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Willi ist im Fernsehen

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Team Wissensdurst
Willi ist im Fernsehen
lernst du in der 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Willi ist im Fernsehen

Heute erklärt Willi, wie eine "Willi will's wissen"-Folge entsteht und ins Fernsehen kommt. Nach vielen Vorarbeiten im Büro ist der Drehtag gekommen, das Team fährt los zum Drehort. Die erste Szene klappt lange nicht, deshalb lässt der Regisseur sie so oft wiederholen, bis er, der Kameramann und der Tonmann zufrieden sind. So geht das auch bei den folgenden Szenen. Alle bespielten Kamera-Kassetten landen dann am Schnittcomputer, wo aus vielen Stunden "Willi-Material" eine 25-minütige Sendung geschnitten wird. Anschließend spricht Willi in der Sprecherkabine noch einen Kommentartext. Das fertige Sendeband bringt Willi zum Sender, dem Bayerischen Rundfunk. Die Folge soll zuhause am Fernseher gut empfangen werden. Die Verbreitung geschieht über die Hausantenne auf dem Dach, über Kabel und via Satellit. Und ob alles tatsächlich funktioniert, davon kann man sich bei jeder neuen Willi-Sendung überzeugen...

Transkript Willi ist im Fernsehen

Wo geht das hin, das Rohr im Klo? Wer bringt meine Post nach Mexiko? Wie werde ich Astronaut? Wie wird ein Haus gebaut? Willi will es wissen. Willi will es wissen. Wie wird man eigentlich Bürgermeister? Und warum klebt Tapetenkleister? Wie löscht die Feuerwehr? Wo kommt die Kohle her? Wo, wer, wie? Willi will es wissen. Willi will es wissen. Heute gibt es eine ganz besondere Sendung, denn heute zeige ich euch, wie “Willi wills wissen” gemacht wird und wie die Sendung zu euch nach Hause in den Fernseher kommt. Und deswegen würde ich sagen, der Typ hinter mir hat genug erzählt und ich werde euch zeigen, wie das Ganze funktioniert. So geht das mit dem Fernsehen. Wie genau, das zeige ich euch heute am Beispiel der Sendung über das Hotel. Die lief ja schon vor ein paar Wochen. Vielleicht habt ihr sie ja gesehen. Als Gegenleistung für eine Übernachtung habe ich im Hotel gearbeitet, mehr oder weniger erfolgreich. Und wie diese Sendung gemacht wurde, darum geht es also heute. Wenn ihr eine “Willi wills wissen Sendung” seht, dann seht ihr normalerweise nur mich. Dabei gehören zum Willi wills wissen Team viel mehr Leute, zum Beispiel die Petra. Das ist unsere Projektleiterin, die ist ein bisschen kitzelig, aber schüchtern, wenn die Kamera läuft. Der Ralph und die Lisa. Wir vier sitzen hier am Schreibtisch und hier arbeiten wir. Ja, hallo, Lisa Buchner vom Willi wills wissen Team. Es geht um den Dreh morgen. Ja. Und für eine Sendung, die bei euch im Fernseher läuft, sind wir ungefähr drei Wochen beschäftigt. Apropos beschäftigt. Ich muss mir noch Fragen ausdenken. Hotel, hm. Der Großteil der Vorbereitungen für eine Willi Sendung findet in unserem Redaktionsbüro statt. Lisa macht Termine mit den Interviewpartnern, ich denke mir 1000 Fragen aus, Petra kümmert sich bereits um die übernächste Sendung. Ralph, als Regisseur, überlegt mit welchen Szenen die Hotelsendung anfangen und wie sie enden soll. Je näher der Drehtermin rückt, umso hektischer wird es. Ich habe hier was für dich. Schaut mal. Und manchmal sind wir einfach nur albern. Hallo, heute ist es so weit. Heute drehen wir, wie wir drehen. Also, nicht so drehen, sondern wir drehen eine Reportage. Das mache ich nicht alleine, natürlich mit einem Kameramann und einem Tonmann. Das sind die zwei, die ihr sonst nie seht. Morgen, Fischer. Servus, Willi. Servus, hallo. Morgen Stefan. Servus, Willi. Der hat einen echten Arm übrigens. Ja, Fischer, Kameramann. Fischer nennen wir den, nicht Hans-Peter, so heißt er eigentlich mit Vornamen. Fischer ist sein Spitzname. Fischer, das ist deine Kamera. Das ist meine Kamera. Also. Kannst du mal was drehen? Jetzt noch nicht, weil ich muss ja erstmal einen Akku drauftun. Muss man dieses Teil hier. Batterieakku einfach. Da läuft die eine Stunde lang ungefähr. Dann kommt ein Videotape hier in die Kamera rein. Wie viele Minuten gehen da drauf? Da gehen 40 Minuten drauf. Dann macht man das wieder zu. Und wenn ich jetzt die Kamera einschalte, dann bin ich drehfertig, kann es losgehen. Wie ist denn das für dich jetzt überhaupt? Du bist ja normalerweise wirklich hinter der Kamera beschäftigt. Und jetzt vor der Kamera. Ich bin super nervös. Jetzt kann ich auch die Leute verstehen, die so ein bisschen unruhig werden, wenn die Kamera so nah rankommt. Wirklich? Wenn man so auf den Pelz rückt und so. Ja, schon. Dann führ mal vor, wie du filmst. Die kommt auf die Schulter, die Kamera. Brille an oder ab? Ja, die kommt weg natürlich jetzt. So, Willi. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Willi wills wissen. Hier, Test, Test. Aber da ist gar kein Ton jetzt drauf? Ich bin gerade dabei. Ihr wisst ja, auf die Tonleute muss man meistens warten. Das ist deine Tonangel, ja. Also, das sieht eigentlich aus wie so ein Golfschläger für Riesen. Kann man auch machen, ja. Die kann ich quasi ganz lang machen, wenn ich will. Weil ich stehe ja hinter der Kamera und muss quasi über den Kameramann drüber mir die Töne angeln. Das ist ein Mikrofon oben? Da ist ein Mikrofon drin. Genau. Aber ich habe ja meistens Ansteckmikrofone. Genau. Das ist das spezial Mikro für dich. Das ist das kleine. Ganz winziges, kleines Mikro. Das sieht man eigentlich gar nicht. Weil das verstecken wir beim Willi unter dem Pullover. Hier ist das Mikrofon. Das ist das Mikrofon, genau. Das ist miniklein. Da kann ich reinreden. Und da kommt so eine Nadel dran, damit du es reinhängst. Was ist denn eigentlich wichtiger? Ton oder Kamera? Beides ist wichtig. Sagst du das auch, Fischer? Klar, beides ist gleich wichtig, absolut. Ich wollte jetzt eigentlich einen Streit zwischen euch entfachen. Das stecken wir da hinten. Das schaffst du nicht. Du sagst: „Nein, ich bin wichtiger“. Nein, wir arbeiten schon so lange zusammen, wir können da gar nicht mehr streiten. Ok. Du hörst jetzt. Also, wie läuft das jetzt? Das Teil hier, was du mir in die Tasche gesteckt hast, das ist ein Sender? Das ist ein Sender, genau. Ich spreche hier oben rein. Das funkt jetzt zum Empfänger. Zu dem Teil? Genau. Ich habe hier einen Empfänger, da steckt noch die Mischung dran. Und dann habe ich noch mal zwei Sender. Und an der Kamera noch mal zwei Empfänger. Zeig mal. Da. Und beide Töne auf die Kamera gefunkt. Also ich spreche hier oben rein, sende das zu dir, du kontrollierst das. Genau. Das geht da rein und du kannst es hier auch steuern. Genau, ich kontrolliere es und gebe dann an die Kamera. Und sendest wieder rüber. Und so landen jetzt Bild und Ton auf der Kassette in der Kamera. Machen wir einen Test, eins, zwei. Mach mal eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben. Eine alte Frau kocht Rüben. Genau, ja, geht, super. Und, hallo, hallo, auch wenn ich ganz leise rede, dann kannst du mich-. Ganz leise redest, kann ich dich hier lauter machen, ja. Und auch wenn ich ganz laut werde, hörst du es auch. Entschuldigung. Man sollte es sich natürlich nie mit den Kollegen verscherzen, man muss ja den ganzen Tag mit ihnen zusammenarbeiten. Entschuldigung, war nur Show. Also, jetzt wisst ihr, wie das Kamerateam von Willi wills wissen aussieht, der Fischer und der Stefan. Und damit ihr mal seht, wie wir arbeiten, haben wir diese Kamera, also die, dabei. Fischer, film doch mal bitte den Alf und den Specki. Das ist der Alf. Und der Specki. Das ist der Tonmann. Der hat auch eine Tonangel. Wo ist denn die Kamera jetzt? Jetzt geht es los, ja? Achso hier. Ja, wer denn jetzt? Ja, ah. Ja, gehen wir auf alle Fälle. Abmarsch zum Dreh. Das Willi wills wissen Team, Kamera- und Tonausrüstung, alles rein in den Bus. Und los zum Hotel. Wir sind jetzt mitten in München. Und das hier ist das Hotel, in dem wir gleich drehen werden. Das ist ein ziemlich schickes Hotel. Deswegen ziehe ich mir natürlich auch was Schickes an. Am Anfang drehen wir die sogenannte Anmoderation, das heißt, den Anfang der Sendung. So. Passt so? Ja. Moment, du brauchst noch ein bisschen Puder. Jetzt schminken, gell? Damit du nicht so glänzt. Ja, also ist das so, nicht nur ich würde glänzen, erzähl du es mal, Lisa. Alle würden glänzen. Deswegen muss man alle, die im Fernsehen sind, ein bisschen schminken. Außerdem ist es kalt und die Nase ist rot und das soll man nicht so sehen. Meine Nase ist nicht nur rot, die ist auch groß. Habe ich mal gehört. Setzt du die bitte auf? Ja. Jetzt krieg ich noch eine Brille und einen Bart. Schließlich geht es ja um ein Luxushotel und da muss man schon was hermachen. Deshalb fahre ich auch in einer Limousine vor. Ralf als Regisseur erklärt Fischer, was passieren wird. Und dann käme dann der Herr Berg und macht die Türe auf. Und das bedeutet, dass der Willi, wenn er dann hinten aussteigt, dann läuft er auch so um uns herum. Okay, dann gehe ich so. Genau, ja. Okay, gut. Okay, gut. Bist du bereit? Nein, noch nicht ganz. Okay, und bitte. So, ab jetzt läuft die Kamera und filmt die Szene. Und natürlich auch jeden Fehler, der passiert. Guten Morgen meine Herren. Sorry, also Abbruch. Willi, das gibt es doch nicht. (I2: Ach, Entschuldigung.) Jetzt müssen wir nochmal zurück auf Position. Also, Kommando zurück und noch mal. Mal sehen, ob es jetzt klappt. Ups, da ist Alf wohl gegen das Schild gelaufen. Sie haben Gepäck zum Ausladen? Nein. Moment, Moment. Willi. Ah, doch, natürlich. Entschuldigung. Entschuldigung, Ralf. Okay, das ist kein Problem. Machen wir ruhig noch mal. Okay, Ankunft Willi, nächster Versuch. Also so langsam wird es kalt, oder? Guten Morgen, meine Herren. Guten Morgen. Herzlich willkommen. Dankeschön, haben Sie haben Gepäck zum Ausladen? Ja, im Kofferraum. Ja und so geht das jetzt zwei Tage am Stück. Immer drehen und aber, ja, immer ein bisschen Hektik halt. Und deshalb in Ruhe für euch, was es bisher übers Fernsehmachen zu sagen gibt. Fernsehmachen ist Teamarbeit. In der Redaktion bereiten wir die Dreharbeiten vor. Stefan versteckt ein kleines Mikrofon unsichtbar unter meinem T-Shirt. Auch wenn ich ganz laut rede. Am Mischer kontrolliert er die Lautstärke der Aufnahme. Fischer sorgt für scharfe Bilder. Und wenn beim Dreh was schiefgeht, wird die Szene so lange wiederholt, bis sie okay ist. Schaut mal. Die Petra und der Rolf. Die schneiden hier das Material, was wir im Hotel gedreht haben. Aber die schneiden nicht mit so einer Schere, sondern das schauen wir uns mal an. Petra, Rolf, hi. Hi. Servus, wie läuft es denn? Ja, ganz gut. Sind das die Bänder, die wir gedreht haben? Das sind sie. Die kennt ihr ja auch. So ein Band haben wir ganz am Anfang beim Fischer in die Kamera rein gemacht. 40 Minuten sind da drauf, oder? Ja, genau. Wie viel haben wir gehabt? Sieben Stück. Sieben Stück? Das heißt, sieben Mal 40 Minuten? 280 Minuten, haben wir gedreht? Ja und ihr müsst jetzt 25 Minuten da draus machen. Rolf, du bist ein Cutter, gell? Ja. Cutter ist Englisch. Was heißt das? Vielleicht ungefähr wie Schnittmeister. Schnittmeister, Friseur. Ist das deine Schere hier, oder was? Nein. Aber wie schneidest denn du? Beziehungsweise, was mich am Anfang mal interessieren würde, wie kriegst denn du jetzt diese Kassetten, die hier drin sind, in den Computer rein? Also irgendwie so, rein damit. Wie geht das? Also, das ist alles draußen. Das sehen wir hier nicht. Weil das macht alles ziemlich Geräusche macht und in dem Raum möchten wir es lieber bisschen ruhiger haben. Das wird eindigitalisiert, so heißt der Vorgang. Das heißt, man spielt das quasi über einen Computer auf eine Festplatte. Und hat hier dann überall Zugriff auf alle Bilder gleichzeitig. Das heißt, alles, was wir gedreht haben, ist jetzt hier im Computer auf einer Festplatte. Genau, ich kann quasi immer ein Bild anklicken und kann mir das dann reinladen. Kann auf die Schnelle 20 Minuten am Stück anschauen. Das heißt, diese Maus ist deine Schere? Sozusagen, ja. Ich habe mal gehört, am Schneidetisch haben wir noch jede Sendung gerettet. Ja, deine Fehler musst du keine Angst haben, die sind nicht drin. Welche Fehler? Aber das ist schon wahr, was ich eben gesagt habe? Ihr könnt am Schnitt ganz schön viel versauen. Oder auch retten, also. Aus dem Material brauchen wir dann doch nur 25 Minuten, weil so lang ist die Sendung. Insofern haben wir eine gute Chance, dass viele gute Szenen drin sind, wo alles geklappt hat und die gut verständlich sind und die lustig sind und wo man viel erfährt über das Hotel. Und nur die Szenen, die schneiden wir dann hier. Ihr nehmt quasi nur das Beste vom Besten. Wir nehmen nur das Beste. Führ doch mal was vor, wenn du auf dem Computer so fit bist, Rolf. Und dazu noch einmal zurück zu den Dreharbeiten im Hotel. Die Schuhputzszene. Mit den gleichen Bildern, die Fischer gedreht hat, erzielt man völlig verschiedene Wirkungen, je nach Geschwindigkeit und Musik. Und das zeigt uns Rolf jetzt. Zuerst traurige Musik und Zeitlupe. Ich leide furchtbar. Schuheputzen ist die Hölle. Okay, mach weg. Ja, lieber weg. Na Petra, hast du schon Angst gekriegt? Ja, total, vor allem vor dir. Du hast dich schon vollgekleckert. Der lustigste Willi der Welt. Und jetzt lustige Musik und schnelle Bilder. Schuheputzen ist doch gar nicht so schlimm, macht sogar Spaß. Sprach Abraham zu B-Braham „Kann ich mal dein Zebra haben?“ Hey, kommt mal rein. Ich trainiere hier gerade mein wichtigstes Werkzeug, meinen Mund. Das ist hier eine Sprecherkabine und hier drinnen spricht man. Ich spreche hier diesen Text. In jeder Folge erzähle ich ja was aus dem Hintergrund. Da geht es um den Titel, wo ich bin, manchmal fasse ich irgendwas zusammen. Und es gibt ja die Wiederholungen. Und das passiert hier drin, in dieser schalldichten Kabine. Habe ich einen Kopfhörer auf. Und eigentlich kann niemand hören, was ich hier drin sage. Ich kann fluchen. Aber das mache ich natürlich nicht, weil über dieses Mikrofon hören mich die Petra und der Rolf. Die sind nämlich im Nachbarstudio. Wollen wir da mal rüber schauen? Ich gehe mal vor. Mist der Kopfhörer, egal. Petra, Rolf, ich bin so weit. Wir haben alles gehört. Habe ich es doch gewusst. Ja, ich bin so weit. Ja, bei mir ist alles locker. Geh ich rüber? Gehst rüber, fängst an. Alles klar. Fangen wir vorne an? Kleiner Scherz. Das Rotlicht zeigt an, dass jetzt eine Vertonung stattfindet. Hallo, hört ihr mich? Ja. Soll ich mit dieser Stimme oder mit dieser Stimme sprechen? Lieber ganz normal, wenn es geht. Ich kann quasi mit der Petra und dem Rolf über dieses Teil sprechen. Petra, sag mal irgendwas, was Lustiges aber. Es ist verboten, toten Kojoten die Hoden zu verknoten. 20 Zwerge machen Handstand, zehn im Wandschrank, zehn am Sandstrand. Wir können anfangen. Fahren wir ab? Fahren wir ab. Wir geben dir ein bisschen Vorlauf. Okay, ja. Wo gibt es Luxus noch und nöcher, ganz sicher im Münchner Königshof. Das Hotel hat fünf Sterne. Je mehr Sterne ein Hotel hat, umso luxuriöser ist es. Machen wir glaube ich noch mal. Kannst du bisschen näher ans Mikro bitte? Sehr gut. Komm. Wo gibt es Luxus noch und nöcher. In der Sprecherkabine steht ein Monitor. So kann ich beim Lesen den Film sehen und weiß genau, was ich wann sagen muss. Am Peak-Meter kontrolliert Rolf, ob die Lautstärke okay ist. Passt es? Super. Hotelsendung ist fertig. Hier ist das Sendeband. Dann bringe ich das rüber jetzt. Das wäre gut. Und gut drauf aufpassen. Hey, bitte. Ich sag es ja nur. Lisa, Ralf, Petra, Tschüss! Bis dann, Servus. Tschau. Das Sendeband mit der fertigen Hotelsendung bringe ich jetzt zum Sender, zum Bayerischen Rundfunk. Hallo, Willi. Herr Hülbrock, Servus. Herr Hülbrock führt mich zu den wichtigsten Stationen. Als Erstes kontrolliert Bildtechnikerin Gabi, ob das Band technisch einwandfrei ist. Ob der Tonpegel zum Beispiel passt. Wo ist der? Der Tonpegel, den sieht man hier. Der muss zwischen dem roten Strich und dem roten Bereich sein. Also es stimmt optimal. Am Oszilloskop kann sie erkennen, ob die Bildwerte stimmen. Es darf zum Beispiel nicht über dieser roten Linie sein, sonst würdest du daheim nur noch weiß überstrahlte Bilder sehen. Wäre auch nicht schön. Jetzt die wichtigste Station: die Senderegie. Hier sitzt Tomtom, sozusagen ein professionelle Fernsehgucker. Schau mich mal genau an, Tomtom. Nein, eigentlich nicht. Ich habe nämlich mal gehört, dass man viereckige Augen kriegt vom vielen Fernsehschauen. Noch nicht? Nein, noch nicht. Ohne Tomtom wäre euer Fernsehbild zuhause schwarz. Denn nur, wenn er auf diesen Knopf drückt, geht eine Sendung auf Sendung, Willi wills wissen zum Beispiel. Dort hinten in dem Haus, da sitzt der Tomtom in der warmen Senderegie. Und wenn der auf den Knopf drückt, startet das Fernsehbild und dann landet das hier. Bei dieser Satellitenschüssel. Wie funktioniert das dann weiter? Ja, von hier geht das dann zum Astra-Satelliten, der in einer Entfernung von 36.000 Kilometern sich befindet. Im Weltall. Und der sendet das jetzt auch im Moment? Ja. Der ist die ganze Zeit in Betrieb. Unsichtbar. Da knattert ein bisschen was. Ich höre nichts. Das ist vielleicht der Generator da drüben, irgendwas. Und wie geht das dann von dem Satelliten im Weltall weiter? Von da wird es dann runter gesendet, zu den kleinen Satellitenempfängern, die bei jedem Zuschauer sich befinden, der eine Satellitenempfangsanlage hat. Achso, das heißt, wenn ich so eine Salatschüssel, Satellitenschüssel auf dem Dach habe, dann kann ich direkt vom Satelliten im Weltall das Programm empfangen. Richtig, wenn er auf den Astra-Satelliten ausgerichtet ist, geht das. Ganz schön weite Reise eigentlich. 36.000 Kilometer hoch. Und noch mal zurück.: Macht? 72.00, glaube ich, ja. Kilometer. Ja genau, ganz schön weite Reise. Aha. So funktioniert also Satellitenfernsehen? Genau. Ganz einfach eigentlich. Aber wie geht denn das mit Kabel und Antennen? Dafür ist die Telekom dann zuständig. Ach so. Da müsste ich zu denen gehen? Genau. Dann mach ich das. Ja. Da lang? Da lang? Da. Okay, Herr Hülbrock, vielen Dank. Servus, tschau. Im Schnitt werden aus vielen Stunden die besten 25 Minuten zu einer Sendung zusammengeschnitten. In der Sprecherkabine spreche ich den Kommentartext. Im Bayerischen Rundfunk wird überprüft, ob das Sendeband technisch in Ordnung ist. Und wenn Tomtom auf diesen Knopf drückt, geht Willi wills wissen auf Sendung. Jetzt bin ich bei der Telekom. Kommt mal rein. Herr Plattner, ich glaube, das ist der technischste Raum, den ich je gesehen hab. Aber was habt denn ihr jetzt von der Telekom mit den Fernsehbildern in unserem Studio zu tun? Ganz einfach, das Fernsehsignal kommt hier über Kabel an. Und welches Kabel von den ganzen Trilliarden Kabeln ist das jetzt? Hier, die Nummer 29. Hier kommt das sozusagen an? Genau, hier kommt das an. Das heißt, ich könnte das jetzt hier aufschrauben, dann könnte ich Willi wills wissen sehen? Wenn du da aufschraubst, dann gibt es ein Problem. Dann kann keiner deine Sendung sehen, weil ja dann die Verbindung unterbrochen ist. Wie kann denn eine so großartige Sendung wie Willi wills wissen über ein so kleines Kabel kommen? Das Signal, das wir vom Studio bekommen, wandeln wir in ein Lichtsignal um. Also in ein optisches Signal. Und das können wir über Glasfasern übertragen. Und damit du mal siehst, wie dünn diese Glasfaser ist, ziehst du mal die Kappe ab. Das ist ein ganz, ganz kleiner Punkt. Das ist nämlich so dünn wie ein Frauenhaar. Sind Männerhaare dicker? Die sind, ja, manchmal. Wenn die Männer noch Haare haben. Muss ich mir das jetzt wirklich so vorstellen, das Fernsehbild, was wir vorher gesehen haben, über so ein kleines Lichtpünktchen jetzt hierher gekommen ist? Richtig. Dann kommt das so hier an. So als so ein Piep, Piep, Piep. Das wäre jetzt Willi wills wissen. Aha, aber eigentlich will ich mir vorstellen, dass ich hier drauf jetzt Willi wills wissen projiziere, auf die Hand. Da sehe ich aber nur einen roten Punkt. Genau, weil dieses Lichtsignal wandeln wir über technische Geräte wieder in ein normales elektrisches Signal um, das man am Fernseher betrachten kann. Können wir uns das mal anschauen? Gerne. Immer dem Kabel nach sozusagen? Immer dem Kabel nach. Okay. Welchem jetzt? Ich habe es verloren. Da läuft es ja schon. Hier. Ja, Willi. Das ist unsere Hotelsendung. Was passiert denn jetzt hier? Das ist ganz einfach, Willi. Hier kommt das Signal aus dem Studio an. Und wir kontrollieren es noch mal, ob auf dem Verbindungsweg vom Studio bis zu uns hier keine Beeinträchtigung geschieht. Weil schau her, Willi, es ist so, das Studio ist dafür zuständig ist, dass das Signal in guter Qualität rausgeht. Und wir sind dafür zuständig, dass das Signal anständig transportiert wird. Das heißt, von hier aus geht es jetzt direkt in die ganzen Wohnzimmer und Fernseher? Nicht ganz. Zuerst geht es jetzt noch zum Fernsehturm. Zum Fernsehturm? Jawohl. Und den schauen wir uns an. Fernsehturm? Genau. Klasse, auf geht es. Super. Dort unten bei euch kommt jetzt das Kabel aus der Sendeanlage. Und jetzt geht es hoch. Nach oben in den Turm. Und ich gehe natürlich auch hoch. Und der Herr Plattner, ich sag ja nichts, aber der ist mit dem Fahrstuhl gefahren. Ah, eine Spinne. Jetzt bin ich gespannt, ob das der Willi schafft. Der wird ganz schön schwitzen. Herr Plattner, ich habe es geschafft. Grüß dich. Da schau her. Da hast du gleich wieder deine Jacke. Ja, kalt ist es hier oben. Wie hoch sind wir denn jetzt? 168 Meter circa. Ganz schön hoch, würde ich mal sagen. Warten Sie schon lange? Naja, jetzt wäre ich bald wieder gegangen. Cooler Ausblick. Obwohl, so ein richtiger Fernsehturm ist das ja auch nicht, oder? Tja, da hättest du dir anderes Wetter aussuchen sollen. Da unten sitzen die ganzen Leute in den Häusern und schauen Fernsehen. Woher kriegen die das Bild? Das ist ganz einfach. Hier, von der großen Antenne wird das abgestrahlt. Und die Leute können das über ihre Antenne empfangen. Und genauso senden wir das auch zu den Kabelkopfstationen. Und dort wird das über Kabel verteilt, damit diejenigen, die keine Hausantenne haben, das über Kabel empfangen können. Also noch mal. Man kann ja die Signale per Satellit empfangen. Das kennen wir ja schon. Und der Fernsehturm hier, der sendet Signale direkt zu den Hausantennen und außerdem zu den sogenannten Kabelkopfstationen. Ja und von dort wandert das Signal dann durch das Kabel zum Zuschauer. Kabelfernsehen eben. Genauso kann man das sehen. Und somit ist das Fernsehbild im Wohnzimmer. Ja, das hätte ich jetzt sagen sollen, weil ich bin hier für die Schlussworte zuständig. Wo geht das hin, das Rohr im Klo? Wer bringt meine Post nach Mexiko? Wie werde ich Astronaut? Wie wird ein Haus gebaut? Willi will es wissen. Willi will es wissen. Wie wird man eigentlich Bürgermeister? Und warum klebt Tapetenkleister? Wie löscht die Feuerwehr? Wo kommt die Kohle her? Wo, wer, wie? Willi will es wissen. Willi will es wissen. Aha, funktioniert ja. Ich wollte mich nur nochmal vergewissern, ob die Bilder tatsächlich im Fernseher ankommen.

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