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Säugetiere – Geburt und Aufzucht 05:14 min

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Transkript Säugetiere – Geburt und Aufzucht

Die Lebendgeburt ist kein Privileg der Säugetiere. Lebendgebärende Arten gibt es auch bei den Fischen, Amphibien und Reptilien. Die einzige Wirbeltierklasse, die sich ausnahmslos eierlegend fortpflanzt, sind die Vögel. Wichtig für die Entwicklung des Embryos ist, wie wir wissen, eine gleichbleibende Temperatur, welche im Körper der Mutter konstant gehalten wird. Das Organ in dessen Inneren das befruchtete Ei zu einem Embryo heranwächst wird „Gebärmutter” oder „Uterus” genannt. Je nach Aufbau dieses Organs unterscheiden wir drei verschiedene Untergruppen von Säugetieren. Kloakentiere, Beuteltiere und Plazentatiere. Die wohl urtümlichste Gruppe ist die der eierlegenden Säugetiere, Kloakentiere genannt, zu denen das Schnabeltier und der Lang-, sowie Kurzschnabeligel zählen. Die Entwicklung dieser in Australien und Neu Guinea lebenden Tiere ähnelt sehr denen von Reptilien und Vögeln. Die Milchabgabe für den Säugling findet auf der Bauchseite statt. In einem ovalen fellfreien Bereich endet jeder Ausführungsgang einer Milchdrüse auf der Haut. Es werden keine Zitzen ausgebildet, die Milch wird von den Jungen vom Milchfeld abgeleckt. Wenn von Beuteltieren die rede ist, so denken wir zunächst an Kängurus, sie sind aber nur eine Gruppe neben vielen anderen Beuteltiertypen. Ein gemeinsames Merkmal ist der Beutel, der jedoch in Form, Lage und Ausstattung von Art zu Art sehr unterschiedlich ist. Der Beutel ist eine Hauttasche in dessen Schutz der Nachwuchs heranwächst. Geboren werden Beuteltiere jedoch nicht im Beutel. Auch ihr Leben beginnt zunächst in der Gebärmutter, in der sich das befruchtete Ei zu einem Embryo entwickelt. In einem sehr frühen Entwicklungsstadium verlässt der Embryo die Gebärmutter. Der weniger als ein Gramm wiegende und noch blinde Embryo kriecht ohne fremde Hilfe und entgegen der Schwerkraft in den Beutel. Dort findet er eine Zitze an der er sich festsaugt und für die nächsten zwei bis drei Monate mit einer speziell für ihn produzierten Milch versorgt wird. Nach etwa einem halben Jahr verlässt das Junge den Beutel und kehrt bei Gefahr in diesen zurück. Im Alter von acht Monaten ist es zu groß für den Beutel, wird aber noch weitere vier Monate mit Milch versorgt. Diese kommt aus einer zweiten Zitze im Beutel der Mutter und hat eine andere Zusammensetzung. Die dritte und weltweit verbreitete Gruppe von Säugetieren, neben den Kloaken- und Beuteltieren, sind die sogenannten Plazentatiere. Vom lateinischen Wort „plazenta“, der Kuchen, im Deutschen Mutterkuchen genannt. Dieses Organ ist die Verbindung zwischen Mutter und Embryo bei den Plazentatieren. Die Embryonen werden in der Gebärmutter über die Plazenta ernährt. Der Mutterkuchen stellt den Stoff- und Gasaustausch zwischen der Mutter und ihrem Jungen her. Der Entwicklungsstand der Säugetierjungen ist sehr unterschiedlich. Unterscheidet man bei Vögeln zwischen Nesthockern und Nestflüchtern, so nennt man es bei Säugern Lager-, Lauf- und Tragjunge. Wie bei diesen Mäusen werden viele Säugetiere in einem nicht sehr weit entwickelten Zustand geboren. Sie können noch nichts sehen und sich kaum bewegen. Sie sind nackt, können daher ihre Körpertemperatur noch nicht regulieren, und sind auf die Hilfe ihrer Mutter angewiesen. Sie zählen wie Bären, Katzen und Kaninchen zu den Lagerjungen. Dieses Junge ist erst eine Stunde alt, aber schon erstaunlich fit. Es hat nicht nur die Augen offen und kann auf seinen Beinen stehen, sondern es kann schon laufen und seine Mutter, wenn nötig, begleiten. So wie dieses Kalb sind die meisten Jungen von Paar- und Unpaarhufern Laufjunge. Die Tatsache dieser fortgeschrittenen Entwicklung bei der Geburt verdanken sie zum einen der langen Tragzeit und zum anderen der niedrigen Wurfgröße. Im Wasser geborene Delfine und Wale müssen in einem hohen Reifegrad zur Welt kommen. Sie sind gezwungen sofort schwimmen und sich orientieren zu können, da sie unmittelbar nach der Geburt auftauchen müssen, um zu atmen. Anders ist es bei den Robben, sie werden an Land geboren und müssen das Schwimmen erst, so wie wir das Laufen, erlernen.

3 Kommentare
  1. Vielen Dank für dieses Video

    Von Ashaar, vor 11 Monaten
  2. Danke sehr hilfreich

    Von Tristan-Gabriel B., vor etwa 2 Jahren
  3. cool weiter so

    Von Roman Ionkin, vor mehr als 4 Jahren