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Der Delfin – Säuger in Fischgestalt 07:08 min

Textversion des Videos

Transkript Der Delfin – Säuger in Fischgestalt

Hallo. Hast Du gewusst, dass Delfine beim Schlafen ein offenes und ein geschlossenes Auge haben? Sie lassen immer nur eine Gehirnhälfte einschlafen, die andere bleibt wach. Das ist so, weil sie zum Atmen immer wieder an die Wasseroberfläche müssen. Außerdem können Sie so Angreifer früher entdecken. In diesem Video geht es um Delfine. Du wirst lernen, warum der Delfin kein Fisch, sondern ein Säugetier ist, welche spannenden Anpassungen er an das Leben im Wasser hat, wie sich Delfine verhalten und welche Arten es gibt. Delfine sind Säugetiere. Sie bringen lebende Jungen zur Welt, die sie säugen. Auch atmen sie mit Lungen und nicht mit Kiemen, wie Fische. Deshalb müssen sie immer wieder auftauchen, um über das Spritzloch an der Oberseite Luft zu holen. Weiter gehören sie zu den Walen. Da sie, anders als die meisten Wale, Zähne haben, nennt man sie Zahnwale. Ihr Körperbau ist perfekt an das Leben im Wasser angepasst. Die Vordergliedmaßen, also die Vorderbeine oder Arme anderer Säuger, sind zu Flossen umgebildet. Sie heißen Flipper. Die Hintergliedmaßen bestehen nur noch aus Knochenresten und liegen im Körper. Als Tarnung ist ihre Körperunterseite meist weiß, der Rücken ist graublau oder schwarz. Somit sind sie von unten und von oben schwer zu sehen. Ganze 60 Stundenkilometer erreichen Delfine mithilfe ihrer Schwanzflosse, der Fluke. Diese wird von einem kräftigen Muskel angetrieben, der sich vom Kopf bis zum Schwanz erstreckt. Die Finne stabilisiert beim Schwimmen. Auch der stromlinienförmige Körper und die kleinen Öltröpfchen in der Haut ohne Fell machen sie schneller. Sie verringern den Wasserwiderstand. Die Knochen enthalten ebenfalls Öl und sind dadurch leichter. Da es im offenen Meer sehr kalt ist, haben Delfine eine dicke Speckschicht. Wie Fledermäuse nutzen Sie ein Echolotsystem. Sie stoßen Ultraschallschreie aus. Treffen diese auf Hindernisse oder Beutetiere, kommt ein Echo zurück. Bein Verhalten fällt auf, wie sozial und intelligent Delfine sind. In sogenannten Schulen, großen Gruppen aus bis zu 1000 Tieren, ziehen sie durch die Meere und Ozeane. Gemeinsam kreisen sie Fischschwärme ein oder treiben sie an Küsten zusammen. Fische sind ihre Hauptnahrung. Schwache Jungtiere und verletzte Artgenossen werden von Familienmitgliedern an der Wasseroberfläche gehalten, damit sie nicht ertrinken. Auch Menschen wurden auf diese Weise von Delfinen gerettet. Die Babys bleiben bis zu sechs Jahre bei der Mutter, um das komplexe Verhalten zu erlernen. Sehr elegant und schön sind die Sprünge, bei denen Delfine kraftvoll aus dem Wasser und hoch in die Luft schießen. Das ist ihr Spielverhalten und dient der Verständigung in der Gruppe. Untereinander teilen sie sich über tiefe Töne, laute Pfiffe, Quietschen, Quieken und Klicken mit. Vielleicht hast im Urlaub schon mal gesehen, wie eine Delfingruppe neben Eurem Boot hergeleitet. Sie nutzen die Druckwellen von Booten und großen Walen zum Wellenreiten. Es gibt über 40 Delfinarten. Im Mittelmeer zum Beispiel gibt es den bekannten Großen Tümmler, den Blau-Weißen Delfin, den Rundkopfdelfin mit der kurzen Nase und eine Art, die einfach nur Delfin heißt. Sie haben große gelbe Flecken an den Seiten. Außerhalb von Europa gibt es viele weitere Arten, die ganz unterschiedlich aussehen. Den gepunkteten Schlankdelphin, den Commerson- Delfin und den Irawadi-Delfin zum Beispiel. Manche Arten leben auch in Flüssen, also, im Süßwasser. Leider sind viele Arten gefährdet, da sie in großen Schulen zusammenkommen und Fischschwärme jagen, verfangen sich oft in den Fangnetzen großer Fischerboote. Auch werden sie gejagt, weil sie den Fischern Konkurrenz machen. Genauso traurig ist das Leben vieler Delfine in Zoos und sogenannten Delfinarien. Für die Unterhaltung der Zuschauer fristen sie ein trostloses Leben in viel zu kleinen Becken. Sie können ihr vielfältiges Jagd- und Sozialverhalten kaum ausleben. Fassen wir nochmal zusammen: Delfine sind Säugetiere und gehören zu den Zahnwalen. Sie atmen mit Lungen. Ihre Vordergliedmaßen sind Flossen, sogenannte Flipper. Die Hintergliedmaßen sind zurückgebildet. Die Fluke sorgt für Antrieb beim Schwimmen und springen. Durch Anpassungen, wie den stromlinienförmigen Körper und die felllose Haut mit eingelagerten Öltröpfchen, sind sie bis zu 60 Stundenkilometer schnell. Besondere Anpassungen sind eine dicke Speckschicht und das Echolotsystem. Delfine haben ein sehr soziales und intelligentes Verhalten. Sie leben in Gruppen, sogenannten Schulen. Gemeinsam jagen sie Fische, das ist ihre Hauptnahrung. Verständigen tun sie sich über verschiedene Pfiffe, sowie Quietsch -und Klicklaute. Oft springen sie hoch aus dem Wasser oder Reiten auf Wellen. Delfine können sehr unterschiedlich aussehen. Es gibt über 40 verschiedene Arten, die in fast allen Meeren und Ozeanen auf dieser Welt zu finden sind. Besonders bekannt ist der Große Tümmler. Jetzt weißt Du mehr über diese faszinierenden Tiere. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

1 Kommentar
  1. Sehr spannend, genau und gut erzählt.
    Danke!

    Von Msoldatova, vor 5 Monaten

Der Delfin – Säuger in Fischgestalt Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Der Delfin – Säuger in Fischgestalt kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die Anpassungen der Delfine an das Leben im Wasser.

    Tipps

    Die Fluke dient vor allem dem Vortrieb im Wasser.

    Die Finne ragt oft aus dem Wasser.

    Lösung

    Die Finne ist oben am Delfin zu finden und bezeichnet die Flosse. Sie hat eine typische Dreiecksform und dient dem Delfin zur Stabilisierung und Bewegung im Wasser.

    Die Fluke ist die Schwanzflosse. Sie dient vor allem dem Vorankommen im Wasser.

    Die Brustflosse wird als Flipper bezeichnet.

  • Beschreibe das Verhalten von Delfinen.

    Tipps

    Die Delfingruppen sind oft bis zu 1000 Tieren groß.

    Lösung

    Zwei Aussagen waren nicht richtig:

    • Die Delfine ziehen in großen Gruppen durch das Meer. Diese bezeichnet man allerdings nicht als Rudel, sondern als Schule.
    • Das Jungtier bleibt bis zu 6 Jahren bei der Mutter. In dieser Zeit lernt es alles, was es zum Überleben benötigt.
  • Benenne einen Vorteil, den Delfine gegenüber anderen Tieren besitzen.

    Tipps

    Auch die Fledermäuse finden so ihre Beute.

    Lösung

    Delfine können im trüben Wasser ihre Beute gut ausmachen. Sie orten ihre Beute über ein Echolotsystem. Dabei senden sie für uns unhörbare Rufe aus und erkennen die Schallwellen, die als Echo von Gegenständen oder Tieren zurückgeworfen werden.

  • Erläutere den Aufbau einer Delfinflosse.

    Tipps

    Der Handwurzelknochen liegt zwischen dem Unterarmknochen und dem Mittelhandknochen.

    Lösung

    Der Grundaufbau des Extremitätenskeletts ist bei allen Säugetieren gleich.

    Hier siehst du links die Delfinflosse und rechts das Bein eines Huftiers. Wie du der Abbildung entnehmen kannst, ist der Grundaufbau der gleiche: Oberarmknochen (blau), Unterarmknochen (gelb), Handwurzelknochen (grün), Mittelhandknochen (rot) und Fingerknochen (schwarz).

  • Bestimme Merkmale der Fische und der Delfine

    Tipps

    Gleichwarm bedeutet, dass die Tiere ihre eigene Körperwärme produzieren können. Ihre Körpertemperatur ist unabhängig von der Umgebungstemperatur.

    Fische laichen im Wasser ab.

    Lösung

    Delfine sind Säugetiere. Sie atmen über Lungen und müssen daher regelmäßig auftauchen. Ihre Schwanzflosse steht waagerecht. Ihre Jungtiere ernähren sie über Milchdrüsen mit Muttermilch. Delfine sind gleichwarme Tiere, das bedeutet, ihre Körpertemperatur hängt nicht von der Umgebungstemperatur ab.

    Fische, wie zum Beispiel die Forelle oder der Lachs, sind wechselwarm. Das bedeutet ihre Körpertemperatur hängt von der Umgebungstemperatur ab. Das Atmungsorgan der Fische sind die Kiemen. Mit ihnen können die Tiere gelösten Sauerstoff, der sich im Wasser befindet, aufnehmen. Sie müssen also nicht, wie der Delfin oder andere Meeressäuger, zum Luftholen auftauchen. Fische sind getrenntgeschlechtlich. Das bedeutet, dass das männliche Tier Spermien produziert und das weibliche die Eier bildet. Die Befruchtung findet außerhalb des Körpers des Weibchens statt, hierbei spricht man auch von der äußeren Befruchtung. Das Weibchen legt demnach erst die unbefruchteten Eier ab und anschließend werden sie von dem Männchen befruchtet. Auch eine Brutpflege gibt es bei den meisten Fischen nicht.

  • Ermittle, wodurch der Lebensraum der Delfine gefährdet wird.

    Tipps

    Delfine besitzen ein sehr gutes Gehör und Schiffe können oft sehr viel Lärm machen.

    Lösung

    Die Bedrohung für Delfine hat in den letzten Jahren zugenommen. Neben den Fangnetzen gibt es weitere Gefahrenquellen für die Tiere. Dazu zählt die Lärmbelästigung, die vom Schifffahrtsverkehr ausgeht oder auch die zunehmende Verschmutzung der Meere.

    Jeder einzelne von uns kann helfen, den Lebensraum Meer zu erhalten, zum Beispiel indem wir Plastikmüll, so gut es geht, vermeiden. Auch sollte darauf geachtet werden, welchen Fisch man isst. Einige Fische sind bereits bedroht und sollten nicht mehr gefischt bzw. gegessen werden.