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Konjunktionalsätze 04:58 min

Textversion des Videos

Transkript Konjunktionalsätze

Hey, ich bin’s, Tim. Wir befinden uns in der Grammatik, genauer gesagt, im Bereich der Sätze. Sätze können unterschiedlich verbunden sein. Ich verbinde Sätze häufig mit einem Komma und einer Konjunktion. Das klingt teilweise besser. Ohne Konjunktionen, also Verbindungswörter wie “dass” und “damit”, klingt unsere Sprache sehr einfach. Oft können wir uns so nur unpräzise ausdrücken. Wir sehen uns deshalb in diesem Video Konjunktionalsätze an. Was sind Konjunktionalsätze? Fangen wir ganz von vorne an. Unsere Sätze sind häufig aus mehreren Teilsätzen zusammengesetzt. Zusammengesetzte Sätze können dabei entweder Satzreihen oder Satzgefüge sein. Eine Satzreihe finden wir, wenn die Sätze gleichrangig nebeneinander stehen. Jeder Teilsatz ergibt auch für sich alleine Sinn. Es ist eine Aneinanderreihung von Hauptsätzen, wie z.B.: “Das haben wir verstanden, jetzt werden wir uns Beispiele ansehen.” Auch der Satz “Wir haben viel gelernt, aber es ist immer noch nicht genug” ist eine Reihe, denn beide Sätze könnten wir durch einen Punkt abtrennen. Ein Satzgefüge hingegen besteht aus mindestens einem Hauptsatz und einem Gliedsatz. Der Gliedsatz ist abhängig vom Hauptsatz und kann nicht allein stehen. Das finite Verb steht dabei ganz am Ende des Gliedsatzes: Ein Satzgefüge wäre zum Beispiel “Ich dachte, dass du ein Nimmersatt bist”.

Es gibt mehrere Arten von Gliedsätzen. Relativsätze wie “Das Video, das ich gedreht habe, ist sehr informativ” werden zum Beispiel immer von einem Relativpronomen eingeleitet. Weiterhin gibt es z.B. noch die Infinitvsätze, die durch einen Infinitiv mit dem Hauptsatz verbunden werden, wie z.B. “Ich gehe arbeiten, um reisen zu können.” Das Besondere an Konjunktionalsätzen ist, dass sie immer durch eine Konjunktion an den Hauptsatz geknüpft wird. Die Konjunktionen dieser Sätze sind unterordnend, denn sie ordnen den Gliedsatz dem Hauptsatz in einem Satzgefüge unter. Das können Konjunktionen wie “dass”, “wenn”, “als” oder “ob” sein. Diese “Verbindungswörter” geben dabei an, welche inhaltliche Absicht der Gliedsatz hat. Wollen wir z.B. einen Grund oder eine Ursache darstellen, brauchen wir die Konjunktionen “weil”, “da” oder “dass”. Diese Form von Konjunktionalsatz nennen wir einen Kausalsatz: “Ich denke, weil ich ein Mensch bin”.

Wollen wir eine Bedingung ausdrücken, brauchen wir die Konjunktionen “wenn”, “falls”, “sofern” oder “sonst”. Das nennen wir einen Konditionalsatz: “Die Musik wird gut, falls du ein talentierter Musiker bist.” Wie du siehst, steht das finite Verb im Gliedsatz immer am Ende!

Wollen wir die Art und Weise, wie wir etwas tun, ausdrücken, nehmen wir die Konjunktionen “indem” oder “als ob”. Das nennen wir einen Modalsatz: “Du hast richtig gehandelt, indem du geholfen hast.” Außer diesen drei Konjunktionalsätzen gibt es auch noch andere, wie z.B. den Temporalsatz, den Konzessivsatz und den Konsekutivsatz, jeden mit seinen eigenen Konjunktionen.

Fassen wir kurz zusammen, am besten mit einem Baumdiagramm. Ganz oben stehen die zusammengesetzten Sätze. Von dort aus gehen wir zu Satzreihen, das sind Reihen von Hauptsätzen, und zum Satzgefüge. Satzgefüge bestehen aus Hauptsatz und Gliedsatz; die finite Verbform steht dabei im Gliedsatz am Ende. Eine Art von Gliedsatz sind die Konjunktionalsätze mit ihren unterordnenden Konjunktionen. Dabei gibt es verschiedene Formen mit je eigenen Konjunktionen, die die Absicht des Konjunktionalsatzes ausmachen: der Kausalsatz, der Konditionalsatz, der Modalsatz und der Temporalsatz sind nur ein paar der Konjunktionalsätze. Lustig wird das ganze Thema bei ausufernden Sätzen mit mehreren Gliedsätzen: “Ich hätte keine Probleme, wenn Deutsch mir Spaß machen würde, obwohl auch Physik dadurch, dass ich in Mathe nicht gut bin, nicht meins ist, weil Zahlen mich verwirren, sodass ich gar nicht mehr ruhig schlafen kann.” Kannst du die Formen der Konjunktionalsätze zuordnen? Ich sag ciao!

8 Kommentare
  1. War gut aber geht besser

    Von nick l., vor mehr als einem Jahr
  2. Hallo Seferabdija,
    schau doch mal auf diese Übersichtsseite: https://www.sofatutor.com/deutsch/grammatik/wortarten/konjunktionen. Hier findest du viele Infos und auch Videos rund um das Thema Konjunktionen.
    Viel Erfolg bei deinem Test!
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor mehr als einem Jahr
  3. Sehr tolles Video schade das es nur so wenig über Konjunktionen gibt ,weil ich schreibe morgen einen test und es gibt nur das Video :(

    Von Seferabdija, vor mehr als einem Jahr
  4. nicht sehr hilfreich

    Von Saskia Stocke, vor mehr als 2 Jahren
  5. super video

    Von Robin F., vor fast 3 Jahren
  1. Super!

    Von Colak, vor fast 3 Jahren
  2. Das video ist echt toll, wenn das Baumdiagramm noch ordentlicher wäre ,könnte ich noch besser mit dem video arbeiten.

    Von Muk2003, vor mehr als 3 Jahren
  3. Schade das du ab einer bestimmten Zeit nicht mehr gemalt hast:( Aber trotzdem gut ;)

    Von Inga Francke99, vor fast 5 Jahren
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Konjunktionalsätze Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Konjunktionalsätze kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, welche Konjunktion welche Art von Nebensatz einleitet.

    Tipps

    Der Kausalsatz antwortet auf die Frage: Aus welchem Grunde ist es so?

    Der Konditionalsatz antwortet auf die Frage: Unter welcher Bedingung geschieht oder gilt es?

    Der Modalsatz antwortet auf die Frage: Auf welche Weise, in welchem Zusammenhang geschieht es?

    Lösung

    Nebensätze werden häufig durch Konjunktionen (Bindewörter) eingeleitet. Sie heißen Konjunktionalsätze. Die Konjunktionen geben dabei an, welche Funktion der Nebensatz hat:

    • Kausalsatz (Grund / Ursache): da, weil, denn, dass
    • Konditionalsatz (Bedingungssatz): wenn, falls, sofern
    • Modalsatz (Art und Weise): indem, als ob, dadurch dass
  • Gib an, welche der folgenden Aussagen über Konjunktionen zutreffen.

    Tipps

    Die Funktion eines Gliedsatzes kann zum Beispiel eine Begründung sein oder die Beschreibung der näheren Umstände einer Handlung oder eines Sachverhalts.

    Nebenordnende Konjunktionen sind zum Beispiel und, oder, aber, denn, doch, sondern.

    Ein Kausalsatz (Begründungssatz) antwortet auf die Fragen Warum?, Aus welchem Grunde?

    Lösung

    Falsch waren die Aussagen 3, 4 und 7:

    Unterordnende Konjunktionen haben die Aufgabe, einen Hauptsatz mit einem Nebensatz zu verbinden. Ein Konjunktionalsatz ist eine Art von Nebensatz (Gliedsatz), der durch eine unterordnende Konjunktion an den Hauptsatz geknüpft wird.

    Ein Nebensatz wird stets mit einer unterordnenden Konjunktion eingeleitet. Bindewörter (Konjunktionen) werden je nach ihrer Funktion im Satz in nebenordnende und unterordnende Konjunktionen eingeteilt: Nebenordnende Konjunktionen verbinden zwei Hauptsätze, zwei Nebensätze oder zwei Satzglieder miteinander.

    • Zuerst kam der Bus nicht und dann fing es auch noch an zu regnen.
    • Linda sprach zwar kein Wort Chinesisch und May-Lin kaum Deutsch, aber irgendwie konnten sich die beiden dann doch verständigen.
    Ein Nebensatz wird stets mit einer unterordnenden Konjunktion eingeleitet. Die durch unterordnende Konjunktionen eingeleiteten Nebensätze heißen Konjunktionalsätze.
    • Wir mussten das Spiel unterbrechen, weil am Horizont schwarze Gewitterwolken aufzogen.
    Die Konjunktion falls leitet einen Konditionalsatz (Bedingungssatz) ein.
    • Falls Susanne bis Sonntag wieder gesund ist, fahren wir zusammen nach Amsterdam.

  • Bestimme die Nebensatzarten eines langen Satzgefüges.

    Tipps

    Achte auf die einleitenden Konjunktionen im Nebensatz.

    Der Konzessivsatz (Einräumungssatz) drückt einen Gegensatz aus.

    Der Konsekutivsatz (Folgesatz) antwortet auf die Fragen: Was ist die Folge?, Was folgt daraus?.

    Lösung

    Konjunktionalsätze werden immer durch eine Konjunktion (Bindewort) an den Hauptsatz geknüpft. Die einleitende Konjunktion des Nebensatzes verrät dir, welche Funktion der Nebensatz hat. Die Funktion kann zum Beispiel sein, eine Bedingung auszudrücken, unter der etwas geschieht:

    • wenn Deutsch mir Spaß machen würde = Konditionalsatz (Bedingungssatz)
    Oder es geht darum auszudrücken, was die Konsequenz (Folge) einer bestimmten Handlung oder eines Sachverhaltes ist:

    • sodass ich gar nicht mehr ruhig schlafen kann. = Konsekutivsatz (Folgesatz)
  • Bilde aus jeweils zwei Hauptsätzen Satzgefüge mit den Konjunktionen als, wenn, sodass, obwohl, weil, indem.

    Tipps

    Das finite Verb steht in einem Nebensatz (Gliedsatz) immer am Ende:

    Ich wollte gerade gehen, als es plötzlich klingelte.

    Der Konsekutivsatz (Folgesatz) antwortet auf die Fragen: Was ist die Folge?, Was folgt daraus?

    Der Temporalsatz antwortet auf die Fragen Wann geschieht etwas?, Seit wann?, Wie lange?.

    Ein Konzessivsatz (Einräumungssatz) drückt einen Gegensatz oder einen unzureichenden Gegengrund zur Aussage des Hauptsatzes aus.

    Lösung

    Es gibt einfache Sätze, Satzreihen und Satzgefüge. In einer Satzreihe stehen Hauptsätze gleichwertig nebeneinander. Sie werden durch nebengeordnete Konjunktionen (Bindewörter) verbunden:

    • Ich ging auf dem Markt einkaufen und danach besuchte ich meinen Freund Jeremias.
    • Ich lachte laut, aber es störte niemanden.
    Ein Satzgefüge besteht immer aus mindestens einem Hauptsatz und einem Nebensatz (Gliedsatz). Der Nebensatz ist dabei abhängig vom Hauptsatz und kann nicht allein stehen. Nebensätze werden häufig durch unterordnende Konjunktionen (Bindewörter) eingeleitet. Sie heißen Konjunktionalsätze.

    • Marcel liegt im Krankenhaus, weil er mit dem Fahrrad gestürzt ist.
    • Jonas will sich auf seine Abschlussprüfung vorbereiten, indem er die ganze Nacht lernt.
    Wenn man zwei einfache Sätze durch eine unterordnende Konjunktion miteinander verbindet, entsteht also ein Satzgefüge aus Haupt- und Nebensatz. Dabei ist zu beachten, dass das finite Verb grundsätzlich am Ende des Nebensatzes steht.

    • Nur Laura kommt, wenn nicht noch ein Unglück passiert.
  • Ergänze die Hauptsätze um sinnvolle Konjunktionalsätze.

    Tipps

    Beachte, dass die Sätze nicht nur einen Sinn ergeben müssen, sondern dass die einleitende Konjunktion im Nebensatz auch zur im Hauptsatz genannten Satzart passen muss. Durch welche Konjunktion wird zum Beispiel ein Kausalsatz eingeleitet?

    Der Temporalsatz antwortet auf die Fragen Wann geschieht etwas?, Seit wann?, Wie lange?.

    Der Konzessivsatz drückt eine Einräumung bzw. eine Beschränkung aus.

    Lösung

    Konjunktionen (Bindewörter) geben an, welche Funktion ein Nebensatz hat. So gibt der Kausalsatz (Begründungssatz) den Grund an, warum etwas geschieht, während der Konzessivsatz (Einräumungssatz) einen Gegensatz ausdrückt, z.B:

    • Auch der Konditionalsatz hätte es fast bis über die Grenze geschafft, wenn ihn nicht der Kausalsatz verraten hätte.
    • Der Konzessivsatz wurde schließlich doch noch entdeckt, obwohl er sich stundenlang in einer Mülltonne versteckt gehalten hatte.

  • Ergänze die passenden Konjunktionen und bestimme die Satzart.

    Tipps

    Die Bezeichnung der Nebensatzart steht jeweils in der Klammer am Ende des Nebensatzes.

    Lokalsätze geben den Ort oder die Richtung eines Geschehens an. Sie werden übrigens nicht durch Konjunktionen eingeleitet, sondern durch die Lokaladverbien wo, wohin und woher.

    Mykologie ist die Wissenschaft von den Pilzen.

    Lösung

    Und? Hast du's erraten? In dem Text ging es natürlich um den Champignon, der heute auf keiner Pizza Fungi mehr fehlen darf. Bestimmt hast du ihn schon einmal probiert.

    Wie du vielleicht bemerkt hast, kommt ein Text wie dieser natürlich auch nicht ohne Konjunktionen aus. Erst die Konjunktion stellt einen Zusammenhang zwischen Haupt- und Nebensatz her und verleiht dem Gesagten einen Sinn:

    • Der heutige Zuchtchampignon bekam seinen Namen daher.
    • Er wuchs früher auf den Misthaufen der großen Pariser Pferdegestüte.
    Das ist nicht wirklich verständlich, oder? Mit einer entsprechenden Konjunktion klingt das Ganze schon anders:
    • Der heutige Zuchtchampignon bekam seinen Namen daher, weil er früher auf den Misthaufen der großen Pariser Pferdegestüte wuchs.
    Nun wird klar: Die Namensgebung des Champignons hat etwas mit den Misthaufen der großen Pariser Pferdegestüte zu tun. Hierin liegt also die causa (lat. der Grund) für die Entstehung seines Namens. Da im Deutschen für grammatikalische Begriffe häufig lateinische Bezeichnungen verwendet werden, nennen wir Nebensätze, die eine Begründung ausdrücken, Kausalsätze.

    Quellen: URL: http://www.mykonet.ch/FAQ/Champignon-Egerling.htm [abgerufen am 07.08.2015] / URL: http://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/champignons [abgerufen am 07.08.2015]