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Geothermie - regenerative Energie 02:29 min

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Transkript Geothermie - regenerative Energie

Erdwärme gilt als die Energie der Zukunft. Während die Öl- und Gasvorkommen in absehbarer Zeit verbraucht sind, ist die Wärme aus der Erde wohl unerschöpflich. Denn in der Erde ist es heiß, bis zu 5000 Grad Celsius. Grund dafür: der permanente Zerfall radioaktiver Elemente. Wie diese Energie in Zukunft genutzt werden kann, das zeigt das Erdwärmekraftwerk im Rheinland-Pfälzischen Landau. Auf einem ehemaligen Militärgelände steht die Zukunft der Energiegewinnung. Thermalwasser aus tieferen Erdschichten wird in Strom und Wärme umgewandelt. „Wir haben also dreieinhalb Kilometer tief gebohrt, holen das heiße Wasser aus dieser Tiefe heraus und erzeugen damit Strom und nutzen gleichzeitig die Abwärme für die Wohnungen hier in Landau.‟ Um an das heiße Wasser zu gelangen, haben die Betreiber in den vergangenen Jahren tief gebohrt, bis zu 3300 Metern. Der Druck lässt das Wasser automatisch nach oben sprudeln, das Wasser ist 160 Grad Celsius heiß. Dann wird es technisch: Mithilfe eines Wärmetauschers wird die Temperatur des Wassers auf den Kohlewasserstoffpentan übertragen, der ähnliche Eigenschaften wie Benzin besitzt und bereits ab 28 Grad gasförmig wird. Dieser treibt die Turbine an und die produziert den Strom, der dann ins regionale Netz eingespeist wird. Das abgekühlte Wasser wird wieder in die Erde gepumpt, ein Kreislauf, der die Erde nicht belastet. Kein CO2, keine Emissionen, die Energie steht Tag und Nacht und rund um die Uhr zur Verfügung und ist nicht von Wind und Wetter abhängig. Das Pionierkraftwerk aus der Pfalz liefert Strom für 6000 Haushalte, ein Zukunftsmodell. „Andere Technologien haben auch mal angefangen und somit ist das jetzt hier der Start. Und wir hoffen, dass das der Start ist für eine neue Energieära hier in Deutschland.‟ 20 Millionen Euro hat das Werk in der Pfalz gekostet. Nach zehn Jahren, so hoffen die Betreiber, soll die Anlage sich rechnen. Ein zweites Kraftwerk in der Nähe ist bereits in Planung.