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Adverbiale Bestimmungen 05:25 min

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Transkript Adverbiale Bestimmungen

Wegen des Gewitters sitzen Smilla und Deri heute entspannt im Bau und spielen "Dachs ärgere dich nicht". Dieser Satz enthält verschiedene Satzglieder. Unter anderem ein Subjekt, ein Prädikat, und mehrere adverbiale Bestimmungen. Adverbiale Bestimmungen liefern zusätzliche Informationen über die UMSTÄNDE eines Geschehens und werden deshalb auch UMSTANDSbestimmungen genannt. Es gibt unterschiedliche adverbiale Bestimmungen, doch mit etwas Übung kann man sie gut unterscheiden. So ist "wegen des Gewitters" zum Beispiel eine Kausaladverbiale, die auch adverbiale Bestimmung des Grundes genannt wird. Du kannst sie mit warum, weshalb, aus welchem Grund oder wieso erfragen. Warum sitzen Deri und Smilla heute entspannt im Bau? Wegen des Gewitters. Auch im nächsten Satz ist eine Kausaladverbiale. Da Deri müde ist, macht er eine kurze Pause. Wieso macht Deri eine kurze Pause? Da er müde ist. Kausaladverbiale bestimmen also den Grund oder die Ursache bzw auch die Bedingung, die Folge oder den Zweck eines Umstandes genauer. Welche anderen adverbialen Bestimmungen finden sich noch in dem Ausgangssatz? Bei "heute" handelt es sich zum Beispiel um eine Temporaladverbiale, also um eine adverbiale Bestimmung der Zeit. Du erfragst sie mit wann, wie lange, seit wann oder wie oft. Wann sitzen Deri und Smilla entspannt im Bau? Heute! Auch im nächsten Satz gibt es eine Temporaladverbiale. Deri und Smilla sind seit Jahren Freunde. Seit wann sind Deri und Smilla Freunde? Seit Jahren. Weitere adverbiale Bestimmungen der Zeit können morgen, in drei Jahren, vorgestern, letzte Woche usw sein. Alle Temporaladverbialen geben genauere Auskunft über den Zeitpunkt oder die Dauer einer Handlung. Welche adverbialen Bestimmungen befinden sich noch in dem Satz? "Entspannt" ist zum Beispiel eine Modaladverbiale, also eine adverbiale Bestimmung der Art und Weise. Du erfragst sie mit wie oder auf welche Art und Weise. Wie sitzen Smilla und Deri im Bau? Entspannt. Auch im folgenden Satz versteckt sich eine Modaladverbiale: Smilla bastelt blitzschnell einen Flugdrachen. Wie bastelt Smilla einen Flugdrachen? Blitzschnell. Die Modaladverbiale beschreibt genauer, WIE etwas gemacht wird oder beschaffen ist. Eine letzte adverbiale Bestimmung gibt es noch in unserem Ursprungssatz. "Im Bau" ist eine sogenannte Lokaladverbiale, auch adverbiale Bestimmung des Ortes genannt. Du erfragst sie mit wo, wohin und woher? Wo sitzen Deri und Smilla? Im Bau. So auch im nächsten Satz: Smilla bastelt im Wohnzimmer. Wo bastelt Smilla? Im Wohnzimmer. Lokaladverbiale geben also nähere Informationen über den Ort oder die Richtung einer Handlung. Schauen wir uns all diese adverbialen Bestimmungen etwas genauer an, dann sehen wir, dass sie aus EINEM oder aus MEHREREN Wörtern bestehen können. Wichtig ist, dass man sie mit der entsprechenden Frage richtig bestimmt. Smilla und Deri haben langsam die Nase voll von ihrem Bau. Doch wie war das jetzt nochmal mit den adverbialen Bestimmungen? Es gibt vier adverbiale Bestimmungen, die häufig in Sätzen vorkommen. Nämlich die Temporaladverbiale, die Kausaladverbiale, die Modaladverbiale und die Lokaladverbiale. Mithilfe der entsprechenden Fragen kann man die adverbialen Bestimmungen erkennen und bestimmen. So erfragt man mit wann, wie lange, seit wann und wie oft Temporaladverbiale. Mit warum, weshalb, aus welchem Grund und wieso bestimmt man Kausaladverbiale. Wenn man nach dem "wie" oder der "Art und Weise" fragt, findet man Modaladverbiale. Und mithilfe von wo, wohin und woher bestimmt man Lokaladverbiale. Und Smilla und Deri? Die freuen sich endlich über gutes Wetter...

1 Kommentar
  1. Einfach nur Super!!!!!

    Von Dlairma, vor 10 Tagen

Adverbiale Bestimmungen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Adverbiale Bestimmungen kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, wie du die adverbiale Bestimmung der folgenden Sätze erfragst.

    Tipps

    Mit Wie? erfragst du die adverbiale Bestimmung der Art und Weise.
    Mit Wann? erfragst du die adverbiale Bestimmung der Zeit.

    Mit dem Fragewort Warum? fragst du nach dem Grund und mit Wo? nach dem Ort.

    Lösung

    Adverbiale Bestimmungen werden auch Umstandsbestimmungen genannt, da sie zusätzliche Informationen über die Umstände eines Geschehens liefern. Das konntest du auch an den Sätzen in dieser Aufgabe erkennen, denn ohne die adverbialen Bestimmungen wüsste man nur, dass Rudi zur Schule läuft (Rudi läuft zur Schule.).

    Durch die vier verschiedenen Arten adverbialer Bestimmungen hast du genauere Informationen über Rudis Schulweg erhalten bezüglich:

    • der Art und Weise (Rudi läuft schnell wie der Wind zur Schule.),
    • der Zeit (Rudi läuft morgens zur Schule.),
    • des Grundes (Wegen des guten Wetters läuft Rudi zur Schule.) sowie
    • des Ortes (Rudi läuft auf dem Bürgersteig zur Schule.).
    Außerdem konntest du anhand der Beispiele erkennen, dass adverbiale Bestimmungen aus einem sowie mehreren Wörtern bestehen können, auch dies solltest du dir merken!

  • Ermittle die angegebenen adverbialen Bestimmungen in den folgenden Sätzen.

    Tipps

    Achtung: Manche Sätze enthalten mehr als eine adverbiale Bestimmung. Markiere nur die, die in der Aufgabenstellung verlangt wird.

    Auch die Bilder können dir einen Hinweis geben.

    Die adverbiale Bestimmung der Zeit erfragt man mit Wann?/Wie lange?/Seit wann?/Wie oft?

    Adverbiale Bestimmungen des Grundes können mit Warum?/Weshalb?/Aus welchem Grund? erfragt werden.

    Adverbiale Bestimmungen können auch aus ganzen Satzteilen bestehen.

    Lösung

    Man unterscheidet vier Arten adverbialer Bestimmungen. In der vorherigen Aufgabe hast du bereits geübt, mit welchen Fragen du die jeweilige adverbiale Bestimmung erfragst. Auch wenn es verschiedene adverbiale Bestimmungen gibt, helfen dir nämlich die entsprechenden Fragen dabei, diese zu erkennen und zu bestimmen. In dieser Aufgabe konntest du wiederholen, wie die verschiedenen adverbialen Bestimmungen bezeichnet werden:

    • Modalbestimmungen bestimmen die Art und Weise genauer und du erfragst sie mit Wie?/Auf welche Art und Weise?
    • Temporalbestimmungen (adv. Bestimmung der Zeit) bestimmen den Zeitpunkt/die Dauer genauer und du erfragst sie mit Wann?/Wie lange?/Seit wann?/Wie oft?
    • Kausalbestimmungen (adv. Bestimmungen des Grundes) geben nähere Informationen über Grund, Ursache, Bedingung, Folge, Zweck und du erfragst sie mit Warum?/Weshalb?/Aus welchem Grund?/Wieso?
    • Lokalbestimmungen (adv. Bestimmungen des Ortes) geben den Ort/die Richtung genauer an und du erfragst sie mit Wo?/Wohin?/Woher?

  • Ermittle die passende adverbiale Bestimmung.

    Tipps

    Sind zwei adverbiale Bestimmungen gefordert, trage sie in der Reihenfolge ein, in der sie in der Klammer stehen.

    Achte außerdem darauf, dass die Sätze nach dem Hinzufügen der adverbialen Bestimmung auch inhaltlich Sinn ergeben.

    Temporalbestimmung = Zeit
    Lokalbestimmung = Ort
    Kausalbestimmung = Grund

    Am Satzanfang steht ein Großbuchstabe.

    Lösung

    Dieser Aufgabe war schon deutlich schwieriger. Du musstest bereits wissen, was die jeweiligen adverbialen Bestimmungen genauer beschreiben (Modalbestimmung = Art und Weise, Temporalbestimmung = Zeit, Lokalbestimmung = Ort, Kausalbestimmung = Grund) und mit welchen Fragen du sie jeweils bestimmen kannst. Darüber hinaus musstest du außerdem noch darauf achten, dass die adverbialen Bestimmungen auch inhaltlich Sinn ergeben.

    Damit du die korrekten Umstandsbestimmungen in den Lücken eintragen konntest, war es daher sinnvoll, wie folgt vorzugehen:

    • Rufe dir die Fragen der geforderten adverbialen Bestimmung in Erinnerung.
    • Identifiziere so, welche der angegebenen Umstandsbestimmungen zu der geforderten adverbialen Bestimmung, z. B. Kausalbestimmung, gehören.
    • Lies dir den Inhalt des Satzes noch einmal durch und überlege abschließend, welche der Kausalbestimmung auch inhaltlich in dem Satz Sinn ergibt.
  • Bestimme, um welche adverbiale Bestimmung es sich handelt.

    Tipps

    Rufe dir die entsprechenden Fragen in Erinnerung, mit denen du die jeweilige adverbiale Bestimmung erkennen und bestimmen kannst.

    Die Fragen lauten:

    • Modalbestimmung: Wie?/Auf welche Art und Weise?
    • Temporalbestimmung: Wann?/Wie lange?/Seit wann?/Wie oft?
    • Kausalbestimmung: Warum?/Weshalb?/Aus welchem Grund?
    • Lokalbestimmung: Wo?/Wohin? /Woher?

    Orte wie im Bett, in Berlin, in der Schule sind meist Lokalbestimmungen.

    Kausaladverbiale bestimmen Grund, Ursache, Bedingung, Folge und Zweck eines Umstandes genauer.

    Lösung

    Wenn du dich daran erinnert hast, was die vier adverbialen Bestimmungen jeweils genauer bestimmen, und dir zudem die Fragen in Erinnerung gerufen hast, mit denen du sie jeweils erkennen und bestimmen kannst, konntest du die Umstandsbestimmungen leicht zuordnen.

    • Wenn du mit Wie? Auf welche Art und Weise? gefragt hast, konntest du am liebsten, indem sie rannte als Modaladbestimmungen einordnen. Weitere adverbiale Bestimmungen der Art und Weise, die du dir merken kannst, sind u. a. ziemlich gerne, voller Tatendrang, unter Tränen.
    • Mit den Fragen Wann?/Wie lange?/Seit wann?/Wie oft? konntest du die Temporalbestimmungen identifizieren (später, seit Wochen, mehrmals am Tag, demnächst). Weitere adverbiale Bestimmungen der Zeit sind u. a. seit Jahren, mitten in der Nacht, in den Ferien.
    • Wenn du mit Warum?/Weshalb?/Aus welchem Grund? gefragt hast, konntest du die Kausalbestimmungen aufgrund ihrer Höhenangst, wegen des Streits, da sie krank ist identifizieren. Weitere adverbiale Bestimmungen des Grundes, die du dir merken kannst, sind u. a. um schneller zu sein, weil er Angst hatte, infolge des Unfalls.
    • Mit den Fragen Wo?/Wohin?/Woher? konntest du schließlich noch die Lokalbestimmungen (im Gefängnis, aus dem Wald, unten, nach Prag) bestimmen. Weitere adverbiale Bestimmungen des Ortes sind u. a. unter freiem Himmel, aus Indien.
    Merke dir außerdem, dass adverbiale Bestimmungen aus einem Wort (z. B. demnächst) sowie mehreren Wörtern (z. B. mehrmals am Tag) bestehen können!

  • Bestimme die adverbialen Bestimmungen.

    Tipps

    Identifiziere zunächst das Subjekt und das Prädikat des Satzes. Das Subjekt erfragst du mit Wer oder was ...?, das Prädikat gibt an, was geschieht oder was das Subjekt macht.

    Bei allen anderen Satzgliedern dieses Satzes (außer Prädikat und Subjekt) handelt es sich um adverbiale Bestimmungen.

    Adverbiale Bestimmungen können aus einem sowie mehreren Wörtern bestehen.

    Man kann sie in diesem Satz mit Wann ...?, Warum ...? und Wie ...? erfragen.

    Lösung

    Hier konntest du noch einmal üben, adverbiale Bestimmungen eines Satzes zu erkennen. Dazu war es hilfreich, zunächst das Subjekt (Wer oder was ...?) des Satzes sowie das Prädikat (Was geschieht/Was macht das Subjekt des Satzes?) zu identifizieren. Dementsprechend waren die Antwortmöglichkeiten Deri (Subjekt) und hat ... geschlafen (mehrteiliges Prädikat) hier falsch.

    Bei allen anderen Satzgliedern dieses Satzes handelte es sich um adverbiale Bestimmungen. Mithilfe der Fragen, die du kennengelernt hast, konntest du die verschiedenen Umstandsbestimmungen erkennen und bestimmen:

    • Temporalbestimmungen: Wann hat Deri schlecht geschlafen? Gestern Nacht.
    • Kausalbestimmungen: Warum hat Deri schlecht geschlafen? Wegen der lauten Geräusche.
    • Modalbestimmungen: Wie hat Deri geschlafen? Sehr schlecht.

  • Entscheide, um welche adverbiale Bestimmung es sich handelt.

    Tipps

    Erinnere dich daran, was die vier adverbialen Bestimmungen genauer bestimmen und mit welchen Fragen du sie jeweils erkennen kannst.

    Beispiele:

    • wegen des Unwetters = Kausalbestimmung
    • in zwei Tagen = Temporalbestimmung

    Mit der Modalbestimmung mit voller Wucht kannst du z. B. einen Unfall näher beschreiben:

    • Der Ball traf ihn mit voller Wucht. → Wie traf ihn der Ball? Mit voller Wucht.

    Die Lokalbestimmung in der Küche erfragst du mit der Frage Wo? Weitere Fragen, um die Lokalbestimmung zu erfragen, sind Wohin? und Woher?

    Lösung

    In dieser Aufgabe musstest du noch einmal dein gesamtes Wissen über adverbiale Bestimmungen (= Umstandsbestimmungen) abrufen und selbstständig anwenden.

    Du musstest hier also:

    1. wissen, was du unter den verschiedenen Arten der adverbialen Bestimmungen verstehst bzw. was diese jeweils genauer bestimmen und
    2. bereits die Fragen kennen und beherrschen und natürlich wissen, welche Fragen zu welcher adverbialen Bestimmung gehören.
    Wenn du dir zwischendurch doch noch nicht ganz sicher warst, schau dir noch einmal die Fragen an und präge sie dir gründlich ein. Wenn du diese beherrschst und weißt, welche Fragen zu welcher adverbialen Bestimmung gehören, wird dir die Bestimmung dieser Satzglieder in Zukunft ganz leicht fallen!