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Zugvögel 04:28 min

Textversion des Videos

Transkript Zugvögel

Einige Vogelarten wie Spatzen können wir im Sommer und Winter bei uns beobachten. Spatzen sind Standvögel. Auch die meisten Amseln verbringen das ganze Jahr bei uns. Ein Viertel aller Vögel zieht jedoch nach Südeuropa. Sie sind, wie auch Blässhühner, Teilzieher. Schwalben, Kraniche oder Störche sieht man nur im Frühling und Sommer. Sie ziehen im Herbst Richtung Süden. Die meisten heimischen Vogelarten sind Zugvögel, die im Laufe eines Jahres mehr oder weniger weite Wanderungen unternehmen. Häufig bemerken wir es gar nicht, Rotkehlchen sieht man zwar das ganze Jahr bei uns, doch im Winter sind es Vögel aus dem Norden. Die heimischen Rotkehlchen ziehen ans Mittelmeer. Viele kleine Singvögel sind Kurzstreckenzieher, die Europa nicht verlassen. Die Küstenseeschwalbe ist dagegen der Langstreckenzieher schlechthin. Sie pendelt im Laufe des Jahres viele Tausend Kilometer zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet. Es gibt aber auch Arten, die nur im Herbst und Winter bei uns zu beobachten sind. Sing- und Zwergschwäne zählen dazu. Sie brüten in Skandinavien und Sibirien, überwintern jedoch in Mitteleuropa. Hunderttausende Gänse machen sich im Spätsommer von der russischen Eismeerküste auf den Weg ins Wattenmeer. Grasfresser, wie die Nonnengänse, finden an der relativ milden Nordseeküste genug Nahrung auf den Salzwiesen und Getreidefeldern. Die Ringelgans, wie die Nonnengans ein Brutvogel des hohen Nordens, überwintert ebenfalls an der Nordseeküste. Ein ungewöhnliches Zugverhalten zeigen Silberreiher, sie ziehen von ihren Brutgebieten in Südosteuropa Richtung Norden. Nach Norddeutschland kommen jedes Jahr im Herbst und Winter mehr Silberreiher, warum ist bislang nicht genau geklärt. Lange Zeit wusste niemand, wo die Vögel den Winter verbringen oder woher unsere Wintergäste kommen. Wie hat man also herausgefunden in welche Gegenden sie ziehen oder aus welchen Regionen sie stammen? Der dänische Lehrer Mortensen hatte 1899 eine ebenso einfache wie geniale Idee. Er fing Vögel und beringte sie - bis heute die Standardmethode der Zugvogelforschung. In der Beringungsstation „Die Reit“ in Hamburg werden von Ende Juni bis Anfang November Vögel beringt. Stündlich kontrollieren die Beringer zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang die feinen Fangnetze. Die Vögel werden in Stoffbeuteln verpackt zur Station gebracht. Beringt wird mit speziellen Zangen. Eine Rotdrossel, ein Zugvogel aus Skandinavien, ist ins Netz gegangen und bekommt einen Ring. Die Aluminiumringe tragen fortlaufende Nummern. Zusätzlich sind die Ringzentrale und das Beringungsland eingestanzt. Anschließend wird der Vogel vermessen, sein körperlicher Zustand, sein Alter, Geschlecht und das Gewicht erfasst, und in ein spezielles Computerprogramm eingegeben. Danach wird die Rotdrossel sofort wieder freigelassen. Im Allgemeinen geht das Beringen sehr schnell, dennoch ist es für die Tiere großer Stress. Bislang wurden über 200 Millionen Vögel beringt und Millionen wiedergefunden. Allein in Europa markieren Beringer Jahr für Jahr ungefähr drei Millionen Vögel. So ist es im Laufe der Zeit gelungen, den Vogelzug nachzuvollziehen.

9 Kommentare
  1. Hallo Svetlanaanton81,
    es tut uns leid, dass dir dieses Video nicht weiterhelfen konnte. Wir haben noch ein anderes Video zum Thema „Zugvögel“, in dem auch das Rotkehlchen thematisiert wird.
    Hier der Link zum Video „Der Vogelzug - Überwintern im Süden“:
    https://www.sofatutor.com/biologie/videos/der-vogelzug-ueberwintern-im-sueden?topic=2514
    Ich hoffe, damit kannst du besser arbeiten.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 10 Monaten
  2. es gibts nichts was mit rotkehlchen zu tun hat ich finde diese app nicht so toll !!!!!!!!!!!!!!!!!! :((((

    Von Svetlanaanton81, vor 10 Monaten
  3. Hallo Sandra3xu, 
    vielen Dank für deinen Kommentar. Wir bestücken die Videos nach und nach mit interaktiven Übungen. Natürlich streben wir eine möglichst hohe Abdeckung an.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 11 Monaten
  4. Ich hätte mir auch viel mehr Aufgaben gewünscht.

    Von Sandra3xu, vor 11 Monaten
  5. Ich hätte mir mehr Aufgaben gewunscht.

    Von Ben W., vor mehr als einem Jahr
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Zugvögel Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Zugvögel kannst du es wiederholen und üben.

  • Skizziere das Zugverhalten unterschiedlicher Vögel.

    Tipps

    Standvögel überwintern, ohne ihren (Stand-)Ort zu wechseln.

    Lösung

    Amseln und Spatzen sind Standvögel. Sie bleiben das ganze Jahr über an einem Ort.
    Die heimischen Rotkehlchen ziehen in wärmere Regionen. Die Rotkehlchen, welche hier im Winter zu sehen sind, kommen aus kälteren Regionen zu uns.
    Tausende Gänse fliegen im Spätsommer von der russischen Eismeerküste ans Wattenmeer.
    Schwäne kommen aus Skandinavien und Sibirien – dort brüten sie. Zum Überwintern fliegen sie allerdings nach Mitteleuropa.

  • Benenne die abgebildeten Vögel mit ihren jeweiligen umgangssprachlichen Namen.

    Tipps

    Raben und Krähen haben dunkle, meist schwarze Schnäbel.

    Lösung

    Der kleine braune Vogel mit der roten Brust ist ein Rotkehlchen.
    Der Spatz ist ein kleiner braun-weißer Vogel.
    Die Küstenseeschwalbe hat eine schwarze Kopfkappe, weißes Gefieder und einen rötlichen Schnabel.
    Das Blässhuhn hat ein schwarzes Gefieder und einen auffällig weißen Schnabel.
    Der Reiher hat lange, dünne Beine, einen langen Hals und einen langen Schnabel, genauso wie der Storch.
    Störche haben allerdings rötliche Beine und Schnäbel.

    Folgende Vögel waren nicht abgebildet:
    Krähen haben zwar auch ein schwarzes Gefieder, aber einen dunklen, meist schwarzen Schnabel.
    Möwen haben ein weiß-graues Gefieder und einen gelblichen Schnabel.

  • Bestimme die Vogelarten, die in Deutschland überwintern.

    Tipps

    Es gibt Standvögel, die in Deutschland heimisch sind und nicht woanders überwintern.

    Zudem gibt es Zugvögel, die aus kälteren Gebieten nach Deutschland ziehen, um zu überwintern.

    Lösung

    Im Winter sieht man Standvögel, zu denen der Haussperling gehört. Er wird umgangssprachlich auch „Spatz“ genannt.
    Auch die Kohlmeise gehört als kleiner Singvogel mit gelben Bauch- und Brustseiten zu den Standvögeln, die das ganze Jahr über in Deutschland bleiben.

    Außerdem sieht man Vögel, die aus kälteren Regionen nach Deutschland fliegen, um zu überwintern – wie zum Beispiel viele verschiedene Gänse.

    Der Weißstorch und der Kranich verlassen als Zugvögel Deutschland über den Winter.

  • Erkläre den Ablauf der Beringung als Mittel der Zugvogelforschung.

    Tipps

    Die Beringung findet vor dem Vermessen statt.

    Lösung

    Um das Zugverhalten von Vögeln nachvollziehen zu können, macht man immer noch von der Beringung Gebrauch.
    Dabei wird der eingefangene Vogel in einem Stoffbeutel zu einer Beringungsstation gebracht.
    Dort bringt man ihm mit einer speziellen Zange einen Aluminiumring an das Bein an.
    Auf dem Ring befinden sich Informationen über das Beringungsland und die -station, sowie eine fortlaufende Nummer, um den einzelnen Vogel wiederzuerkennen.
    Danach wird der Vogel noch vermessen und das Gewicht und Geschlecht erfasst.
    Diese Daten werden in einem speziellen Computerprogramm gespeichert.
    Im Anschluss wird der Vogel wieder freigelassen.

    Wird der Vogel wieder bei einer anderen Station eingefangen, kann man aus den Daten erschließen, wo er herkam und wo er schon war.

  • Stelle den Unterschied zwischen Langstreckenziehern und Kurzstreckenziehern dar.

    Tipps

    Kleine Singvögel zählen zu den Kurzstreckenziehern.

    Lösung

    Langstreckenzieher wie zum Beispiel die Küstenseeschwalbe verlassen Europa und fliegen mindestens 4000 km von ihren Brutgebieten zu ihren Überwinterungsgebieten.

    Kurzstreckenzieher wie zum Beispiel das Rotkehlchen hingegen verlassen Europa seltener. Viele von ihnen sind kleine Singvögel. Sie ziehen maximal 2000 km von ihren Brut- zu ihren Überwinterungsgebieten.

  • Beschreibe die Anpassungen von Vögeln im Winter.

    Tipps

    Drei Begriffe bleiben übrig, da sie keine wahren Aussagen bilden, wenn sie eingesetzt werden.

    Schwarze Gegenstände absorbieren Licht und werden warm – wie ein dunkles Shirt in der Sommersonne.

    Lösung

    Rund 25 % aller Vögel ziehen im Winter Richtung Süden. Doch es gibt auch Vögel, die der Kälte trotzen und in Deutschland bleiben oder nach Deutschland kommen. Im Gegensatz zu einigen Säugetieren, wie zum Beispiel dem Igel, halten sie keinen Winterschlaf.

    Vögel können sich aufplustern. Dabei sehen sie wie Federkugeln aus. Die Luft zwischen den Federn wirkt zusätzlich isolierend.

    Bei Enten kühlt das von den Füßen aufsteigende Blut das abwärtslaufende Blut. Zugleich gibt es einen umgekehrten Wärmeeffekt zwischen den Blutläufen. So sind die Füße einer Ente eiskalt, während ihre Körpertemperatur konstant bleibt. Sie besitzt einen geringen Wärmeverlust und friert nicht am Eis fest.

    Darüber hinaus können Vögel die Wärmeenergie der Sonne nutzen. Dazu dienen vor allem ihre dunklen Gefiederpartien, die das Sonnenlicht stärker absorbieren. So wärmt die Sonne den Vogel.

    Im Winter nehmen Vögel möglichst energiereiche Nahrung auf, um ihre Körpertemperatur aufrecht erhalten zu können. Darum essen sie vermehrt fettreiche Samen. Mit Vogelhäuschen oder Meisenknödeln können wilde Vögel in harten Wintern unterstützt werden.