30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Wie ist die DNA aufgebaut? 07:24 min

Textversion des Videos

Transkript Wie ist die DNA aufgebaut?

Die DNA stellt das Erbmaterial aller Lebewesen dar und in ihr sind alle Informationen für einen Organismus gespeichert.In Krimis und auch in der Relalität werden Täter häufig überführt, weil sie am Tatort DNA-Spuren hinterlassen haben. Das hast du bestimmt schon oft gelesen oder im Fernsehen gesehen, oder? Aber wie macht die Polizei das eigentlich?

Damit du das verstehen kannst, musst du den Aufbau der DNA genau kennen. Ich werde ihn dir in diesem Viedeo genau erklären.

Name DNA

Warum nennt man DNA eigentlich DNA? Das ist die englische Bezeichnung für DNS und das steht für Desoxyribonukleinsäure. Und dieser Name setzt sich einfach aus den einzelnen Bestandteilen der DNA zusammen. Und die möchte ich dir im Folgenden zeigen.

Desoxyribose - Zucker

Zunächst ist in der DNA Desoxyribose enthalten. Das ist ein Zucker mit 5 Kohlenstoffatomen, nämlich die Ribose. Dieser fehlt am zweiten Kohlenstoffatom die OH-Gruppe. Daher der Name Desoxyribose. In der DNA ist die cyklische Form der Desoxyribose enthalten, die du hier siehst.

Nukleosid - Basen

An diese Desoxyribose ist eine organische Base gebunden. Es gibt vier verschiedene Basen, die in der DNA vorkommen können: Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin. Dabei sind Adenin und Guanin ähnlich aufgebaut und werden als Purinbasen bezeichnet. Cytosin und Thymin sind ebenfalls ähnlich aufgebaut und werden als Pyrimidinbasen bezeichnet.

Über ein Stickstoffatom sind die Basen mit dem ersten Kohlenstoffatom der Desoxyribose verknüpft. Dabei handelt es sich um eine kovalente Bindung. Eine solche Einheit aus dem Zucker Desoxyribose und der Base heißt Nukleosid.

Phosphat - Nukleotid - Säure

Die Desoxyribose hat aber noch eine weitere Bindungstelle, nämlich am fünften Kohlenstoffatom. Wenn daran ein Phosphatrest bindet, erhält man eine Einheit aus Phosphat, Desoxyribose und Base. Diese Einheit nennt man Nukleotid. Und in verkürzter Form als NUKLEIN kommt dieses auch im Begriff der Desoxyribonukleinsäure vor.

Jetzt weißt du schon fast, woher der Name Desoxyribonukleinsäure stammt. Warum es Säure heißt, werde ich dir jetzt zeigen. Die Phosphatreste der Nukleotide wirken nämlich als Säure, da sie Protonen, also positiv geladene Wasserstoffatome, abgeben. Das übrigbleibende Nukleotid in der DNA ist negativ geladen.

Jetzt hast du alle Bestandteile der DNA zusammen und weißt, woher der Name Desoxyribonukleinsäure kommt. Damit können wir uns nun den genauen Aufbau der DNA ansehen.

DNA-Strang

Mehrere Nukleotide sind über kovalente Bindungen zu einem DNA-Strang verknüpft. Das geschieht über eine weitere Bindungsstelle in der Desoxyriboseeinheit, nämlich über das dritte Kohlenstoffatom. Ein DNA-Strang endet dann auf der einen Seite also mit der OH-Gruppe am 3.Kohlenstoffatom der Desoxyribose und wird als 3’-Ende bezeichnet.

Am anderen Ende findest du eine Phosphatgruppe am 5.Kohlenstoffatom der Desoxyribose und man bezeichnet es als 5’-Ende. Solche DNA-Stränge können aus vielen Millionen oder noch mehr Nukleotiden zusammengesetzt sein. In der Reihenfolge der Basen ist die Information gespeichert, die später in eine RNA umgeschrieben und in ein Protein übersetzt wird. Würde die DNA als Einzelstrang vorliegen, wäre sie nicht stabil.

Doppelstrang

Daher sind zwei DNA-Einzeltränge zu einem DNA-Doppelstrang zusammengelagert. Dabei bilden die Desoxyribose- und Phosphateinheiten das Rückgrat der DNA und die Basen der beiden Einzelstränge lagern sich zusammen und werden über Wasserstoffbrückenbindungen zusammengehalten.

Du kannst dir die DNA also wie eine Treppe oder Leiter vorstellen: Die Die Leiterseiten sind das Desoxyribose-Phosphat-Rückgrat und die Stufen sind die Basen der DNA. Dabei lagern sich aber immer nur bestimmte Basen im Inneren des DNA-Doppelstrangs aneinander: Adenin paart sich mit Thymin und bildet zwei Wasserstoffbrücken aus, Guanin paart sich mit Cytosin und bildet drei Wasserstoffbrücken aus.

Ein DNA-Doppelstrang ist dann noch zu einer Helix gedreht, so dass aus der ursprünglich beschriebenen Treppe oder Leiter eine Wendeltreppe wird und wir von einer DNA-Doppelhelix sprechen.

Zusammenfassung

Du hast in diesem Video die Bestandteile der DNA kennengelernt und gesehen, dass du dir aus diesen Bestandteilen den Namen Desoxyribonukleinsäure ganz leicht herleiten kannst. DNA besteht nämlich aus Nukleotiden, die aus einer Desoxyriboseeinheit, einem Phosphatrest und einer Base bestehen und bildet eine DNA-Doppelstrang.

Dieser Doppelstrang ist in sich etwas gedreht, so dass eine DNA-Doppelhelix entsteht. Die Abfolge der Basen der DNA sind von Mensch zu Mensch verschieden. Gelingt es, Substanzen mit dem Erbmaterial an einem Tatort zu finden, kann diese Abfolge untersucht und mit der DNA verdächtiger Leute verglichen werden. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

26 Kommentare
  1. Die 4. Aufgabe ist falsch.

    Von Icremer, vor 4 Monaten
  2. Ein echt super Video!!! Das hat alle Probleme und Fragen auf einmal geklärt und das Thema auch super anschaulich und einfach gemacht! Vielen Dank dafür! :)

    Von Hardylutscher, vor etwa 2 Jahren
  3. Hallo,
    in der 5. Aufgabe soll man nur die komplementäre Basensequenz zuordnen, es handelt sich hierbei nicht um eine besondere Sequenz (Eine RNA kann es nicht sein, weil in der Sequenz die Base Thymin enthalten ist.). Du hast absolut recht, wenn du erkennst, dass die letzte Basensequenz die gleiche Basenabfolge hat, wie der codierende Strang (das Molekül ist sozusagen nur andersherum). Genau aus diesem Grund ist diese Basensequenz auch richtig.
    LG

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 3 Jahren
  4. Gut erklärt aber ich bin mir noch immer nicht sicher ob die 5. Aufgabe richtig ist!
    Der codierende Strang (5'=>3') hat komplementäre Basen zu dem codogenen Strang(3'=>5')...Ich verstehe jetzt nicht was mit der letzten Lösung gemeint ist, mRNA vlt.? Obwohl die hat ja genau die gleiche Basenabfolge wie der codierende Strang...

    Von Rokogvardijan, vor mehr als 3 Jahren
  5. Hallo Lena,
    die zur Wahl gestellten Optionen zeigen die gleiche DNA-Sequenz, einmal mit dem 3'-Ende am Anfang und einmal mit dem 5'-Ende am Anfang. Wenn du dir die Basensequenz aber als Molekül vorstellst, würde sich aufgrund der komplementären Eigenschaften das 3'-Ende an das 5'-Ende des codogenen Stranges anlagern. Das Molekül wird hierbei also von beiden Seiten betrachtet und haben bezüglich der Basenabfolge keine Unterschiede.
    LG

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 3 Jahren
  1. Ich glaube bei den Übungen ist die Lösung von 5 falsch. Der komplementäre Basenstrang muss doch mit 3' anfangen ?
    Sonst sehr hilfreiches Video!

    Von Lena Have., vor mehr als 3 Jahren
  2. Sehr hilfreich Danke :)

    Von Mandeep B., vor etwa 4 Jahren
  3. Sehr hilfreich. Vielen Dank

    Von Jasmin Abed, vor etwa 4 Jahren
  4. Hallo, die Abblidungen der ersten Aufgabe sind aus dem Video übernommen. Aufgabe 2 reproduziert ein Beispiel aus dem Video. Vielleicht kann dir außerdem die Übung zu diesem Video:
    http://www.sofatutor.com/biologie/videos/dna-verpackung-und-chromatin?topic=260
    weiterhelfen.
    Melde dich gerne, falls du noch Fragen hast!

    Von Anna-Maria Z., vor mehr als 4 Jahren
  5. Ich möchte mich bedanken für dieses sehr hilfreiche Video!

    Von Ali Taoutaoui, vor mehr als 4 Jahren
  6. Ja, genau :).
    Bei der PCR werden bestimmte Nukleotidsequenzen (DNA-Sequenzen), die den zu synthetisierenden DNA-Abschnitt flankieren bestimmt. Diese Nukleotidsequenzen, die den zu synthetisierenden Abschnitt flankieren, dienen der Erstellung von passenden Primersquenzen.
    Diese Primersequenzen (kurz Primer) “nutzt“ die DNA-Polymerase als Startpunkt für die Synthese des flankierten DNA-Abschnitts. Ich hoffe ich konnte dir helfen.

    Von Nadja B., vor mehr als 4 Jahren
  7. Danke mal dafür! Also ich hab das nicht direkt in einem Video gesehen, da wir das in der Schule im Bezug auf PCR behandeln und da von flankierender Sequenz die Rede ist, wusste ich nicht was ich damit anfangen soll. Also ist flankierend eben nur der DNA Abschnitt gemeint der z.b. Die STR-Sequenz "eingrenzt"??

    Von Annalena 5, vor mehr als 4 Jahren
  8. Hallo :),
    Stell dir einen DNA-Strang vor, diesen kann man in mehrere hintereinanderliegende Abschnitte unterteilen z.B.
    DNA-Abschnitt A - DNA-Abschnitt B - DNA-Abschnitt C.
    In diesem Beispiel wäre DNA-Abschnitt B von den DNA-Abschnitten A und C flankiert. Sie umgeben bzw. flankieren DNA-Abschnitt B.
    Wenn du mir sagst auf welches Video sich deine Frage bezieht, könnte ich vielleicht noch etwas genauer auf deine Frage eingehen.

    Von Nadja B., vor mehr als 4 Jahren
  9. Was ist eine flankierende DNA?

    Von Annalena 5, vor mehr als 4 Jahren
  10. Das 5. C-Atom trägt in der DNA den Phosphat-Rest (im Video als P), während das 3. C-Atom eine OH-Gruppe trägt. Wenn nun ein weiteres Zuckermolekül (Ribose) sich mit einem anderen Zuckermolekül verbindet, dann binden sie sich so, dass das P vom einem Zucker(am 5. C-Atom) eine Bindung mit der OH-Gruppe des anderen Zucker(3. C-Atom) eingeht. Die beiden Zucker lagern sich also untereinander an. Wenn das ganz viele Zuckermoleküle machen erhält man eine lange Kette an verbundenen Zuckermolekülen. Diese "Kette" hat dann einen Anfang und ein Ende. Am 5`-Ende ist das P vom 1. Zuckermolekül frei und am anderen Ende der Kette, am 3`-Ende ist die Oh-Gruppe vom letzten Zuckermolekül frei.

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 4 Jahren
  11. Hallo, ich versuche es dir nochmal zu schildern :)
    Wenn du dir den Zucker (Ribose) anschaust, dann siehst du eine Ring-Struktur. Stell dir den Zucker zunächst als Kette von 5 Kohlenstoffatomen vor, die sich dann zu einem Ring zusammen schließen. Die Kohlenstoffatome kannst du nun durchnummerieren von 1-5. Im Video bei 1:38 siehst du, dass zwischen dem 1. und dem 4. Kohlenstoffatom (C-Atom) sich ein Sauerstoff lagert und sich der Ring schließt. Das 5. C-Atom hängt am 4. C-Atom und ist nicht im Ring integriert. Nun wird es wichtig:

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 4 Jahren
  12. Ich versteh die Sache mit dem c 5' & c3' nicht .. :-(

    Von Catha222 1, vor mehr als 4 Jahren
  13. Hallo :)

    Die Doppelhelix kann in verschiedenen Formen auftreten. Je nachdem wie die beiden Einzelstränge miteinander verwunden sind (also wie sie ineinander eingedreht sind). Eine Form der Doppelhelix ist die alpha-Helix.

    Von Marcel Schenke, vor fast 5 Jahren
  14. Was ist der Unterschied zwischen Alpha Helix und Doppelhelix?

    Von Rankh699, vor fast 5 Jahren
  15. Du hörst dich genauso an wie Rufus Beck! SUper video!!! VIElen dank

    Von Claralina, vor etwa 5 Jahren
  16. Supertoll und einfach erklärt! Vielen Dank mein Bio-Test ist gerettet ;)

    Von Freilaura, vor mehr als 5 Jahren
  17. Hallo Laura :)
    Ja du hast vollkommen Recht. Bei der Darstellung der DNA (4:20) müsste das 3'-Ende am oberen Strang links sein und das 5'-Ende rechts (also an der Phosphatgruppe.

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 5 Jahren
  18. Ein echt tolles Video, das sehr gut verständlich ist! :)
    Mir ist nur ein kleiner Fehler aufgefallen:
    bei der Bezeichnung von den DNA-Strang Enden wurde das 5'- und das 3'-Ende vertauscht. Das 3'-Ende zeigt dabei zu einer Phosphat-Gruppe und das 5'-Ende zu einem freien C-Atom, es müsste umgekehrt sein. :)

    Von Laura G., vor mehr als 5 Jahren
  19. wow echt ein tolles video!!

    Von Niek Haschemi, vor mehr als 5 Jahren
  20. Einfach top, vielen Dank :)

    Von Susanne W., vor mehr als 5 Jahren
  21. Super tolles Video!!!
    Hat mir sehr geholfen!!
    Vielen, vielen Danke :)

    Von Isi95, vor fast 6 Jahren
Mehr Kommentare

Videos im Thema

DNA und Molekulargenetik (30 Videos)

zur Themenseite

Wie ist die DNA aufgebaut? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wie ist die DNA aufgebaut? kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne die Elemente der DNA.

    Tipps

    Adenin und Thymin bilden ein Basenpaar.

    „Desoxy“ in Desoxyribose bedeutet, dass am C-2 die OH-Gruppe fehlt.

    Lösung

    Die DNA-Doppelhelix kann mit einer in sich gedrehten Strickleiter oder einer Wendeltreppe verglichen werden. Dabei bilden Phosphatgruppen und Zucker (hier: Desoxyribose) das Geländer der Treppe und die organischen Basen, welche durch Wasserstoffbrücken verbunden sind, die Treppenstufen. Es paaren sich stets Guanin und Cytosin durch drei Wasserstoffbrücken und Adenin und Thymin durch zwei Wasserstoffbrücken. Sie sind jeweils komplementär, also zueinander passend. Ein Nucleotid besteht aus der Phosphatgruppe und der Desoxyribose, welche durch Diesterbindungen verbunden sind, sowie einer organischen Base (Guanin, Cytosin, Thymin und Adenin). Ohne eine Phosphatgruppe, also nur Base und Desoxyribose, stellt es ein Nucleosid dar. Beide Stränge der DNA verlaufen antiparallel, d.h., sie verlaufen in entgegengesetzter Richtung.

  • Kennzeichne den komplementären Basenstrang.

    Tipps

    Es paaren sich nur Adenin und Thymin sowie Guanin und Cytosin.

    Die Stränge der DNA-Doppelhelix verlaufen antiparallel, also mit entgegengesetzter Orientierung.

    Das 3'-Ende des einen Einzelstrangs steht dem 5'-Ende des komplementären Einzelstranges gegenüber.

    Lösung

    Da die Einzelstränge der DNA-Doppelhelix antiparallel laufen und zueinander komplementär sind, kann ein Thymin nur einem Adenin und ein Guanin nur einem Cytosin gegenüberstehen. Des Weiteren passt der komplementäre Strang nur dann, wenn dem 3'-Ende ein 5'-Ende gegenübersteht und umgekehrt.

    Behalte immer im Kopf, dass es sich bei der DNA um ein Molekül handelt und versuche es dir räumlich vorzustellen. So wirst du dir vorstellen können, dass sowohl die Basenabfolge 3' -TATCGTTACGTT- 5' als auch das umgekehrte Molekül 5' -TTGCATTGCTAT- 3' der komplementäre Strang zum Ausgangsmolekül sind.

  • Vergleiche ein DNA-Molekül und RNA-Molekül bezüglich ihres Aufbaus miteinander.

    Tipps

    Lies noch einmal genau die Namen der Moleküle und versuche, daraus ihren chemischen Bau abzuleiten.

    Die RNA spielt in sehr vielen Prozessen eine wichtige Rolle. Sie wird bei der Transkription synthetisiert. Die DNA dient dabei als Vorlage.

    Lösung

    Ein wesentlicher Unterschied zwischen der DNA und der RNA besteht in dem Zucker. Bei der DNA wird dieser von Desoxyribose gebildet. Diesem Zucker-Molekül fehlt am zweiten Kohlenstoffatom eine OH-Gruppe. Ist diese OH-Gruppe jedoch vorhanden, so spricht man vom Zucker Ribose. Ribose ist in der RNA enthalten. Ein weiterer wesentlicher Unterschied besteht in der Basenzusammensetzung. Statt Thymin ist in der RNA die organische Base Uracil enthalten. Gemeinsam ist beiden Molekülen die Phosphat-Gruppe und die drei organischen Basen Adenin, Cytosin und Guanin. Die DNA liegt stets in der Doppelhelix-Struktur vor, während die RNAs als Einzelstränge gebaut werden. RNA-Moleküle sind auf Grund der noch vorhandenen OH-Gruppe am zweiten Kohlenstoffatom recht instabil. Dies ist jedoch kein Problem, da die RNA-Moleküle ohnehin nur temporäre Überträger von genetischen Informationen sind. Die DNA-Moleküle sind auf Grund der fehlenden OH-Gruppe am zweiten Kohlenstoffatom stabiler und das müssen sie auch sein. DNA-Moleküle übernehmen nämlich eine langfristige Speicherfunktion von genetischen Informationen.

  • Beschreibe zentrale Elemente der DNA.

    Tipps

    Verdeutliche dir die räumliche Struktur der DNA-Doppelhelix. Welche Strukturen findet man nur außen und welche nur innerhalb der Helix?

    Die DNA-Doppelhelix könnte man auch mit einer gezwirbelten Strickleiter vergleichen.

    Eine „Treppenstufe“ besteht aus zwei über Wasserstoffbrückenbindungen miteinander verbundenen Nucleinbasen.

    Lösung

    Das DNA-Molekül wird ganz oft mit einer Wendeltreppe verglichen. Diese Art von Vergleichen hilft uns manchmal, die Zusammensetzung und den Aufbau des Moleküls zu verstehen.

    Bei diesem Vergleich wird das Geländer der DNA-Doppelhelix durch das Zucker-Phosphat-Rückrat gebildet. Die Treppenstufen bilden die organischen Basen, wobei sich stets Guanin und Cytosin sowie Adenin und Thymin paaren. Dabei werden entweder drei oder zwei Wasserstoffbrücken ausgebildet, die die beiden Einzelstränge wie Holzleim zusammenhalten.

  • Ordne den Kurven im Diagramm den richtigen DNA-Strang zu.

    Tipps

    Die Zusammensetzung der DNA-Doppelhelix bestimmt die Absorptionseigenschaften.

    Beim Erhitzen wird der DNA-Doppelstrang in seine Einzelstränge aufgespalten. Je stabiler die beiden Teilstränge zusammenhalten, desto mehr Energie muss in Form von Wärme zugeführt werden, um diese zu trennen.

    Guanin paart sich nur mit Cytosin und Thymin nur mit Adenin.

    Die Gesamtmenge der Basen einer DNA entspricht 100% (z.B. Typ A: 35+65=100).

    Eine Absorption bei 260 nm erhält man erst, wenn die DNA als Einzelstrang vorliegt.

    Lösung

    Um eine Absorption bei 260 nm aufnehmen zu können, muss die DNA als Einzelstrang vorliegen. Durch Erhitzen der DNA-Doppelhelix kann man bewirken, dass sich die DNA in zwei Einzelstränge auftrennt. Es gilt: Je größer der Anteil an Guanin-Cytosin-Paarungen im DNA-Doppelstrang ist, desto stabiler ist der Doppelstrang gegen Temperatur. Man benötigt dadurch mehr Energie, also höhere Temperaturen zum Aufspalten in Einzelstränge als bei DNA-Doppelsträngen mit einem großen Anteil von Adenin-Thymin-Basenpaaren. Der Grund dafür ist die Anzahl der ausgebildeten Wasserstoffbrücken. AT-Basenpaare bilden nur zwei Wasserstoffbrücken aus, während GC-Basenpaare drei Wasserstoffbrücken ausbilden.

    Typ B enthält den größten Anteil an GC-Paarungen. Deshalb benötigt man für diese DNA die höchste Temperatur, um sie in ihre Einzelstränge aufzutrennen und sie bei 260 nm messen zu können. Typ B ist die Kurve ganz rechts auf der Temperatur-Achse.

    Typ C besitzt den geringsten Anteil an GC-Paarungen und ist deshalb schon bei geringen Temperaturen in seine Einzelstränge aufgetrennt und bei 260 nm messbar. Typ C ist die Kurve ganz links auf der Temperatur-Achse.

    Von links nach rechts lautet die Abfolge also:

    Typ C - Typ D - Typ A - Typ B.

  • Interpretiere das Diagramm bezüglich des Basengehalts der DNA-Moleküle der verschiedenen Organismen.

    Tipps

    Guanin und Cytosin bilden aufgrund ihrer räumlichen Struktur drei Wasserstoffbrücken aus. Adenin und Thymin können nur zwei Wasserstoffbrücken ausbilden.

    Je mehr Wasserstoffbrückenbindungen in der DNA vorhanden sind, desto stabiler ist dieses Molekül.

    Je stabiler das DNA-Molekül ist, desto mehr Energie muss in Form von Wärme aufgewendet werden, um sie zu schmelzen.

    Lösung

    Der prozentuale Anteil an Guanin-Cytosin-Paarungen im DNA-Molekül bestimmt seine Stabilität maßgeblich, denn so steigt auch der Anteil an Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Einzelsträngen der DNA-Doppelhelix.

    Deshalb muss mehr Wärmeenergie aufgewendet werden, um die DNA zu entspiralisieren und die Einzelstränge zu trennen. Somit kann aus dem Diagramm ermittelt werden, dass sich die Schmelztemperatur maßgeblich nach der Basenzusammensetzung richtet.