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Artgerechte Haltung von Nutzpflanzen 07:24 min

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Transkript Artgerechte Haltung von Nutzpflanzen

Hallo, mein Name ist Steffi. Heute möchte ich dir erklären, was man unter artgerechter Haltung von Nutzpflanzen versteht. Den Begriff artgerechte Haltung hast du sicher schon einmal gehört. Wenn du zum Beispiel einen Hund hast, dann gehört zur artgerechten Haltung, dass du regelmäßig mit ihm Gassi gehst. So ist es auch bei unseren Nutzpflanzen. Sie brauchen bestimmte Nährstoffe und Standortbedingungen, um optimal wachsen und viel Ertrag liefern zu können. Diese Bezeichnung Nutzpflanze gilt für Pflanzen, die vom Menschen in irgendeiner Form genutzt werden, zum Beispiel als Heilpflanze oder eben als Nahrungsmittel wie die Kartoffel, zu der wir nun kommen. Schauen wir uns nun also die Kartoffel genauer an: Die Kartoffel hat einen langen Weg hinter sich. Sie stammt nämlich aus den südamerikanischen Anden. Friedrich der Große entdeckte zwischen 1555 und 1560 die Kartoffel und brachte sie als Nahrungsmittel nach Europa. Die Kartoffel zählt zu den Nachtschattengewächsen. Ihre Früchte sind kleine grüne Beeren mit Samen. Aber Vorsicht: diese sind giftig. Verzehrt werden können nur die unterirdisch wachsenden Knollen. Bei diesen Knollen handelt es sich um verdickte Sprossstellen und nicht um Teile der Wurzel. Das kann man leicht verwechseln. Aus den sogenannten Augen der Kartoffelknollen entstehen die Triebe, die wir dann über der Erde sehen können. Und was musst du nun beim Anbau der Kartoffel beachten? Kartoffeln mögen einen leichten bis mittelschweren Boden. Also zum Beispiel einen Sandboden. Sie brauchen viel Wasser und vertragen keine Staunässe. In die Erde kommen sie erst, wenn es im Frühjahr wärmer wird, also so im April. Denn die Kartoffeln sind frostempfindlich. Kartoffeln sind sogenannte Starkzehrer. Das bedeutet, sie brauchen viele Nährstoffe im Boden. Sie wachsen sehr gut auf Böden, auf denen zuvor Kompost ausgestreut wurde. Eine Besonderheit beim Kartoffelanbau ist das sogenannte Anhäufeln. Sobald die grünen Triebe erscheinen, häufelt man die Kartoffeln an, das bedeutet: man schichtet etwas Erde um die Pflanze, sodass ein kleiner Berg entsteht. Das macht man, damit kein Sonnenlicht an die Knollen gelangt. Denn wenn die Knollen Sonne abbekommen, werden sie grün. Es bildet sich eine Substanz namens Solanin. Solanin ist giftig für den Menschen. Diese Knollen sollten nicht mehr gegessen werden. Obwohl du das alles beachtest, kann es dazu kommen, dass deine Kartoffelpflanzen nicht gut wachsen. Oft stecken dann Schädlinge dahinter. Zum Beispiel der Kartoffelkäfer. Dieser frisst die Blätter der Kartoffelpflanze auf. Die Käfer können in kurzer Zeit ganze Felder vernichten und somit zu großen Ertragseinbußen führen. Ich möchte dir nun noch ein weiteres Nachtschattengewächs vorstellen: Die Tomate zählt auch zu den Nachtschattengewächsen. Sie stammt aus Mittel- und Südamerika und wurde als Zierpflanze verwendet, weil man annahm, dass sie giftig sei. Erst um 1900 wurde die Tomatenpflanze in Deutschland als Nutzpflanze angebaut. Aus der Blüte entwickeln sich die Tomaten, die zunächst grün sind und später rot werden. Kommen wir nun zur artgerechten Haltung der Tomaten: Tomaten sind sehr durstig und benötigen viel Wasser. Wichtig ist, dass sie gleichmäßig gewässert werden. Denn wenn das nicht geschieht, kann es passieren, dass ihre Früchte aufplatzen. Das sieht dann so aus. Bei der Düngung muss man beachten, dass Tomaten vor allem das wichtige Mineral Kalium brauchen. Am besten ist es, man kauft einen speziellen Tomatendünger im Handel. Bekommen die Tomaten nicht genügend Kalium, kann es dazu kommen, dass sich ein sogenannter Gelbkragen bildet. Wichtig ist auch, dass die Tomaten am besten unter einem Schutzdach oder im Gewächshaus angebaut werden. Dies soll verhindern, dass auf die Blätter Regenwasser gelangt. Warum das wichtig ist, erkläre ich dir gleich. Auch die Tomatenpflanzen können Pflanzenkrankheiten bekommen. Da gibt es zum Beispiel die Kraut- und Braunfäule. Diese wird von einem Pilz verursacht. Dieser Pilz kann am besten über die Blätter eindringen, wenn diese feucht sind. Daher ist es wichtig, dass die Blätter der Tomate trocken bleiben. Ist die Pflanze befallen, zeigen sich braune Stellen auf den Blättern. Auch tierische Schädlinge kannst du auf einer Tomate finden. Zum Beispiel Blattläuse oder Spinnmilben. Nun möchte ich dir noch eine weitere Nutzpflanze vorstellen, nämlich das Radieschen. Radieschen gehören zur Familie der Kreuzblütler. Sie werden erst seit den letzten 200 Jahren in Mittel- und Nordeuropa angebaut. Schauen wir uns den Anbau der Radieschen einmal genauer an. Radieschen werden ausgesät. So sieht das Saatgut aus. Sie keimen und wachsen sehr schnell. Daher kann man sie gut als Zwischenfrucht anbauen. Beim Gießen sollte man darauf achten, dass vor allem während der Keimung der Boden immer feucht ist. Radieschen brauchen nicht sehr viele Nährstoffe. Sie zählen zu den Schwachzehrern. Sie bevorzugen einen Boden, der nicht gerade erst gedüngt wurde. Auch die Radieschen können krank werden. Vor allem tierische Schädlinge befallen die Radieschen. Wie zum Beispiel die kleine Kohlfliege. Ihre Maden fressen kleine Fraßgänge in die Radieschen, das sieht dann ähnlich aus wie bei diesen Möhren. Hier verursacht die Möhrenfliege diese Schäden. Fassen wir nochmal zusammen: Du hast nun drei Nutzpflanzen kennengelernt. Die Kartoffel, die Tomate und die Radieschen. Alle drei haben verschiedene Ansprüche an ihren Standort. Eine artgerechte Haltung der Pflanzen bedeutet, dass man genau auf die Ansprüche der Pflanzen eingeht. Also dafür sorgt, dass sie die richtigen Mengen an Wasser und Nährstoffen bekommen. Wenn wir alles beachten, liefern die Pflanzen uns einen guten Ertrag und bleiben lange gesund. Tschüs und bis bald.

3 Kommentare
  1. Default

    danke

    Von Tabsi, vor 3 Monaten
  2. Default

    das hilft mir sehr weiter danke

    Von Jana Burghause, vor etwa 4 Jahren
  3. Wp 000233

    Danke, Steffi!

    Von Juliane Viola D., vor etwa 4 Jahren