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Der Vogelzug - Überwintern im Süden 07:11 min

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Transkript Der Vogelzug - Überwintern im Süden

Der Vogelzug - Überwintern im Süden

Hallo! Ist dir schon einmal aufgefallen, dass man manche Vögel - wie Schwalbe, Kuckuck oder Storch - zwar im Sommer sehen oder hören kann, nicht aber im Winter? Das liegt daran, dass sich diese und andere Vogelarten im Herbst sammeln und den Winter über im Süden, etwa in Afrika, verbringen. Aber warum eigentlich? Und woher wissen die Vögel, wo Süden ist? In diesem Video beschäftigen wir uns mit den Geheimnissen des Vogelzugs.

Vögel, die über die kalten Wintermonate in den Süden ziehen, heißen Zugvögel. Die, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, werden dagegen Standvögel oder Jahresvögel genannt. Warum verlassen uns Zugvögel im Winter eigentlich? Es ist die Nahrungsknappheit und die Kälte, die sie im Herbst in den warmen Süden treibt. Rotkehlchen, Kuckuck und Schwalben ernähren sich hauptsächlich von Insekten, die sie z.B. in der Luft schnappen. Da diese Nahrungsquelle im Winter versiegt, ziehen sie nach Afrika, wo es zu der Zeit genügend Nahrung für sie gibt.

Die Singdrossel lebt von Würmern und Larven, die sie im Boden findet. Im Winter ist der Boden entweder gefroren oder mit einer Schneeschicht bedeckt - also zieht auch die Singdrossel in den Süden. Dem Storch, der von Fröschen und großen Insekten lebt, geht es ganz ähnlich.

Noch bis ins 17. Jahrhundert hinein wusste man nicht, wohin bestimmte Vogelarten im Winter verschwinden. Man vermutete, dass sie in Höhlen überwintern. Bis man 1822 in der Nähe von Berlin einen Storch fand, in dessen Gefieder ein Pfeil steckte. Der Pfeil stammte von afrikanischen Jägern - und so lernte man, dass der Storch den Winter über in Afrika verbracht haben musste.

Mit der Beringung fand man eine Möglichkeit, wie man das Zugverhalten von Vögeln beobachten kann. Dazu werden kleine Aluminiumringe an den Füßen von Vögeln befestigt. Diese Ringe sind sehr leicht und beeinträchtigen die Vögel nicht.

Eine Prägung auf dem Ring verrät, wann und wo der Vogel “beringt” wurde und wohin man den Ring schicken kann, wenn man ihn - z.B. an einem toten Vogel - findet. In Deutschland gibt es spezielle Vogelwarten, in denen die Informationen über die beringten Vögel gesammelt und ausgewertet werden. Zusätzlich gibt es heute die Möglichkeit von Satelitenüberwachungen. Dafür müssen Vögel mit kleinen Peilsendern ausgestattet werden.

Woher wissen Zugvögel eigentlich, wann sie losfliegen müssen, und wie finden sie den Weg? Die Geheimnisse des Vogelzugs sind bis heute nur zum Teil gelüftet. Wenn die Tage bei uns im Herbst kürzer werden, ist das für die Zugvögel ein Zeichen, dass es Zeit ist aufzubrechen. Zur Orientierung nutzen einige Vogelarten den Stand der Sonne, andere den Stand der Sterne. Auch geographische Anhaltspunkte wie große Flüsse oder bestimmte Gebirgsketten dürften bei der Orientierung eine Rolle spielen.

Das Rotkehlchen orientiert sich am unsichtbaren Erdmagnetfeld. Wie genau das funktioniert, wissen wir noch nicht. Fest steht, dass die meisten Zugvögel über eine “innere Uhr” sowie über eine Art “inneren Kompass” verfügen. Zielgebiete und Aufenthaltsdauer sind von Vogelart zu Vogelart verschieden. Einige fliegen in die Ländern des Mittelmeers, der Storch zieht bis in den äußersten Süden Afrikas.

Auf ihrer Reise in Süden fliegen Schwalben und Stare in Schwärmen, der Kuckuck tritt die weite Reise ganz alleine an. Wildgänse fliegen zusammen und bilden im Flug eine Keilform. Eine andere Flugordnung ist die Reihe - so fliegen Enten in den Süden. Schwäne fliegen in Staffeln oder versetzten Reihen und Austernfischer bevorzugen die Kettenformation.

Auf ihrem Weg in ihr Winterquartier sind die Zugvögel unterschiedlichen Gefahren ausgeliefert. Wenn sie die Alpen überqueren müssen sie nicht selten mit Schneestürmen zurecht kommen. Gewitter und Unwetter zehren an den Kräften. Nur die stärksten unter den Vögeln erreichen das Winterquartier. Auch die Reise zurück nach Deutschland ist anstrengend - nicht alle Tiere schaffen die Rückkehr. In einigen Ländern am Mittelmeer gelten Singvögel als Delikatesse. Wenn der Überflug der großen Zugvogelschwärme erwartet wird, spannen sie große Netze oder schießen sie aus der Luft.

Zugvögel sind Vögel, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten in verschiedenen Regionen leben. Die meisten Zugvögel Deutschlands überwintern in wärmeren Regionen wie Südeuropa oder Afrika. Zur Orientierung nutzen Zugvögel den Stand von Sonne und Sternen, aber auch das unsichtbare Erdmagnetfeld. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

9 Kommentare
  1. Hallo Aurjeta Marra,
    es tut uns leid, dass dir dieses Video nicht weiterhelfen konnte. Wir haben noch andere Videos zum Thema „Vogelzug“. Vielleicht schaust du dir mal das Video „Der Vogelzug“ an. Hier der Link dazu: https://www.sofatutor.com/biologie/videos/der-vogelzug?topic=2514
    Ich hoffe, damit kannst du besser arbeiten.
    Viel Spaß weiterhin mit unseren Videos!
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 14 Tagen
  2. schlecht erklärt

    Von Aurjeta Marra, vor 14 Tagen
  3. Gut erklärt 🙂🙂🙂

    Von Sawsan H., vor 9 Monaten
  4. Hallo Itslearning Nutzer 2535 415168, bitte beachte die allgemeingültigen Umgangsformen. Schreibe in den Kommentarspalten höflich und wenn du Kritik äußern möchtest, dann wäre es toll, wenn du uns möglichst konkrete Tipps geben könntest. Wir haben noch andere Videos zum Thema Vogelzug. Schau doch mal auf diese Übersichtsseite: https://www.sofatutor.com/biologie/biologie-der-tiere/die-vielfalt-der-wirbeltiere/voegel Hier findest du viele nützliche Infos und weitere Videos rund um das Thema Vögel.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 10 Monaten
  5. ich habe noch nie so ein beschiesenes Vidieo gesehen
    habe über haupt nichts gelernt

    Von Itslearning Nutzer 2535 415168, vor 10 Monaten
  1. Super erklärt

    Von Falkaoldenburg, vor fast 2 Jahren
  2. Tolles Video, erklärt gut.

    Von Malte G., vor fast 2 Jahren
  3. Gut erklärt

    Von Jvolodina, vor fast 2 Jahren
  4. Sehr aufregent

    Von Ahmeda K., vor mehr als 2 Jahren
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Der Vogelzug - Überwintern im Süden Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Der Vogelzug - Überwintern im Süden kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib wieder, warum manche Vögel im Winter in wärmere Regionen ziehen.

    Tipps

    Im Winter gibt es weniger Insekten als im Sommer.

    Lösung

    Die wichtigsten Gründe für den Zug der Vögel in den Süden sind die Kälte und die Nahrungsknappheit.

    Viele Vögel ernähren sich von Insekten. Da manche Insektenarten gar nicht überwintern oder sich im Winter in Verstecken verkriechen und in eine Kältestarre verfallen, gibt es weniger Nahrung für Vögel. Manche Vögel ernähren sich auch von Würmern oder anderen Tieren im Boden. Wenn dieser im Winter friert, kommen die Vögel nicht mehr an die Nahrung heran.

    Viele Vögel sind sehr empfindlich gegenüber der Kälte im Winter. Auch wenn sie wärmende Daunenfedern besitzen, können gerade kleine Vögel im Winter leicht erfrieren. Daher macht es für sie mehr Sinn, die beschwerliche Reise Richtung Süden anzutreten.

  • Bennene die Flugordnungen der Zugvögel.

    Tipps

    Den Begriff Vogelschwarm hört man häufig. Streng genommen beschreibt er aber nur eine mögliche Flugformation der Vögel, die durchaus Ähnlichkeit mit einem Fischschwarm besitzt.

    Die Staffel sieht aus wie ein halber Keil.

    Lösung
    • Den Keil siehst du auf dem Bild.
    • Fliegen die Vögel in einer Kette, dann fliegen alle Vögel waagerecht nebeneinander.
    • Bei einer Reihe fliegt immer ein Vogel genau hinter einem anderen.
    • Ein Schwarm zeichnet sich dadurch aus, dass es erstmal so aussieht, als würden alle Vögel durcheinander fliegen. Aber auch in einem Schwarm gibt es Kommunikation und die Vögel achten aufeinander.
  • Ermittle, was bei einem Vogelfund zu tun ist.

    Tipps

    Auch geschwächte Vögel können noch wehrhaft sein, daher sollte man sie zunächst vorsichtig beobachten.

    Mithilfe der Angaben auf dem Ring kann die zuständige Vogelwarte heute zuverlässig über das Internet gefunden werden.

    Lösung

    Wenn man einen Vogel findet, sollte man ihn zunächst immer erstmal vorsichtig beobachten. Dabei findet man schnell heraus, ob der Vogel geschwächt, krank oder verletzt ist und ob dieser einen Ring trägt.

    Hat man diese Infos ermittelt, sollte man überlegen was zu tun ist. Auch kranke, geschwächte oder verletzte Vögel sollte man immer mit Handschuhen anfassen, denn sie können noch wehrhaft sein oder sogar Krankheiten übertragen.

    Wenn man den Vogel nicht allein draußen lassen kann, ist es eine gute Methode ihn in einem durchlöcherten Pappkarton auf eine weiche Unterlage zu setzen. So kann der Vogel nicht fliehen und wird sich nicht in der ungewohnten Umgebung durch Panik verletzen.

    Findet man einen Vogel, der nicht mehr von allein wegfliegt, sollte man sich an Experten in einer Vogelwarte, einer Tierschutzorganisation oder an einen Tierarzt wenden. Diese Leute haben Erfahrungen mit solchen Fällen und geben dir wertvolle Tipps, wie du dem Vogel helfen kannst.

  • Beschreibe Methoden zur Erforschung des Vogelzugs.

    Tipps

    Im Winter ziehen Vögel in Gebiete, in denen es wärmer ist.

    Überlege mal, wie genau das Navi im Auto euren Weg verfolgen kann.

    Lösung

    Der Vogelzug war lange Zeit ein großes Geheimnis. Erst durch Zufall stieß man darauf, dass die Vögel überhaupt im Winter in den Süden ziehen. Vorher ging man davon aus, dass sich die Vögel im Winter in Höhlen oder andere Verstecke zurückziehen.

    Die Methode des Beringens ist vergleichsweise alt, dafür aber sehr effektiv, da die jeweiligen Fundorte eines Vogels verfolgt werden können. Um die Nummer auf dem Ring abzulesen, brauchen die Vögel heutzutage sogar nicht mehr unbedingt gefangen werden. Die Technik von Kameras ist so gut, dass geübte Fotografen die Ringnummer des Vogels auf große Entfernung abfotografieren können.

    Das Verfolgen des Vogelzuges mithilfe des GPS-Systems ist die effektivste Methode. Sie ist allerdings häufig auch sehr zeitaufwendig, denn die Peilsender haben nicht überall auf der Welt Empfang. So gibt es Forscher, die die Vögel verfolgen, um das Signal nicht zu verlieren.

  • Ermittle den Trick, den die Störche nutzen, um ihr Winterquartier möglichst energiesparend zu erreichen.

    Tipps

    Der Körperbau eines Vogels ist darauf ausgelegt, besonders leicht zu sein. Allein das spart beim Fliegen viel Energie.

    Störche sind in Sachen Vogelzug eher Einzelgänger.

    Lösung

    Warme Luft ist leichter als schwere und steigt deswegen nach oben. Diesen Effekt nutzen die Störche, um an Höhe zu gewinnen. Anschließend segeln sie eine Weile, wobei sie kaum Energie verbrauchen, bis sie die nächste warme Luftströmung erreichen.

    Um diesen Effekt zu nutzen, nehmen Störche übrigens häufig einen längeren Weg auf sich, denn über dem Meer ist die Thermik schwächer. So fliegen sie hauptsächlich über Landmassen, zum Beispiel über Osteuropa und die Türkei nach Afrika.

  • Erkläre, was passieren würde, wenn die Zugvögel im Sommer nicht zu uns zurückkehren würden.

    Tipps

    Viele Vögel fressen Früchte. Durch ihre Ausscheidung verbreiten sie den Samen der Pflanze.

    Würden die Vögel nicht zurückkehren, wäre es in den Sommerquartieren ziemlich überfüllt.

    Lösung

    • Im Sommerquartier:
    Viele Zugvögel verbringen bei uns in Europa den Frühling und den Sommer. Sie brüten hier und ziehen ihre Jungen auf. Dabei fressen sie eine Menge Insekten, Samen und manche sogar kleine Säugetiere. Würden die Vögel nicht zu uns zurückkommen, würde die Zahl der Insekten explodieren, es käme zu einer Plage. Da viele Insekten unsere Pflanzen schädigen, würden auch die Pflanzen leiden. Außerdem fressen Vögel auch gerne die Früchte der Pflanzen. Die Samen in den Früchten scheiden die Vögel aus. Dabei verteilen sie die Samen in der Landschaft. Viele Pflanzen sind darauf angewiesen. Auch kleine Säugetiere wie Mäuse würden einen Fressfeind verlieren und könnten sich erfolgreicher vermehren. Es könnte also auch zu einer Mäuseplage kommen.

    • Im Winterquartier:
    Die Winterquartiere der Vögel sind häufig in Afrika oder Südeuropa. Allerdings leben dort auch andere Vögel, die entweder immer dort bleiben oder auch den Sommer dort verbringen. Würden unsere Zugvögel im Sommer dort bleiben, würde es in den Sommerquartieren ziemlich voll werden. Die Zugvögel würden mit den heimischen Arten um Nahrung und Brutplätze konkurrieren. Zudem wird es im Sommer in Afrika und Südeuropa häufig sehr trocken, das schmälert das Nahrungsangebot. Das Futter würde für die Zugvögel und die heimischen Vögel knapp werden.