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Willi und die Nachrichten - im Nachrichtenstudio

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Die Autor*innen
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Team Wissensdurst
Willi und die Nachrichten - im Nachrichtenstudio
lernst du in der 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Willi und die Nachrichten - im Nachrichtenstudio

Im Nachrichtenstudio siehst du, wie eine Tagesschau und das Wetter gefilmt werden. Du erfährst, was eine Bluebox ist und wie der Wettermann weiß, wo er hinzeigen muss, wenn er auf einen Ort zeigen möchte. Direkt neben dem Studio ist der Regieraum, in dem du erfährst, wie die Kameras bewegt werden und wie die Schriftzüge ins Bild kommen und zwischen den Beiträgen und dem Sprecher gewechselt wird. Zurück im Studio erfährst du gemeinsam mit Willi, wie die Sprecher arbeiten, wo sie den Text ablesen und was sie tun, wenn sie nicht wissen, wie ein Wort ausgesprochen wird. Du siehst, welche Pannen es bereits in der Tagesschau gab und weshalb die Security während der Aufnahmen niemanden ins Studio lässt. Wie hektisch alles in der Regie und in der Technik abläuft, siehst du auch in diesem Video.

Transkript Willi und die Nachrichten - im Nachrichtenstudio

„Ich habe mich total beeilt und bin von dem Hafen zurück in dem Nachrichtenstudio. Hier läuft immer noch die Sendung. Claus-Erich ist einer von elf Sprechern und Moderatoren, die sich regelmäßig abwechseln. Aber hier muss absolute Ruhe herrschen, weil... Moment mal? Was ist denn jetzt los? Was für eine Hektik, das glaubt man ja gar nicht, das sieht man ja gar nicht. Jetzt läuft nämlich gerade zwischendurch ein Filmbericht von einem aus Bagdad und der Claus-Erich ist mit neuen Informationen, neuen Meldungen versorgt worden.” „Und gleich zu dem Wetter.” „Gerade hat Claus-Erich zwar einen Zettel mit einer aktuellen Meldung bekommen, die er vorlesen soll, aber kurz darauf wurde die neue Meldung wieder gestrichen, weil die Sendung sonst zu lange geworden wäre. Deshalb kommt jetzt nur noch das Wetter, dann ist Schluss. Kann ich jetzt zu dir kommen, Claus-Erich?” „Willi, komm her.” „Das war voll aufregend eben hier.” „Ja, das ging ziemlich hin und her.” „Kann man jetzt mit dem Wettermann...? Der ist in welcher Stadt?” „Frankfurt.” „In Frankfurt. Könntest du den jetzt noch ansprechen?” „Ja, ich müsste einfach anfangen zu sprechen: „Hallo, Willi.” „Jetzt haben wir Regieton, genau, in dem Studio.” „Moment mal, ich bin jetzt auch da.” „Magst du dich mal hierher setzen?” „Du stehst nicht, sondern du sitzt hier so locker?” „Ich bin zu lang.” „Guten Abend, meine Damen und Herren, gleich zu dem wichtigsten, das Wetter. Wie wird denn das Wetter? Ich schalte rüber nach Frankfurt zu meinem Kollegen Wolfgang. Wolfgang, wie geht es dir denn?” „Hallo Willi, mir geht es gut. Und das Wetter wird natürlich fantastisch” „Aber wo ist denn die Wetterkarte hinter dir? Die war doch eben noch da?” „Ja, du, das ist ein Trick. Die ist ja nicht immer da. Die Karte...Vielleicht können wir das mal zeigen. Da ist sie wieder. Das ist ein Trick.” „Erstmal weg.” „Das heißt Bluebox.” „Kannst du es auch wieder weg schalten?” „Ja.” „Ach, jetzt ist es weg.” „Jetzt ist es weg. Jetzt siehst du wieder, es funktioniert -. Da ist einfach eine blaue Wand hinten. Ich gehe mal hinter. Könnt ihr das sehen?” „Ja, ein Vorhang, das ist ja wie bei uns. Oder?” „Das ist praktisch ein blauer Vorhang wie ihr vielleicht zu Hause auch habt.” „Ja. Auch wir stehen in einer Bluebox, zu deutsch „blaue Kiste”. Die Wand in dem Studio wird von hinten mit blauen Lampen beleuchtet. Fernsehtechnik macht es möglich, dass alles, was in dem Bild blau ist, durch das Hintergrund ersetzt wird. Bei der Tagesschau ist das eine Weltkarte und bei Wolfgang die Wetterkarte. Techniker Matthias erklärt mir mit dem blauen Tuch, dass die Sprecher deshalb keine blauen Sachen anziehen dürfen. Sonst würde es so aussehen wie Gespenster. Aber du deutest eigentlich nur auf eine blaue Wand? Woher weißt du, wo Berlin ist, wenn du dahin zeigst?” „Ja, ich deute im Prinzip eher in Richtung Monitor, denn da hinten steht noch ein Monitor. Auf dem kann ich sehen, wo ich hinzeige. Du kannst dir ja vorstellen, wenn ich jetzt beispielsweise Hamburg...Da oben sitzt ihr, merkt ihr das?” „Ja, das kitzelt.” „Ja, da oben, da seid ihr, genau. Also, das muss man natürlich zeigen können. Auch bei den Temperaturen nachher. Und damit ich das sehen kann, weil ich habe hier ja sonst keine Karte, habe ich da vorne einen Fernseher stehen, und auf diesem Fernseher sehe ich genau das, was ihr jetzt seht. Praktisch nicht von außen, ja, und kann dann sehen, treffe ich denn Hamburg jetzt genau? Und siehe da, da ist Hamburg.” „Das ist sozusagen ein bisschen Übungssache, dass man das dann kann.” „Ja, ich sehe gerade, wir haben so ein anderes Bild nochmal eingespielt, das nochmal den Eindruck so vermittelt, wie das hier in dem Studio aussieht.” „Das wirkt ja voll ernüchternd. Und links sieht man gerade noch so einen Monitor. Da steht irgendwie was drauf. Das ist der Monitor, von dem ihr geredet habt?” „Das sind die. Genau da ist der Text. Auf der einen Seite unten der Text. Und oben ist der Monitor. Ich weiß nicht, ob ihr das sehen könnt. Ich gehe mal hier rüber.” „Ja.” „Dieser Monitor, das ist der, auf dem dann die Bilder zu sehen sind”. „Hier sieht man so ein bisschen blau schimmern. Okay, Wolfgang, das war total toll. Also, vielen Dank, das war eine Ehre. Tschüss Wolfgang, nach Frankfurt.” „Macht es gut. Tschüss.” „Ciao.” Direkt neben dem Studio zeigt mir Matthias den Regieraum. Hinter einer Glasscheibe sind zehn Menschen dafür zuständig, dass die Nachrichten bei euch in dem Fernseher zu sehen und zu hören sind. Für Kameraleute gäbe es bei einer Nachrichtensendung nicht viel zu tun. Denn die Kameras bewegen sich kaum. Anders als bei uns. Hier wird noch gearbeitet. Also, hier bei euch wird auch gearbeitet. natürlich. Von der Regie aus werden die Kameras ferngesteuert. Frage an die Kamera. Ist es schon mal passiert, dass jemand den Fernsteuerknopf nicht loslassen wollte? Schaut mal, was während einer laufenden Sendung passiert ist. Plötzlich schwenkt die Kamera und der Sprecher ist verschwunden. Ach, da kommt er wieder. „Hallo, wie heißt du?” „Ich bin der Carsten.” „Carsten arbeitet an dem Bildmischpult. Mit seinen vielen Knöpfen schaltet er zwischen dem Sprecher und den Filmbeiträgen hin und her. Oder er kann Schriften in dem Bild erscheinen lassen. Die Bilder wären nichts ohne den passenden Ton. Dafür ist Gabi zuständig. Damit niemand vor dem Studio Krach macht, also, zum Beispiel in dem Gang Fußball spielt und so die Sendung stört, schaltet Gabi in dem ganzen Haus ein rotes Warnlicht an. Und es gibt noch einen ganz speziellen Knopf: „Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau.” Den Knopf, den drückst du immer? Das heißt, das ist alles elektronisch hier?” „Nein, nein, der Gong, der ist echt. Das ist ein ganz echter Gong, der hängt in dem Keller. Den kann man auch angucken und anfassen. Das ist ein richtiger Gong.” „So beginnt eine Nachrichtensendung und wie hört sie auf?” „Mit der Musik. Die haben wir hier.” „Und da steht dann auch noch so eine kleine Big Band in dem Keller?” „Nein, das nun nicht. Das ist schon vorproduziert, aufgezeichnet.” „Okay, danke Gabi.” „Aber gerne.” „Und damit gebe ich zurück -. Gehe ich zurück in das Studio. Das sind die Zettel?” „Ja.” „Und die liest du vor. „Also die Zettel sind sozusagen mein Sicherheitsprogramm, aber hauptsächlich lese ich hier von dem Teleprompter, dieser kleinen Scheibe, diesem Spiegel vor der Kamera. Wenn du da mal drauf guckst, dann siehst du, wenn du genau hinguckst, das ist so ein schräg gestellter Spiegel.” „Ach ja, genau.” „Und unten ist so eine Art winziger Fernsehmonitor, auf den dieses Schriftbild läufst. Also, der Monitor spiegelt quasi das Schriftbild nach oben.” „Sowohl in der chinesischen Provinz Guangxi als auch an dem mexikanischen Vulkan Popocatepetl gilt der Spruch: “Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid”, guten Abend.” „Das ist ausbaufähig.” „Man schaut in die Kamera und kann trotzdem den Text sehen.” „Richtig.” „Aber wie weißt du jetzt eigentlich Chinesisch ? Woher weißt du, wie man das ausspricht? “ „Also, das eine ist natürlich festgelegte Regel. Es heißt Chinesisch ([ˈç]), nicht Chinesisch ([ˈʃ ]) und auch nicht, wie wir in Bayern oft sagen, Chinesisch ([ˈk]). Nein, Chinesisch ([ˈç]. Aber diese Spezialwörter, hier zum Beispiel diese Provinz, Guangxi. Da gibt es bei uns in dem Computer was ganz geschicktes.” „Das will ich mir natürlich mal anschauen. Dazu gehen wir in Claus-Erichs Büro. Jetzt bin ich gespannt. Hier sind deine zwei Computer.” „Jetzt habe ich zum Beispiel ein Wort, was mir immer ganz gut gefällt. Einen Fluss :Songhua.” „S-O-N-G-H-U-A.” „Songhua. Und da gucken wir jetzt bei der Aussprachedatenbank: Sōnghuā.” „Sōnghuā.” „Sōnghuā. Klingt doch schon ganz gut: Sōnghuā.” „Das heißt, wenn jetzt irgendwie Fischsterben in dem Fluss ist, dann bekommst du erstmal einen Text von deinem Redakteur. Dann liest du: “Aha, man weiß ja nie genau, wie so ein chinesischer oder vietnamesischer Fluss ausgesprochen wird”, dann schaust du nach. Drück nochmal drauf: Sōnghuā.” „Sōnghuā.” „Dann gehst du rüber in das Studio und sagst…” „Die ganze Zeit während ich rübergehe: “Sōnghuā, Sōnghuā, Sōnghuā”.” „Das prägst du dir dann auch so ein?” „Genau.” „Und dann weiß jeder in Deutschland: “Sōnghuā”...” „Ja.” „Hier, und das ist ja auch nochmal interessant, was es hier gibt.” „Ach, komm, jetzt hier alle Geheimnisse?” „Haarlack und Schminke und so ein Zeug” „Das musst du doch nicht alles zeigen, Mensch” „Und ein Glas Wasser.” „Ja, das ist ganz wichtig. Das habe ich nämlich auch schon gehabt. Dann plötzlich kriegst du einen Frosch im Hals.” „Bei so viel Text in so vielen Sendungen ist natürlich schon mal was schief gegangen.” „Eigentlich sollte an dieser Stelle der Wetterbericht kommen. Heute Morgen gab es bereits den ersten Bodenfrosch. Den ersten Bodenfrost.” „Entschuldigung.” „So, Claus-Erich hat in ein paar Sekunden wieder Sendung. Und ich mache mich nützlich und bringe alle alten Frösche und Blätter zu dem Müll. Hallo schon wieder.” „Jetzt warten wir einen kleinen Moment bitte, ja?” „Ich will ja nur den Mülleimer zurückbringen.” „Nein, aber es ist noch Sendung.” „Achso, jetzt.” „Und deswegen kann jetzt nicht gereinigt werden.” „Ja. Ich habe schon gereinigt. Also…” „ Musst du aber einen Augenblick warten, bitte.” „Okay, warte ich hier.” „ Ja.” „Irgendwer wird ja nicht in das Studio rein laufen.” „Nein.” „Ist das der Grund, weswegen du da stehst?” „Ja, es ist schon einmal passiert, dass ein Putzmann halt mit auf Sendung war.” „Und das ging damals so auf Sendung. In der Technik laufen jetzt die Vorbereitungen für die 20 Uhr Sendung. Reporter schicken von überall ihre Beiträge. Auch von Florian kommt ein neuer Film über die Hafendemo. Und in der Redaktion bespricht Andrea mit ihren Kolleginnen und Kollegen, welche Meldungen in welcher Reihenfolge in die Sendung kommen. Aber jetzt ist nicht mehr viel Zeit. Also, auch der CVD, der kommt immer pünktlich zu der Arbeit. Aber wir haben noch ungefähr anderthalb Minuten. Ihr habt die Sendung sozusagen fertig.” „Wir haben alle Beiträge. Das ist ganz toll, weil das passiert nicht immer eine Minute vor der Sendung. Also, insofern sind wir schon mal ganz zufrieden.” „Das kann nur noch während der Sendung fertig gestellt werden sozusagen.” „Ja, genau. Ja.” „Das heißt die Sendung steht und wir haben jetzt noch 45 Sekunden und dann: “Guten Abend, meine Damen und Herren”. Gibt es denn nicht ein Stühlchen für mich?” „ Bestimmt.” „Hier ist einer, ich kümmere mich darum. Viel Erfolg. Es ist soweit. Millionen Zuschauer sitzen jetzt vor dem Fernseher. Wenn Filmbeiträge laufen, können alle in der Regie kurz durchatmen. Damit jeder rechtzeitig weiß, dass es gleich weitergeht, macht Ann-Kathrin zehn Sekunden vor Filmende eine Durchsage. Und zehn Sekunden bevor jetzt dieser kleine Film fertig ist, drückst du welchen Knopf?” „Den Regie ARD 1.” „Und was sagst du dann?” „ Zehn.” „Du bist das Zehn-Mädchen?” „Genau.” „Kann ich mal der Zehn-Junge sein?” „Ja, gerne.” „Sag mir mal, wann soll ich ?” „Bei 01:18.” „Schaut mal, hier läuft die Uhr. Bei 01:18 Minuten werde ich drauf drücken und “zehn” sagen. Okay.” „Ja,wollen wir hoffen.” „Und dann dauert der Film noch zehn Sekunden. Zehn. Die Nachrichtensprecher stehen vor einer blauen Wand. Alles, was in dem Bild blau ist, wird durch den Hintergrund ersetzt. Vor dem Studio passt eine Wachfrau auf, dass niemand durch das Bild läuft. Die Kameras werden von der Regie aus ferngesteuert. Und es gibt auch eine Taste für den Gong.„Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau. Guten Tag, meine Damen und Herren. In der heutigen Willi will’s wissen-Ausgabe zeigte sich Willi Weitzel wieder von seiner neugierigen Seite...” Schade aber, dass er mich gar nicht befragt hat. Na ja, vielleicht bei dem nächsten Mal. Tschüss.”

1 Kommentar

1 Kommentar
  1. Cool,
    Mit Willi willst wissen
    Von Grace

    Von Nicoklahr, vor mehr als 6 Jahren
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