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Hanf – Droge und Nutzpflanze 08:42 min

Textversion des Videos

Transkript Hanf – Droge und Nutzpflanze

Hallo. Willkommen zum Video über Hanf - Droge und Nutzpflanze. In diesem Video lernst du, was natürliche Drogen sind. Du erfährst die Wirkung des aus Hanf gewonnen Cannabis und was beim Konsum dieser Droge im Gehirn passiert. Du erfährst, welche Folgen der Cannabiskonsum hat. Außerdem lernst du, dass Hanf nicht nur eine Drogenpflanze, sondern auch eine Heil- und Nutzpflanze ist. Aus der Hanfpflanze kann die Droge Cannabis gewonnen werden. Cannabis ist in Deutschland gesetzlich verboten und zählt somit zu den illegalen Drogen. Der Anbau und der Handel der Pflanze sind verboten. Cannabis ist hierzulande das meist konsumierte illegale Rauschmittel. Einer der Gründe ist, dass die Herstellung sehr unkompliziert ist. Cannabis gehört zu den natürlichen Drogen. Natürliche Drogen werden aus in der Natur vorkommenden Pflanzen gewonnen. Cannabis ist eine Sammelbezeichnung für Rauschmittel, die aus der Hanfpflanze stammen. Marihuana wird aus den getrockneten, harzhaltigen weiblichen Blüten und den kleinen Blättern der Blütentraube gewonnen. Man spricht auch von Gras. Haschisch oder kurz gesagt Hasch wird hingegen aus Harz gewonnen, das aus den Blüten extrahiert wird und zu Klumpen geknetet wird. Man kann das Harz auch zu Haschischöl verarbeiten. Am häufigsten wird Cannabis mit Tabak gemischt oder pur als Joint geraucht. Umgangssprachlich spricht man vom Kiffen. Gängig ist auch das Kiffen mit einer Bong genannten Wasserpfeife. Da die Wirkstoffe des Cannabis gut fettlöslich sind, lässt sich Hanfbutter herstellen und diese in Kuchen verbacken. Der berauschende Effekt tritt dann deutlich langsamer ein. Kommen wir zur Drogenwirkung von Cannabis. Das Rauchen von Cannabis bewirkt eine Entspannung, gehobene Stimmung und eine gesteigerte Kontaktfreudigkeit. Gelegentlich kommt es zu Lachanfällen. Häufige körperliche Effekte sind gerötete Augen und ein gesteigertes Hungergefühl. Ein Rausch verursacht eine Bewusstseinsveränderung, die sprunghaftes Denken und eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses mit sich bringt. Der Konsument hat zwar den Eindruck zu tiefen Einsichten zu gelangen, doch an die kann er sich im normalen Zustand nicht mehr erinnern oder diese erweisen sich überwiegend als unsinnig oder trivial. Gelegentlich können die positiven Emotionen auch in Traurigkeit, Angst oder Panik umschlagen. Die akuten Wirkungen von Cannabis können je nach Person, der Art des Hanfs und dem Wirkstoffanteil unterschiedlich sein. Der Konsument kann die erwartete Wirkung deshalb nicht immer zuverlässig einschätzen. Wie wirkt Cannabis im Gehirn? Der berauschende Wirkstoff in Cannabis ist das THC. Bereits einige Sekunden nach dem Inhalieren gelangt der Wirkstoff in das Gehirn und die Wirkung setzt ein. Cannabis-Wirkstoffe entfalten ihre Effekte durch die Beeinflussung eines körpereigenen Systems. Die Gehirnfunktionen werden durch Gehirnbotenstoffe durchgeführt. THC aktiviert bestimmte Rezeptormoleküle, an denen bestimmte Botenstoffe bei der Übertragung andocken. So beeinträchtigt THC die normale Gehirnfunktion und führt so zu einer berauschenden Wirkung. Die gesundheitlichen Auswirkungen hängen von vielen Umständen ab. Die Einnahme von allen Drogen, egal ob legal oder illegal, ist immer mit der Gefahr einer psychischen Abhängigkeit verbunden. Besonders betroffen sind Jugendliche in der Pubertät, da sich ihr Gehirn noch in der Entwicklung befindet. Es kann sich schneller eine Art Suchtgedächtnis bilden. Die seelische Abhängigkeit entwickelt sich häufig deshalb, weil die Betroffenen immer häufiger in Versuchung geraten schwierige Alltagssituationen und die damit verbundenen unangenehmen Gefühle durch das Kiffen auszublenden. Dies kann zu einer eingeschränkten Kopfleistung führen. Es können Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit sowie eine Beeinträchtigung des Denk- und Lernvermögens auftreten. Zudem fühlen sich Cannabis-Süchtige häufig antriebslos. Bislang konnten Forschungsstudien dem Cannabiskonsum keine eindeutigen körperlichen Schäden zuweisen. Trotzdem ist Kiffen körperlich nicht unschädlich, weil Cannabis meist gleichzeitig mit Tabak mitgeraucht wird. Der Zigarettentabak hingegen und das enthaltene Nikotin können zu gesundheitlichen Schäden führen. Zum Beispiel zur Entstehung von Lungenerkrankungen und Lungenkrebs. Cannabis führt zu keiner körperlichen Abhängigkeit. Aber, wie erwähnt, ist eine psychische Abhängigkeit möglich. Häufig vergessen Menschen, dass Hanf nicht nur eine Droge, sondern auch eine Nutzpflanze ist und ihr Anbau auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Bereits im alten China wurde Hanf als Nutzpflanze und als Heilpflanze angebaut. Hanf fand Einzug in die traditionelle Medizin und wurde zum Beispiel gegen Malaria oder Rheuma eingesetzt. Auch im Mittelalter und in der Antike wurde Hanf in vielen Darreichungsformen zur Bekämpfung von Schmerzsymptomen eingesetzt. Hanf wurde bis ins zwanzigste Jahrhundert zu vielen verschiedenen Arzneimitteln verarbeitet unter anderem zu Cannabisextrakt oder zur Tinktur. Das Cannabisextrakt aus hohen, unerhitzten Blättern hat keinerlei berauschende Wirkung. Mit dem Verbot der Pflanze wegen der berauschenden Wirkung der Blüten verschwanden auch die Hanfarzneimittel vom Markt. Cannabis wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Deswegen kann er bei der Behandlung von entzündlichen Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden, zum Beispiel bei chronischen Darmentzündungen, Arteriosklerose, Arthritis, Rheuma, Multipler Sklerose und anderen Autoimmunerkrankungen. Er hat eine nachweisliche Wirkung auf Herz und Kreislauf und Forschungsergebnisse weisen auf die mögliche Anwendung in der Krebsbehandlung hin. Der Hanf wurde im Lauf der Geschichte jedoch auch als Nutzpflanze genutzt. Er ist ein rasch nachwachsender Rohstoff und es existieren viele Einsatzgebiete. Bereits im alten Ägypten wurde aus Hanf eine Art Papier hergestellt. Auch heutzutage wäre Papierherstellung aus Hanf möglich. Die Fasern in den Stängeln wurden zu Herstellung von Textilien benutzt. Der Hanf wurde aufgrund der guten Widerstandsfähigkeit zu robusten Seilen und Segeln verarbeitet. Der Vorteil von Hanftextilien ist, dass Hanf sehr viel schneller wächst. Im Vergleich zu Baumwolle wird beim Anbau von Hanf viel weniger Wasser verbraucht. Außerdem ist beim Anbau von Hanf kein Einsatz von Pestiziden nötig. Hanf kann auch als Nahrungsmittel verwendet werden. Die nahrhaften Samen gehören zu den besten pflanzlichen Eiweissquellen. Hanf kann auch zu Hanföl verarbeitet werden oder für die Herstellung von Kosmetik eingesetzt werden. Zusammenfassung: Du hast gelernt, dass Cannabis zu den illegalen Drogen gehört und der Anbau der Pflanze verboten ist. Du hast über die Drogenwirkung gelernt und weißt, dass Cannabiskonsum zu einer psychischen Abhängigkeit führen kann. Du hast über die gesundheitlichen Auswirkungen gelernt. Außerdem weißt du, dass Hanf auch als Heilpflanze und als Nutzpflanze verwendet werden kann. Danke für deine Aufmerksamkeit. Tschüss, bis zum nächsten Video.

4 Kommentare
  1. Sie haben ja sehr informative Videos

    Von Jamie D., vor 12 Tagen
  2. Sehr informativ

    Von Jamie D., vor 12 Tagen
  3. sehr gut gemacht hat mir sehr geholfen,da wir das Thema gerade in Biologie haben.Nebenbei haben sie auch noch eine sehr beruhigende Stimme.

    Von S Tredt, vor fast 2 Jahren
  4. Sehr schön erklärt und Interessant (y)

    Von Svea Patzelt, vor fast 6 Jahren

Hanf – Droge und Nutzpflanze Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Hanf – Droge und Nutzpflanze kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, was man unter Cannabis versteht.

    Tipps

    Du siehst die Blätter einer Cannabispflanze oben in der Aufgabe.

    Cannabis hat u.a. eine berauschende Wirkung.

    Lösung

    Cannabis (Hanf) ist eine Pflanzengattung. Der Konsum einer getrockneten Mischung aus Blüten kann eine berauschende Wirkung haben. Cannabis kann daher auch als natürliche Droge bezeichnet werden.

    Aufgrund dessen ist der Anbau und Handel von Cannabis illegal.

  • Definiere, was man unter Marihuana und Haschisch versteht.

    Tipps

    Es bedarf einiger Verarbeitungsschritte bis Cannabis konsumiert werden kann.

    Haschisch ist eine kompakte Substanz.

    Marihuana wird vor dem Konsum getrocknet.

    Lösung

    Marihuana wird aus den harzhaltigen, weiblichen Blüten der Hanfpflanze gewonnen.

    Haschisch (kurz: Hasch) wird durch Extraktion und Kneten des Harzes der Hanfpflanze gewonnen.

  • Beschreibe die unterschiedliche Wahrnehmung der Drogenwirkung von Cannabis.

    Tipps

    Cannabis wirkt bei jedem Menschen anders.

    Die Wirkung von Cannabis hängt auch von der Dosierung ab.

    Oftmals werden die im Rauschzustand als bahnbrechend empfundenen Gedankengänge vergessen, sobald die Wirkung der Droge nachgelassen hat.

    Lösung

    Cannabis wirkt berauschend, sodass oftmals u.a. Entspannung und eine gehobene Stimmung vom Konsument wahrgenommen wird.

    Dennoch können sich auch Gefühle wie Angst und Panik während des Rauschzustandes entwickeln.

    Verantwortlich für die unterschiedlichen Wahrnehmungen des Rauschzustandes sind viele Faktoren. Wie sich jemand nach dem Konsum von Cannabis fühlt, hängt zum einen von der Dosierung ab, aber auch sehr stark vom allgemeinen Gefühlszustand der Person und den äußeren Umständen, in denen konsumiert wird.

  • Vergleiche die Wirkungsweise von Cannabis als Droge und als Nutz- und Heilpflanze auf den menschlichen Körper.

    Tipps

    Cannabis wird oft in Verbindung mit Tabak eingenommen.

    Cannabis hat ein vielfältiges Einsatzgebiet in der Medizin.

    Cannabis wirkt sich auf die Psyche vor allem von noch jungen Konsumenten aus.

    Lösung

    Cannabis hat eine vielseitige Wirkungsweise als Nutz- und Heilpflanze. Darunter zählen z.B. seine entzündungshemmende Wirkung und seine positive Wirkung bei Autoimmunkrankheiten, wie beispielswiese Rheuma.

    Cannabis als Droge hat zahlreiche, vor allem negative Wirkungsweisen auf den menschlichen Körper. Es wirkt z.B. konzentrationsmindernd und suchtfördernd.

  • Erkläre, wie Cannabis im Gehirn wirkt.

    Tipps

    THC wirkt sehr schnell im Gehirn.

    THC aktiviert Andockstellen im Gehirn.

    Lösung

    Der berauschende Wirkstoff von Cannabis wird THC genannt.

    Dieser wirkt innerhalb von Sekunden im Gehirn, indem er die normale Funktion des Gehirns beeinträchtigt.

  • Beschreibe die Hanfnutzung der alten Ägypter bis hin zum 21. Jahrhundert.

    Tipps

    Hanf ist sehr widerstandsfähig.

    Hanf hat eine hohe Haltbarkeit.

    Hanf wirkt entzündungshemmend.

    Lösung

    Hanf konnte für vielerlei Dinge eingesetzt werden.

    Die Fasern der Stängel sind besonders widerstandsfähig. Aus ihnen lassen sich verschiedene Textilien, Seile und Segel herstellen. Das praktische an Hanffasern ist, dass sie besonders leicht sind. Daher werden sie auch heute noch in den verschiedensten Formen als leichter Baustoff genutzt.

    Die Blüten haben verschiedene Wirkstoffe im Harz und werden schon lange als Arzneimittel verwendet.

    Hanfsamen schmecken nicht nur gut, es lässt sich aus ihnen auch Öl herstellen. Dieses Öl kann verzehrt und in der Kosmetik und zu anderen Zwecken genutzt werden.