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Replikation der DNA

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Die Autor/-innen
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Maja O.

Replikation der DNA

lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

Beschreibung Replikation der DNA

DNA Replikation

Biologie wird auch die Wissenschaft des Lebens genannt. Ein wichtiger Teilbereich ist die Genetik, also die Vererbungslehre. In der Genetik ist die DNA Replikation ein zentrales Thema, denn hier geht es um die Vervielfältigung der genetischen Informationen.

DNA Replikation - Definition

Unter der Replikation der DNA versteht man die Verdopplung der DNA einer Zelle während der Interphase. Verschiedene Denkmodelle beschäftigten sich mit der Frage, wie die Replikation abläuft: So wurde die dispersive, die semikonservative und die konservative Replikation diskutiert. Die Wissenschaftler Meselson und Stahl konnten beweisen, welches Replikationsmodell korrekt ist: Die Replikation der DNA erfolgt semikonservativ, Replikation im Sinne dieses Modells bedeutet: Die vorhandene DNA teilt sich in zwei Einzelstränge auf, die als Matrizenstränge bezeichnet werden. An diesen Vorlagen bildet sich dann jeweils ein neuer, komplementärer DNA-Strang.

DNA Replikation - Ablauf

Initiation
Die Doppelhelix wird entwindet und der DNA-Doppelstrang wird durch das Enzym Helikase in Einzelstränge getrennt. Dabei entstehen spezifische Strukturen: die sogenannte Replikationsblase, die an jedem Ende eine Replikationsgabel aufweist. Dies sind die Bereiche der DNA, an der der Doppelstrang entwunden und in Einzelsträngen getrennt vorliegt. Die Einzelstränge an der Replikationsgabel werden dabei als Leitstrang und als Folgestrang bezeichnet.

Priming
Mit Hilfe der Primase wird ein Primer aus RNA-Nukleotiden gebildet, um das Anlagern neuer Nukleotide am 3’ Ende des bereits vorhandenen Nukleotids zu ermöglichen.

Elongation
Unter Beteiligung des Enzyms DNA-Polymerase wird der neue DNA-Strang synthetisiert. Am Leitstrang werden die neuen Nukleotide mit den komplementären Basen kontinuierlich von 5’ in 3’ Richtung angefügt. Zum Schluss wird der RNA-Primer unter Beteiligung einer weiteren DNA-Polymerase durch DNA ersetzt.
Die DNA des Folgestrangs wird diskontinuierlich synthetisiert. Hier werden zunächst DNA-Fragmente (Okazaki-Fragmente) gebildet, dann werden die RNA-Primer durch DNA ersetzt und schließlich die einzelnen Fragmente unter Beteiligung des Enzyms Ligase verbunden.

Fehlerkorrektur bei der Replikation
Die DNA Reparatur – die DNA Polymerase hat auch eine Korrekturlesefunktion: Anhand des Matrizenstrangs wird überprüft, ob fehlgepaarte Nukleotide vorliegen. Sollte dies der Fall sein, entfernt die Polymerase das falsche Nukleotid und ersetzt es durch das korrekte.

DNA Replikation

Dieses Video

In diesem Video wird das Grundprinzip der DNA-Replikation erklärt und der Begriff semikonservativ erläutert. Die beteiligten Enzyme und ihre Funktionen werden aufgezeigt. Der Ablauf der Replikation wird auf LK-Niveau veranschaulicht. Hierbei wird auch näher auf die Replikationsrichtung am Leit- und Folgestrang, sowie die Okazaki-Fragmente und die Korrektur von Fehlern eingegangen. Am Ende gibt es eine Zusammenfassung des Prozesses.

55 Kommentare

55 Kommentare
  1. super Video, nur was mich verwirrt hat war, dass Sie bei Minute 4:55 von NukleoSIDtriphosphaten und bei Minute 12:34 von NukleoTIDtriphosphaten sprechen. Was stimmt den nun?

    Von Sinailiegat, vor etwa 5 Stunden
  2. Gutes Video, aber da fehlt einiges wie z. B die Topoisomerase

    Von Deleted User 1617401, vor 17 Tagen
  3. Hallo Janetphilipp,
    vielen Dank für deine Frage.
    Das 5`und 3`Ende sagt aus, an welchem C-Atom des Zuckers der Phosphatrest angeknüpft ist und gibt Auskunft über die Leserichtung der DNA. Das ist wichtig, wenn du wissen möchtest, in welche Richtung die RNA- oder DNA-Polymerase arbeitet bzw. den Strang abliest.
    Ich hoffe, dass ich dir damit helfen konnte.
    Lieben Gruß aus der Redaktion.

    Von Amrei Rolof, vor 4 Monaten
  4. Hallo
    Johannes Jagemann ,
    vielen Dank für die Hilfe 👍🏼

    Von Janetephilipp, vor 4 Monaten
  5. Hallo Zusammen wie erkläre ich die Rolle von 5‘ -> 3‘ ?

    Von Janetephilipp, vor 4 Monaten
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Replikation der DNA Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Replikation der DNA kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe den Vorgang der Replikation.

    Tipps

    Versuche, den Prozess der Replikation in für dich sinnvolle Abschnitte einzuteilen, um dir die Abfolge der Teilschritte leichter einprägen zu können.

    Lösung

    Der Vorgang der Replikation kann in vier grundlegende Prozesse unterteilt werden. Bei der Initiation wird das DNA-Molekül vorbereitet, indem sie entwunden und die Einzelstränge getrennt werden. Dann werden die Primer, also die Startregionen für den Syntheseprozess angelagert. Dieser zweite Schritt kann auch als Priming bezeichnet werden. Danach erfolgt die Elongation. Das ist der Schritt, bei dem die Synthese der DNA durch Anlagerung von komplementären DNA-Nukleotiden geschieht. Dieser Vorgang erfolgt am Leitstrang kontinuierlich und am Folgestrang diskontinuierlich. Schließlich werden die Primer ersetzt und der neu synthetisierte Strang durchgängig verbunden. Dies wird durch das Enzym Ligase vermittelt. Da dies das Ende der Replikation darstellt, wird der Teilprozess auch als Termination bezeichnet.

  • Charakterisiere die einzelnen Phasen der Replikation.

    Tipps

    Die Teilschritte laufen chronologisch ab. Die Namen der Enzyme lassen sich meistens von der Reaktion, die sie katalysieren, ableiten. Werden zum Beispiel kleine Moleküle zu großen zusammengesetzt, ist das eine Polymerisation und das verantwortliche Enzym heißt Polymerase.

    Versuche, aus den Bezeichnungen der einzelnen Teilschritte Prozesse und beteiligte Strukturen sowie Enzyme abzuleiten.

    Bei der Initiation wird die DNA so vorbereitet, dass die Enzyme optimal arbeiten können. Dazu muss die Doppelhelix in entwundenden Einzelsträngen vorliegen.

    Lösung

    In der Initiationsphase entwindet die Helicase den Doppelstrang und spaltet diesen in zwei Matrizenstränge auf. Es entsteht eine sogenannte Replikationsgabel. Dann schließt sich die Phase des Primings an. Dabei werden durch das Enzym Primase RNA-Primer angelagert. Sie bilden die Startregion für die Elongation. In diesem Vorgang wird der neue DNA-Strang, ausgehend von den Primern, durch die DNA-Polymerase verlängert. Dies geschieht am Leitstrang kontinuierlich. Beim Folgestrang allerdings werden zwischen mehreren Primern sogenannte Okazaki-Fragmente aus Nucleotiden eingefügt, die erst später zusammengefügt werden. Das Enzym Ligase verbindet die Stücke zu einem durchgehenden Strang. Da bei diesem komplexen Prozess Fehler passieren können, wird durch eine Reparaturfunktion der DNA-Polymerase eine Fehlerkorrektur vorgenommen.

  • Bestimme den Ablauf des Versuches von MESELSON und STAHL

    Tipps

    Die Dichte der DNA-Moleküle wird von dem in den organischen Basen eingebauten Stickstoff bestimmt. N15 ist dabei schwerer als der N14.

    Sind in einem Reagenzglas zwei Banden in unterschiedlicher Höhe zu beobachten, so enthält die im oberen Teil des Reagenzglases schon mehr DNA mit Basen, in denen N14 statt N15 eingebaut ist.

    Die Stärke der Bande lässt Rückschlüsse auf das Volumen an DNA mit gleicher Dichte zu.

    Lösung

    Wenn E.coli auf N15-haltigem Nährboden wächst, dann wird in dieser DNA ausschließlich schwerer Stickstoff eingebaut. Werden diese Kulturen dann in ein N14-haltiges Medium überführt, so beginnt der Einbau von N14 in die Basen der DNA. Die Dichte der DNA nimmt somit ab. Durch die Zentrifugation lagern sich die Banden in der Region an, in der ihre Dichte mit der des Mediums, also der Cäsiumchlorid-Lösung, übereinstimmt. Die erste Generation verursachte eine Bande im untersten Teil des Reagenzglases, da dessen Dichte am größten ist. Mit jeder Generation, also auch mit jeder Replikation, bei der nach dem semikonservativen Modell jeweils ein neuer komplementärer Strang synthetisiert wird, nimmt die Dichte ab. Bei der dritten Tochtergeneration (Abb.4) reichert sich diejenige DNA in der oberen Bande an, die in ihrem Molekül ausschließlich N14-Stickstoff eingebaut hat. Sie hat also die kleinste Dichte.

  • Nenne die Zeit, die für die DNA-Replikation beim größten Chromosom von Drosophila benötigt würde, wenn sie nur von einem Startpunkt ausginge.

    Tipps

    Wenn bei einem Chromosom von 62 Millionen Nucleotidpaaren an 6.000 Replikationsgabeln gleichzeitig repliziert wird, werden pro Abschnitt nur etwa 10.333 Basen aufgelesen. Dafür werden dann 3 Minuten benötigt.

    Wenn man nur von einer Replikationsgabel für alle 62 Millionen Basen ausgeht, werden alle Basen hintereinander abgelesen. Dabei folgt eine auf die andere.

    Wenn für die Synthese eines neuen Strangs von 10.333 Nucleotiden 3 Minuten benötigt werden, wie viele Minuten benötigen dann alle 62 Millionen Nucleotide des DNA-Moleküls?

    Nutze ggf. den Dreisatz und die Taschenrechnerfunktion deines Computers.

    Lösung

    Wenn an 6.000 Stellen am DNA-Molekül gleichzeitig repliziert wird, werden in den 3 Minuten pro Replikationsbase etwa 10.333 Nucleotide abgelesen und dazu eine komplementärer Strang synthetisiert. Wenn nun alle 62 Millionen Nucleotidpaare einzeln hintereinander abgelesen werden und ein neuer Strang synthetisiert wird, werden also 18.000 Minuten benötigt. Dies entspricht 300 Stunden oder 12 Tagen und 12 Stunden. Aufgrund dieser langen Zeit ist es in eukaryotischen Zellen möglich, in vielen Replikationsgabeln die DNA auch simultan zu verdoppeln. Andernfalls wäre der Zeitaufwand dabei zu hoch.

  • Benenne die gekennzeichneten Strukturen während des Replikationsvorganges der DNA.

    Tipps

    Der Leitstrang wird kontinuierlich repliziert.

    Lösung

    Der DNA-Doppelstrang wird nach der Entwindung in seine Einzelstränge aufgetrennt. Dazu werden die Wasserstoffbrückenbindungen durch das Enzym Helicase gelöst.

    • Es entsteht ein Leitstrang und ein Folgestrang. Durch das Enzym Primase werden RNA-Primer angelagert. Ausgehend von diesen Primern werden die freien Nucleotide komplementär angelagert.
    • Dies geschieht am Leitstang kontinuierlich. Beim Folgestrang erfolgt die Anlagerung allerdings diskontinuierlich.
    • Dabei werden sogenannte Okazaki-Fragmente eingefügt, die in einem nächsten Schritt verbunden werden.
    • Schließlich werden die RNA-Primer durch DNA ersetzt.

  • Stelle die Ergebnisse der identischen Replikation eines DNA-Teilabschnittes nach Einfluss von Nitrosaminen dar.

    Tipps

    Das Kürzel „Gm“ beschreibt das methylierte Guanin, welches in seiner Struktur so verändert wurde, dass als komplementäre Base nur noch Thymin statt Cytosin in Frage kommt.

    Bedenke, dass sich der DNA-Doppelstrang während der Initiation in zwei Einzelstränge auftrennt und diese separat repliziert werden.

    Eine Veränderung der Basenabfolge im zu replizierenden Stang hat die Folge, dass alle anderen danach synthetisierten Stränge ebenso fehlerhaft sind, da dieser Strang als Vorlage (Matrize) genutzt wird.

    Lösung

    Da die komplementäre Base zum methylierten Guanin die Base Thymin darstellt, wird in der Folge also Thymin statt Cytosin eingebaut. Da Thymin statt Cytosin eingebaut wird, wird im neu synthetisierten Strang nicht wieder eine neue Guanin-Base, sondern ein Adenin (= komplementäre Base zu Thymin) eingebaut. Dies führt dazu, dass der ursprüngliche DNA-Abschnitt grundlegend verändert wird. Dies wirkt sich ebenso bei sich anschließenden Replikationen aus. Solche Mutationen können zu einer Fehlproduktion z.B. von Zellen führen, die dann in Form von Tumoren gehäuft auftreten.

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