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Wale – vom Land ins Wasser 05:23 min

Textversion des Videos

Transkript Wale – vom Land ins Wasser

Kennst du dieses Tier? Richtig! Das ist ein Blauwal. Er kann über 30 Meter lang werden und ist das größte Tier der Erde. Es gibt viele Walarten. Auch die Delfine gehören dazu. Häufig werden Wale auch Walfische genannt. Das ist aber nicht richtig. Wale sind nämlich keine Fische, sondern Säugetiere. Sie sind eng verwandt mit Paarfhufern wie Giraffen und Nilpferden. Kannst du dir das vorstellen?

Wale sind aus den an Land lebenden Säugetieren entstanden. Wie es dazu gekommen ist, möchte ich dir in diesem Film erklären. Ich werde dir auch erklären, welche Säugetiermerkmale Wale aufweisen und worin ihre Angepasstheit an das Leben im Wasser besteht.

Unterschiede Fisch und Säugetier

Wale sind keine Fische, sondern Säugetiere. Das weißt du nun schon. Worin unterscheiden sie sich aber von Fischen? Sie können lange tauchen, atmen aber über eine Lunge und nicht über Kiemen wie Fische. Wale müssen also regelmäßig auftauchen, um Luft zu holen. Außerdem sind Wale gleichwarm. Fische sind wechselwarm.

Während Fische Eier legen, aus denen ihre Nachkommen schlüpfen, gebären Wale lebend und säugen ihre Jungen, die auch Kälber genannt werden, mit Milch. Du siehst also, Wale sind eindeutig Säugetiere und keine Fische! Wie haben sich die Wale aber entwickelt? Das erkläre ich dir nun.

Entwicklung zum Wal

Säugetiere gibt es wahrscheinlich seit über 100 Millionen Jahren. Das belegen Fossilfunde. Durch Fossilfunde konnte auch belegt werden, dass es Wale bzw. Walvorfahren erst seit 40-50 Millionen Jahren gibt. Deshalb gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Wale aus den an Land lebenden Säugetieren hervorgegangen sein könnten.

Die Entwicklung erfolgte in Form von Übergangsformen oder so genannten Brückentieren. Sie lief wahrscheinlich folgendermaßen ab: Bestimmte Landsäugetiere hielten sich an Ufern auf, um dort Tiere zu jagen, die zum Trinken kamen. Bekannt ist hier der Pakicetus, ein Vierbeiner, etwa so groß wie ein Wolf. Sein Skelett ähnelt dem der heute lebenden Paarhufer. Das sind z.B. Giraffen und Nilpferde.

Er jagte am und wahrscheinlich auch teilweise im Wasser. Der Nachfahre von Pakicetus heißt Ambulocetus und hielt sich bereits mehr im Wasser auf. Er jagte wahrscheinlich aus dem Wasser heraus trinkende Tiere. Wahrscheinlich ging er bereits im Wasser auf Beutefang. Das belegen seine Schwimmhäute, die ihn sich schnell im Wasser fortbewegen ließen. Sein Skelett lässt darauf schließen, dass er sich an Land nur noch robbend fortbewegen konnte.

Er war viel größer als Pakicetus, nämlich etwa 4 m lang. Ambulocetus wird auch als laufender Wal oder Urwal bezeichnet. Weitere Übergangsformen entwickelten immer kleinere Hinterbeine. Die Vorderbeine wurden Flossen immer ähnlicher. Sie lebten wahrscheinlich die meiste Zeit im Wasser. Sie bewegten sich mit Hilfe ihres Schwanzes fort, der einer Schwanzflosse, die bei heutigen Walen Fluke genannt wird, immer ähnlicher wurde.

Das für Säugetiere typische Fell wurde durch eine Fettschicht ersetzt und die Lebewesen erlangten die für das Leben im Wasser günstige Stromlinienform. So entwickelten sich Säugetiere, die ihr gesamtes Leben im Wasser verbrachten.

Ein durch Fossilfunde bekannter sehr früher Wal, der sein Leben auf offener See verbrachte, war Dorudon. Er wurde ca. 5 m lang und ähnelt den heute lebenden Delfinen. Die beschriebene Entwicklung ging aber nur sehr langsam vor sich. Du weißt sicher schon, dass neue Merkmale durch Mutationen, also kleine Veränderungen in der DNA, entstehen und oft nur sehr kleine Veränderungen darstellen. Der Weg vom Landleben zum Wasser hat etwa 10 Millionen Jahre gedauert.

An Land können Wale spätestens seit Dorudron nicht mehr überleben. Sie trocknen aus oder werden von ihrem eigenen Körpergewicht erdrückt. Sie können sich an Land nicht fortbewegen und ihre gut isolierende Speckschicht führt an Land schnell zu Überhitzung. Wale sind durch ihre Stromlinienform, die Flossen und die Fettschicht perfekt an das Leben im Wasser angepasste Säugetiere.

Zusammenfassung

In diesem Video hast du gelernt, dass Wale keine Fische sind, sondern Säugetiere. Du hast erfahren, was sie als Säugetiere auszeichnet und worin sie sich von Fischen unterscheiden. Weiterhin habe ich dir erklärt, wie Wale durch Übergangsformen wie Pakicetus und Ambulocetus aus den Landsäugetieren entstanden sind.

Du hast auch gelernt, dass Wale mit ihrer Fettschicht, den Flossen und der Stromlinienform perfekt an das Leben im Wasser angepasst sind.

12 Kommentare
  1. sehr gut

    Von User19751, vor mehr als einem Jahr
  2. ich finde das Video sehr spannend und lehrhaft . ich würde gerne immer solche Videos anschauen .

    Von Paivi R., vor mehr als einem Jahr
  3. @Lia M,
    welche Stelle im Video war denn unverständlich?

    Von Karsten Schedemann, vor mehr als einem Jahr
  4. Ich finde es schlecht erklärt

    Von Nils M., vor mehr als einem Jahr
  5. Hallo M. Der Ambulocetus (als Tierart), der ab 2:36 gezeigt wird, ist vereinfacht gesagt der Nachfahre des Pakicetus und Vorfahre aller heutigen Wale. Er war ein Säugetier, das teilweise im Wasser gelebt hat und teilweise an Land.

    Von Deleted User 381349, vor mehr als einem Jahr
  1. was ist der ambolozätus

    Von M Herkenrath, vor mehr als einem Jahr
  2. Gutes Video

    Von Marypepper, vor fast 2 Jahren
  3. Schön

    Von Sami K., vor mehr als 2 Jahren
  4. lolig

    Von A C Kaiser, vor mehr als 3 Jahren
  5. geil#super swag

    Von Serpiltozlu, vor fast 4 Jahren
  6. Gutes video

    Von Istanbulreklame, vor mehr als 4 Jahren
  7. Cool

    Von Eric290594, vor mehr als 4 Jahren
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Wale – vom Land ins Wasser Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wale – vom Land ins Wasser kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme Merkmale, die Wale von Fischen unterscheiden.

    Tipps

    Wale sind Säugetiere, das heißt, sie säugen ihre Jungen mit Milch.

    Wale atmen über eine Lunge. Um Luft zu holen, müssen sie immer wieder auftauchen.

    Lösung

    Wale sind keine Fische, sondern Säugetiere. Sie können zwar lange tauchen, atmen aber über eine Lunge und müssen deshalb auch immer mal wieder auftauchen, um Luft zu holen. Fische atmen über ihre Kiemen und müssen nicht auftauchen, um zu atmen.

    Wale sind gleichwarme Tiere, Fische hingegen sind wechselwarm. Wale gebären ihre Nachkommen lebend und säugen mit Milch. Fische hingegen legen Eier.

  • Erkläre, durch welche Merkmale die Wale perfekt an das Leben im Wasser angepasst sind.

    Tipps

    Würden einem Wal große Augen bei einem Leben im Wasser nützlich sein?

    Eine Fettschicht schützt die Meeressäuger vor Unterkühlung.

    Lösung

    Wale sind Säugetiere. Sie sind durch ihre Stromlinienform und ihre Flossen an das Leben im Wasser angepasst. Mit ihren Flossen und ihrer angepassten Körperform können sie sich im Wasser gut fortbewegen.

    Die Fettschicht, die bei Robben und Walen, als Blubber bezeichnet wird, schützt die Meeressäuger vor Unterkühlung. Wale sind gleichwarm, müssen ihre Körpertemperatur also durch eigene Wärmeproduktion konstant halten. Da das Wasser eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit hat, würde die Körperwärme der Meeressäuger ohne Fettschicht schnell abtransportiert werden.

  • Beschreibe die Entwicklung der Wale.

    Tipps

    Pakicetus lebte vor Ambulocetus:

    Das Skelett des Pakicetus ähnelt den heute lebenden Paarhufern.

    Lösung

    Der Wal entwickelte sich vermutlich aus Tieren, die an Land lebten. Ein sehr früher Vorfahre der Wale war Pakicetus. Dies war ein Tier, dessen Skelett unseren heutigen Paarhufern ähnelt. Er jagte am und im Wasser nach Tieren, die an das Ufer zum Trinken kamen. Aus ihm entwickelte sich vermutlich Ambulocetus, der auch als Urwal bekannt ist. Er jagte bereits aus dem Wasser heraus, was seine Schwimmhäute belegen. Ein sehr früher Wal war Dorudon. Bei ihm hatten sich die Hinterbeine bereits stark verkürzt, eine Schwanzflosse hatte sich entwickelt und das Fell war durch eine Fettschicht ersetzt worden.

  • Beschreibe, wodurch der Walbestand bedroht wird.

    Tipps

    1946 wurden die ersten Regelungen getroffen, die den Walfang einschränken sollten.

    Wale sind sehr große Tiere. Der Blauwal ist das größte und schwerste bekannte Tier auf der Welt.

    Lösung

    Der Bestand der Wale in unseren Weltmeeren geht stetig zurück. Dies liegt zum einen an den Umwelteinflüssen, die für die Wale immer schlechter werden und zum anderen daran, dass durch Fischerei und ein mittlerweile hohes Maß an Giftstoffen in unseren Ozeanen die Wale sehr gefährdet sind.

    Hinzu kommt, dass einige Nationen immer noch Walfang betreiben. Seit 30 Jahren herrschen strikte Verbote und Gesetze, um den Walbestand zu schützen. Allerdings halten sich nicht alle Länder an diese Auflagen.

    Auch Delfinarien stellen eine große Bedrohung für die zu den Walen gehörenden Delfine dar. Sie werden dort nicht artgerecht gehalten, da sie weder genügend Platz noch lebendes Futter zur Verfügung haben.

  • Benenne verschiedene Wale.

    Tipps

    Auch die Delfine gehören zu den Walen.

    Der Belugawal wird auch als Weißwal bezeichnet.

    Lösung

    Die Wale gehören zu den Säugetieren. Es gibt zahlreiche verschiedene Arten.

    Zu den bekanntesten aller Wale gehört der Blauwal. Er ist bis zu 33 Meter lang und hat eine Körpermasse von bis zu 200 Tonnen. Er ist das größte und schwerste bekannte Tier. Der Orca wird auch als Schwertwal bezeichnet und ist die größte Art der Delfine. Die Delfine gehören zur Gruppe der Wale.

    Weitere Arten der Wale sind der Finnwal und der Belugawal.

  • Definiere den Begriff Mutation.

    Tipps

    Mutationen sind nie geplant.

    Sie können durch Radioaktivität und UV-Licht ausgelöst werden.

    Lösung

    Beim Ablesen der Gene kann es immer wieder zu Veränderungen kommen. Dies passiert zufällig und ist nicht geplant. Es kann aber auch äußere Auslöser für eine solche Veränderung geben, zum Beispiel durch radioaktive Strahlung. Diese Veränderungen können zu unterschiedlichen Merkmalen führen, wie beispielsweise die Farbe der Augen. Durch Mutationen sind die Individuen einer Art nicht alle gleich, sondern variieren in ihren Genen und oft auch in ihrem Aussehen.

    So haben Mutationen vermutlich auch zur Entwicklung der Wale beigetragen.