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Interrogativsätze 06:05 min

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Transkript Interrogativsätze

Hey, ich bin’s, Tim. Was sind Interrogativsätze? Das ist z.B. ein Satz, der folgendermaßen lautet: Ich zeige dir hier, was ein Interrogativsatz ist. Du ahnst bestimmt schon, was ein solcher Satz ist. Denn du weißt, wo dieser Satz vorkommt: In der Grammatik, genauer, im Bereich der Satzanalyse. Doch wo genau finden wir sie? Interrogativsätze sind eine Art von Gliedsätzen. Ein Gliedsatz kann z.B. ein Relativsatz wie “Ich drehe ein Video, das dir Interrogativsätze erklärt” sein. Hier ist der Gliedsatz mit einem Relativpronomen an den Hauptsatz angeschlossen.

Eine andere Art von Gliedsatz ist der Konjunktionalsatz, also ein Gliedsatz, der durch eine unterordnende Konjunktion mit dem Hauptsatz verbunden ist, wie z.B. der Satz “Ich helfe dir, obwohl ich dich nicht kenne.” Die Konjunktion “obwohl” ordnet den Gliedsatz dem Hauptsatz unter. Anders gesagt ist der Gliedsatz abhängig vom Hauptsatz. Gliedsätze sind also Hauptsätzen in einem Satzgefüge untergeordnet. Ein Satzgefüge ist damit das Gegenteil einer Satzreihe. In einer Satzreihe gibt es keine Gliedsätze, sondern nur Hauptsätze, die gleichwertig nebeneinander stehen. Würde ich sie mit einem Punkt abtrennen, würden sie immer noch Sinn ergeben, wie z.B. beim Satz “Ich lerne schnell, alles kann ich mir nicht merken” oder der Satz “Ich lerne langsam, dann lernt man mehr.”

Was haben Satzreihe und Satzgefüge gemeinsam? Sie sind beide zusammengesetzte Sätze. Woran kann man sie aber noch unterscheiden? In einer Satzreihe ist bei allen Teilsätzen die Verbstellung “normal”, das Verb steht also an zweiter Stelle: Zum Beispiel: “Du hast mir das angetan, doch ich verzeihe dir.” In einem Satzgefüge ist die Verbkonstruktion hingegen immer am Ende des Satzes: “Du fühlst dich schuldig, obwohl ich dir verzeihe.” Das Besondere an Interrogativsätzen besteht in der Art der Verbindung, also wie Hauptsatz und Gliedsatz verbunden sind. Das geschieht nämlich immer über Interrogativpronomen. Das Wort kommt aus dem Lateinischen von rogare und das bedeutet “fragen”. Es sind also Fragewörter, mit denen wir einen Interrogativsatz einleiten, Fragewörter wie “wo”, “was”, “wer”, “wie”, “wann”, “weshalb” etc.

Sehen wir uns ein paar Beispiele an. Achte dabei immer auf die Stellung des Verbs, es steht im Interrogativsatz immer am Ende: “Ich wundere mich, warum ich dir das erzählt habe.” “Du fragst dich, was ich über dich denke.” “Mir ist es ein Rätsel, wie du das geschafft hast.” Interrogativsätze werden auch als indirekte Fragesätze bezeichnet, denn sie lassen sich immer in eine direkte Frage umformen. Z.B. steckt im Satz “Ich wusste nicht, was ich tun sollte” der direkte Fragesatz “Was sollte ich tun?” Aus jedem Interrogativ-Gliedsatz kannst du also eine Frage formen wie z.B. auch im Satz “Ich weiß nicht mehr, wer mir das angetan hat.” Die Frage hieße dann: “Wer hat mir das angetan?”

Fassen wir zusammen: Ein Interrogativsatz ist eine Form des Gliedsatzes. Zusammen mit einem Hauptsatz ergibt ein Gliedsatz ein Satzgefüge, im Gegensatz zur Satzreihe, in der Hauptsätze aneinandergereiht sind. Andere Formen des Gliedsatzes sind z.B. der Relativsatz und der Konjunktionalsatz. Bei allen Gliedsätzen stehen die Verbkonstruktionen am Schluss. Das Besondere am Interrogativsatz ist, dass er Haupt- und Gliedsatz mit einem Interrogativpronomen verbindet. Das sind Fragepronomen wie ”was”, “wo”, “warum”, “wer” und so weiter. Interrogativsätze werden auch als indirekte Fragesätze bezeichnet; wir können aus ihnen direkte Fragen formulieren. “Das, was du für mich getan hast, war sehr nett. Ich mag die Art, wie du dich verhältst. Ich schätze deine Art, weil du mich gut behandelst. Das zeigt mir, warum ich dich respektiere und weshalb ich mit dir klarkomme.” Weißt du, welcher Satz kein Interrogativsatz ist? Ich sag ciao!

2 Kommentare
  1. Default

    viel zu viel auf einmal ...aber sonst ok

    Von Stahli68, vor 10 Monaten
  2. Default

    Einfach unnötig ich dacht dass soll Klasse 6 sein?

    Von Isabells80, vor 11 Monaten