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Pflanzen im und am See 07:58 min

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Transkript Pflanzen im und am See

Im heutigen Video wollen wir uns einige Pflanzen, die im und am See leben mal näher ansehen. Am Ende dieses Videos kennst du die Abfolge der Pflanzengürtel am Seeufer mit einigen typischen Pflanzenarten. Zum Verständnis des Themas wäre es toll, wenn du schon weißt, was ein Ökosystem ist. Außerdem solltest du schon etwas über die Nahrungsbeziehungen und den Stoffkreislauf in einem Ökosystem wissen. Beginnen wir mit der Abfolge der Pflanzengürtel am Seeufer. An einem See, mit naturbelassenem Ufer können wir die freie Seefläche meist gar nicht gleich sehen. Unser Blick wird behindert durch den üppigen Pflanzenwuchs. Von einem erhöhten Standpunkt aus könnte man verschiedene Zonen bestimmter Pflanzen erkennen. Die Ausprägung der Pflanzengürtel ist von den Umweltbedingungen am jeweiligen Standort abhängig. Nähern wir uns dem See, dann stehen im Bruchwaldgürtel solche Pflanzen, die gut an das hochstehende Grundwasser und an den Mangel an Sauerstoff und Mineralien angepasst sind. Der Bruchwaldgürtel bildet den Übergang vom Land zum Wasser. Hier finden wir Weiden, Erlen und Seggen. Die Erle ist besonders gut an den Bedingungen im Bruchwaldgürtel angepasst. Sie hat sehr flache Wurzeln wegen des hohen Grundwasserstandes. In kleinen Knöllchen der Wurzeln leben Bakterien, sie binden Luftstickstoff und wandeln ihn in Stickstoffverbindungen um, die die Erle aufnehmen kann. Den Stickstoffmangel im Boden kann die Erle mithilfe der Bakterien gut ausgleichen. Als Gegenleistung liefert sie Kohlenhydrate als Energiereiche organische Verbindung an die Bakterien. Die Erle lebt also mit ihren Bakterien auf ihren Wurzeln in einer Gemeinschaft. Die Gemeinschaft ist für beide von gegenseitigem Nutzen. So ein Zusammenleben zum​ gegenseitigem Vorteil nennt man Symbiose. Die Pflanzen des Röhrichtgürtels bilden eine weitere Pflanzengesellschaft. Mit dichten Beständen von Rohrkolben und Schilfrohr schließt er sich zum Wasser hin an den Bruchwaldgürtel an. Das Schilfrohr ist ein typischer Vertreter des Röhrichtgürtel. Mit seinen Wurzelstöcken verankert er sich fest im weichen Schlamm. Die Wurzelstöcke des Schilfrohrs sind waagerecht verlaufende und weit verzweigte Erdsprossen. Sie geben der Pflanze eine sehr große Standfestigkeit. Schilfrohr kann bis zu einer Wassertiefe von zwei Metern Ausläufer seiner Wurzelstöcke horizontal ausbreiten. An den Knoten der Wurzelstöcke treiben dann neue Halme aus, so, dass ein zunehmend dichter Schilfbestand besteht. Das Austreiben der Halme an den Wurzelstöcken ist eine Form der ungeschlechtlichen Vermehrung. Schilfrohr kann sich jedoch auch durch Bestäubung, also geschlechtlich vermehren. Wenn das Schilfrohr im Spätsommer blüht, dann werden die Rispen durch den Wind bestäubt. Sie bilden dann kleine Früchte mit Flughaaren, die Kilometerweit weggetragen werden können. Die Schilfstängel sind sehr stabil. Sie wachsen bis zu vier Meter hoch. Sie sind hohl und sehr biegsam. Bei Wind geben sie zur Seite hin nach. In regelmäßigen Abständen befinden sich Fertigungsringe in den Knoten, aus diesen Knoten wachsen die Blätter heraus. Sie sind lanzettlich geformt und sehr reißfest. Im Wind drehen sie sich in seine Richtung und bieten so einen sehr geringen Widerstand. Als sehr wirksamer Schutz gegen Wind, Wellenschlag und Ausspülung des Ufers ist ein Dichter Schilfbestand am Seeufer sehr wichtig. Der Schwimmblattgürtel schließt sich in tiefer werdendem Wasser zur Seemitte hin an das Röhricht an. Zum Seegrund hin wird wegen der Wassertiefe die Durchleuchtung immer geringer. Weiter vom Ufer entfernt wirken Wind und Wellenschlag stärker auf die Pflanze ein. Ein typischer Vertreter des Schwimmblattgürtels ist die Teichrose. Über ihre große Blattfläche kann sie Sonnenlicht für die Fotosynthese aufnehmen. Die für den Gasaustausch nötigen Spaltöffnungen liegen auf der Oberseite der Schwimmblätter. Wasser perlt auf der Wachsschicht der Blätter ab. Teichrosen haben lange elastische Blattstiele, dadurch kann sich die Pflanze wechselnden Wasserständen bis zu einer Wassertiefe von vier Metern anpassen. Im Faulschlamm liegen die Wurzelstöcke. Sie werden über Luftkanäle in den Stielen mit Sauerstoff versorgt. Die gelben Blüten duften intensiv und locken Käfer und Fliegen zur Bestäubung an. Die Früchte enthalten den Samen und außerdem zahlreiche Luftblasen, dadurch können diese Schwimmfrüchte durch Wellen und Strömung weit verbreitet werden. Ist die Luft aus den Früchten entwischen, dann sinken sie zum Grund und beginnen zu keimen. Im Tauchblattgürtel wachsen Pflanzen, deren Blätter völlig untergetaucht sind. Zu ihnen gehören Wasserpest und ähriges Tausendblatt. Die Blätter des Tausendblattes sind wie Kämme in feinsten Federn aufgespalten. Das sieht aus, als hätte die Pflanze tausend Blätter. Diese vielen Blättchen vergrößern insgesamt die Blattoberfläche der Pflanze. Dadurch kann sie Kohlenstoffdioxid und Mineralstoffe leichter aus dem Wasser aufnehmen. Auch das wenige Licht in den größeren Wassertiefen kann die Pflanzen so besser ausnutzen. Der Stängel wird bis zu drei Meter lang. Durch ihn ziehen sich Luftkanäle zur Sauerstoffversorgung. Die Blättchen und der elastische Stängel bieten Wasserströmungen nur wenig Angriffsfläche. Das Tausendblatt kann sich ungeschlechtlich vermehren, indem sich abgebrochene Pflanzenteile zu einer kompletten Pflanze erneuern. Für die geschlechtliche Vermehrung ragen im Sommer die Blütenähren aus dem Wasser. Die Befruchtung erfolgt durch Windbestäubung. Die schwimmfähigen Früchte werden durch das Wasser, aber auch durch Schwimmvögel verbreitet. Fassen wir nun kurz zusammen, welche Pflanzengürtel am Seeufer zu finden sind: Der See ist ein Ökosystem mit bestimmten äußeren Bedingungen die abiotischen Faktoren, Licht, Wind die Wassertiefe Boden. Aber auch biotische Faktoren, wie Insekten zum Bestäuben, beeinflussen das Entstehen der verschiedenen Pflanzengesellschaften. Vom Ufer zur Seemitte hin finden wir an einem naturbelassenen See den Bruchwaldgürtel, den Röhrichtgürtel, den Schwimmblattgürtel und den Tauchblattgürtel. Die Pflanzen der einzelnen Abschnitte haben sich an die Lebensbedingungen dort angepasst. Das ist an der Größe und den Bau von Blättern und Stängeln und an der Art der Vermehrung zu erkennen.

Pflanzen im und am See Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Pflanzen im und am See kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die Gebiete des Pflanzengürtels am Seeufer.

    Tipps

    Oftmals kannst du schon anhand des Namens ableiten, welche Pflanzen im jeweiligen Bereich des Ökosystems See wachsen.

    Lösung

    Der Uferbereich des Sees lässt sich in verschiedene Pflanzengürtel unterteilen.

    Den Übergang vom Land zum Wasser bildet der Bruchwaldgürtel.

    Der Röhrichtgürtel schützt mit den in ihm enthaltenden Pflanzen das Ufer vor Wind und Wellenschlag und verhindert so die Ausspülung des Ufers.

    Ein typischer Vertreter des Schwimmblattgürtels ist die Seerose. Wie der Name dieses Pflanzengürtels bereits verrät, schwimmen die Blätter dieser Pflanzen auf der Wasseroberfläche und tragen lange elastische Wurzeln.

    Im Tauchblattgürtel leben Pflanzen, die sich teils komplett unterhalb der Wasseroberfläche befinden. Ein typischer Vertreter dieses Bereichs ist die Wasserpest.

  • Bestimme die Besonderheiten der Pflanzen des Ökosystems See.

    Tipps

    Die Erle trägt an ihren Wurzeln kleine Knöllchen. Hier ermöglichen Bakterien, die in einer Symbiose mit der Erle leben, die Aufnahme von Stickstoff.

    Lösung

    Die Pflanzen im und am See sind perfekt an ihre jeweilige Uferzone angepasst.

    Die Erle trägt flache Wurzeln und ist so gut an den hohen Grundwasserspiegel angepasst. Durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien kann sie ihren Stickstoffmangel ausgleichen.

    Das Schilfrohr kann sich mit seinen Wurzelstöcken fest im Schlamm verankern und kann so auch im Wasser stehen.

    Die Teichrose hat sehr große Blätter. Die Spaltöffnungen dieser Blätter befinden sich auf der Blattoberseite. So kann die Pflanze effektiv Fotosynthese betreiben.

    Das Tausendblatt sieht durch seine gefiederten Blätter so aus, als hätte es tausend Blätter. Durch diese vielen Blätter vergrößert diese Pflanze ihre Oberfläche. Dadurch können Sauerstoff und Mineralstoffe besser aus dem Wasser aufgenommen werden.

  • Nenne Pflanzen des Ökosystems See.

    Tipps

    Das ährige Tausendblatt befindet sich meist unter Wasser.

    Lösung

    Jeder Bereich des Sees hat seine eigenen Pflanzen, die optimal an die jeweiligen Bedingungen angepasst sind. Im Bereich des Bruchwaldgürtels wächst die Erle. Das Schilfrohr ist ein typischer Vertreter des Röhrichtgürtels. Die Teichrose wächst im Bereich des Schwimmblattgürtels und das Tausendblatt im Tauchblattgürtel.

  • Definiere eine mögliche Nahrungskette im Ökosystem See.

    Tipps

    In einer Nahrungskette stehen die Lebewesen, die gefressen werden, links von ihrem Fressfeind.

    Lösung

    Eine Nahrungskette stellt die Nahrungsbeziehungen in einem Ökosystem dar. Links stehen dabei die Produzenten. Jeweils auf der rechten Seite steht der Fressfeind, der also das Lebewesen zu seiner linken Seite als Nahrung nutzt.

    In dieser möglichen Nahurungskette des Sees werden die Wasserpflanzen wie das Tausendblatt von der Schlammschnecke gefressen. Diese wird von einem Fisch, dem Rotauge, gefressen. Der kleine Fisch wird vom größeren Fisch, dem Hecht gefressen. Dieser kann auf dem Speiseplan des Graureihers stehen.

  • Erkläre die Bedeutung einer Symbiose.

    Tipps

    Ein anderes Beispiel für eine Symbiose ist die zwischen Blumen und Bienen.

    Lösung

    Der Begriff Symbiose beschreibt das Zusammenleben artverschiedener Lebewesen zum wechselseitigen Nutzen. Es wird also keiner der beiden Partner geschädigt.

    Zu den bekanntesten Symbiosen zählt die Flechte – eine Symbiose aus einem Pilz und einer Alge. Aber auch die Symbiose aus Bakterien und den Wurzeln eines Baumes (hier: der Erle) ist weit verbreitet.

  • Nenne biotische und abiotische Faktoren.

    Tipps

    Abiotische Faktoren beschreiben Faktoren der unbelebten Umwelt.

    Lösung

    Biotische und abiotische Faktoren sind Standortfaktoren. Ein Standortfaktor ist die Summe der Umweltbedingungen, die auf einen Organismus einwirkt.

    Zu den biotischen Faktoren gehören die innerartliche Konkurrenz, Krankheitserreger, Parasiten, Fressfeinde und das Nahrungsangebot.

    Zu den abiotischen Faktoren gehören die Temperatur, der pH-Wert, Licht und die Menge an Niederschlag.