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Nahrungsbeziehungen und Stoffkreislauf im See 05:02 min

Textversion des Videos

Transkript Nahrungsbeziehungen und Stoffkreislauf im See

Hallo! Bestimmt hast du schon dutzende Seen gesehen und weißt auch, welche Pflanzen und Tiere dort vorkommen. Aber weißt du auch, welche Tiere, Pflanzen und Kleinstlebewesen es im Wasser gibt? Und wie diese untereinander in Beziehung stehen? In diesem Video lernst du etwas über die Zusammenhänge vom Leben im See!

Nahrungsbeziehungen

Bevor wir zu den in einem See vorkommenden Tiere, Pflanzen und Kleinstlebewesen kommen, werden wir uns zunächst einmal anschauen, wie die Beziehungen dieser Organismen allgemein aussehen.

Wie du sicher weißt, können Pflanzen einen Teil ihrer Nährstoffe mit Hilfe des Sonnenlichts selbst aufbauen. Diesen Vorgang nennt man Fotosynthese. Sie werden als Primärproduzenten bezeichnet, da sie Biomasse produzieren.

Diese Primärproduzenten werden dann von den Konsumenten 1. Ordnung gefressen, d.h. die Konsumenten erster Ordnung sind Pflanzenfresser. Es können dann noch Konsumenten 2. und 3. Ordnung folgen. Sie fressen die Konsumenten 1. Ordnung.

Sterben die Lebewesen im See ab, so wird die tote organische Substanz von den so genannten Zersetzern oder Destruenten wieder in einfache anorganische Verbindungen zerlegt. Zu den ihnen gehören Pilze und Bakterien. Diese anorganischen Verbindungen werden dann wieder von Pflanzen und Algen aufgenommen und für deren Wachstum verwendet.

Du weißt jetzt also, wie Nahrungs- und Nährstoffbeziehungen allgemein aussehen: Ein Primärproduzent wird von einem Konsumenten 1. Ordnung gefressen, dieser wiederum von Konsumenten 2. Ordnung und dieser dann evtl. von einem Konsumenten 3. Ordnung. Tote organische Substanzen und Ausscheidungsprodukte anderer Lebewesen werden von den Zersetzern dann in einfache anorganische Verbindungen zerlegt, die von den Primärproduzenten aufgenommen werden. So schließt sich der Kreislauf.

Primärproduzenten

Wir wollen uns nun anschauen, wie solche Nahrungsbeziehungen in einem See aussehen. Wie du eben schon gesehen hast, gehören Pflanzen zu den Primärproduzenten. Aber nicht nur die Pflanzen im eigentlichen Sinne sondern auch Algen gehören dazu.

Zusätzlich gibt es sogar noch Bakterien wie die Cyanobakterien, die Fotosynthese betreiben können. Diese Bakterien und Algen zusammen nennt man auch Phytoplankton. In einem See können wir also das Phytoplankton gemeinsam mit den Wasserpflanzen zu den Primärproduzenten zählen.

Konsumenten 1.Ordnung - Pflanzenfresser

Hast du eine Idee, wer zu den Konsumenten 1.Ordnung in einem See gehört? Konsumenten 1.Ordnung ernähren sich von den Primärproduzenten. Dazu gehören kleine Krebse wie Hüpferlinge, Wasserflöhe und andere Insekten. Aber auch große Tiere wie die Stockente und das Blässhuhn ernähren sich von Pflanzen und dem Phytoplankton.

Konsumenten 2. und 3.Ordnung

Bei den Konsumenten 2. und 3. Ordnung ist die Einteilung dann nicht mehr so eindeutig, weil ein Konsument 2. Ordnung auch ein Konsument 3. Ordnung sein kann, je nachdem welche Nahrung er gerade zu sich nimmt.

Daher wollen wir uns hier nur allgemein anschauen, welche Tiere sich von den Konsumenten 1. Ordnung ernähren. Das sind Frösche und Friedfische, die keine anderen Fische jagen, wie Rotfeder, Plötze und Barsche. Diese werden wiederum von Reihern, Fischadlern oder Raubfischen wie dem Hecht gefressen

Zersetzer

Den Abbau von abgestorbenen Tieren, Pflanzen und Kleinstlebewesen sowie der Ausscheidungsprodukte übernehmen dann die Zersetzter. Dazu gehören viele Bakterien und Pilze, aber auch einige größere Organismen wie Mückenlarven und Ringelwürmer.

Die entstehenden einfachen anorganischen Verbindungen werden dann wieder von den Pflanzen und dem Phytoplankton aufgenommen und für deren Wachstum verwendet, so dass sich der Stoffkreislauf im See schließt.

Zusammenfassung

Du hast in diesem Video nochmals gelernt was Primärproduzenten, Konsumenten sowie Destruenten sind. Sicherlich hast du auch verstanden, dass zwischen diesen ganzen Gruppen ein zusammenhängender Kreislauf besteht.

Primärproduzenten sind die Nahrungsquelle von Konsumenten, diese werden wiederum von Konsumenten höherer Ordnung gefressen. Letztendlich wird jedes Lebewesen nach seinem Tod aber von den Destruenten wieder in anorganisches Material zersetzt. Von diesem ernähren sich dann die Produzenten und der Kreislauf beginnt von vorne.

Du hast also gelernt, dass alle Lebewesen in einem See eine ganz bestimmte Aufgabe haben. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

1 Kommentar
  1. Gut erklärt schön gemacht nur weiter so 👍🏻

    Von Philip W., vor etwa 2 Jahren

Nahrungsbeziehungen und Stoffkreislauf im See Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Nahrungsbeziehungen und Stoffkreislauf im See kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme Konsumenten 1. Ordnung.

    Tipps

    Konsumenten 1. Ordnung sind immer Pflanzenfresser.

    Lösung

    Konsumenten 1. Ordnung fressen die Produzenten, also Pflanzen. Mögliche Vertreter sind der Hüpferling und der Wasserfloh, die beide zu den Krebstieren gehören, aber auch größere Pflanzenfresser wie die Stockente und das Blässhuhn oder auch Frösche. Die Konsumenten 1. Ordnung können dann wiederum von Konsumenten 2. Ordnung gefressen werden.

  • Erkläre, warum Destruenten von großer Bedeutung sind.

    Tipps

    Die Stockente ist ein Konsument 1. Ordnung.

    Lösung

    Destruenten sind von großer Bedeutung für das Ökosystem See, denn sie zersetzen totes organisches Material und stellen dieses den Primärproduzenten zum Aufbau von Biomasse zur Verfügung. Pilze und Bakterien zählen oftmals zu den Destruenten, aber auch Mückenlarven und Ringelwürmer gehören dazu.

  • Erkläre charakteristische Merkmale der Produzenten, Konsumenten und Destruenten.

    Tipps

    Destruenten tragen dazu bei, dass im Boden stets genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen.

    Lösung

    Die Lebewesen des Ökosystems See stehen in Beziehung zueinander. Die Primärproduzenten sind die Pflanzen und Algen. Sie produzieren Biomasse, die dann von den Konsumenten 1. Ordnung gefressen wird. Konsumenten 1. Ordnung können kleine Pflanzenfresser wie der Wasserfloh sein, aber auch größere Konsumenten wie die Stockente. Diese Konsumenten 1. Ordnung werden dann von Konsumenten 2. und/oder 3. Ordnung gefressen. Dies könnte zum Beispiel ein Reiher oder ein Hecht sein. Die tote, organische Substanz, also zum Beispiel ein toter Körper eines Tieres, aber auch die Ausscheidungen der Konsumenten werden von den Destruenten abgebaut und den Primärproduzenten wieder als Nährstoffe für den Aufbau von Biomasse zur Verfügung gestellt.

  • Definiere die Bedeutung der humusbildenden Lebewesen.

    Tipps

    Ohne den nährstoffreichen Humus wäre kein Pflanzenwachstum möglich.

    Lösung

    Humus bezeichnet die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Materialien im Boden. Er ist sehr nährstoffreich und damit insbesondere für das Pflanzenwachstum von großer Bedeutung. Humus entsteht dadurch, dass abgestorbenes organisches Material von Kleinstlebewesen und Mikroorganismen zersetzt wird.

    Vertreter der Destruenten sind Bakterien, aber auch der Regenwurm oder die Assel.

  • Bestimme eine mögliche Nahrungsbeziehung im Ökosystem See.

    Tipps

    Der Hüpferling ist ein Pflanzenfresser.

    Lösung

    Eine mögliche Nahrungskette im See ist: Der Primärproduzent Wasserpest wird vom Pflanzenfresser und Konsument 1. Ordnung, dem Hüpferling, gefressen. Dieser wird von einer Kaulquappe gefressen, die wiederum von einem Teichmolch gefressen wird. Der Teichmolch landet schließlich im Magen des Hechtes.

  • Erkläre, warum die Fotosynthese auch für Menschen wichtig ist.

    Tipps

    Überlege, wozu die Pflanze die gewonnene Energie in Form von ATP benötigt.

    Lösung

    Für uns Menschen ist die Fotosynthese der Pflanzen überlebenswichtig. Die Pflanze produziert Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen und verbraucht das Kohlenstoffdioxid, das wir ausatmen. Atmung und Fotosynthese bilden somit einen Kreislauf. Außerdem gehören Pflanzen zu unserer täglichen Ernährung. In Form von Obst, Gemüse und Salat nehmen wir wichtige Stoffe wie beispielsweise Vitamine auf. Einen Sonnenschutz bieten die Blattfarbstoffe nur für die Pflanze selbst, aber nicht für uns. Wir können uns höchstens im Sommer in den Schatten eines Baumes begeben. Der Schatten eines Gebäudes hätte aber dieselbe Funktion.