30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Nachweis von Nährstoffen 06:38 min

Textversion des Videos

Transkript Nachweis von Nährstoffen

Hallo! Heute möchte ich dir zeigen, wie man mit Hilfe eines kleinen Chemielabors und Stoffen aus dem Haushalt und der Apotheke einige Nährstoffe in Lebensmitteln nachweisen kann. Zuerst wollen wir dazu einige Begriffe klären: Wir sollten wissen, was Nahrung, Lebensmittel und Nährstoffe sind. Alle essbaren und trinkbaren Stoffe bilden die Nahrung. Ausgenommen sind die Genussmittel, zum Beispiel Alkohol. Wenn all die essbaren und trinkbaren Stoffe verändert, verarbeitet oder teilweise verarbeitet werden, kann man von Lebensmitteln reden. Deren Nährwert oder Brennwert ist der hauptsächliche Nutzen von Lebensmitteln. Er gibt den Energiegehalt in Lebensmitteln an. Nährstoffe sind Bestandteile unserer Nahrung, die wir direkt für unsere Tätigkeiten, den Stoffwechsel, den Wachstum und die Erhaltung unseres Körpers benötigen. Dazu zählen wir die Eiweiße, Fette und Stärke. Stärke ist ein Kohlenhydrat. Kohlenhydrate teilt man in den Einfach- Zweifach- und Vielfachzucker ein. Zu den Einfachzuckern zählen wir Traubenzucker und Fruchtzucker. Der Milchzucker und der Rohr- oder Rübenzucker sind Zweifachzucker. Stärke und Zellulose sind Vielfachzucker. Letztere können wir aber nicht verdauen, deshalb ist es ja ein Ballaststoff. Ich zeige euch zuerst den Stärkenachweis. Zur Speisestärke gebe ich eine Iodlösung. Zur Kontrolle tropfe ich auch etwas Lugolsche Lösung auf Rübenzucker und Kochsalz. Der Nachweis ist positiv, wie wir links sehen können, wenn eine Dunkelfärbung, also violett bis schwarz einsetzt. Negativ ist er, wenn alles gelbbräunlich bleibt. Demnach ist in Haushaltszucker und Kochsalz absolut keine Stärke. Für den Nachweis von Traubenzucker will ich in der Apotheke erhältliche Teststreifen einsetzen, die für den Traubenzuckernachweis im Urin bestimmt sind. Außerdem kann man mit den Teststreifen auch die Menge des enthaltenen Traubenzuckers, der ebenso Glukose genannt wird, messen. Wir sehen, dass es einen Farbumschlag von Gelb nach Hellgrün gibt. Wir messen durch Farbvergleich mit der Testskala 20 Milligramm je Deziliter, also 20 Milligramm Traubenzucker je 100 Milliliter der Lösung. Wenn Traubenzucker fehlt, bleibt der Streifen unverändert gelb. Es gibt noch eine weitere Nachweismöglichkeit für wasserlösliche Kohlenhydrate. Hier müssen wir aber die Gefahrenhinweise beachten. Eine Zuckerlösung wird mit Benedict-Reagenz versetzt. Die habe ich bereits vorbereitet. Die Lösung ist kräftig blau. Wir geben sie zur Traubenzuckerlösung und erhitzen vorsichtig. Allmählich verändert sich die Farbe des Stoffgemisches. Je nach Zuckerkonzentration soll die Lösung rot, gelb oder grün werden. Beobachtet, ob es gelingt. Ja, geschafft! Der Traubenzuckernachweis war positiv. Bleibt die Lösung nach dem Erhitzen blau, war kein Zucker vorhanden. Der Eiweißnachweis gelingt mit Hitze und mehreren Reagenzien. Beginnen wir mit dem Eiklar des Hühnereis. Es wird in zwei Reagenzgläser abgefüllt. Ein Reagenzglas wird erhitzt. Ganz klar: Das Eiklar wird zum Eiweiß, so wie wir es kennen. Eiweiße sind also hitzeempfindlich. Diese Eigenschaft kann man nutzen, um sie zu finden. Die Veränderung von Eiweißen bis sie funktionslos werden, heißt „Denaturierung“. Zum zweiten Reagenzglas mit Eiklar gibt man Kupfersulfatlösung. Empfindliche Eiweiße flocken bereits bei Vorhandensein von Kupfersulfatlösung aus, da die Kupferteilchen – es handelt sich um die Kupferionen, die in der Lösung sind - das Eiweiß ausflocken lassen. Das ist auf der Untertasse schwach, aber deutlich im Reagenzglas festzustellen. Sollte das nicht genügen, setzt man noch eine Sodalösung hinzu und es erfolgt langsam eine Violettfärbung, die wiederum vorhandenes Eiweiß nachweist. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Zitronensäurelösung hinzuzufügen. Wasserlösliche Eiweiße fallen aus, da sie verklumpen. Verursacht wird es durch die Säure. Eiweiße sind säureempfindlich, sie werden also durch Säuren verändert. Auf ähnliche Weise entsteht durch die Milchsäure Quark. Zum Schluss noch der Nachweis für Fette. Dazu brauchen wir nur Löschpapier. Wir setzen zwei Tropfen Rapsöl darauf, an anderer Stelle etwas Butter und an der nächsten Stelle einige Wassertropfen, umkreisen die jeweiligen Flecken und stellen den Ventilator an. Nach kurzer Zeit, etwa fünf Minuten, bleiben nur noch ein durchscheinender Ölfleck und der Butterfleck übrig. Das Wasser verdunstete. Das war die Fettfleckprobe. Vielleicht interessierst du dich jetzt genauer für die Verpackungsaufschriften unserer Lebensmittel. Dort werden nämlich die Nährstoffe angegeben. Tschüss, bis zum nächsten Mal!

10 Kommentare
  1. etwas zu schnell

    Von Daniel R., vor 10 Monaten
  2. man kann es langsamer stellen

    Von Hamburg115, vor etwa einem Jahr
  3. p

    Von Chemiemaeuschen, vor etwa einem Jahr
  4. Gutes Video😊

    Von May Gerstungen, vor etwa einem Jahr
  5. Super gemacht🙂

    Von Sxphxe.Toffee, vor mehr als einem Jahr
  1. Das Video war hilfreich, wenn man es sich 2 oder 3 mal angeschaut hat, da es ein wenig zu schnell war. Aber sonst war es echt gut :-)

    Von Felix 25, vor mehr als 3 Jahren
  2. Das Video war sehr informativ und hilfreich!!

    Von Janna Langenbach, vor mehr als 3 Jahren
  3. Danke, das Video war sehr hilfreich!!

    Von Jens Schumacher, vor mehr als 4 Jahren
  4. ...

    Von Chandrawali B., vor fast 5 Jahren
  5. Etwas zu schnell. :-\

    Von Chandrawali B., vor fast 5 Jahren
Mehr Kommentare