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Hindenburg wird Reichspräsident

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Team Zeitreise
Hindenburg wird Reichspräsident
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Grundlagen zum Thema Hindenburg wird Reichspräsident

Paul von Hindenburg wird am 26. April 1925 zum Reichspräsidenten gewählt. Ein Monarchist als Oberhaupt der Republik, laut Weimarer Verfassung ist der Präsident der wichtigste Mann im Staat, mit weit reichenden Befugnissen.

Transkript Hindenburg wird Reichspräsident

1925, Reichspräsident Friedrich Ebert ist gestorben. Die wichtigste Säule der wenig gefestigten Demokratie. Die Wahl des Nachfolgers. Jede Partei will ihren Mann an die Spitze bringen. Laut Weimarer Verfassung ist der Präsident der wichtigste Mann im Staat mit weitreichenden Befugnissen. So ist es gewollt, um der Vielfalt der Splitterparteien etwas entgegenzusetzen. Die Linke ist zerstritten. Die Kommunisten stellen Ernst Thälmann auf. Die Rechtsparteien einigen sich auf einen Kandidaten, der auch prompt gewinnt, Paul von Hindenburg. Ein Monarchist als Oberhaupt der Republik. Die Deutschen haben sich einen Ersatzkaiser gewählt, ein Symbol längst vergangener Größe. Ein Blick nach Holland, die Kaiserfahne über Schloss Doorn, dem Exil des ehemaligen deutschen Herrschers. Ohne dessen Zustimmung will Hindenburg sein Amt nicht antreten, heißt es. Wilhelm der II., der so oft fotografierte, ist mittlerweile ein wenig kamerascheu geworden. Ein Spaziergang am Meer mit dem verbliebenen Hofstaat. Der Ex–Kaiser soll dem getreuen Vasallen seinen Segen gegeben haben. Nach diesem monarchistischen Ausflug wird Hindenburg, wie die Geschichte zeigt, erstaunlich loyal zur Republik stehen. Der greise Generalfeldmarschall tritt sein Amt unter Jubel an. Die Deutschen scheinen sich nur noch daran zu erinnern, dass er die Schlacht von Tannenberg gewonnen und nicht, dass das Militär den Krieg verloren und den Frieden hinausgezögert hat. 1932 werden die Deutschen aufs Neue zur Urne gebeten. Dabei kommt es zu einer Premiere für Presse und Publikum in Bild und Ton. Zum ersten Mal gelang es, eine Aufnahme des Herrn Reichspräsidenten bei der Ausübung seines Wahlrechtes zu machen. Der Konservative hat bislang der Verfassung die Treue gehalten. Hitler, den er nur den böhmischen Gefreiten nennt, ist dem Ex–Feldmarschall zuwider. Noch macht der Kaisertreue, ein wenig mürrisch zwar, eine gute Figur im Wahlkarussell der Republik. Aber wie lange noch?

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