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Essstörungen 07:33 min

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Transkript Essstörungen

Essstörungen

Hallo! Wenn wir Hunger haben, essen wir. Wenn wir satt sind, essen wir nicht. So einfach ist das. Und auch nicht. Manche Menschen können sich nicht mehr entscheiden, normal zu essen, sie leiden an Essstörungen. In diesem Video wollen wir sehen, welche Arten von Essstörungen es gibt, welche Ursachen sie haben und welche körperlichen Schädigungen sie hervorrufen können.

Bei Essstörungen denken wir an dünne Magermodells und superdicke Menschen - aber geht es bei Essstörungen wirklich nur um Essen, Hungern und Gewicht? In gewisser Weise ja. In Filmen, im Internet, auf Werbeplakaten - überall werden uns zum Teil fragwürdige Schönheitsideale präsentiert, denen viele nacheifern.

Aber mit der Frage, warum bestimmte Menschen von diesen Schönheitsidealen in ihrem Essverhalten massiv beeinträchtigt werden und andere nicht, kommen wir zur eigentlichen Ursache von Essstörungen. Letztlich sind immer psychische Probleme, persönliche Unzufriedenheit, Frustration, emotionale Probleme in der Familie oder ein vermindertes Selbstwertgefühl Ursache für die Entwicklung von Essstörungen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass das Überwinden von Essstörungen deshalb auch meist nur mit psychologischer Betreuung bzw. einer Therapie gelingt. Grob unterscheidet man drei verschiedene Essstörungen: Die Magersucht -, Anorexia nervosa, die Ess-Brech-Sucht -, Bulimia nervosa und das Binge-Eating, eine Form der Essucht. Eine Essstörung ist eine Sucht ähnlich wie etwa Nikotin- oder Alkoholabhängigkeit.

Die körperlichen Schädigungen, die Essstörungen hervorrufen können, sind zum Teil sehr massiv. Auch die Auswirkungen für die Psyche sind drastisch. Aus der Angst heraus, jemand könnte von der Essstörung erfahren, vereinsamen viele Betroffene. Depressionen sind die Folge - diese verstärken wiederum die Essstörung. Ein Teufelskreis entsteht.

Magersucht betrifft oft junge Mädchen, aber auch Jungen sind zunehmend davon betroffen. Menschen, die unter Magersucht leiden, sind tief und fest davon überzeugt, zu dick zu sein. Diese Überzeugung hat im Wesentlichen nichts mit ihrem tatsächlichen Aussehen zu tun. Magersüchtige fühlen sich immer zu dick - egal wie dünn sie sind. Betroffene verfolgen oft strenge Diäten, betreiben dazu meist noch intensiv Sport und verwenden zusätzlich noch Abführmittel oder Appetitzügler. Schwerwiegende körperliche Schädigungen sind die Folge: Verlangsamter Herzschlag, Haarausfall, zu niedriger Blutdruck, Muskelkrämpfe, hormonelle Störungen.

Die Auswirkungen auf die Psyche sind sehr belastend: Magersüchtige können Essen nicht mehr genießen, oft entwickeln sie auch regelrechten Ekel gegenüber Essen, ihr ganzes Leben kreist nur noch um die Sucht und das bemühen, weiter abzunehmen. 10% aller Magersüchtigen sterben an den Folgen ihrer Sucht. Ohne psychologische Betreuung ist ein Überwinden der Magersucht kaum möglich.

Der Magersucht nicht unähnlich ist die Ess-Brech-Sucht, die Bulimie. Auch Menschen, die an Bulimie leiden, fühlen sich aufgrund einer gestörten Selbstwahrnehmung grundsätzlich als zu dick - auch wenn sie in Wirklichkeit untergewichtig sind. Bulimiker werden von massiven Heißhungerattacken heimgesucht, während der sie unfassbare Mengen an Essen in sich hineinstopfen. Um nicht an Gewicht zu zulegen, erzwingen sie danach das Erbrechen und würgen das gesamte Essen unter immensen Qualen wieder heraus.

Da sich Betroffene dafür meist sehr schämen, bemühen sie sich um große Heimlichkeit. Das führt zu Vereinsamung. Neben den psychischen Folgen gibt es auch eine Reihe von körperlichen Schädigungen, die von Bulimie ausgelöst werden. Neben Verdauungsstörungen, Herz-Kreislaufproblemen und Haarausfall sind dies auch eine Schädigung von Speiseröhre und Zähnen. Die hängt mit der ätzenden Magensäure zusammen, die beim regelmäßigen Erbrechen immer wieder Mund- und Rachenraum passiert. Psychologische Betreuung ist auch bei Bulimie unerlässlich.

Auch das Binge-Eating - ist eine gefährliche Sucht. Bei den Binge-Eatern ist das Essverhalten außer Kontrolle geraten. Sie essen viel zu viel und leiden gleichzeitig unter ihrer Gewichtszunahme. Erfolglos abgebrochene Diäten erhöhen die Frustration und verstärken oft die übermäßige Nahrungsaufnahme. Ursachen für das Binge-Eating gibt es viele.

Oft schämen sich Betroffene für ihren Körper. Für viele ist das Essen auch ein Ersatz für fehlende Aufmerksamkeit, Liebe und Zuneigung. Die Folge ist eine krankhafte Fettleibigkeit, die auch als Adipositats bezeichnet wird. Daneben gibt es noch andere Ursachen für Fettleibigkeit.

Zu zuckerhaltige und ungesunde Ernährung im Kindesalter kombiniert mit zu wenig Bewegung kann früh zu Fettleibigkeit führen. Die Scham und der Frust über ihren aufquellenden Körper wird oft mit weiteren Fressattacken kompensiert, was eine weitere Gewichtszunahme zur Folge hat. Der Versuch, ihre Gefühle in Essen zu ersticken, führt oft zu Einsamkeit, Traurigkeit und Selbsthass. Körperliche Folgen dieser Fettleibigkeit sind etwa Herz-Kreislaufprobleme, Gallensteine, Fettleber oder die Zuckerkrankheit Diabetes.

Auch Binge-Eater brauchen dringend psychologische Betreuung, um ihrer Sucht zu entkommen. Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Binge-Eating sind ernsthafte Süchte, deren Ursachen in psychischen Problemen zu finden sind. Neben den seelischen Folgen ist auch mit einer Reihe von körperlichen Schädigungen zu rechnen. Einer Sucht alleine zu entkommen ist sehr schwierig. Betroffene und Angehörige sollten dringend Rat und Hilfe bei Beratungsstellen, wie etwa der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, aufsuchen.

Tschüss!

8 Kommentare
  1. Warum gibt es bei vielen Videos keine Übungen zu diesem Thema?

    Von Rula Alaswad, vor etwa einer Stunde
  2. Hallo MailandoLP,

    Vielen Dank für deine Nachricht. Natürlich kannst du bei uns zum Thema Ökologie auch eine Menge finden.
    https://www.sofatutor.com/biologie/oekologie/biotische-faktoren/nahrungsbeziehungen-und-lebensgemeinschaften-oberstufe

    Von Karsten Schedemann, vor fast 2 Jahren
  3. Gutes video hat sehr geholfen. Ich weis dass es nichts mit dem video zu tun hat aber was ist ökologie weis das jemand?

    Von Davin F., vor fast 2 Jahren
  4. danke das hat uns sehr geholfen, denn mein cousin hatte eine ess-brech-sucht

    Von Vivi Lange, vor fast 3 Jahren
  5. Hallo Christopher,
    Gallensteine sind kleine Steine in der Gallenblase, die aus verfestigter Gallenflüssigkeit bestehen. Die Zusammensetzung der Steine kann variieren, jedoch bestehen die meisten Gallensteine unter anderem aus Cholesterin, weswegen die Wahrscheinlichkeit, Gallensteine zu bekommen, bei fettreicher Ernährung steigen kann.
    LG

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 3 Jahren
  1. was sind gallensteine

    Von Christopher S., vor mehr als 3 Jahren
  2. Hi Chandra,
    wenn du nur etwas unzufrieden bist, wirst du sicherlich keine Esstörung haben. Vielleicht kann dir bereits eine gesunde Ernährung und Sport dabei helfen dich wohler zu fühlen.
    Schau dir dazu doch auch noch einmal die Videos zum Thema Ernährung an und melde dich gerne, falls du Fragen hast.
    --> http://www.sofatutor.com/biologie/videos/wie-ernaehre-ich-mich-gesund?topic=2549

    Von Anna-Maria Z., vor fast 5 Jahren
  3. ich habe eine etwws persönliche unzufriedenheit. heißt das, dass ich übergewichtig oder magersüchtig bin *fragezeichen*. sorry kan keine große buchstaben oder zeichen machen.

    Von Chandrawali B., vor fast 5 Jahren
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Essstörungen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Essstörungen kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne drei verschiedene Arten von Essstörungen.

    Tipps

    Falls dir die Bezeichnungen nicht einfallen, schau dir die Bilder genau an und überlege dir, was charakteristisch für die jeweilige Essstörung ist.

    Lösung

    Gesucht wurden Magersucht, Ess-Brech-Sucht (auch Bulimie) und Binge-Eating.

    1. Bei der Magersucht essen die Betroffenen nur sehr wenig und treiben übertrieben viel Sport. Manchmal nehmen sie auch appetitzügelnde oder abführende Medikamente.
    2. Bulimie oder Ess-Brech-Sucht ist ebenfalls eine Essstörung, bei denen sich die Betroffenen zu dick finden. Sie haben Heißhungerattacken und essen sehr viel. Danach erbrechen sie das Gegessene wieder.
    3. Betroffene mit Binge-Eating essen sehr große Mengen und werden in der Folge sehr dick.
  • Nenne Ursachen für Essstörungen.

    Tipps

    Beachte, dass eine Essstörung eine Sucht ist.

    Lösung

    Hormonelle Störungen und zu viel/ zu wenig Essen sind keine Ursachen für eine Essstörung. Essstörungen haben psychische Ursachen wie psychische Probleme, persönliche Unzufriedenheit, Frustration, emotionale Probleme oder ein vermindertes Selbstwertgefühl.

  • Nenne die körperlichen und psychischen Auswirkungen von Anorexia nervosa.

    Tipps

    Körperliche Auswirkungen lassen sich direkt (ggf. mit Hilfsmitteln) am Körper beobachten.

    Lösung

    Körperliche Auswirkungen der Magersucht können vielfältig und unterschiedlich sein. Es müssen nicht alle Auswirkungen gleichzeitig auftreten, dennoch ist dies möglich. Psychische Auswirkungen von Magersucht betreffen vor allem die mentalen Zustände von Betroffenen. Die Betroffenen haben ein gestörtes Verhältnis zum Essen (Ekel, kein Genuss) und ihr gesamter Lebensinhalt dreht sich um die Gewichtsreduzierung.

  • Vergleiche Magersucht mit Binge-Eating.

    Tipps

    Adipös bedeutet stark fettleibig.

    Zu einem Vergleich gehören immer Gemeinsamkeiten und Unterschiede (und eigentlich auch ein Fazit).

    Lösung

    Die Gemeinsamkeiten von Magersucht und Binge-Eating sind die Ursachen als auch eine mögliche Therapierung. Beide Essstörungen haben psychische Ursachen und müssen daher auch mithilfe eines Psychologen therapiert werden. Die beiden Essstörungen unterscheiden sich jedoch in ihrem Verlauf. Betroffene der Magersucht verlieren stark an Gewicht und magern ab, außerdem haben sie kein Hungergefühl mehr. Betroffene von Binge-Eating nehmen stark zu, werden adipös und haben ein ungebremstes Hungergefühl.

  • Erläutere den Teufelskreis, in dem Lisa steckt.

    Tipps

    Anzeichen von Depressionen weisen darauf hin, dass die Betroffenen immer öfter traurig und niedergeschlagen sind.

    Lösung

    Essstörungen verlaufen oft in einem Teufelskreis. Die Betroffenen schotten sich ab von ihrem Umfeld, weil sie sich für ihre Sucht schämen. Sie vereinsamen. Auch Lisa schottet sich von ihrem Umfeld ab, weil sie sich schämt. Da die Betroffenen keinen sozialen Kontakt mehr haben, werden sie depressiv und zweifeln an sich. Auch Lisa weint häufig und ist traurig über ihre Situation. Trotzdem fühlen sich die Betroffenen zu dick. Die Depression begünstigt die Essstörung und macht sie noch schlimmer. So auch bei Lisa, welche sich nun Abführmittel kauft, um in ihren Augen bessere Abnehmerfolge zu erzielen.

  • Berechne den BMI von Laura.

    Tipps

    Achte auf die Einheiten.

    Lösung

    Zunächst musst du die Körpergröße von cm in m umrechnen, indem du die Körpergröße durch 100 dividierst. Nun werden die Werte in die Formel eingesetzt. Der BMI beträgt 24,7. Laura steht also genau zwischen Normal und Übergewicht.

    Aber beachte: Der BMI ist nur ein Richtwert, um sich zu orientieren. Muskelmasse und andere körperliche Zustände werden nicht mit einbezogen.