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Körpermasse beurteilen – BMI und Broca 06:31 min

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Transkript Körpermasse beurteilen – BMI und Broca

Methoden zur Beurteilung der Körpermasse – BMI und Broca

Hallo! Es gibt Menschen, die fühlen sich zu dick, obwohl sie gar nicht zu dick sind. Andere sind viel zu dünn, merken es aber nicht. Was ist eigentlich „zu dick“ oder „zu dünn“? Gibt es Methoden, wie man sein Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße messen kann? Was genau ist Magersucht? Was ist Esssucht? Und was ist mit Wohlfühlgewicht gemeint? Diesen Fragen wollen wir in diesem Video nachgehen.

Gerade in der Pubertät ist der Körper vielen Änderungen ausgesetzt. Mit dem Erlangen der Geschlechtsreife verwandelt sich der Körper von Jungen und Mädchen erheblich. Bei Jungs setzt der Bartwuchs ein, die Schultern werden breiter, der Stimmbruch setzt ein. Bei Mädchen wachsen die Brüste, gleichzeitig verbreitert sich das Becken. Das ist eine Vorbereitung des weiblichen Körpers auf eine nunmehr mögliche Geburt.

Da mit dem Verbreitern der Hüften auch Fett an Po und Oberschenkeln angesetzt wird, empfinden sich viele Mädchen als zu dick. Aber sind sie es wirklich? Die allermeisten Mädchen sind es gewiss nicht. Denn die körperlichen Vorgänge in der Pubertät sind ganz normal. Aber was heisst normal? Wann ist mein Gewicht normal?

In den Medien wie Werbung, Magazinen oder auch Filmen werden wir nicht selten mit übermäßig schlanken Menschen konfrontriert. Wir sehen so viele dieser schlanken Menschen, dass wir davon ausgehen, dass das, was wir sehen, normal ist. Und normal verbinden wir mit gesund. Da die Medien jedoch nur ein eignenes Ideal verfolgen, das nicht auf “gesundes Leben” abzielt, muss man die Bilder der Medien kritisch betrachten.

Die Wahrheit dieses Medienideal ist nicht selten, dass beispielsweise viele Models an Magersucht oder Bulemie leiden- das sind zwei sehr ernstzunehmnde Krankheiten, die nichts mit “gesund” zutun haben.

Magersüchtige kontrollieren ihre Nahrungsaufnahme, stellen sie über weite Strecken auch ganz ein. Die Folge ist ein extremes Untergewicht. Da Magersüchtige die Beurteilungsfähigkeit ihres eigenen Gewichts vollkommen verloren haben, empfinden sie sich dann aber immer noch als zu dick und hungern weiter. Die Gedanken von Magersüchtigen drehen sich fast nur noch um Essen - oder: Nichessen - und Körpergewicht.

Oft sind psychische Probleme der Auslöser für diese Krankheit. Die körperlichen Folgen sind Kreislaufschwäche, Vitamin- und Mineralstoffmangel und Muskelschwäche. 10 Prozent aller Magersüchtigen sterben an den Folgen ihrer Krankheit.

Auch Bulemie - die Ess-Brech-Sucht - ist eine gefährliche Erkrankung. Dabei stopfen die Betroffenen in Fressanfällen unvorstellbare Mengen an Essen in sich hinein, um das Gegessene danach gleich wieder zu erbrechen. Beides passiert heimlich - viele Bulemiker vereinsamen schnell. Die körperlichen Folgen sind u.a. Vitamin- und Mineralstoffmangel. Die Magensäure greift zusätzlich Speiseröhre und Zahnschmelz stark an.

Eine andere Essstörung ist die Esssucht. Betroffene essen regelmäßig zu viel. Aber nicht, weil sie ständig Hunger haben. Vielmehr ist das Essverhalten eine Reaktion auf unangenehme Gefühle wie Trauer, Angst und Langeweile. Die Folge ist natürlich erhebliche Gewichtszunahme.

Essstörungen sind ernstzunehmende Krankheiten - Betroffene finden Hilfe bei Selbsthilfegruppen oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Aber wie kann man nun feststellen, ob das übergewichtig oder untergewichtig ist? Eine grobe Orientierung bietet die Formel von Broca. Danach ist Normalgewicht der Wert, den du erhältst, wenn du von deiner Körpergröße in centimetern gerechnet 100cm abziehst. Für einen Menschen, der 1m70 groß ist, wäre das Normalgewicht folglich etwa 70kg.

Diese Methode ist relativ ungenau - besonders bei sehr großen und sehr kleine Menschen. Mithilfe des Bodymaßindex - kurz BMI - ist eine genauere Einschätzung der eigenen Körpermaße möglich. Der BMI ergibt sich aus dem Gewicht in kg dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Meter. Das Ergebnis ist eine bestimmte Zahl. Ein Wert zwischen 19 und 25 gilt als „normal“.

Mithilfe dieser Tabelle kann man sehen, ob man untergewichtig, normalgewichtig oder übergewichtig ist. Gerade für den Körper von Kindern und Pubertierenden ist aber auch der BMI nicht besonders geeignet.

Für Menschen bis 17 Jahren empfiehlt sich dieses Diagramm. Dabei stellt man den Schnittpunkt seiner Größe und seines Gewichts im Diagramm fest. Liegt er innerhalb des gelben Bereichs, kann man von Normalgewicht sprechen.

Aber was ist schon normal? Wer ein gesundes Verhältnis zum Essen hat, darauf achtet, dass er abwechslungsreich und nicht zu fett isst, und sich dazu auch noch regelmäßig sportlich betätigt, wird automatisch das richtige Gewicht haben. Formeln und Tabellen können dir nur eine ungefaire Aussage über dein Gewicht geben. Gerade in der Pubertät können solche Tabellen auch mal falsche Ergebnisse vorgeben.

Solltest du dennoch merken, dass du stark über- oder untergewichtig bist, dann solltest du dich nicht zurückziehen und den Kontakt zu deinen Mitmenschen suchen. Sie und Hilfegruppen können dich bei deinem Problem unterstützen. Tschüss!

10 Kommentare
  1. BIN UNTERGEWICHTIGT

    Von YUGIOH!!!! k., vor 6 Monaten
  2. Hi 👋 bin St.michler

    Von Tatjanaboettcher77, vor 8 Monaten
  3. hallo ,bin neu hier und auch überzeugt diese platform ist super cool

    Von Sonja Simonovic, vor 10 Monaten
  4. gut aber bitte nicht immer direkt tschüss weil das auf Chinesisch durch die aussprache sich anhört wie: geh sterben.......

    Von Luofamilie, vor 12 Monaten
  5. Echt Gut !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Anketremmel, vor fast 3 Jahren
  1. Echt gut gemacht!!!! Weiter so!

    Von Naomi Maya, vor etwa 3 Jahren
  2. Cool

    Von K Selimi, vor mehr als 3 Jahren
  3. Gut gemacht ;-) Weiter so und sofatutor ist auch cool ich habe schon 4 freunde überredet ,hier mitzumachen danke und ein schönes Leben noch;-)

    Von Simon 13, vor fast 5 Jahren
  4. Hi Chandra, meinst du die schwarze Linie im Diagramm?
    Sowohl die Angaben im Diagramm, als auch der BMI und die Formel von Broca können nur als grobe Richtlinien dienen.
    Liegt das eigene Gewicht etwas über einem gewissen Wert, muss das also nicht automatisch bedeuten, dass man Übergewicht hat.

    Von Anna-Maria Z., vor fast 5 Jahren
  5. wenn man etwas über die schwarze linie ist, heißt das man ist übergewichtig *fragezeichen*

    Von Chandrawali B., vor fast 5 Jahren
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Körpermasse beurteilen – BMI und Broca Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Körpermasse beurteilen – BMI und Broca kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib eine Möglichkeit an, wie Kinder und Jugendliche ihren Body-Mass-Index bestimmen können.

    Tipps

    Das Diagramm zeigt das Verhältnis von Gewicht (in kg) und Körperlänge (in cm). Kannst du dir denken, welche der Größen auf welcher Achse dargestellt ist?

    Das Diagramm hat Ausmaße von 80 kg Gewicht und 180 cm Körperlänge.

    Wenn ein Kind eine Körperlänge von 120 cm hat, dabei aber 60 kg wiegt, ist das Kind ganz schön dick. Der Punkt liegt im oberen Bereich.

    Lösung

    In der Pubertät ist der Körper starken Veränderungen ausgesetzt. Vor allem die Körperlänge nimmt in unregelmäßigen Wachstumsschüben zu. Deshalb werden für die Bestimmung des BMI bei Kindern und Jugendlichen andere Tabellen bzw. Diagramme genutzt. Eine Möglichkeit findest du hier.

    Bei dieser Darstellung sind nur Gewicht (in kg) und Körperlänge (in cm) notwendig, der BMI muss nicht extra berechnet, sondern der Schnittpunkt von Gewicht und Länge bestimmt werden.

    Ein Beispiel: Ein Jugendlicher ist 1,50 m (150 cm) groß und wiegt 40 kg. Hast du den Schnittpunkt gefunden? Er befindet sich im normalgewichtigen Bereich.
    Noch ein weiteres Beispiel: Ein Kind ist ungefähr 1,20 m (120 cm) groß und wiegt 50 kg. Wo treffen sich die beiden Angaben? Richtig, im oberen Bereich. Das Kind ist also übergewichtig.

    Fernab von Tabellen und Diagrammen sollte jeder auch für sich selbst entscheiden, wie er sich mit seinem aktuellen Gewicht fühlt. Tausche dich dabei auch mit deinen Freunden aus.

  • Beschreibe, welche Veränderungen Jungen und Mädchen in der Pubertät widerfahren.

    Tipps

    Ein breiteres Becken bereitet den weiblichen Körper auf eine nun mögliche Geburt vor.

    Lösung

    Ganz klar, in der Pubertät verändert sich einiges bei Jungen und Mädchen. Äußerliche Veränderungen sind beim Jungen ein beginnender Bartwuchs, breitere Schultern und eine tiefer werdende Stimme (Stimmbruch). Mädchen bekommen einen Busen und ein breiteres Becken, das den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft und Geburt vorbereitet.

    Ganz klar ist auch, dass diese Veränderungen bei jedem ganz unterschiedlich verlaufen. Manche kommen schneller in die Pubertät, andere erst später. Bei einigen verändert sich der Körper sehr stark, bei anderen sind die Veränderungen ganz allmählich und kaum merklich.
    Auch im Körper passiert so einiges. Vor allem das Hormonsystem, das Botenstoffe durch den Körper schickt, sorgt für die äußeren Veränderungen. Es ist mit seinen ungewohnten Hormonschüben aber auch für Stimmungsschwankungen in der Pubertät verantwortlich.

  • Arbeite Möglichkeiten einer gesunden Lebensweise heraus.

    Tipps

    Alkohol enthält Zucker, der bei übermäßigem Konsum zu Diabetes führen kann. In sehr geringen Mengen kann Alkohol aber sogar gesund sein.

    Vitamin D bilden wir in unserer Haut. Dafür ist UV-Strahlung, also Sonnenlicht notwendig.

    Lösung

    Ernährungsexperten sind sich einig: Den Fleischkonsum sollte man eher gering halten. Gründe dafür sind neben der Antibiotikabehandlung in der Massentierhaltung auch klimatische Gründe. Außerdem werden Eiweiße von gekochtem Fleisch vom Körper schlechter aufgenommen. Lieber Geflügel als Rind oder Schwein.
    Fett ist für unseren Körper wichtig. Doch eine fettreiche Ernährung führt zu Übergewicht und erhöht das Risiko von Herzkrankheiten. Deshalb lieber fettarm ernähren.

    Milchprodukte meiden? – Bloß nicht, Milch und Milchprodukte enthalten wichtige Mineralstoffe, wie Calcium.

    Ungefähr 1,5 Liter Flüssigkeit sollte jeder Mensch pro Tag zu sich nehmen. Dabei sollte auf süße Limonaden verzichtet werden. Alkohol darf in Maßen genossen werden.

    Körperliche Betätigung gehört zu einem gesunden Leben dazu. Eine halbe Stunde pro Tag ist dabei schon ausreichend. Also zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren, wo es möglich ist und so regelmäßig Sport treiben.

    Täglich an die frische Luft zu gehen hilft dem Immunsystem. Außerdem hellt Tageslicht unsere Stimmung auf und ist für die Produktion von Vitamin D unverzichtbar. Deshalb sollte man Licht und helle Räume nicht meiden.

    Stress und Hektik sollten gemieden werden. Entspannung ist für unseren Körper sehr wichtig. Stress belastet den Körper und auch das Immunsystem. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch regelmäßiger und ausreichender Schlaf, um die Energiereserven aufzuladen.

    Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder Kaffee sind im Grunde alle gesundheitsschädlich. Jede Zigarette steigert das Risiko von Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ebenso übermäßiger Alkoholkonsum.

  • Gib Folgen an, die Magersucht und Bulimie bewirken.

    Tipps

    Bei einer Bulimie übergeben sich Betroffene meist. Damit versuchen sie, ihre Fressattacken „rückgängig“ zu machen.

    Lösung

    Magersucht und Bulimie sind zwei ernstzunehmende Krankheiten. Obwohl ihre Gefahr oft (gerade von Betroffenen) unterschätzt wird, sind die Folgen zum Teil fatal.

    Magersucht (Anorexia nervosa) geht mit extremem Untergewicht einher. Dieses bewirkt u.a. Stoffwechselstörungen, Kreislaufschwäche (niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Blutarmut), Unfruchtbarkeit (Geschlechtshormone werden in sehr geringen Mengen gebildet), Knochenschwund (Osteoporose), Verstopfungen, Übelkeit und Nierenversagen. Magersucht endet bei 15 % der Betroffenen tödlich.

    Betroffene mit einer Bulimie (Ess-Brech-Sucht) übergeben sich meistens oft. Die Magensäure greift deshalb Speiseröhre, Speicheldrüsen und Zähne an. Karies und Entzündungen sind die Folge. Der Hormonhaushalt ist ebenfalls gestört. Der Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen kann zu Herzrhythmusstörungen und Nierenschäden führen und kann tödlich sein.

  • Prüfe, wie hoch der Aussagegehalt des BMI ist.

    Tipps

    Der Aussagegehalt des BMI ist für Jugendliche meist geringer, da Wachstumsschübe das Ergebnis verfälschen – bei gleichem Gewicht wächst man in der Pubertät oft in kurzer Zeit um einige Zentimeter.
    Deshalb gibt es für Kinder und Jugendliche z.B. dieses abgebildete Diagramm.

    Lösung

    Fangen wir mit einem Gedankenexperiment an: Vor dir stehen zwei Männer, die gleich groß sind. Der eine ist sehr durchtrainiert und muskulös, der andere ziemlich dick und breit. Wenn du jetzt die Frage beantworten solltest, wer von den beiden übergewichtig ist, ist die Antwort wohl klar. Stellen sich die beiden Männer auf die Waage, steht erstaunlicherweise bei beiden Männern das gleiche Gewicht.

    Anhand dieses kleinen Gedankenexperiments siehst du schon, dass die Aussagekraft des BMI nicht ohne Grund umstritten ist. Denn der BMI berechnet sich lediglich anhand der Körpergröße und des Gewichts. Es wird nicht berücksichtigt, dass Muskelmasse schwerer ist als Fettmasse. Auch die Fettverteilung ist für den BMI irrelevant. Da der BMI Aussagen zum Gesundheitszustand macht, sollte zudem nicht nur auf das Gewicht, sondern auch auf Bewegungsgewohnheiten geschaut werden.

    Der Body-Mass-Index gibt somit einen guten Richtwert an, ob eine Person normal-, über- oder untergewichtig ist. Die Festlegung der Zahlenwerte sollte jedoch nicht zu ernst genommen werden.

    Vor allem Kinder und Jugendliche, bei denen das Verhältnis von Körperlänge und Körpergewicht stark schwankt, sollten aufpassen, nach welcher Tabelle sie ihren BMI berechnen. Für sie gibt es oft andere Werte, die Wachstumsschübe eher berücksichtigen.

  • Untersuche ausgewählte Essstörungen.

    Tipps

    Der große Unterschied zwischen einer Bulimie und einer Binge-Eating-Störung ist, dass Bulimiebetroffene ihre Fressattacken „ungeschehen“ machen, indem sie z.B. erbrechen.

    Lösung

    Jeder fünfte Jugendliche leidet im Durchschnitt unter Essstörungen. Meist liegen seelische Probleme vor, für die Betroffene die Lösung in übermäßigem oder mangelhaftem Essverhalten suchen.

    Betrachtet man die Cover von Zeitschriften, sehen wir oftmals Frauen, die jung, makellos und dünn sind. Perfekt also. Diesem Schönheitsideal eifern viele nach. Vergeblich, denn um so dünn zu werden, kann man sich im Grunde nur von Luft ernähren. Vor allem Mädchen sind dann schnell mit ihrer Figur unzufrieden und versuchen, sich auf das perfekte Wunschgewicht zu hungern. Doch ist das wirklich so perfekt, wenn man wenig oder gar nichts isst? Definitiv nicht!

    Eine Essstörung ist eine Verhaltensstörung. Die Betroffenen beschäftigen sich immerzu mit dem Thema Essen und können fast an nichts anderes mehr denken. Ihr Alltag richtet sich am Essen aus.

    Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine Krankheit, bei der Betroffene ihr Gewicht absichtlich gering halten. Dies erreichen sie, indem sie hungern oder sich möglichst wenig und kalorienarme Kost zuführen. Folgen sind neben Untergewicht, Mangelerscheinungen und Muskelschwund.
    Magersucht kann tödlich sein. Betroffene verhungern aber nicht, sondern sterben an einer Infektion oder Selbstmord.

    Ess-Brech-Sucht (Bulimie oder Bulimia nervosa) sieht man Betroffenen meist nicht an, sie sind in der Regel normalgewichtig. Auch sie haben große Angst davor, Gewicht zuzunehmen. Regelmäßig überkommen sie Fressattacken, die sie durch ungesunde Gegenmaßnahmen kompensieren – Erbrechen, übermäßigen Sport, Abführmittel, Hungern. Neben den Folgen, die bei der Magersucht angesprochen wurden, schädigt die Magensäure Speiseröhre und Zähne.
    Bulimie kann tödlich sein. Mangelerscheinungen können zum Herzversagen und so zum Tod führen.

    Fressattacken (Binge-Eating-Störung) treten auf, weil Betroffene regelmäßig Heißhungergefühle plagen. Sie essen, ohne hungrig zu sein, essen besonders schnell und allein. Nach der Fressattacke plagen sie unangenehme Gefühle. Da Betroffene keine Gegenmaßnahmen gegen die Essanfälle einleiten (Unterschied zu Bulimie), leiden sie häufig an Übergewicht und Bewegungsträgheit.
    Übergewicht kann tödlich sein. Herzschwäche, hoher Blutdruck, Diabetes oder Krebs können die Folge sein.