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Fragesatz, Aussagesatz, Ausrufesatz, Aufforderungssatz und Wunschsatz 06:53 min

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Transkript Fragesatz, Aussagesatz, Ausrufesatz, Aufforderungssatz und Wunschsatz

Fragesatz, Aussagesatz, Ausrufesatz, Aufforderungssatz und Wunschsatz. Deri und Smilla spielen Computerspiele, weil heute schlechtes Wetter ist. Wir sprechen und schreiben in Sätzen. Diese können unterschiedlich kurz oder lang sein. Die Sprecherin oder der Sprecher können damit beispielsweise eine Frage stellen, eine Aussage machen oder zum Beispiel jemanden zu etwas auffordern. Sätze beginnen immer mit Großbuchstaben und haben am Ende ein Satzzeichen. Du kannst Sätze in fünf verschiedene Arten unterteilen: den Aussagesatz, den Fragesatz, den Aufforderungssatz, den Ausrufesatz und den Wunschsatz. Die meisten Sätze sind Aussagesätze. Wir wollen mit diesen Sätzen etwas mitteilen, aussagen, berichten oder erzählen. Ich habe mich schon eingeloggt. Diese Sätze haben immer einen Punkt am Ende und die Satzmelodie geht nach unten. Außerdem steht in Aussagesätzen die Personalform des Verbs (d. h. das finite Verb) immer an zweiter Satzgliedstelle. Warum brauchst du so lange? Kannst du auf mich warten? Wenn wir etwas wissen wollen, dann stellen wir eine Frage. Das nennt man Fragesatz. Fragesätze enden immer mit einem Fragezeichen und ihre Satzmelodie ist besonders: Bei Fragesätzen geht deine Stimme am Ende immer nach oben. Außerdem gibt es zwei Arten von Fragesätzen: Zum EINEN die sogenannten Ergänzungsfragen, die meist mit einer der W-Fragen eingeleitet werden. Da sie nach noch unbekannten Informationen fragen, muss man in ihrer Antwort auf die Nennung von Personen, Dingen, des Geschehens oder den entsprechenden Umständen antworten. Der zweite Typ Fragesatz ist die Entscheidungsfrage. Diese wird auch als Ja-/Nein-Frage oder Satzfrage bezeichnet, weil du sie mit Ja oder Nein beantworten kannst. Außerdem unterscheidet sich die Stellung der finiten Verben bei beiden Fragesätzen sehr deutlich. Kannst du es sehen? Die finite Verbform steht bei Ergänzungsfragen immer an zweiter Satzgliedstelle und bei Entscheidungsfragen immer an erster Satzgliedstelle. Endlich ist Deri im richtigen Level angekommen. - Aber was macht er denn da? Stopp! So machst du alles kaputt. Wenn du jemanden warnen oder zu einer Handlung auffordern möchtest, dann nutzt du Aufforderungssätze. Sie enden mit einem Ausrufezeichen. Die Stimme geht beim Sprechen dieser Sätze immer nach unten: Fang lieber da oben an! Das finite Verb steht an erster Satzgliedstelle - das ist typisch für Aufforderungen. Oft steht das finite Verb auch ganz allein. Smilla freut sich über ihre Forschritte. COOL! Danach habe ich schon so lange gesucht! Wenn du jemanden rufst oder etwas ausrufst, dann nutzt du Ausrufesätze. Du kannst damit Bewunderung oder Verwunderung ausdrücken. Hier findest du die finite Verbform am Ende des Satzes. Sie kann jedoch auch an zweiter Stelle oder am Anfang stehen. Ausrufesätze beendest du mit einem Ausrufezeichen. Deine Stimme geht bei Ausrufesätzen am Ende nach unten. Hätten wir doch noch mehr Zeit! Wenn das Level bloß nicht so schwer wäre! Hier siehst du zwei Wunschsätze. Damit kannst du Wünsche ausdrücken. Sie enden oft mit einem Ausrufezeichen, manchmal auch mit einem Punkt. Das Verb steht hier an erster Satzgliedstelle oder wie hier an letzter Satzgliedstelle, wenn der Satz mit "wenn" eingeleitet wird. Außerdem stehen Wunschsätze immer im Konjunktiv II und wenn du Wünsche ausdrückst, geht deine Stimme immer nach unten. Jetzt hast du alle Satzarten kennengelernt und gesehen, wie sich ihr Inhalt und ihre Form voneinander unterscheiden. Aber Achtung! Manchmal sieht ein Satz wie eine Frage aus, ist aber gar keine Frage. Eine Aussage kann beispielsweise AUCH als Frage formuliert sein: Habe ich dir nicht gesagt, wie schwierig dieses Level ist? Deri hat hier nicht die Absicht zu fragen, sondern er möchte eine Aussage machen: Du weißt, dass dieses Level schwierig ist. Hinter einer Frage kann sich auch eine Aufforderung verstecken: Musst du das wirklich so machen? Smilla meint: Mach es anders! Wie der Satz gemeint ist, erkennst du immer auch am Tonfall der Sprecherin oder des Sprechers und am Zusammenhang. Bevor wir sehen, ob es Deri und Smilla ins nächste Level geschafft haben noch eine kleine Zusammenfassung: Es gibt 5 Satzarten: Unterhältst du dich nur mündlich, kannst du die Art des Satzes an der Satzmelodie, d. h. der Stimmführung hören. Geht die Stimme nach oben oder nach unten? Im Schriftlichen kannst du die Sätze anhand der Satzzeichen und der Stellung des finiten Verbs unterscheiden. Oh, da haben sie sich ja ein kompliziertes Spiel ausgesucht.

Fragesatz, Aussagesatz, Ausrufesatz, Aufforderungssatz und Wunschsatz Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Fragesatz, Aussagesatz, Ausrufesatz, Aufforderungssatz und Wunschsatz kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe unterschiedliche Satzarten und ihre Besonderheiten.

    Tipps

    Nur Fragen beginnen meist mit einem Fragewort.

    Die beiden Arten des Fragesatzes zeichnen sich dadurch aus, dass die eine mit Ja oder Nein beantwortet werden kann und die andere viele Antwortmöglichkeiten zulässt.

    Lösung

    Es gibt fünf unterschiedliche Satzarten, den Aufforderungssatz, den Aussagesatz, den Fragesatz, den Wunschsatz und den Ausrufesatz. Der Fragesatz hat außerdem noch zwei Unterarten: die Entscheidungsfrage und die Ergänzungsfrage.

    Jeden Satz kannst du einer der Satzarten zuordnen. Dabei musst du auf Merkmale, wie das Satzzeichen, achten.

  • Stelle Unterschiede der verschiedenen Satzarten dar.

    Tipps

    Der Name einer Satzart gibt oft einen guten Hinweis auf die Funktion und das verwendete Satzzeichen.

    Der Name Ausrufesatz lässt schon vermuten, mit welchem Satzzeichen er meist endet.

    Lösung

    Unterschiedliche Satzarten besitzen unterschiedliche Merkmale, an denen man sie unterscheiden kann. Diese Merkmale zu kennen ist auch hilfreich, um zu entscheiden, wann man welche Satzart einsetzen möchte.

    Jede Satzart besitzt eine andere Funktion, also einen Zweck, der mit dieser Satzart erfüllt werden soll. Die Satzarten sind nach ihrer Funktion benannt, zum Beispiel der Fragesatz, dessen Funktion es ist, eine Frage zu formulieren.

    Ein anderes Merkmal ist zum Beispiel das Satzzeichen.

  • Ordne die Beispielsätze der entsprechenden Satzart zu.

    Tipps

    Ein Wunschsatz steht im Konjunktiv II und kann mit einem Punkt oder Ausrufezeichen enden.

    Beim Ausrufesatz und beim Aufforderungssatz steht ein Ausrufezeichen am Satzende.

    Lösung

    Um herauszufinden, zu welcher Satzart ein Satz gehört, kannst du auf unterschiedliche Merkmale achten.

    Einen guten Hinweis gibt das Satzzeichen. So beendet das Fragezeichen einen Fragesatz und das Ausrufezeichen einen Ausrufe- sowie einen Aufforderungssatz. Aber Vorsicht: Ein Wunschsatz kann mit einem Ausrufezeichen oder mit einem Punkt abgeschlossen werden.

    Andere Hinweise können die Satzmelodie, die Verbstellung oder Hinweiswörter liefern, zum Beispiel Ausrufe wie „Juchhu“. Eine Besonderheit ist auch der Konjunktiv II in Wunschsätzen.

  • Vervollständige die Sätze mit den passenden Satzzeichen.

    Tipps

    Ein Wunschsatz steht im Konjunktiv II.

    Ein Wunschsatz kann mit einem Ausrufezeichen oder mit einem Punkt beendet werden.

    Beim Ausrufesatz und beim Aufforderungssatz steht ein Ausrufezeichen am Satzende.

    Lösung

    Um das richtige Satzzeichen für einen Satz zu wählen, musst du die Satzart erkennen. Das funktioniert zum Beispiel über die Funktion. Wird durch ein Satz zum Beispiel eine Frage gestellt, handelt es sich um einen Fragesatz und an das Ende gehört ein Fragezeichen.

    Auch Verbstellung oder Satzmelodie können dir wichtige Hinweise liefern.

    Natürlich musst du dann noch wissen, welches Satzzeichen zu welcher Satzart gehört. Und denke daran: Ein Wunschsatz kann mit einem Ausrufezeichen oder mit einem Punkt beendet werden.

  • Fasse zusammen, was du über Satzarten weißt.

    Tipps

    Neben der Ergänzungsfrage gibt es auch noch die sogenannte Entscheidungsfrage – der Name gibt einen Hinweis darauf, in welcher Weise man auf eine solche Frage antworten kann.

    Lösung

    Hier hast du noch einmal wichtige Merkmale verschiedener Satzarten wiederholt. Die falschen Aussagen kannst du hier in korrekter Form nachlesen:

    • Am Ende von Fragesätzen steht immer ein Fragezeichen.
    • Ergänzungsfragen sind offene Fragen, die viele unterschiedliche Antwortmöglichkeiten zulassen.
    • Fragen, die sich mit Ja oder Nein beantworten lassen, nennt man Entscheidungsfragen.

  • Bestimme Beispiele für unterschiedliche Satzarten.

    Tipps

    Es kann mehr als eine richtige Antwort je Satzart geben.

    Beim Ausrufesatz und beim Aufforderungssatz steht ein Ausrufezeichen am Satzende.

    Auf eine Ergänzungsfrage gibt es viele unterschiedliche Antwortmöglichkeiten.

    Eine Entscheidungsfrage kann man mit ja oder nein beantworten.

    Achte beim Wunschsatz auf den Konjunktiv II (z. B. hätte, wäre, käme).

    Lösung

    Um zu entscheiden, welches Beispiel tatsächlich zur entsprechenden Satzart gehört, musstest du dein gesamtes Wissen über die Satzmerkmale Funktion, Verbstellung, Satzzeichen und Satzmelodie nutzen.

    Ein bisschen knifflig war die Kategorie Wunschsatz: „Ich hoffe, dass ich zu Weihnachten die neue Konsole bekomme.“ klingt zwar zunächst wie ein Wunsch, es ist aber tatsächlich eine Aussage. Man kann das gut daran erkennen, dass das Verb nicht im Konjunktiv II steht.