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Die Vögel am Fluss

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Team Wissenswelt
Die Vögel am Fluss
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Grundlagen zum Thema Die Vögel am Fluss

Inhalt

Die Vögel am Fluss – Biologie

Es leben viele unterschiedliche Wasservögel an einem Fluss. Dabei besetzt jede Art ihre eigene ökologische Nische. Das bedeutet, dass verschiedene Tierarten in demselben Lebensraum zusammenleben, ohne sich gegenseitig zu verdrängen. Man spricht dabei auch von der sogenannten Koexistenz.

Wie sieht ein Wasservogel aus?

Die Wasservögel, die in Koexistenz zusammenleben, haben unterschiedliche Nahrungsquellen und können sich so den Lebensraum am See teilen. Es gibt also zum Beispiel pflanzen- und fleischfressende Wasservögel. Doch was für Wasservögel gibt es überhaupt? Und was fressen Vögel am Wasser?

In diesem Lerntext erfährst du einfach erklärt, welche Vögel als Wasservögel bezeichnet werden und wieso es unter vielen Vogelarten am Wasser kaum zu Nahrungskonkurrenz kommt.

Was sind Wasservögel? – Definition

Zu den Wasservögeln zählen verschiedene Vogelgruppen, die oft nicht näher miteinander verwandt sind und häufig auf oder im Wasser schwimmend zu finden sind. Sie besitzen Anpassungen ans Wasser wie zum Beispiel Schwimmhäute zwischen den Zehen.

Einige Vogelfamilien, zu denen viele einheimische Wasservögel gehören, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Familie Beispiele für Vogelarten
Entenvögel Enten, Schwäne
Ruderfüßer Pelikane, Kormorane
Lappentaucher Haubentaucher, Zwergtaucher

Wasservögel, die ihren Lebensraum am Meer haben, heißen See- oder Meeresvögel. Sie werden für gewöhnlich nicht als Wasservögel bezeichnet.

Wie kann man Wasservögel bestimmen?

Möchte man in Deutschland lebende Wasservögel bestimmen, kann zum Beispiel ein Bestimmungsschlüssel für Wirbeltiere weiterhelfen. Einige Merkmale der Vögel, wie zum Beispiel die Form des Vogelschnabels, sind bei der Bestimmung besonders hilfreich. Der Schnabel gibt Hinweise darauf, wovon sich eine bestimmte Vogelart ernährt. Bei den wichtigen Bestimmungsmerkmalen der Wasservögel lohnt sich auch ein Blick auf ihre Füße. Tauchvögel und schwimmende Vögel besitzen nämlich Schwimmfüße mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen.

Was gibt es für Wasservögel? – Beispiele

Eine Übersicht über einige heimische Wasservögel am Fluss, deren Nahrung, Schnabelform und Besonderheiten findest du in der folgenden Tabelle.

Name Nahrung Schnabel Besonderheit
Graureiher
(Ardea cinerea)
Sie jagen im flachen Uferbereich Fische. Die Jungvögel werden mit Fischen, Fröschen, Mäusen und Insekten gefüttert. langer, spitzer Schnabel wie ein Speer Befinden sich hohe Bäume in der Nähe des Gewässers, baut er dort sein Nest.
Kormoran (Phalacrocorax carbo) Sie fressen Fische aus tieferen Bereichen des Gewässers. lang, relativ hoch und an der Spitze scharf hakenförmig an Küsten oder größeren Gewässern das ganze Jahr anzutreffen
Stockenten (Anas platyrhynchos) Wasserpflanzen, Insektenlarven, Schnecken und kleine Krebse in Flachwasserzonen Siebschnabel häufig vorkommender Wasservogel (auch im Winter)
Teichhuhn (Teichralle)
(Gallinula chloporus)
Samen, Beeren, zarte Blättchen, Schnecken, kleine Fische und Kadaver von Fischen roter, spitzer Schnabel, der vorne gelb gefärbt ist Sie bauen versteckt schwimmende Nester am dicht bewachsenen Uferbereich. Die Jungen sind Nestflüchter und begleiten ihre Eltern schon wenige Tage nach dem Schlüpfen bei der Nahrungssuche.
Eisvogel (Alcedo atthis) Fische, Wasserinsekten, Larven, Kleinkrebse und Kaulquappen. Er jagt, indem er kopfüber und wie ein Pfeil die Wasseroberfläche durchstößt. großer, dolchartiger Schnabel Er lebt am Oberlauf eines Flusses. An steilen, sandigen Ufern gräbt er seine Bruthöhle.
Höckerschwan
(Cygnus olor)
Er frisst Wasserpflanzen und an Land wachsende Pflanzen. Zu einem kleinen Teil ernährt er sich von Wasserinsekten, Mollusken, kleinen Fischen und Amphibien. Rupfschnabel größter Wasservogel: Körpergewicht von bis zu 22 Kilogramm und Flügelspannweite von bis zu 2,5 Metern

Anhand der Nahrung der Vögel aus unseren Beispielen wird klar, dass die Tiere untereinander keine Nahrungskonkurrenten sind. Der Graureiher jagt zum Beispiel am flachen Uferbereich, während der Kormoran zwar auch Fische, aber in tieferen Gewässern jagt. Somit kommen sich die Tiere nicht in die Quere.

Dieses Video

Das Video zeigt dir am Beispiel der Vögel, wie Tiere mit ähnlichen Nahrungspräferenzen im Lebensraum nebeneinander leben können, ohne sich ihr Futter streitig zu machen. Dabei ist es wichtig, dass diese Arten nicht genau das Gleiche in demselben Bereich des Flusses erbeuten. So können beispielsweise die Teichralle und die Stockente nebeneinander existieren, ohne in direkter Nahrungskonkurrenz zu stehen. Wie genau sie dies machen, erfährst du in diesem Video.

Im Anschluss an das Video und diesen Text findest du Übungsaufgaben, um dein erlerntes Wissen zu überprüfen. Viel Spaß!

Transkript Die Vögel am Fluss

Der Graureiher, auch Fischreiher genannt, erreicht die Größe eines Storches. Er ist das ganze Jahr überall dort am Fluss zu beobachten, wo er im flachen Uferbereich Fische jagen kann. Dabei setzt er seinen langen spitzen Schnabel äußerst geschickt wie einen Speer ein, seinem guten Auge scheint nichts zu entgehen. Befinden sich hohe Bäume in der Nähe, so baut das Graureiherpärchen dort auch sein Nest. Auch die Jungen werden mit Fischen, Mäusen, Fröschen und Insekten gefüttert. Kurze Abstände zwischen Nest und Fluss helfen, notwendige Energie zu sparen. Fische sind auch die Nahrungsgrundlage für den Kormoran, der 2010 zum Vogel des Jahres gewählt wurde. Sein Schnabel verrät eine andere Technik beim Fischfang als die des Graureihers. Kormorane tauchen in tiefere Bereiche und sind somit keine direkten Nahrungskonkurrenten für den Reiher. Dagegen betrachten Fischer und Angler sie sehr wohl als Konkurrenz, weil sie glauben, dass er ihnen den Fang streitig macht. Stockenten bevorzugen die Flachwasserzonen, denn sie durchsieben mit ihrem Schnabel den für sie damit erreichbaren Untergrund nach Wasserpflanzen, Insektenlarven, Schnecken und kleinen Krebsen. Sie zählen zu den am häufigsten vorkommenden Wasservögeln, auch im Winter sind sie überall an unseren Gewässern zu finden. Das Teichhuhn, auch Teichralle genannt, lebt mit den Stockenten häufig im gleichen Revier. Das friedliche Nebeneinander resultiert aus der Tatsache, dass es keine Nahrungskonkurrenz zwischen den beiden gibt. Samen, Beeren, zarte Blättchen, aber auch Schnecken und kleine Fische stehen auf der Speisekarte dieses Allesfressers. Sogar der Kadaver eines Fisches ist sowohl für Jung- und Altvögel ein willkommenes Fressen. Teichhühner bauen gut versteckte und meist schwimmende Nester im dicht bewachsenen Uferbereich. Die 5 bis 10 dort gelegten Eier werden abwechselnd bebrütet. Die Jungen sind Nestflüchter und begleiten ihre Eltern schon nach wenigen Tagen bei der Nahrungssuche. Ein Vogel, der sehr spezifische Anforderungen an seinen Lebensraum braucht, ist der Eisvogel. Man findet ihn meist im Oberlauf eines Flusses. Steile, sandige Ufer, in die er seine Bruthöhlen graben kann, sind wichtig für seinen Standort. Dank seines guten Flugvermögens scheint er die kleinen Fische ganz mühelos im Vorbeifliegen zu fangen. Gewandtes Fliegen zählt nicht zu den Stärken des größten Wasservogels. Mit einem Körpergewicht von bis zu 22 Kilogramm sowie einer Flügelspannweite von 2,5 Metern ist der Höckerschwan an der Grenze der Flugfähigkeit eines Vogels. Schwimmend ist er dagegen an Eleganz und Schönheit schwer zu übertreffen. Gründelnd, wie die Enten, ernähren sich Schwäne überwiegend vegetarisch.

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