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Säugetiere im Zoo 06:49 min

Textversion des Videos

Transkript Säugetiere im Zoo

Hallo. Schau Dir einmal diese Weltkarte an. Wo glaubst du, kommen diese Tiere her? Tiger, Elefant, Eisbär, Schimpanse, Gibbon, Giraffe und Löwe. Und kannst Du alle zuordnen? In diesem Video geht es um Säugetiere im Zoo. Du wirst mehr über die Lebensweise vieler Tiere auf der ganzen Welt erfahren. Wir werden uns anschauen, was artgerechte Tierhaltung heißt und welche Rolle Zoos im Tierschutz spielen können. Beginnen wir mit einem Rundgang durch den Zoo. Die Tiere haben ganz unterschiedliche Lebensweisen. Elefanten zum Beispiel ziehen in großen Gruppen umher, die von einem Weibchen angeführt werden. Nur dieses kennt die besten Wasser- und Futterstellen. Bis zu 20 Stunden verbringt ein Elefant mit der Suche nach Gras und Blättern, von denen er bis zu 150 Kilogramm am Tag verspeisen muss. Auch Löwen sind sehr gesellig. Sie jagen gemeinsam in Rudeln und erlegen Beute, die bis zu 250 Kilogramm wiegt. Ein anderes Raubtier, der Tiger, ist absoluter Einzelgänger. Er verteidigt alleine ein großes Revier. Andere Tiere wie der Gibbon ziehen als Familie durch die Baumkronen. Männchen und Weibchen singen im Duett, um andere Affen fernzuhalten. Sie haben lange Arme und Beine, mit denen sie sich leicht und schnell die Äste entlang hangeln. Auch Eisbären wandern die meiste Zeit alleine durch die raue Eislandschaft. Bis zu 80 Kilometer am Tag können die schweren Tiere zurücklegen. Sie jagen Meeressäuger, hauptsächlich Robben. Die sehr intelligenten Schimpansen hingegen sind Allesfresser. Sie sammeln Früchte und Nüsse, jagen aber auch beispielsweise andere Affen. Reine Pflanzenfresser sind Giraffen. Die bis zu 5 Meter hohen Tiere nutzen ihren langen Hals, um auch die am weitesten entfernten Blätter zu erreichen. So haben sie auch in trockenen Zeiten genug Nahrung. Du siehst also, dass jede Tierart ganz unterschiedliche Bedürfnisse hat. Eine artgerechte Tierhaltung beinhaltet spezielles Futter, in dem alle Vitamine und Stoffe enthalten sind, die das Tier braucht. Außerdem müssen die Gehege groß genug sein, damit der Drang nach Bewegung befriedigt wird. Gleichzeitig müssen die Anlagen Schutz vor Schäden und Verletzungen bieten. Bei der Zusammenstellung der Gruppe müssen die natürlichen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Fühlt sich ein Tier alleine, paarweise oder in großer Zahl wohl? Und schließlich brauchen die Tiere viel Beschäftigung, damit sie sich nicht langweilen. Eine Möglichkeit ist, das Futter gut zu verstecken, in Baumstämmen oder Spielzeug zum Beispiel. Für Eisbären wird Fisch und Fleisch in Eisblöcke eingefroren. Das kann nun langsam herausgepult werden und sorgt für Abkühlung im Sommer. Für Affen werden oft aufwendige Gehege mit vielen Bäumen und Seilen gebaut. Fässer, Säcke, Bälle und andere Spielzeuge dienen zum Verstecken, rollen und tollen. Elefanten wird oft ein kleines Schlammbad ermöglicht, damit sie ihre Haut bedecken und sich so vor Sonne und Insekten schützen können. Huftiere brauchen spezielle harte Böden, damit sich die Hufe abnutzen können. Im Tierschutz können Zoos eine Rolle spielen. Seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten werden nachgezüchtet und wieder ausgewildert. Zum Beispiel die Arabische Oryxantilope wurde so in ihrer ursprünglichen Heimat wieder ausgesetzt. Heute gibt es wieder über 2000 Tiere. Wichtig ist auch, dass Tierparks und Zoos über die Bedrohung vieler Arten aufklären und die Besucher für den Tierschutz begeistern. Die Kehrseite ist, dass es fast unmöglich ist, Wildtiere in Gefangenschaft artgerecht zu halten. Die Gehege sind immer kleiner als der natürliche Lebensraum und es können nicht alle Bedürfnisse abgedeckt werden. Durch die Langeweile kommt es zu Verhaltensstörungen. Papageien rupfen sich, Raubtiere trotten stundenlang am Käfigrand hin und her. Früher waren die Bedingungen noch viel schlimmer. Die Käfige waren winzig und die Ernährung falsch. So fütterte man Schimpansen zum Beispiel mit Bratwurst und Sauerkraut, was sie krank machte. Heute versucht man, die Tiere möglichst gesund und glücklich zu halten. Fassen wir noch einmal zusammen: Tierarten haben sehr unterschiedliche Lebensweisen, da sie in vielen verschiedenen Lebensräumen dieser Erde vorkommen. Bei einer artgerechten Tierhaltung muss auf spezielles Futter, die Gruppenzusammensetzung, viel Bewegung, Schutz und Beschäftigung geachtet werden. Obwohl Zoos im Tierschutz durch die Nachzucht und Auswilderung bedrohter Tierarten eine wichtige Rolle spielen, haben sie eine Kehrseite. Wilde Tiere in Gefangenschaft artgerecht zu halten, ist schwer. Schauen wir noch einmal auf unsere Weltkarte. Wo kommen all die Tierarten her über die du nun so viel gelernt hast? Tiger, asiatische Elefanten und Gibbons findest du in den asiatischen Ländern. Der Eisbär lebt in der Arktis. Giraffen, Löwen, Schimpansen und afrikanische Elefanten leben in verschiedenen afrikanischen Ländern. Tschüss.

1 Kommentar
  1. Schön erklärt und schön dargestellt :)

    Von Donnie, vor mehr als 4 Jahren

Säugetiere im Zoo Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Säugetiere im Zoo kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne die Säugetiere, die du in einem Zoo finden kannst.

    Tipps

    Den Asiatischen Elefanten kannst du gut vom Afrikanischen Elefanten unterscheiden, wenn du dir seine Ohren anschaust. Der Asiatische Elefant hat nämlich kleinere Ohren als der Afrikanische Elefant.

    Lösung

    Im Zoo kannst du viele verschiedene Tiere bestaunen. Zu finden gibt es dabei nicht nur Säugetiere, sondern z.B. auch Vögel, Reptilien, Insekten oder Spinnen. Die Namen aller Tiere zu kennen, ist aber gar nicht so einfach. Oder?

  • Fasse die Lebensweise verschiedener Säugetiere zusammen.

    Tipps

    Tiger sind immer alleine unterwegs. Sie leben in Asien und gehen meistens in der Dämmerung oder nachts auf die Jagd. Ihr Revier ist sehr groß.

    Bei welchem Tier handelt es sich um einen Pflanzenfresser?

    Lösung

    Du weißt nun einiges über die Lebensweise verschiedener Säugetiere. Bestimmt ist dir aufgefallen, dass nicht alle in Gruppen zusammenleben. Einige sind Einzelgänger und kommen nur zur Fortpflanzung mit Artgenossen zusammen.

    Außerdem fressen nicht alle Tiere alles. Im Gegenteil: Viele Tiere ernähren sich entweder ausschließlich von Fleisch (Tiger, Löwe) oder nur von Pflanzen (Giraffe). Nur einige Tierarten sind Allesfresser, wie Schimpansen.

    Natürlich kommt nicht jede Tierart überall auf der Welt vor. Einige leben nur auf einem Kontinent, andere kommen sogar nur in einem ganz bestimmten Bereich oder nur auf einzelnen Inseln vor. Der Lebensraum hängt meistens auch mit der Lebensweise zusammen. So leben Gibbons in Baumkronen. In kargen Gebieten wird man sie deshalb nicht antreffen. Und Eisbären sind eisige Temperaturen gewohnt. Deshalb findet man sie nur in der Arktis.

    Um einer artgerechten Tierhaltung möglichst nahe zu kommen, muss man über die Lebensweise der Tiere Bescheid wissen. Denn nur dann kann man ihre Bedürfnisse am ehesten erfüllen. Problematisch bleibt aber die Jagd und ein großer, natürlicher Lebensraum. In einem Zoo können die Gehege für einige Tiere gar nicht groß genug sein. Oder kannst du dir vorstellen, dass allein das Gehege eines Tigers weit größer ist als 1.000 Fußballfelder?

  • Schildere die Schwierigkeiten, die beim artgerechten Halten von Wildtieren auftreten können.

    Tipps

    Elefanten leben in ihrem natürlichen Lebensraum in Herden zusammen. Deshalb sollten sie in einem Zoo nicht allein gehalten werden. Die Gruppe und ihre Zusammensetzung ist bei jeder Tierart zu beachten.

    Anders als in ihrem natürlichen Lebensraum können die meisten Tiere in einem Zoo nicht jagen oder anderen Aktivitäten nachgehen.

    Lösung

    Einen Zoo zu gestalten, ist alles andere als einfach. Es ist sehr wichtig, dass Tiere artgerecht gehalten werden, damit sie sich wohlfühlen und nicht krank werden. Was muss man bei einer artgerechten Tierhaltung beachten?

    Besonders wichtig ist ein großes Gehege, in dem sich die Tiere ausreichend bewegen können. Dies ist natürlich nicht bei jedem Tier notwendig: Ein Elefant braucht natürlich viel mehr Platz als eine Schlange.
    Auch die Gestaltung des Geheges ist wichtig. Wüstentiere benötigen entsprechenden Sand, Elefanten schützen sich mit Schlammduschen vor Insekten und Affen benötigen Bäume, an denen sie sich entlang hangeln können.

    Jedes Tier bekommt spezielles Futter, welches Vitamine und alle benötigten Nährstoffe enthält. Hierbei ist es auch wichtig zu wissen, was die Tiere am liebsten essen und was überhaupt nicht. Einem Löwen kann man kein Heu vorsetzen und ein Elefant wird mit einem Steak nicht viel anfangen können.

    Tiger sind Einzelgänger. Elefanten oder Erdmännchen leben dagegen in Gruppen zusammen. Davon abhängig ist wiederum die Größe und Beschaffenheit des Geheges.

    Anders als in ihrem natürlichen Lebensraum können die meisten Tiere in einem Zoo nicht jagen oder anderen Aktivitäten nachgehen. Deshalb müssen sie beschäftigt werden, damit ihnen nicht langweilig ist. Meist passiert dies, indem das Futter versteckt wird oder Spielzeug bereitgestellt wird.

  • Vergleiche den Zoo mit anderen Anlagen, in denen Tiere gehalten, betrachtet und geschützt werden.

    Tipps

    In einem Wildpark leben einheimische Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum. In deutschen Wildparks finden sich vor allem Hirsche, Rehe und Wildschweine.

    Ein Nationalpark ist ein Schutzgebiet, das meist nur der natürlichen Entwicklung unterliegt.

    Lösung

    Es gibt viele Gebiete, in denen Tiere zur Zurschaustellung gehalten werden. Den Zoo (bzw. Zoologischen Garten) hast du bereits kennengelernt. Meist bezeichnen Begriffe wie Tierpark und Tiergarten das gleiche: Eine artgerechte Haltung von einheimischen und exotischen Wildtieren über einen bestimmten Zeitraum.

    Im Gegensatz dazu werden in Wildparks in der Regel nur einheimische Tiere gehalten. Außerdem sind ihre Gehege sehr naturbelassen. In deutschen Wildparks finden sich meist Wildschweine, Hirsche und Rehe.

    Nationalparks sind große Schutzgebiete, die die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt erhalten und schützen. Sie befinden sich meistens in entlegenen Gebieten und sehr naturnah.

    Alle Anlagen haben gemeinsam, dass sie den Natur- und Artenschutz sehr ernst nehmen. Denn viele Tiere sind vom Aussterben bedroht. Ohne Zoos und andere Parks wären Tierarten wie die Arabische Oryxantilope oder das Goldgelbe Löwenäffchen heute vermutlich ausgestorben.

  • Ordne die Säugetiere ihrem Lebensraum zu.

    Tipps

    Die Arktis umfasst die nördlichsten Regionen von Nordamerika, Europa und Asien. Hinzu kommt das mit Eis bedeckte Nordpolarmeer. Die Tiere, die auf dem Eis leben, sind gut an ihre Umgebung angepasst. Mit ihrem weißen Fell sind sie gut vor Feinden getarnt.

    Hier siehst du den australischen Kontinent. Typisch für seine Tierwelt sind die Beuteltiere. Dazu zählen Kängurus und der Koala.

    Auf dem Bild siehst du einen Orang-Utan. Heute leben sie nur noch auf den asiatischen Inseln Borneo und Sumatra. Auch Gibbons, ebenfalls Affen, bewohnen Wälder in Südostasien.

    Lösung

    Ist es nicht faszinierend, dass du so viele Tiere, die über die gesamte Erde verteilt leben, in einem Zoo bestaunen kannst? Auch hier fällt dir bestimmt auf, dass eine artgerechte Haltung gar nicht so einfach ist, da das Klima schließlich nicht überall gleich ist.

    In der Arktis findest du Eisbären, Polarfüchse oder Schneehasen. Typisch ist, dass ihr Fell schneeweiß ist. So sind sie gut getarnt.

    In Afrika ist es dagegen ziemlich heiß. Hier findest du andere Tiere wie Löwen, Zebras, Giraffen, den Afrikanischen Elefanten, Erdmännchen, Nashörner oder Antilopen.

    Auch in Asien findest du Elefanten. Sie werden als Asiatische Elefanten bezeichnet. Im Vergleich zum Afrikanischen Elefanten sind Asiatische Elefanten kleiner. Auch ihre Ohren sind kleiner. Daneben gibt es noch Tiger, Gibbons, Orang-Utans und viele weitere Tiere.

    Australien ist ein Kontinent, der schon lange Zeit von den anderen Kontinenten getrennt ist. Deshalb konnte sich dort eine ganz eigene Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. Typisch für den australischen Kontinent sind Beuteltiere. Dazu zählen Kängurus und Koalas. Außerdem gibt es hier eierlegende Säugetiere, sogenannte Kloakentiere. Dies ist auf der ganzen Welt einzigartig. Sonst kommt der Nachwuchs von Säugetieren lebend zur Welt. Ein Beispiel für ein Kloakentier ist das Schnabeltier.

  • Arbeite Aufgaben des Zoos heraus.

    Tipps

    Im Zirkus werden Wildtiere meistens in sehr engen Käfigen gehalten und manchmal sogar gequält. Ein Zoo würde deshalb vermutlich eher nicht mit einem Zirkus zusammenarbeiten, da hier eine artgerechte Haltung kaum gegeben ist.

    Viele Zoos sind wie ein großzügiger Garten bzw. Park angelegt. Sie dienen deshalb der Erholung.

    Lösung

    Ein Zoo hat vielfältige Aufgaben. Wir wollen diese noch einmal kurz zusammenfassen:

    • Bildung: Zoos sehen sich selbst, so wie Schulen auch, als Bildungseinrichtungen. Sie wollen Besuchern zeigen, wie vielfältig die Tierwelt ist. Viele Menschen haben nur durch den Zoo die Möglichkeit, diese Vielfalt zu erkennen. Und einen Löwen oder einen Eisbären in seinem natürlichen Lebensraum zu sehen, ist wohl den meisten Menschen nicht möglich.
    • Natur- und Artenschutz: Die Rote Liste an Tieren, die ausgerottet und fast ausgestorben sind, ist lang. Bedrohte Tierarten werden in Zoos durch Nachzucht erhalten und wieder ausgewildert. Ohne diese wichtige Arbeit wären heute einige Tierarten vollständig ausgestorben.
    • Forschung: Eine wichtige Aufgabe von Zoos besteht in der Forschung. Diese erstreckt sich beispielsweise über die Tiergartenbiologie und die Tiermedizin.
    • Erholung: Das Wort Zoo steht eigentlich für Zoologischer Garten. Da Zoos in der Regel wie ein Park mit großzügigen Grünflächen aufgebaut sind, dienen sie auch der Erholung der Besucher. Ein Zoobesuch ist zudem eine beliebte Freizeitbeschäftigung.