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Das Nahrungsnetz im See 02:49 min

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Transkript Das Nahrungsnetz im See

Wolken mikroskopisch kleiner grüner Algen schweben im Wasser, das Phytoplankton. Mit Hilfe des Sonnenlichts baut es aus Kohlendioxid und Nährsalzen seine Körpersubstanz auf und gibt dabei Sauerstoff ins Wasser ab. Von den Algen ernähren sich wiederum winzige Krebse wie Hüpferlinge und Wasserflöhe, das Zooplankton. Phyto- und Zooplankton bilden zusammen die Nahrungsgrundlage im See. Vom Zooplankton leben kleine Räuber wie der Polyp oder die Wassermilbe, ebenso die Fischbrut. Auf Beute wie den Fischnachwuchs hat es wiederum die Schwimmwanze mit ihren messerscharfen Fangwerkzeugen abgesehen. Im Gewirr der Halme lauert ein weiterer Räuber, die Larve einer Kleinlibelle. Libellenlarven atmen wie Fische mit Hilfe von Kiemen. Bei den Kleinlibellen sitzen die Kiemenblättchen am Hinterleib. Die kräftiger gebauten Larven der Großlibellen besitzen keine sichtbaren Kiemen. Sie liegen im Hinterleib und werden durch pumpende Bewegungen mit sauerstoffreichem Wasser versorgt. Noch hat das seltsame Wesen wenig Ähnlichkeit mit dem schillernden Insekt, in das es sich im Sommer verwandeln wird. Die Libellenlarve hat etwas entdeckt. Eine blitzschnelle Bewegung ihrer Fangmaske und für die Mückenlarve gibt es kein Entrinnen. Die Jäger sind zugleich auch die Gejagten. Der Wasserskorpion hat eine ebenfalls räuberisch lebende Käferlarve erbeutet. Mit seinem Mundrüssel sticht er sein Opfer an und saugt es aus. Die Plötze oder das Rotauge, wie es auch genannt wird, lebt als anpassungsfähiger Schwarmfisch in nahezu allen Seen Deutschlands nördlich der Alpen. Plötze zählen zu den Friedfischen, die im Gegensatz zu den Raubfischen keine anderen Fische jagen. Sie sind jedoch Allesfresser, die sich von Wasserpflanzen ernähren, aber auch stets auf der Suche nach Schnecken, Würmern, Insektenlarven und anderen Kleintieren sind.