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Heinrich Hertz und die Entdeckung der Wellen 02:30 min

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Transkript Heinrich Hertz und die Entdeckung der Wellen

Die geheimnisvollen Wellen, mit denen man sowohl Informationen übertragen, Essen erwärmen und Flugzeuge orten kann, wurden von dem deutschen Physiker Heinrich Hertz erstmals nachgewiesen. Im Oktober 1886 führte er in seinem Labor in Karlsruhe das entscheidende Experiment durch. Hertz legte an zwei gegenüberliegende Metallstäbe, die an Metallkugeln montiert waren, Strom an. Sobald der Strom floss, sprangen zwischen beiden Metallstäben bläuliche Funken über. Das Erstaunliche: Jedes Mal, wenn dies geschah, sprangen auch ganz woanders Funken über, in einem Meter Entfernung in einem offenen Metallring, der mit der Konstruktion nicht in Verbindung stand. Wie war das möglich? Legt man an einen Draht Strom an, wandern die Elektronen vom Minuspol zum Pluspol. Dadurch entsteht ein elektrisches Feld. Zusätzlich entsteht ein magnetisches Feld. Tauscht man die Pole, dann fließen die Elektronen wieder zurück und auch die Felder ändern sich. Schwingende Elektronen erzeugen also sich verändernde elektrische und magnetische Felder. Breiten sich nun diese schwingenden Felder im Raum aus, entstehen elektromagnetische Wellen. Davon hatte Heinrich Hertz bereits gehört, denn das hatte schon ein paar Jahre zuvor der britische Physiker James Clerk Maxwell theoretisch vorhergesagt. Maxwell konnte diese Wellen aber noch nicht nachweisen. Als Heinrich Hertz nun seine wie durch Zauberhand übertragenen Funken sah, war ihm klar, sie mussten von Maxwells elektromagnetischen Wellen übertragen worden sein. Mit seinem Experiment hatte Hertz erstmals bewiesen, dass es diese Wellen tatsächlich gab.