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Der Lebensraum Fluss 03:57 min

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Transkript Der Lebensraum Fluss

Ein Fluss lebt. Er ist ständigen natürlichen Veränderungen unterworfen. Die Strömung eines Flusses verändert sich durch das Gefälle und durch die jahreszeitlich bedingten Mengen des abfließenden Wassers. Dadurch verändert sich neben der Strömungsgeschwindigkeit auch sein Wasserstand. Die Strömung wird langsamer, je mehr sich das Gewässer seiner Mündung nähert. Abflussmenge und Strömung sind für die Struktur des Flussbettes und seiner Uferregion maßgebend verantwortlich. Ein Fluss wird unterteilt in Oberlauf, Mittellauf und Unterlauf. Auch die Temperatur des Wassers verändert sich von der Quelle bis zur Mündung. In Quellbereich und Oberlauf sind die Temperaturen niedrig und damit das Wasser sauerstoffreich. Mit zunehmender Entfernung von der Quelle erhöht sich die Wassertemperatur und der Sauerstoffgehalt nimmt ab. Das ist für die im Wasser vorkommenden Lebewesen von entscheidender Bedeutung. Von Der Quelle bis zur Mündung entstehen so verschiedene Lebensräume für Pflanzen und Tiere im Wasser und an den Uferrandbereichen. Das Erscheinungsbild eines natürlichen Flussufers wird maßgebend durch herrschende Umweltfaktoren geprägt. Zum Beispiel wird seine Gestalt durch jedes Hochwasser mehr oder weniger deutlich verändert. Ufer und Inseln werden überschwemmt, Uferbereiche unterhöhlt. Das Erdreich wird samt Bäumen von der Strömung mitgerissen und an anderer Stelle wieder angeschwemmt. Eventuell bildet es dort neue Inseln, welche beim folgenden Niedrigwasser sichtbar werden. Jede Veränderung im Uferrandbereich, kann Auswirkungen auf die dort lebenden Tiere und Pflanzen haben. Die Lebensbereiche in den Uferrandzonen sind in erste Linie von ihrer Breite abhängig. Je breiter der Uferrandstreifen, desto größer die Artenvielfalt. Auch ein schmaler Streifen von einem bis drei Metern Ufer, ermöglicht einem eigenen Biotop von Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Erstreckt sich der Uferbereich eines Flusses über mehrere 100 Meter oder gar ein, bis zwei Kilometer, so spricht man von einer Aue oder einem Auwald. Auen sind Landschaften, die durch den schwankenden Wasserstand eines Flusses geprägt sind. Im Herbst sehen wir die Aue gebietsweise trocken. Beim Frühjahrshochwasser jedoch überschwemmt. Die Grafik zeigt uns mit einem Querschnitt den Aufbau einen Auwaldgebietes. Bei Hochwasser werden die Schilfzone, sowie die Weichholzaue überschwemmt. Eine Weichholzaue setzt sich aus Weiden, Erlen und Pappelarten zusammen. Die Hartholzaue, bestehend aus Eichen, Ahorn, Eschen, Ulmen und Linden, bleibt meist außerhalb der Hochwasserzone. Auwaldbiotope zeichnen sich durch eine undurchdringliche Wildnis und eine besonders hohe Artenvielfalt aus. Deswegen werden sie als unsere Urwälder bezeichnet.

1 Kommentar
  1. Super

    Von Eric290594, vor fast 5 Jahren