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Fortbewegung der Säugetiere 06:53 min

Textversion des Videos

Transkript Fortbewegung der Säugetiere

Hallo. Hast du schon mal gehört, wenn jemand sagt: “Die Katze schleicht auf leisen Sohlen.”? Genau genommen ist das nicht richtig. Eine Katze schleicht zwar leise, aber nicht auf ihren Sohlen, sondern auf ihren Zehen. In diesem Video lernst du die anatomischen Ursachen für die drei Trittarten Sohlengänger, Zehengänger und Spitzengänger kennen. Was bedeutet überhaupt Sohlengänger, Zehengänger und Spitzengänger? Hier erfährst du es. Fangen wir mal beim Menschen an. Wie sieht der Fußabdruck aus, den ein Mensch hinterlässt, wenn er barfuß zum Beispiel durch Sand läuft? Ungefähr so, stimmt’s? Du siehst, der Mensch tritt mit seiner gesamten Sohle auf. Der Mensch ist also ein Sohlengänger. So sieht der Fuß eines Menschen aus. Das vorne sind die Zehen. Dieser Bereich ist die Sohle. Der Mensch tritt also mit der gesamten Sohle. Der Vorteil dabei ist, dass die Standfläche groß ist und der Mensch deshalb gut auf zwei Füßen das Gleichgewicht halten kann. Du kannst ja mal probieren, was passiert, wenn du die Standfläche verkleinerst. Belaste mal nur die Zehen und Zehenballen. So ist es schon viel schwieriger die Balance zu halten, stimmt’s? Gibt es unter den Säugetieren noch andere Sohlengänger? Ja, es gibt sie. Zum Beispiel der Bär, der Dachs, der Igel oder der Affe. So sieht der Fußabdruck eines Dachses aus. Du siehst, auch er tritt mit der ganzen Sohle auf. Allerdings braucht er zum gehen vier Beine. Ein Affe kann sogar ganz gut auf zwei Beinen stehen, jedoch nicht so gut wie der Mensch. Das hängt damit zusammen, dass die Wirbelsäule eines Affen leicht nach vorne gekrümmt und das Becken leicht angekippt ist. Der Mensch hat eine Wirbelsäule mit Doppel-S-Krümmung und ein senkrechtes Becken. Darum geht der Mensch auf zwei Beinen so sicher. Der Bär kann sich auch auf zwei Beine stellen. Aber das macht er nur, wenn er neugierig ist, oder wenn er andere Bären durch seine Größe beeindrucken will. Du siehst, auch der Bär hat die gleiche Krümmung in der Wirbelsäule wie der Affe und das Becken steht auch schief. Darum kann der Bär nicht allzu lange auf zwei Beinen stehen. Soviel zu den Sohlengängern. Jetzt kannst du dir auch denken, was die Zehengänger sind. Das sind Tiere, die beim Gehen nur Zehen und Fußballen belasten. Zehengänger sind zum Beispiel Katzen und Hunde, Tiger und Hasen. Dafür sind die Fußballen von Zehengängern gut ausgebildet. So wird das Gewicht des Körpers abgefedert. Der Vorteil ist, dass man sich als Zehengänger leiser fortbewegen kann. Du kennst das sicher: Wenn du leise gehen willst, dann gehst du auf den Zehen, stimmt’s? Außerdem kann man als Zehengänger schneller losstarten, man ist immer auf dem Sprung. Das ist für Jäger, zum Beispiel Hunde, genauso wichtig wie für Gejagte, zum Beispiel Hasen. Außerdem rennt man als Zehengänger viel schneller. Schau dir dieses Bild an. Durch den aufgestellten Fuß verlängert sich sozusagen der Unterschenkel. Das heißt, dass man mit jedem Schritt eine längere Strecke zurücklegen kann und dadurch schneller ist. Du kennst das auch von dir selber. Wenn du sprintest, dann benutzt du automatisch nur deine Fußballen. Jetzt kannst du dir auch vorstellen, was die Fußspitzengänger, oder kurz Spitzengänger, sind. Richtig, das sind jene Tiere, die nur mit der Spitze ihrer Füße den Boden berühren. Das sieht dann so aus. Bestimmt erkennst du schon an diesem Bild, welche Tiere Spitzengänger sind. Zum Beispiel Pferde, Rehe, Rinder, Schafe oder Ziegen. Damit das Gewicht allein von den Zehenspitzen getragen werden kann, sind bei diesen Tieren die Zehennägel verhornt und oft sogar zu einer Hufe verwachsen. Auf den Hufen haben diese Tiere einen guten und festen Stand. Der Vorteil von Spitzengängern ist, dass ihre Schrittlänge noch größer wird. Dadurch können sie sehr schnell laufen – denke nur an das Pferd. Es gibt aber auch Tiere, wo du nicht vermuten würdest, dass es sich um Spitzengänger handelt. Ja, der Elefant. Der Elefant geht tatsächlich auf den Zehenspitzen. Damit er sein ganzes Gewicht auf den Spitzen tragen kann, hat sich drum herum freilich ein dickes Fettpolster gebildet. Jetzt hast du die drei Möglichkeiten kennengelernt, wie Säugetiere beim Gehen auftreten: Sohlengänger, Zehengänger und Spitzengänger. Eine Katze schleicht also auf leisen Zehen, um genau zu sein. Und ein Elefant geht gar auf Spitzen. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

5 Kommentare
  1. sehr sehr gut es wird mir bestimmt bei meiner bio lk helfen

    Von Scheibnerandrea, vor 5 Monaten
  2. cooles fragezeichen

    Von Flandresse, vor mehr als einem Jahr
  3. gut ;)gemacht

    Von Flandresse, vor mehr als einem Jahr
  4. WWWWWOOOOOOOWWWWWW !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Luis H., vor etwa 2 Jahren
  5. Sehr hilfreiches vidio

    Von Dheuer, vor fast 5 Jahren

Fortbewegung der Säugetiere Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Fortbewegung der Säugetiere kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, wie sich eine Katze fortbewegt.

    Tipps

    Betrachte die Abbildung genau!

    Lösung

    Die Katze ist ein Zehengänger. Sie tritt mit Zehen und Fußballen auf.

  • Gib an, welcher Fuß zu welchem Tier passt.

    Tipps

    Betrachte die Skelette und die Fußform genau.

    Rinder und Pferde sind beide Spitzengänger. Jedoch ist die Anzahl ihrer Zehen unterschiedlich: Rinder sind Paarhufer, denn sie haben zwei Zehen. Pferde gehören zu den Unpaarhufern, denn sie habe nur eine Zehe.

    Katzen sind Zehengänger.

    Lösung

    Hund und Katze sind Zehengänger. Sie treten mit Zehen und Fußballen auf. Zu den Sohlengängern gehört der Mensch. Er tritt mit der ganzen Sohle auf. Das Rind tritt nur mit den Zehenspitzen auf. Es ist ein Spitzengänger, seine Zehennägel sind verhornt. Das Pferd ist ebenfalls ein Spitzengänger, dabei entspricht sein Huf einem verhornten Zehennagel.

  • Stelle dar, wie sich die Tiere fortbewegen.

    Tipps

    Betrachte die Bilder und überlege, mit welchem Teil des Fußes die Tiere auftreten.

    Zehengänger bewegen sich leise fort und können schnell starten.

    Sohlengänger treten mit der gesamten Sohle auf.

    Lösung

    Hund, Hase und Tiger sind Zehengänger. Sie treten mit Zehen und Fußballen auf. Sohlengänger sind Dachs, Affe und Bär. Sie treten mit der gesamten Fußsohle auf. Reh, Elefant und Ziege gehören zu den Spitzengängern, sie treten nur mit der Fußspitze auf.

  • Erläutere, was du für gesunde Füße tun kannst.

    Tipps

    Zu enge aber auch zu große Schuhe führen oft zu Druckstellen.

    Gute Durchblutung und Kräftigung sind für deine Füße wichtig.

    Gut für deine Füße sind möglichst natürliche Bewegungsabläufe. Überlege dir, wann dies möglich ist und wann nicht.

    Lösung

    Deine Füße freuen sich über

    • passende Schuhe, also weder zu klein noch zu groß,
    • Schuhe mit flachen Absätzen,
    • Fußmassage und Fußgymnastik,
    • barfuß laufen und
    • angemessene Pflege.

  • Erläutere die Eigenschaften der verschiedenen Fortbewegungsarten.

    Tipps

    Überlege dir, welche Tiere zu welcher Trittart passen.

    Viele Jäger sind Zehengänger, denn sie müssen besonders schnell starten, um Beute zu machen.

    Lösung

    Bär, Mensch und Igel sind Sohlengänger. Da sie mit der gesamten Sohle auftreten, haben sie eine große Standfläche und können gut das Gleichgewicht halten. Katze, Hund und Tiger sind Zehengänger. Ihre Vorteile sind die leise Fortbewegung und die *schnellen Starts – Eigenschaften, die für Jäger besonders wichtig sind. Spitzengänger wie Pferd, Rind oder Ziege haben einen festen Stand, die große Schrittlänge ermöglicht schnelles Laufen.

  • Erkläre die anatomischen Voraussetzungen für den aufrechten Gang des Menschen.

    Tipps

    Das Skelett des Menschen hat sich so entwickelt, dass der aufrechte Gang möglich ist. Dazu gehört eine speziell geformte Wirbelsäule.

    Für den aufrechten Gang ist eine große Standfläche und gutes Gleichgewicht notwendig.

    Lösung

    Wenn man überlegt, welche Eigenschaften der Mensch für den aufrechten Gang benötigt, erkennt man, dass es vorteilhaft ist, wenn

    • die Wirbelsäule eine Doppel-S-Form hat,
    • das Becken senkrecht steht und
    • mit der gesamten Sohle aufgetreten wird, um eine große Standfläche und Stabilität zu erreichen.