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Adjektive – regelmäßige Steigerung 07:18 min

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Transkript Adjektive – regelmäßige Steigerung

Salvete, discipuli,  ich bin es wieder, Sarah. Und ich hoffe, ihr seid top motiviert und ganz wild auf das Lernen. Das Thema heute: Die regelmäßige Steigerung von Adjektiven.  In diesem Film werde ich auf alle drei Steigerungsstufen genauer eingehen -  erst auf den Positiv, dann auf den Komparativ, auf seine Bildung, auf die Verwendung mit quam und die Verwendung ohne quam. Dann beschäftigen wir uns mit dem Superlativ, mit seiner Bildung und mit der Verwendung von quam und dem Elativ.  Vorwissen braucht ihr dieses Mal keines. Ihr solltet nur wissen, was Adjektive überhaupt sind.  Im Lateinischen gibt es wie im Deutschen drei Steigerungsstufen:  Den Positiv, die Grundstufe, den Komparativ, die erste Steigerungsstufe und den Superlativ, die zweite Steigerungsstufe. Man kann das auch, anhand eines Leiterbildes veranschaulichen. Der Komparativ ist ein bisschen höher als der Positiv und der Superlativ ein bisschen höher als der Komparativ. Höher geht es nicht mehr!  Als erstes der Positv:  Der Positiv ist die Grundstufe jeder Komparation und einfach ein Adjektiv. Adjektive haben unterschiedlich viele Formen für die Geschlechter. Manche haben eine, manche zwei und manche sogar drei Formen, für das Maskulinum, das Femininum und das Neutrum.  Ein Beispiel für eine Positvform ist zum Beispiel robusta, kräftig. Im Satz - bos robusta est / die Kuh ist kräftig - besteht Kongruenz zwischen robusta und bos, das heißt, Adjektiv und Nomen stimmen im Kasus, Numerus und Genus überein. Hier sind bos und robusta beide feminin.  Der Positiv wird nach der jeweiligen Deklinationsart des Adjektives dekliniert.  Den Positiv kann man auch steigern. Die erste Steigerungsstufe heißt Komparativ.  Zunächst zur Bildung des Komparativs: Der Komparativ wird gebildet, indem man an die Wurzel des Genitiv Singulars des Adjektives das Suffix, also die Wortendung, -ior bei maskulinen und femininen Formen, und das Suffix -ius bei Formen des Neutrums anhängt.   Liber, liberi / frei; liber ist der Positiv, liberi ist der Genitiv Singular, liberior / freier, ist der Komparativ. Wir verwenden hier die Endung- ior, weil liber ein maskulines Adjektiv ist.  Jetzt zu Vergleichen mit quam.  Der Komparativ dient unter anderem dem Vergleich von Dingen oder Personen. Dabei verwendet der Lateiner das Wort "quam".  Zum Beispiel: Alea dextra pulchrior est quam sinistra. Der rechte Würfel ist schöner als der linke. Quam wird hier mit "als" übersetzt und stellt das Vergleichswort dar. Pulchrior ist der Komparativ von pulcher, pulchra, pulchrum. Die Endung -ior wird verwendet, weil alea, der Würfel, feminin ist.  Nun zur Verwendung ohne quam.  Im Deutschen kann man den Komparativ auch öfter mit Wörtern wie - ziemlich, allzu oder ein wenig - übersetzen.  Zum Beispiel: Flaviores dentes teneo. Ich habe ziemlich gelbe Zähne.  Flaviores kommt von flavus, flava, flavum / gelb.  Der Lateinische Komparativ flaviores wird dann im Deutschen mit einem Beiwort, hier "ziemlich", und dem Positv, hier "gelb", übersetzt.  Es heißt also nicht: Ich habe gelbere Zähne, sondern - ich habe ziemlich gelbe Zähne!  Ganz wichtig hierbei ist, wie wir gerade schon gesehen haben, Folgendes: Die Deklination des Komparativs erfolgt immer nach der konsonantischen Deklination! Unabhängig davon, ob die Grundform des Adjektives auch konsonantisch dekliniert wird oder nicht. Verdeutlicht wird das nochmals an dem eben genannten Wort flavus. An sich gehört es zwar zur a/o-Deklination, sein Komparativ flavior aber wird konsonantisch dekliniert.  Nun kommen wir zur dritten Steigerungsform, dem Superlativ.  Die dritte Stufe der Komparation ist der Superlativ. Er bezeichnet immer ein Höchstmaß von Eigenschaften. Jetzt zur Bildung:  Man bildet den Superlativ bei allen drei Geschlechtsformen - feminin, maskulin und neutrum - aus der Wurzel des Genitiv Singulars und dem Suffix -issimus,  beispielsweise clarus / hell, und clarissimus / am hellsten. Clarus ist hier der Positiv, clari, der Genitiv Singular und clarissimus der Superlativ.  Jetzt zur Verwendung mit quam.  Im Deutschen wird der Superlativ manchmal auch mit - möglichst und oder so .... wie möglich - übersetzt. Anschließend wird der Superlativ angehängt. Das ist der Fall, wenn die Höchstform noch nicht erreicht worden ist, aber erreicht werden soll. Diese Übersetzungsmöglichkeit erkennt man, wenn im Lateinischen das Wort quam mit anschliessendem Superlativ steht.  Wieder ein Beispiel für euch: Quam lenissima musica. Eine möglichst sanfte Musik.  Lenissima ist hier der Superlativ von lenis, lene / sanft und "möglichst" das deutsche Beiwort verursacht durch quam.  Wieder ist hier ganz wichtig: Die Deklination oder Beugung der Superlative erfolgt nach der a/o-Deklination!  Im Lateinischen gibt es auch noch den Elativ, der im Deutschen mit "sehr" oder "ziemlich" übersetzt wird. Das ist wieder der Fall, wenn kein Höchstmass erreicht wird, aber zumindest beinahe. So wird - latrus stultissimus - zum ziemlich dummen Räuber. Hier haben wir wieder ein Beiwort - ziemlich.  Das war es jetzt erstmal wieder und in diesem Sinne: Valete discipuli! 

34 Kommentare
  1. @ Pjk: Vielen Dank für deine Frage!
    Der Elativ ist im Lateinischen formgleich mit dem Superlativ, den du an der Endung „-issimus/a/um“ erkennst. Ob du die Form als Superlativ (der dümmste Räuber) oder als Elativ (ein sehr dummer Räuber) übersetzt, kannst du häufig nur aus dem Gesamtzusammenhang entscheiden. Wenn du einer Superlativform begegnest, frage dich, welche Übersetzung hier mehr Sinn ergibt.
    Richtig sind aber prinzipiell beide Übersetzungsvarianten.
    Liebe Grüße aus der Redaktion!

    Von Till Scheitler, vor 8 Monaten
  2. Woran kann ich den Elativ erkennen?

    Von Pjk, vor 8 Monaten
  3. Fehlermeldung: Bei vielen Videos habe ich ein Ladefehler. Das liegt nicht an meinem Internet, sondern vielleicht eher an dem Video selber. (soll kein vorwurf sein) vielleicht einfach mal checken ob irgendwo fehler gemacht wurden beim schneiden etc.. An die andern Schüler vielleicht auch mal rückmeldung geben wenn ihr auch solch ein Problem habt.

    Von Mauricehanusa, vor 11 Monaten
  4. Toll!!!!!!!!

    Von Anja K., vor 11 Monaten
  5. Gut erklärt! Verstehe jetzt das Thema!

    Von Manfred T., vor fast 2 Jahren
  1. Hallo!
    Ja, Adjektive können genauso wie Nomen/Substantive dekliniert werden und dies auch in allen drei Geschlechtern. Sie beschreiben ein Substantiv genauer und werden diesem in Kasus (Fall), Numerus (Einzahl/Mehrzzahl) und Genus (Geschlecht) angeglichen. Man spricht hier auch von der KNG-Kongruenz.
    Viel Erfolg beim Lernen wünscht dir
    dein sofatutor-Team

    Von Enikö G., vor fast 2 Jahren
  2. kann ein Adjektiv überhaupt ein Geschlecht haben ? und dekliniert werden, ich dachte das geht nur bei Nomen

    Von J Galba, vor fast 2 Jahren
  3. Hallo, das Geschlecht eines Substantivs oder eines Adjektivs erkennst du auf Anhieb und ohne es auswendig gelernt zu haben nur sehr schlecht. Es sei denn, du hast solche bekannten Wörter wie "domina" (weiblich) oder "dominus" (männlich). Aber ansonsten ist es leider so, dass du das Geschlecht immer zu deinen Substantiven lernen musst. So kannst du dann dein Wissen auch auf Adjektive, die ja meist in Verbindung zu einem Substativ im Satz stehen, anwenden.
    "stultum" kann mehreres sein :
    1. der Akkusativ Singular maskulinum (siehe die o-Deklination im Sgl. Maskulinum --> Beispiel: dominus (Nom.),domini (Gen.), domino (Dat.),dominum (Akk.), domino (Abl.)
    2. der Nom. oder Akk. Singular Neutrum (siehe ebenfalls die o-Deklination im Sgl., aber im Neutrum : Beispiel: templum (Nom.), templi (Gen.), templo (Dat.), templum (Akk.), templo (Abl.).
    Ich hoffe, das hilft dir weiter!

    Von Vreni Striggow, vor mehr als 2 Jahren
  4. Aber wie kann ich denn jetzt erkennen , welches Geschlecht z.B. stultum hat , wenn es ohne einen Satz da steht , sonder einfach nur allein ?

    Von Der Mü, vor mehr als 2 Jahren
  5. Es wäre sehr hilfreich gewesen, du hättest beim Komparativ die konsonantische Deklination aufgezeigt. Wäre eine gute Wiederholung gewesen. Ansonsten gerne am Anfang vermerken, dass Vorwissen nötig ist:)

    Von Sarah Bruecker, vor mehr als 2 Jahren
  6. hallo gutes Video hat geholfen

    Von Niels 2, vor mehr als 2 Jahren
  7. hallo

    Von Familie 18, vor fast 3 Jahren
  8. Liebe Naomi,

    hast du schon die Übung zu diesem Video bearbeitet? Da gibt es eine Menge Beispiele. Der Elativ beschreibt eine weitere Möglichkeit, eine Form, die äußerlich wie ein Superlativ aussieht, zu übersetzen: mit "ziemlich" oder "sehr". "Bärenstark" ist natürlich ein sehr schönes Wort, aber du hättest auch "sehr stark" oder "ziemlich stark" sagen können.

    Ich hoffe, dies hilft dir weiter. Ansonsten steht dir natürlich immer Mo-Fr von 17 bis 19 Uhr der Hausaufgaben-Chat zur Verfügung.

    Viele Grüße, Felix aus der Latein-Redaktion

    Von Felix T., vor fast 3 Jahren
  9. Ich bin auch im 3. Lernjahr... nur bei mir hat es nicht geholfen...
    Es fehlen vorallem mehr Beispiele, die zB erklähren wie man die adjektive umsetzt!!!! Außerdem haben wir gelernt dass der Elativ kein Vergleich sondern zB bei stark, stärker, am stärksten -- Bärenstark sein müsste...!

    Von Naomi Maya, vor fast 3 Jahren
  10. Hat mkr ecjt geholfen kamm bei uns aber erst im 3. Lehrnjahr

    Von Matzesaid212, vor etwa 3 Jahren
  11. Hi,
    du hast in deiner Begrüßung die "discipolae" vergessen ;D.
    Ist denk ich mal nicht schlimm :D

    Von Enver, vor fast 4 Jahren
  12. Hallo,

    es ist, wie du sagst: Das Vergleichsobjekt kann durch den sog. ablativus comparationis (Ablativ des Vergleichs) ausgedrückt werden oder durch ein quam (in diesem Fall muss Kasuskongruenz mit dem anderen (übergeordneten) Vergleichsobjekt vorliegen.

    Beste Grüße,

    Felix

    Von Felix T., vor etwa 4 Jahren
  13. Aha, ich glaube ich habe die Erklärung gefunden. Es gibt den vielfältig angewandten Ablativ auch in der Vergleichsfunktion, wobei man auf das Vergleichspartikel "quam" verzichten kann, indem man den Ablativ benutzt.
    Im Satz "Nihil est miserius bello civili". Hier steht also "bello civili" im Ablativ und drückt den Vergleich zu "allen anderen elenden Sachverhalten" aus.
    Ein einfacherer Vergleich (wo die Relationsgegenstände klarer sind) bietet der Satz (auf den ich gestoßen bin) und der lautet:
    - Iulia doctior est Marco (= quam Marcus).

    Von Eemilelv, vor etwa 4 Jahren
  14. Habe eine Frage zum Komparativ mit und ohne "quam".
    Die folgenden beiden Sätze bedeuten doch dasselbe:
    1) Nihil est miserius quam bellum civile.
    2) Nihil est miserius bello civili.
    (Nichst ist elender/erbärmlicher als ein Bürgerkrieg)
    In Satz 2) fehlt das Vergleichswort "quam" dafür steht aber anstatt Nominativ "bellum civile" die Form "bello civili", die entweder Dativ oder Ablativ Sg. ist.
    Wie lässt sich das erklären?

    Von Eemilelv, vor etwa 4 Jahren
  15. Aha, ich habe mich ein bisschen umgesehen: Elativ kommt von dem Verb "efferre, efferō, extulī, ēlātum" - mit der Bedeutung "hervor-, herausheben". Dafür gibt es verschiedene deutsche Beiwörter: sehr, ziemlich, äußerst, ungemein, höchst; dazu passt u.U. auch stroh- oder stockdoof etc.
    Immerhin: Jetzt ist mir die Bedeutung des Wortes "Elativ" ziemlich klar geworden.

    Von Eemilelv, vor etwa 4 Jahren
  16. Interessanter Hinweis von Kristina.
    Ich hätte "ziemlich" zwar der Bedeutung "recht hoher Grad" und somit "äußerst" zugeordnet; dennoch fand ich Kristinas Hinweis gut.

    Von Eemilelv, vor etwa 4 Jahren
  17. Hallo Sarah,
    das Video ist schön anschaulich und gut verständlich;
    kleine Anmerkung - Der Superlativ als Elativ sollte nicht mit ziemlich, sondern eher mit äußerst übersetzt werden- latro stultissimus - der äußerst dumme oder strohdoofe Räuber.
    Mit freundlichen Grüßen
    Kristina

    Von Kristina Wernitz, vor mehr als 4 Jahren
  18. Super erklärt- ich habe jedoch eine Frage-wär lieb wenn du sie mir beantworten würdest, Sarah :)

    Aaalso: Mein Leehrer macht immer so Tabellen. Manchmal gibt er nur den positiv an und ich muss Komparativ und Superlativ dazu deklinieren-das ist ja noch einfach.
    Aber manchmal ist nur der Komparativ angegeben und ich muss dazu Positiv und Superlativ delinieren.Wie mach ich das?Woheer soll man wissen wie der Positiv aussieht-es ist doch egal, ob welches Geschlecht der Positiv hat-der Komparativ MUSS konsonantisch sein.Wie ist es möglich dann des Positiv zu bilden.

    Genauso ist manchmal nur der Superlativ gegeben und ich muss Positiv und Koperativ bilden...
    Ich hoffe du weißt was ich meine-ich weiß ich hab alles total konfus geschrieben-Tut mir Leid :(

    Aber deine Videos sind super-weiter so ;)

    PS: Ich liebe deine Stimme *-* Total motivierend und so voller Elan :)

    Von eqan23 N., vor etwa 5 Jahren
  19. Vielen Dank, hatte es erst durch das Video richtig verstanden ^^

    Von Sralm, vor fast 6 Jahren
  20. Super gutes Video!!!

    Von Alex Torwart, vor etwa 6 Jahren
  21. danke, danke, danke !!!!

    Von Anne 3, vor etwa 6 Jahren
  22. Du bist voll cool!!!

    Von Jacko1, vor mehr als 6 Jahren
  23. gutes video!!!:)

    Von Neuhaus Family, vor mehr als 6 Jahren
  24. HI

    Von Agentff, vor fast 7 Jahren
  25. EIN KLEIN BISCHEN ZU SCHNELL :( SONST ABER OKAY

    Von Agentff, vor fast 7 Jahren
  26. thx

    Von Oreokeks, vor etwa 7 Jahren
  27. super!!!

    Von Vanessa S, vor mehr als 7 Jahren
  28. guuut ^^ und übersichtlich..:))

    Von Fluffi, vor mehr als 7 Jahren
  29. hat mir sehr geholfen! =)

    Von Silla1968, vor mehr als 7 Jahren
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Adjektive – regelmäßige Steigerung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Adjektive – regelmäßige Steigerung kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme, ob es sich bei den Formen um den Positiv, Komparativ oder Superlativ handelt.

    Tipps

    Der Positiv ist die Grundform eines Adjektivs.

    Überlege, woran du Komparativ und Superlativ, die Steigerungsformen des Adjektivs, erkennst.

    Der Komparativ ist an den Silben -ior und -ius zu erkennen. Den Superlativ erkennst du an der Silbe -issimus/a/um.

    Lösung

    Die Grundform des Adjektivs ist der Positiv. Bei den Adjektiven der a- und o-Deklination endet er im Nominativ auf -us, -a, -um, bei den Adjektiven der dritten Deklination auf -is, -e oder -x.
    Die Formen im Positiv sind also:

    • tristis - traurig
    • laetum - fröhlich (neutrum)
    • iratus - zornig
    • felix - glücklich
    Den Komparativ erkennt man an den Silben -ior und -ius. Die Formen im Komparativ sind also:
    • tristior - trauriger, ziemlich traurig
    • laetius - fröhlicher, ziemlich fröhlich (neutrum)
    • iratior - zorniger, ziemlich zornig
    • felicior - glücklicher, ziemlich glücklich
    Den Superlativ erkennst du meistens an der Silbe -issim- in der Mitte des Wortes. Daran werden bei allen Adjektiven die Endungen der a- und o-Deklinaton angehängt - also: -us, -a, -um. Die Formen im Superlativ lauten:
    • tristissima - die traurigste, sehr traurige (femininum)
    • laetissimus - der fröhlichste, sehr fröhlich
    • iratissimus - der zornigste, sehr zornig
    • felicissima - die glücklichste, sehr glückliche (femininum)

  • Nenne die Form, die nicht in die Reihe passt.

    Tipps

    Jeweils drei Adjektive stehen in derselben Steigerungsstufe.

    Eines passt nicht dazu - es steht in einer anderen.

    Versuche, das Kennzeichen für den Komparativ und Superlativ zu finden.

    Achtung: nicht alle Formen stehen im Nominativ.

    Lösung

    Adjektive kann man steigern. Im Lateinischen kann man die verschiedenen Steigerungsstufen gut an bestimmten Buchstaben-Kennzeichen erkennen:

    • im Komparativ findest du immer die Buchstaben -ior- oder -ius,
    • im Superlativ gibt es immer die Buchstaben -issim- oder -errim-.
    Bonus (gut), longus (lang) und magnus (groß) sind Adjektive im Positiv. Tristius ist der Komparativ, und zwar im Neutrum Singular von tristis (traurig). Tristius ist also der Irrläufer, es heißt: das traurigere.

    Breviorem (kürzer), liberiorem (freier) und pulchriorem (schöner) sind Adjektive im Komparativ. Sie stammen von den Adjektiven brevis (kurz), liber (frei) und pulcher (schön) und stehen alle im Akkusativ Singular. Felicissimum ist dagegen der Superlativ von felix (glücklich). Es bedeutet: das glücklichste oder den glücklichsten. Das ist also der Irrläufer.

    Brevissimus, longissimus und altissimus sind Adjektive im Superlativ. Sie stammen von den Adjektiven brevis (kurz), longus (lang) und altus (hoch) und stehen im Nominativ Singular. Vetus (alt) ist hingegen ein Adjektiv im Positiv. Es ist nicht gesteigert - das ist also der Irrläufer.

    Celeriori, pauperiori und fortiori sind Adjektive im Komparativ, und zwar im Dativ Singular. Sie stammen von den Adjektiven celer (schnell), pauper (arm) und fortis (tapfer). Pulchri ist dagegen eine Grundform, also ein Positiv, und zwar im Genitiv Singular von pulcher (schön). Es ist also der Irrläufer.

  • Ordne die lateinischen Sätze mit Steigerungsformen der richtigen Übersetzung zu.

    Tipps

    Überlege, wie der Komparativ und der Superlativ im Deutschen übersetzt werden.

    Achte darauf, ob er ein Vergleichswort bei sich hat oder allein steht.

    Lösung

    In den Sätzen kommen zwei Steigerungsformen vor: der Komparativ und der Superlativ von clarus, -a, -um (berühmt). Sie lauten clarior und clarissimus. Die beiden Steigerungsformen werden aber unterschiedlich übersetzt, je nachdem, ob ein Vergleichswort dabei steht oder nicht.

    • Im Satz Caesar clarior quam alii erat. steht der Komparativ clarior. Caesar wird in dem Satz mit den anderen verglichen. Deshalb wird clarior mit „berühmter“ und quam mit „als“ übersetzt, also: Caesar war berühmter als andere.
    • Im Satz Caesar clarior erat. ist kein Vergleich enthalten. Du musst den Komparativ clarior daher mit „berühmt“ und dem Zusatz „ziemlich“ übersetzen „Caesar war ziemlich berühmt.“
    Auch die Übersetzung des Superlativs ist unterschiedlich. Sie richtet sich danach, ob er alleine oder mit einem Vergleichswort steht - und ob Wörtchen wie quam enthalten sind.
    • Im Satz Caesar clarissimus omnium erat ist ein Vergleich enthalten: Caesar war der berühmteste von allen.
    • Im Satz Caesar clarissimus erat. fehlt ein Vergleichswort. Der Superlativ clarissimus wird daher so übersetzt: Caesar war sehr berühmt.
    • Im Satz Caesar quam clarissimus esse voluit. steht quam vor dem Superlativ clarissimus und bedeutet dann „möglichst“. Quam clarissimus bedeutet also: möglichst berühmt. Die passende Übersetzung lautet: Caesar wollte möglichst berühmt sein.

  • Ordne die Steigerungsformen der Adjektive richtig ein: Positiv - Komparativ - Superlativ.

    Tipps

    Überlege, an welchen Kennzeichen du Komparative und Superlative erkennen kannst.

    Bestimme das Genus der Adjektive.

    Lösung

    In der Übung musst du die Steigerungsformen der Adjektive longus (lang), iratus (zornig), clarus (berühmt), dignus (würdig), gravis (schwer) und certus (sicher) richtig einordnen.

    Den Komparativ bildet man, indem an den Genitiv Singular die Buchstaben -ior für das maskulinum und femininum anhängt und -ius für das neutrum. Daran kommen noch die Endungen der konsonantischen Deklination.

    Den Superlativ erkennst du an den Buchstaben -issim- erkennen. Daran hängt man die Endungen der a- und o-Deklination

    Longus und dignus sind maskulin. Die Komparative dazu lauten longior (der längere) und dignior (der würdigere), die Superlative longissimus (der längste) und dignissimus (der würdigste).

    Irata ist feminin. Der Komparativ lautet iratior (die zornigere), der Superlativ iratissima (die zornigste).

    Clarum und certum sind neutrum. Die Komparative lauten clarius (das längere) und dignius (das würdigere), die Superlative clarissimum (das längste) und certissimum (das würdigste).

    Gravis ist maskulinum oder femininum. Der Komparativ lautet gravior (schwerer), der Superlativ gravissima oder gravissimus (am schwersten).

  • Ordne die Adjektive den abgebildeten Objekten zu.

    Tipps

    Alle Steigerungsformen in der Aufgabe kommen von:

    • longus, longa, longum - lang,
    • saevus, saeva, saevum - wild
    • altus, alta, altum - hoch.
    Überlege, auf was sich die Wörter beziehen könnten - die Tiere, Schiffe oder Berge.

    Den Komparativ erkennnt man am Kennzeichen -ior-, den Superlativ am Kennzeichen -issimus.

    Lösung

    Im Bild siehst du drei Schiffe, drei Tiere und drei unterschiedlich hohe Berge. Diesen Abbildungen musst du drei Adjektive in drei verschiedenen Steigerungsstufen zuordnen. Der Positiv ist dabei die Grundform des Verbs. Den Komparativ erkennst du am Kennzeichen -ior- und -ius. Der Superlativ ist einfach zu erkennen anhand den Buchstaben -issim- vor der Endung.

    Zu den Schiffen gehören die drei Formen von longus (lang). Der Positiv longa gehört zum Ruderboot, der Komparativ longior zum Segelboot und der Superlativ longissima zur großen Galeere.

    Die Formen von altus (hoch) gehören zu den drei Bergen. Der Positiv altus gehört zum kleinsten, altior zum mittleren und altissimus zum höchsten Berg.

    Die Tiere sehen unterschiedlich gefährlich aus. Deshalb gehören zu ihnen die Formen von saevus (wild). Der Positiv saevus gehört zum Zebra , der Komparativ saevior zum Wolf und der Superlativ saevissimus zum Löwen.

  • Übersetze die Adjektivformen in den lateinischen Sätzen.

    Tipps

    Vokabeltipps:

    • clarus, clara, clarum - bekannt,
    • pulcher, pulchra, pulchrum - schön,
    • altus, alta, altum - hoch
    • amplus, ampla, amplum - weit, breit.

    Quam gibt dem Superlativ eine zusätzliche Bedeutung. Man übersetzt mit: möglichst....

    Lösung

    In den Sätzen musst du Adjektive in unterschiedlichen Komparationsstufen auf verschiedene Arten übersetzen.

    Nobilis, -e (berühmt) ist ein Positiv. Er ist Prädikatsnomen zu Roma (Rom), also ein Beschreibung der Stadt: Die Stadt Rom ist bekannt bei allen Menschen.

    Clarissima ist der Superlativ von clarus, clara, clarum (bekannt). Es ist Attribut zu monumenta von monumentum, -i - das Bauwerk. Die Wortgruppe steht im Nominativ Plural, ist also Subjekt des Satzes. Die Übersetzung lautet: die berühmtesten Gebäude, oder: die sehr berühmten Gebäude.

    Pulchriores ist der Komparativ von pulcher, pulchra, pulchrum (schön). Es gehört zu thermae (die Thermen). Da kein Vergleichswort im Satz enthalten ist, übersetzt du: ziemlich schöne Thermen.

    Altiores ist der Komparativ zu altus, -a, -um (breit, hoch). Es gehört zu aquaeductus im Nominativ Plural. Anders als im Satz zuvor ist diesmal ein Vergleich mit quam vorhanden. Deshalb sagst du: breiter als.

    Longissimum ist der Superlativ von longus (lang). Es gehört zu cursum (der Laufbahn). Die Wortgruppe steht im Akkusativ Singular. Die Übersetzung lautet: die längste Laufbahn, oder: eine sehr lange Laufbahn.

    Amplissimum ist der Superlativ von amplus (weit). Zusammen mit quam wird das Adjektiv mit „möglichst“ übersetzt: möglichst weit.

    Im letzten Satz steht quam mit dem Komparativ von clarus. Mit einem Komparativ wird quam als „als“ übersetzt. Die Übersetzung lautet daher: bekannter als.