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Nahrungsbeziehungen 05:44 min

Textversion des Videos

Transkript Nahrungsbeziehungen

Nahrungsbeziehungen

Hallo! Getreidesamen werden von einer Maus gefressen. Diese wiederum wird von der Katze gefangen. Das ist eine einfache Nahrungskette, die jeder kennt. Sie setzt sich aus Pflanze, einem Pflanzenfresser und Fleischfresser zusammen. Wie das genau mit den Nahrungsbeziehungen zwischen den Lebewesen in einem Ökosystem ist, siehst du in diesem Video!

Nahrungsbeziehungen in einem Ökosystem werden vereinfacht durch so genannte Nahrungsketten dargestellt, die angeben, welcher Organismus von einem anderen gefressen wird. Die einfache Nahrungskette aus unserem Beispiel beginnt mit einer Pflanze bzw. mit einem pflanzlichen Produkt, den Getreidesamen. Pflanzen stehen am Beginn jeder Nahrungskette, da sie die Energie des Sonnenlichtes nutzen können. In der Fotosynthese wandeln sie Kohlenstoffdioxid in organische Zucker um.

Damit ist die Energie des Sonnenlichts in Form der Zucker gespeichert und kann von anderen Lebewesen genutzt werden. Pflanzen und Kleinstlebewesen, wie das Phytoplankton, die Fotosynthese betreiben können, werden auch als Primärproduzenten eines Ökosystems bezeichnet, da sie die erste Ebene des Energieflusses im Ökosystem darstellen.

Pflanzen werden von Pflanzenfressern, den so genannten Herbivoren, gefressen, in unserem Beispiel ist die Maus ein Pflanzenfresser. Diese verdauen die pflanzliche Kost und nutzen einen Teil der darin gespeicherten Energie zur Aufrechterhaltung ihrer Stoffwechselprozesse und zum Aufbau ihrer eigenen Biomasse. Ein großer Teil der in der pflanzlichen Nahrung gespeicherten Energie geht allerdings als Wärme verloren. Pflanzenfresser werden auch als Primärkonsumenten bezeichnet, da sie die erste Ebene der Energieverbraucher, also Konsumenten, darstellen.

Pflanzenfresser werden wiederum von Fleischfressern, den so genannten Carnivoren, gefressen, in unserem Beispiel ist die Katze ein Fleischfresser. Auch sie nutzen wieder einen Teil der in dem Pflanzenfresser gespeicherten Energie, um daraus eigene Biomasse aufzubauen und ihre Lebensfunktionen aufrecht zu halten.

Auch hier wird wieder ein Großteil der Energie als Wärme freigesetzt. Carnivore nennt man auch Sekundärkonsumenten, da sie die zweite Ebene der Konsumenten bilden.

Die hier gezeigte Nahrungskette ist eine sehr einfache Kette. Sie besteht nur aus einer Pflanze, einem Pflanzenfresser und einem Fleischfresser. Nahrungsketten lassen sich dadurch verlängern, dass mehrere Fleischfresser in einer Nahrungskette auftauchen. Außerdem wird ein Mitglied einer Nahrungskette natürlich nicht nur von einem Lebewesen als Nahrung genutzt. Getreidesamen werden zum Beispiel auch noch von Pferden gefressen; Mäuse werden auch von Greifvögeln gefressen. Auf diese Weise ergeben sich so genannte Nahrungsnetze, die aufzeigen, in welcher Nahrungsbeziehung die Lebewesen zueinander stehen.

Wir haben also gesehen, dass es verschiedene Stufen in einem Ökosystem gibt: die Primärproduzenten, die Primärkonsumenten und die Sekundärkonsumenten. Diese einzelnen Ebenen eines Ökosystems nennt man auch Trophieebenen, oder trophische Ebenen.

Totes organisches Material von abgestorbenen Tieren und Pflanzen sowie Ausscheidungsprodukte werden im Ökosystem durch Zersetzer, den so genannte Destruenten, verwertet. Zu den Destruenten gehören Bakterien und Pilze, die das organische Material in anorganische Verbindungen, den Mineralstoffen, abbauen und aus diesem Abbauprozess Energie gewinnen. Sie werden deshalb auch als Mineralisierer bezeichnet.

Diese anorganischen Stoffe stehen dann wiederum den Primärproduzenten, also den Pflanzen, zur Verfügung, um sie in ihre Biomasse einzubauen oder in der Fotosynthese zu nutzen.

Du siehst also, dass der Stoffstrom einen geschlossenen Kreislauf ergibt, der sich aus Primärproduzent, Primärkonsument, Sekundärkonsument und Destruent zusammensetzt. Mit jedem Schritt des Kreislaufs wird Energie abgegeben, so dass die von den Destruenten freigesetzten anorganischen Verbindungen sehr energiearm sind. Beim Schritt zum Primärproduzenten wird dem Ökosystem wieder Energie in Form von Sonnenlicht zugefügt und der Kreislauf beginnt von neuem. Ohne die Sonne gäbe es also kein Leben auf der Erde.

Wenn Du das nächste mal eine Katze siehst, die eine Maus gefangen hat, weißt Du jetzt, dass ein Primärkonsument von einem Sekundärkonsumenten gefressen wird. Und du weißt auch, das die Energie, die in dem Primärkonsumenten gespeichert ist, ursprünglich aus den Primärproduzenten, also den Pflanzen, stammt. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

4 Kommentare
  1. Hallo.
    Euer Video war sehr gut, jedoch ist die zweite Aufgabe irreführend gestelt, da man mit dem Primärkonsumenten beginnen soll und die Lösung mit dem Primärproduzenten beginnt. Außerdem ist es auch irreführend, dass eine so groß aussehende Schlange von einem Vogel gefressen wird. Fals es noch möglich ist würde ich diese Aufgabe nochmal überarbeiten.

    Von K Mors, vor 12 Tagen
  2. Hallo Ulrike,
    ein Blick in den Rahmenlehrplan verrät, dass die Nahrungsbeziehung zwischen Konsumenten und Produzenten nicht zu den Themen gehören, die in der Grundschule behandelt werden. :-) Außerdem handelt es sich bei den ersten beiden Aufgaben immer um Reproduktionsaufgaben, die den Inhalt den Videos wiederholen sollen. Die darauffolgenden Aufgaben sollen zum Vertiefen des Inhalts dienen und sind dementsprechend auch schwieriger zu lösen. Wenn du problemlos alle Aufgaben lösen konntest, bedeutet das nur Gutes!
    Liebe Grüße!

    Von Serpil Kilic, vor etwa 4 Jahren
  3. Die Aufgabenstellungen sind viel zu einfach und passen eher in die zweite Klasse Unterstufe als in die 6. Klasse Oberstufe.
    Die Abbildungen müssen eindeutig erkennbar sein, damit sie auch korrekt interpretiert werden können. Das ist beim Getreide nicht der Fall.

    Von Ulrike Randl, vor etwa 4 Jahren
  4. Super Video, sehr verständlich erklärt! Danke :)

    Von Christina 5, vor etwa 4 Jahren

Nahrungsbeziehungen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Nahrungsbeziehungen kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne Produzenten und Konsumenten.

    Tipps

    Das ist ein Waldkauz.

    Lösung

    Zu den Produzenten zählen alle Pflanzen. Sie stehen immer am Beginn einer Nahrungskette, da sie aus anorganischen Material organische Stoffe herstellen.

    Von diesen Pflanzen ernähren sich die Pflanzenfresser. Dazu zählen kleine Tiere wie die Maus, aber auch große wie der Hirsch.

    Die Fleischfresser sind ebenfalls Konsumenten. Sie ernähren sich von den Pflanzenfressern. Zu ihnen zählen der Fuchs und auch Vögel wie der Waldkauz.

  • Definiere den Begriff „Zersetzer“.

    Tipps

    Hier siehst du einen typischen Carnivoren.

    Lösung

    Die Zersetzer werden als Destruenten bezeichnet.

    Sie zersetzen tote Produzenten und Konsumenten und wandeln sie wieder in anorganische Stoffe um. Durch die Destruenten wird der Stoffkreislauf geschlossen. Zu ihnen zählen Bakterien und Pilze.

  • Erkläre die Räuber-Beute-Beziehung.

    Tipps

    Alfred J. Lotka und Vito Volterra haben unabhängig voneinander mathematische Gleichungen zu diesen Regeln formuliert.

    Lösung

    Die Räuber-Beute-Beziehungen sind Teilaspekte der Nahrungskette.

    Wenn in einem Ökosystem die Anzahl der Beutetiere steigt, fördert dies die Überlebenschance der Fressfeinde. Sie finden mehr Nahrung, pflanzen sich fort und ihre Zahl wächst. Doch das geschieht zu Lasten der Beutetiere, denn diese werden immer weniger. Das wiederum sorgt dafür, dass die Fressfeinde keine Nahrung mehr finden und sterben. Ihre Populationsdichte verringert sich.

    Du merkst also, die Populationsdichte von Beute und Fressfeinden schwankt periodisch und zeitlich gegeneinander verschoben.

  • Erstelle eine mögliche Nahrungskette.

    Tipps

    Die Nahrungskette beginnt mit einem Produzenten.

    Die Nahrungskette endet mit den Destruenten.

    Lösung

    Eine Nahrungskette setzt sich immer aus Produzenten und Konsumenten zusammen. Die Produzenten sind Pflanzen, in diesem Fall Getreide. Die Konsumenten erster Ordnung sind Pflanzenfresser, hier die Maus. Diese wird von Konsumenten zweiter Ordnung, den Fleischfressern, gefressen, zum Beispiel von einer Schlange. Diese wiederum wird gefressen von einem Greifvogel. Wenn der Greifvogel stirbt, wird die Biomasse von Destruenten verwertet. Sie bauen das organische Material in anorganische Stoffe ab.

  • Unterscheide zwischen Saprovoren und Mineralisierern.

    Tipps

    Saprovoren scheiden selbst noch organisches Material aus.

    Mineralisierer scheiden nur noch anorganisches Material aus.

    Milben gehören zu den Saprovoren.

    Lösung

    Die Saprovoren sind Regenwürmer, Asseln oder auch Nematoden. Sie zerkleinern und verdauen organische Substanz. Die Mineralisierer (Bakterien und Pilze) zerlegen diese von den Saprovoren ausgeschiedene organische Substanz in ihre Ausgangsstoffe. Zum Beispiel in Phosphor und Calcium. Diese können dann wieder von den Produzenten aufgenommen werden.

  • Erkläre den Energiefluss anhand der Nahrungspyramide.

    Tipps

    Zu Verlusten kommt es beispielsweise durch Blattabfall.

    Lösung

    Die Nahrungspyramide besteht aus verschiedenen Nahrungsebenen. Diese bilden sich aus den Produzenten und Konsumenten. Die Produzenten wandeln die Sonnenlichtenergie in chemisch gebundene Energie um. Schon in dieser Stufe geht Energie verloren. Verluste entstehen durch Atmung und anfallende organische Substanz, wie z.B. Blattabfall. Den Konsumenten der 1. Ordnung stehen nur noch 10% der ursprünglichen Energie zur Verfügung. In jeder Stufe kommt es zu Energieverlusten, so stehen dem Endkonsumenten nur noch 0,1% der Energie zur Verfügung.