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1. Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg – auch der Große Krieg genannt – war ein globaler Konflikt, der von 1914 bis 1918 andauerte. Er war mit 40 beteiligten Staaten und rund 17 Millionen Todesopfern einer der umfassendsten und verlustreichsten Kriege der Geschichte.

Erste Fakten und Zahlen

Wenn du das Schlagwort Erster Weltkrieg hörst, bezieht sich dies auf einen globalen Konflikt, der von 1914 bis 1918 andauerte. Das Deutsche Kaiserreich und die Monarchie Österreich-Ungarn standen als die sogenannten Mittelmächte auf der einen Seite des Krieges einem Bündnis aus dem Russischen Zarenreich, Frankreich und Großbritannien (auch Entente genannt) gegenüber. Aufgrund komplexer Bündnisse und internationaler Interessen zogen bis zum Ende des Krieges viele weitere Parteien wie die USA oder das Osmanische Reich in den Kampf. Insgesamt beteiligten sich 40 Staaten mit fast 70 Millionen Soldaten am Ersten Weltkrieg. Aber wie konnte es zu diesem Krieg kommen? Wer war daran beteiligt? Und welche Folgen nahm der Ausgang des Krieges auf das Weltgeschehen?

Erster Weltkrieg

Die Ursachen des „Großen Krieges“

Als Auslöser des Ersten Weltkriegs wird meistens das Attentat von Sarajevo genannt. Am 18. Juni 1914 wurden der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin vom bosnisch-serbischen Nationalisten Gavrilo Princip auf offener Straße ermordet. Aber vielleicht kannst du dir vorstellen, dass ein Attentat allein nicht die Ursache für einen vierjährigen Krieg mit etwa 17 Millionen Toten war. Im Konflikt entluden sich Spannungen, die sich bereits im vorherigen Jahrhundert aufgebaut hatten. Hierunter fallen vor allem der Imperialismus, also der Wunsch verschiedener Länder, durch möglichst viele Kolonien ein Weltreich aufzubauen, deren Träume von europäischen und globalen Vormachtstellungen und ein damit verbundener starker Nationalismus. Der Anschlag von Sarajevo war also nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Die Parteien im Krieg

Serbien lehnte die Forderung Österreich-Ungarns ab, Ermittler aus dem Kaiserreich an den Untersuchungen um die Ermordung des Thronfolgers teilnehmen zu lassen, und Österreich-Ungarn erklärte Serbien am 28. Juli 1914 den Krieg. Aufgrund zuvor getroffener Bündnisse schloss sich das Deutsche Kaiserreich der Kriegserklärung an. Das Russische Zarenreich hingegen sicherte Serbien seine Unterstützung zu und wurde hierbei von Frankreich unterstützt. Als das Deutsche Reich beim Feldzug gegen Frankreich die Neutralität Belgiens und Luxemburgs verletzte, erklärte auch Großbritannien mit seinen Kolonien dem Kaiserreich am 4. August 1914 den Krieg. Hierbei kann man also noch nicht von einem Weltkrieg sprechen, aber vielleicht kannst du dir vorstellen, dass sich aufgrund weiterreichender Bündnisse und der Aussicht auf die Durchsetzung eigener Interessen in der angespannten Lage immer mehr Länder den Kriegshandlungen anschlossen. Als Folge der globalen Entwicklungen erklärten auch die Vereinigten Staaten von Amerika am 6. April 1917 dem Deutschen Reich den Krieg.

Die Welt im Krieg

Der Verlauf des Krieges

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs herrschte noch vielerorts, besonders im Deutschen Reich, der Glaube an ein schnelles Kriegsende und die Heimkehr der Soldaten spätestens bis Weihnachten des Jahres 1914. Doch der deutsche Vormarsch nach Westen endete bereits im Winter desselben Jahres. Von November 1914 bis März des Jahres 1918 kam es zum nahezu kompletten Erstarren der Front östlich von Paris. Die Soldaten beider Kriegsseiten konnten in einem verlustreichen Stellungs- und Grabenkrieg über mehr als drei Jahre nur geringfügig vorrücken und bekämpften sich aus den Schützengräben.

An der Ostfront wütete der Krieg gegen Russland. Aufgrund der geografischen Lage des Deutschen Kaiserreiches und Österreich-Ungarns befanden sich die beiden Staaten im Zweifrontenkrieg, einem Zustand, vor dem deutsche Befehlshaber zuvor gewarnt hatten. Auch hier kam es schnell zum Stellungskrieg. Das Zarenreich schied allerdings aufgrund der russischen Oktoberrevolution im Jahr 1917 aus dem Kriegsgeschehen aus.

1. Weltkrieg

Falls du dir die Frage stellst, warum es im Ersten Weltkrieg zu solch schweren Stellungsgefechten und der extrem hohen Zahl an Opfern kam, ist dies vor allem auf die moderne Kriegsführung und den technischen Fortschritt der Waffenindustrie zurückzuführen. Erstmals wurden im Krieg beispielsweise Maschinengewehre, Giftgas, Panzer, Flugzeuge und U-Boote eingesetzt.

Das Kriegsende und seine Folgen

Durch den amerikanischen Kriegseintritt 1917 wurde die Situation für das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn zunehmend aussichtslos. So kam es am 11. November 1918 zum Waffenstillstand von Campiégne, der eine bedingungslose Kapitulation des Kaiserreiches bedeutete, und der Krieg fand ein Ende.

Doch die Welt wurde durch den „Großen Krieg“ nachhaltig verändert. Alle europäischen Kaiserreiche gingen unter und mit ihnen brach das europäische Staatensystem zusammen. Infolgedessen stiegen die USA zur weltpolitischen Supermacht auf. Zudem lieferten der Ausgang des Krieges, der Zusammenbruch vieler Staatensysteme und harte Friedensbedingungen, wie beispielsweise der Vertrag von Versailles, den Nährboden für faschistische Regime, die in Deutschland, Italien und Spanien innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte aufsteigen sollten.

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