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Das Fell der Säugetiere 04:51 min

Textversion des Videos

Transkript Das Fell der Säugetiere

Hallo. Haare haben für die Menschen oft eine große Bedeutung. Sie dienen als Hervorhebung von Individualität, als Körperschmuck, sind aber auch oft Störenfried und werden einfach entfernt. Bei Menschen ist an den meisten Körperpartien der Haarwuchs extrem reduziert. Haare haben somit, bis auf wenige Ausnahmen, kaum mehr eine wichtige Bedeutung für das Überleben. Bei den Tieren ist das anders. Für sie sind Haare oftmals sehr wohl überlebenswichtig. Aber nicht alle Tiere haben Haare, lediglich Säugetiere sind durch dieses besondere Körperkleid an ebenso besondere Lebensräume angepasst. Alle übrigen zeigen andere Anpassungen wie beispielsweise Federn oder Schuppen. Heute geht es jedoch um das spezielle Hautkleid der Säugetiere, um das Fell. Der Name Fell beschreibt die Haut von Säugetieren mit 50 bis 400 Haaren pro Quadratzentimeter. Beschaffung und Farbe sind dabei naturgegeben und die Funktionen sehr vielseitig. Doch was ist eigentlich Haar? Haare sind lange Hornfäden, welche tief in die Haut eingesenkt sind. Die Haarwurzel, vergleichbar mit der Wurzel der Pflanzen, liegt schräg in der Haut und verankert das Haar. Zudem findet dort das Wachstum statt durch Bildung neuer Haarzellen. Der herausragende Haarschaft besteht aus vorhandenen Zellen, die nicht mehr leben. In vier Phasen, vom Wachstum bis zum Haarausfall, werden unsere Haare in drei Tagen zirka einen Millimeter länger. Pro Kopf bedeutet dies ein durchschnittliches Wachstum von dreißig Meter Haar am Tag. Die Funktion von Haaren ist sehr vielfältig. Sie dienen dem Lichtschutz, der Wärmedämmung, dem Feuchtigkeitsschutz und der Feuchtigkeitsregulierung, der Tarnung, dem Imponieren und dem Drohen und der Verbreitung körpereigener Duftstoffe. Doch wie ist das Fell aufgebaut? Bei Menschen wächst pro Haarzwiebel ein Haar. Hier liegt der Unterschied zum Fell, aus dem pro Haarzwiebel mindestens zwei Haartypen herauswachsen. Um diese zwei Haartypen soll es nun gehen. Das Fell setzt sich zusammen aus dem Deckhaar, auch Fellhaar genannt, welches den Hauptteil des Fells bildet und die Fellfarbe bestimmt, und dem Wollhaar, auch Unterfell genannt. Dieses ist dünn gekräuselt und umgibt das Fellhaar. Bedeutend ist es hierbei vor allem für die Wärmeisolierung aufgrund der Dichte des Fells. Vergleichen kann man dies mit dem Flaum im Gesicht beim Menschen. Das Fell verschiedener Tiere ist oft in besonderer Weise an die entsprechenden Funktionen als Schutz, Sinnesorgan, Tarnung oder Kommunikation angepasst. Im Folgenden lernst du besondere Fellformen kennen, die die Vielseitigkeit darstellen und beschreiben, wie Fell den Tieren das Leben unter verschiedenen Umständen ermöglicht. Wir beginnen mit der Fellfarbe. Die Funktion als Tarnung, Warnsignal und Kommunikationsmittel wird hierbei vor allem durch Kontrast und Muster bestimmt. Ein Beispiel hierfür ist der Hase. Durch das Aufstellen des Schwanzes, der darunter weiß ist, wird dem Gegner eine eindeutige Drohgebärde deutlich. Eine weitere Anpassung sind die Sinneshaare. Hierbei wird durch Tasthaare Orientierung und Raumgefühl vermittelt wie beispielsweise durch die Schnurrhaare einer Katze. Wesentlich, vor allem in kälteren Regionen, ist der Fellwechsel. Hierbei wird die Behaarung jahreszeitlichen Witterungsbedingungen angepasst, wie beispielsweise das Winterfell des Polarfuchses. Hierbei kann unterschieden werden zwischen Farbwechsel oder vermehrtem Fellwuchs. Zwei sich gegenüberstehende Extreme findet man beim Langhaar, wie beispielsweise bei den Yaks, oder bei gänzlich fehlendem Haar, wie beim Nacktmull. Eine extreme und nicht offensichtliche Anpassung ist das Horn. Es besteht aus haariger, stark verhärteter Substanz, welche vergleichbar mit unseren Haaren ist. Ein Beispiel hierfür ist das Nashorn. anhand dieser verschiedensten Beispiele wird die Vielfältigkeit von Fell deutlich. Du weißt nun, dass Haare lange Hornfäden sind und sich das Fell der Tiere aus verschiedenen Haartypen zusammensetzt. Das Haarkleid der Säugetiere hat vielfältige Funktionen und ermöglicht den Tieren die Anpassung an verschiedene Lebensräume. Wenn du die Tiere in deiner Umgebung nun genauer betrachtest, wirst du sicherlich noch viele weitere Besonderheiten feststellen. Für heute war es das aber erstmal. Tschüss!

3 Kommentare
  1. Hallo Msoldatova,
    es freut uns, dass dir das Video gefallen hat!
    Schweine besitzen eine Sonderform der Haare, sogenannte Borstenhaare. Dabei handelt es sich um steife Deckhaare. Erst ab einer gewissen Haardichte (50 bis 400 Haare pro Quadratzentimeter) spricht man von einem Fell, auch bei Borstenhaaren. Die meisten Hausschweine besitzen kein Fell, sondern haben nur ein weniger dichtes Borstenkleid. Wildschweine (Aufgabe 4) haben dagegen ein dichtes Borstenkleid mit einem Unterfell, sie besitzen also ein Fell.
    Ich hoffe, dass ich dir damit weiterhelfen konnte. 
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 7 Monaten
  2. Gutes Video!
    Ich verstehe nur nicht warum bei der Übung 3 "steht" das Schweine Säugetiere ohne Fell sind. Doch bei der Übung 4 steht das Schweine Borsten haare besitzen.
    Gibt es einen Unterschied zwischen Fell und Borsten haar?

    Von Msoldatova, vor 7 Monaten
  3. gutes Video

    Von Vincenz, vor mehr als 3 Jahren

Das Fell der Säugetiere Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Das Fell der Säugetiere kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne Funktionen von Haaren.

    Tipps

    Der Eisbär lebt in der Arktis. Dort ist es sehr kalt. Das Fell ist sehr wichtig, damit er nicht erfriert.

    Biber sind oft im Wasser unterwegs. Das Fell ist sehr dicht, sodass es vor Wasser und Kälte schützt.

    Lösung

    Das Fell von Säugetieren besteht aus vielen Haaren. Diese übernehmen die unterschiedlichsten Funktionen wie:

    • Schutz vor UV- und Lichtstrahlung
    • Wärmedämmung und -isolierung
    • Schutz vor Feuchtigkeit
    • Tarnung
    • Imponieren
    • Drohen
    • Verbreitung von Duftstoffen
    • ...

  • Skizziere den Aufbau von Fell.

    Tipps

    Fellhaare sind länger als Wollhaare und bestimmen die Farbe des Fells.

    Die Wollhaare schützen das Tier vor Kälte und stehen daher sehr dicht beieinander.

    Lösung

    Als Fell wird die Haut von Säugetieren bezeichnet, das mit bis zu 400 Haaren pro cm² besetzt sein kann. Ist die Behaarung noch stärker, spricht man von Pelz.

    Das Fell besteht einerseits aus Deck- bzw. Fellhaaren. Diese sind sehr kräftig. Da sie den Hauptanteil des Fells bilden, bestimmen sie auch die Fellfarbe.
    Jedes Deckhaar wird von Wollhaaren (Unterfell) umgeben. Diese stehen dicht beieinander und schützen das Tier vor Kälte (Wärmeisolierung). Sie sind dünn und gekräuselt und mit dem Flaumhaar des Menschen vergleichbar.

  • Bestimme die Phasen des Haarwachstums.

    Tipps

    In der Ruhephase ist das Haar nicht mehr mit der Wurzel verbunden und fällt früher oder später aus.

    Lösung

    Jedes Haar unseres Körpers durchläuft bestimmte Phasen:

    1. In der Wachstumsphase wird ein neues Haar gebildet. Es wächst täglich rund 0,3 Millimeter, also etwa 1 mm in drei Tagen. Diese Phase dauert etwa 2-6 Jahre. 85 % unserer Kopfhaare befinden sich in der Wachstumsphase.
    2. In der Übergangsphase ist das Haarwachstum abgeschlossen. Das Haar trennt sich von der Haarwurzel. Die Übergangsphase, in der sich ca. 1 % unserer Kopfhaare befindet, dauert 2-4 Wochen.
    3. In der Ruhephase befinden sich etwa 18 % der Kopfhaare. Das Haar ist nicht mehr mit der Haarwurzel verbunden und wird somit nicht mehr mit Nährstoffen versorgt. In der 3 bis 5-monatigen Ruhephase wird ein neues Haar gebildet, welches das alte verdrängt. Das alte Haar wird von dem neuen weiter aus der Kopfhaut gedrückt, bis es schließlich ausfällt.
    Pro Tag fallen beim Menschen bis zu 100 Kopfhaare aus. Die Haarwurzeln, die in der Kopfhaut verbleiben, bilden im Normalfall wieder neue Haare aus und ersetzen die ausgefallenen.
    Wachsen die Haare nicht wieder nach, spricht man vom Haarausfall.

  • Untersuche, ob es sich beim Horn um eine spezielle Anpassung des Haares handelt.

    Tipps

    Knochen sind besonders hart. Sie bilden das Skelett aller Wirbeltiere (nicht nur der Säugetiere). Sie sind mit Blutgefäßen durchzogen, welche die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung gewährleisten. Knochen sind also kein lebloses Material.

    Elfenbein findet sich vor allem beim Elefanten, im weiteren Sinne aber auch z. B. beim Walross oder Flusspferd. Das Horn von Nashörnern und anderen Tieren besteht aus einem anderen Material.

    Das Wort Keratin kommt aus der griechischen Sprache. Es bedeutet Horn.

    Lösung

    Hörner bestehen aus Haaren? Das klingt zwar unglaubwürdig, aber Hörner bestehen tatsächlich aus dem gleichen Material wie Haare, nämlich Keratin (griech. Horn).

    Keratin ist ein Eiweiß bzw. Protein, aus dem viele Strukturen des Körpers aufgebaut sind, darunter Haare, Fingernägel, Zehennägel, Hufen, Krallen, Stacheln des Igels, Schnäbel und Federn.

    Obwohl Hörner sehr fest sind, enthalten sie keine Knochensubstanz und auch kein Elfenbein. Hörner können sich abnutzen und infolge von Kämpfen sogar abbrechen. Da das Material, aus dem Hörner bestehen, aber stetig wächst, wächst auch ein abgebrochenes Horn ein Leben lang nach.

    Übrigens sind Hörner und Geweihe nicht dasselbe. Das Geweih wird jedes Jahr gewechselt und besteht aus Knochensubstanz.

  • Prüfe, ob es sich bei den dargestellten Tieren um Säugetiere mit oder ohne Fell handelt.

    Tipps

    Nicht alle Säugetiere leben auf dem Land. Es gibt auch Säugetiere, die ihre Heimat im Wasser haben.

    Lösung

    Säugetiere säugen ihren Nachwuchs mit Milch und bringen ihren Nachwuchs in der Regel lebend zur Welt. Zudem tragen nur Säugetiere ein Fell. Allerdings hast du bestimmt gemerkt, dass gar nicht alle Säugetiere ein Fell tragen. Hier gibt es also Ausnahmen.

    Zu den Säugetieren ohne Fell zählen

    • Nacktmullen,
    • Elefanten,
    • Nilpferde,
    • Nashörner,
    • Hausschweine sowie
    • Delfine und Wale.
    Säugetiere mit Fell gibt es viele, darunter
    • Fledermäuse,
    • Tiger,
    • Giraffen,
    • Affen,
    • Hamster,
    • Schafe,
    • Bären,
    • Pferde sowie
    • die meisten Hunde und Katzen.
    Und der Mensch? Auch dieser ist ein Säugetier, welches kein Fell besitzt. Nur einige Hautregionen wie der Kopf sind etwas dichter behaart.

    Spinnen, Insekten oder Vögel sind gar keine Säugetiere.

  • Erkläre verschiedene Fellanpassungen.

    Tipps

    Die Haare eines Pinsels werden als Borsten bezeichnet.

    Dass Katzen schnurren, hat nichts mit ihren Schnurrhaaren zu tun.

    Tiere kommunizieren, also „sprechen“, durch ihre Fellfarbe. Stellen Hasen ihren Schwanz auf, wird darunter weißes Fell sichtbar. Dieses gilt als Warnsignal.

    Lösung

    Du siehst: Haar ist nicht gleich Haar. Schon beim allgemeinen Fellaufbau hast du gelernt, dass das Fell aus zwei verschiedenen Haararten aufgebaut ist (Deck- und Wollhaar). Nun wollen wir noch weitere Anpassungen von Fell und Haar zusammenfassen:

    • Die Fellfarbe ist bei vielen Tieren an die Umgebung angepasst, sodass sie in ihrem Lebensraum gut getarnt sind. Denke an den schneeweißen Schneehasen oder den sandfarbenen Löwen. Eine gute Tarnung ist sowohl für Räuber als auch für Beutetiere überlebenswichtig. Zudem kann eine bestimmte Farbe ein Warnsignal für andere Tiere sein oder Artgenossen anlocken.
    • Über das Jahr hinweg kann sich ein Lebensraum schon ziemlich verändern, vor allem, wenn im Winter Schnee liegt. Um die Tarnung über das Jahr hinweg zu gewährleisten, findet bei vielen Tieren ein Fellwechsel statt. So kann es passieren, dass ein Schneehase plötzlich ein bräunliches Fell hat.
    • Borsten-, Tast-, Lang- und Kurzhaare sind weitere Anpassungen, welche ganz bestimmte Aufgaben übernehmen. Alle haben gemeinsam, dass sie die Wahrscheinlichkeit des Überlebens verbessern, indem sie der Orientierung oder dem Schutz dienen.