius.

    Der vierte Satz enthält auch ein Pronomen, dessen Bezug du herausfinden musst. Suo ist reflexiv und bezieht sich auf das Subjekt, in diesem Fall Marcus.

  • Ordne die fehlenden Pronomen in den Text ein.

    Tipps

    Erklärungen zum Verständnis:

    • duci ist der Infinitiv Präsens Passiv von ducere - führen
    • vitia kommt von vitium, i (n.) - der Fehler

    Im 4. Satz steht das gesuchte Pronomen direkt hinter der Präposition ex (aus, von). Du brauchst den Ablativ.

    Lösung

    Bei dieser Übung musstest du erkennen, ob du ein Reflexivpronomen oder ein Demonstrativpronomen von is, ea, id einsetzen musst. Es kommt darauf an, ob es reflexiv oder nicht-reflexiv gebraucht ist, sich also auf das Subjekt bezieht oder auf jemand anderen.

    Die ersten beiden Sätze stellen das anschaulich gegenüber: Beide unterscheiden sich nur durch ihre Pronomen voneinander.

    Während Caesar im ersten Satz befiehlt, dass er selbst zu jemandem geführt werde, befiehlt er im zweiten Satz, dass dieser andere zu ihm selbst geführt werden soll. Im Deutschen könntest du diesen Satz beide Male gleich formulieren: Caesar befiehlt, dass er zu ihm geführt wird. Das Lateinische ist da genauer: Deshalb musst du im ersten Satz erst ein Reflexivpronomen und dann ein Demonstrativpronomen einsetzen. Alle stehen im Akkusativ, weil sie Teil des AcI sind, oder mit der Präposition ad stehen. Also:

    • Caesar se ad eum duci imperavit., aber:
    • Caesar eum ad se duci imperavit.
    Im dritten Satz zeigt dir die Übersetzung mit „seine eigene“, dass hier Reflexivität vorliegt. Du benötigst also ein Reflexivpronomen, genauer gesagt ein reflexives Possessivpronomen, dass kongruent zu vitia ist (Akkusativ Plural neutrum). Es lautet: sua. Also:
    • Difficile est sua vitia cognoscere. - Es ist schwer, seine eigenen Fehler zu erkennen.
    Der vierte Satz erinnert an die ersten beiden, ist jedoch komplizierter. Auch hier ist die Frage, wer wohin geschickt wird. Die Antwort ist: jemand von Vergingetorix‘ Leuten zu Caesar. Du benötigst also zuerst ein Reflexivpronomen, das sich auf das Subjekt Vergingetorix bezieht. Danach ein Demonstrativpronomen, das sich eben nicht auf Vercingetorix als Subjekt, sondern auf Caesar bezieht. Der Satz ist nicht ganz einfach, weil sich das Subjekt in Haupt- und Nebensatz ändert. Manchmal musst du eben auch logisch mitdenken. Dann kommst du auf die Lösung:
    • Vergingetorix ad Caesarem legatos misit, ut aliquem ex suis ad se mitteret. - Vergingetorix schickte Gesandte zu Caesar, damit er jemanden von seinen Leuten zu ihm schickte.

  • Vervollständige die Sätze, indem du die richtige Form der Pronomen einsetzt.

    Tipps

    Überlege zuerst, ob du ein reflexives Pronomen oder ein Demonstrativpronomen wie is, ea, id benötigst.

    Schau dann, welchen Kasus du brauchst.

    Erinnere dich:

    Wenn sich das Pronomen auf das Subjekt bezieht, wird es im Lateinischen durch se ausgedrückt.

    Bezieht es sich auf jemand anderen, nimmt man is, ea, id.

    Lösung

    Der erste und der zweite Satz gehören quasi zusammen. Hier hast du den direkten Vergleich zwischen Reflexivität und Nicht-Reflexivität:

    • Im ersten Satz bezieht sich das Pronomen auf das Subjekt. Im Deutschen wird das durch „sie selbst“ verdeutlicht. Da hier ein AcI vorliegt, musst du also das Reflexivpronomen im Akkusativ einsetzen: se.
    • Im zweiten Satz gibt es ein anderes Subjekt. Jetzt sind die Gallier die Handelnden. Mit dem Pronomen „sie“ sind aber immer noch die Römer gemeint. Es liegt daher keine Reflexivität vor. Du brauchst das Demonstrativpronomen von is, ea, id, und zwar im Akkusativ Plural maskulinum: eos.
    Auch die nächsten beiden Sätze bilden ein Paar.
    • in Satz drei liegt wieder Reflexivität vor: der Soldat spricht über sich selbst, du brauchst se.
    • in Satz vier spricht der Feldherr über den Soldaten. Hier brauchst du das Demonstrativpronomen is, ea, id im Akkusativ Singular maskulinum: eum.
    Im letzten Satz musstest du ohne Vergleich erkennen, dass es um Lucius' eigenen Bruder geht, also ein Reflexivpronomen benötigt wird. Da dieses hier einen Besitz anzeigt und kongruent zu fratrem sein muss, ist das Possessivpronomen im Akkusativ suum das richtige.

  • Vervollständige die Übersetzung der lateinischen Sätze.

    Tipps

    Als kleine Hilfe sind die noch zu übersetzenden Teile fett gedruckt.

    Überlege, auf wen sich das Pronomen bezieht:

    auf das Subjekt (reflexiv) oder auf jemand anderen (nichtreflexiv)?

    Lösung

    Um in diesen Sätzen die Pronomen übersetzen zu können, solltest du überlegen, ob Reflexivität vorliegt oder nicht. Das ist zwar nicht immer zwingend nötig, aber sinnvoll für das Verständnis.

    Du siehst am ersten Satz, dass du im Deutschen beidesmal „sein Buch“ sagen kannst. Um aber zu stehen, wessen Buch es ist, musst du es wissen!

    Im zweiten Satz kannst du schnell erkennen, dass es um die Taten des handelnden Subjekts geht, da man die Taten anderer nicht bereuen kann. Sicher gehst du aber, wenn du feststellst, dass suorum ein Possessivpronomen ist und somit „ihre eigenen Taten“ gemeint sind.

    Der dritte Satz ist nicht so eindeutig. Hier wären durchaus beide Varianten möglich: reflexiv und nicht reflexiv. Schließlich wäre es auch denkbar, dass Catilina schreit, dass jemand anderes aus dem Senat geht. Für die Übersetzung musst du in diesem Fall eindeutig entscheiden, welche Version stimmt, und mit „er“ oder „er selbst“ sagen. Se ist nämlich das Reflexivpronomen.

    Der letzte Satz beinhaltet gleich drei Pronomen, die du übersetzen musstest. Das erste und das letzte sind wie im vorherigen Satz das Reflexivpronomen se. Das erste steckt in einem AcI. Es wird beim Übersetzen zum Subjekt. Marcus se… sentit - Marcus merkt, dass er (selbst) besiegt worden ist. Eo dagegen ist ein Demonstrativpronomen, nämlich der Ablativ Singular von is, ea, id. Du kannst es mit „von ihm“ oder „von diesem“ übersetzen. Der ganze Satz lautet dann zum Beispiel: Marcus merkt, dass er selbst von diesem besiegt wurde und ergibt sich.