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Dünndarm – optimale Nährstoffaufnahme durch Oberflächenvergrößerung 05:19 min

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Transkript Dünndarm – optimale Nährstoffaufnahme durch Oberflächenvergrößerung

Hallo. Hast du gewusst, dass die gesamte Oberfläche deines Dünndarms ungefähr so groß wie bis zu zwei Volleyballfelder ist? Es stimmt. Würde man die Fläche ausbreiten, ergäben das bis zu 200 oder 300 Quadratmeter. Ein Volleyballfeld hat typischerweise die Maße von 18 mal neun Metern. In diesem Video geht es um die Nährstoffaufnahme im Verdauungsorgan Dünndarm. Wir werden uns den Nahrungstransport und anschließend die Nährstoffzerlegung und die eigentliche Nährstoffaufnahme angucken. Schauen wir uns als Erstes an, wo der Dünndarm liegt. Hier siehst du das drei bis vier Meter lange Organ. Es passt nur in deinen Körper, weil es in Schlingen im Bauchraum liegt. Der Nahrungstransport beginnt in deinem Mund. Über die Speiseröhre gelangt der Nahrungsbrei in deinen Magen. An dessen Ausgang befindet sich ein ringförmiger Muskel. Dieser lässt die Nahrung wie ein Pförtner nur portionsweise in den Dünndarm. Als Erstes kommt der Zwölffingerdarm. Der heißt so, weil er so lang wie zwölf nebeneinander gelegte Finger ist. Er ist der erste Teil des Dünndarms. Um den Brei voranzuschieben, ziehen sich die Ringmuskeln und die Längsmuskeln in den Dünndarmwänden zusammen. Bestimmt hast du schon Mal gehört, dass Ballaststoffe in Lebensmitteln diese Bewegung unterstützen. Der Dünndarm hat zwei Funktionen. Die erste davon ist die Nährstoffzerlegung. Fette, Zucker und Eiweiße von jeder Mahlzeit müssen in ihre kleinsten Baustoffe zerkleinert werden. Dieser Vorgang beginnt im Zwölffingerdarm. Hier wird der Brei dank der Muskelbewegung mit Verdauungsenzymen durchmischt. Die Enzyme werden von zwei Drüsen gebildet. Die erste ist die Bauchspeicheldrüse. Sie produziert den Bauchspeichel. Die zweite ist die Leber. Sie erzeugt Gallenflüssigkeit, die in der Gallenblase zwischengelagert wird. Galle ist wichtig für die Zerlegung von Fetten. Hier siehst du eine Zuckerkette, wie sie zum Beispiel in deinem Pausenbrot enthalten ist. Diese Ketten sind schon sehr kurz, da sie bereits in Mundhöhle und Magen zerlegt wurden. Dank der Enzyme wird diese nun weiter gespalten, bis zum Grundbaustein Traubenzucker. Auch Eiweiß, zum Beispiel aus der Käsescheibe, wird im Dünndarm weiter zerlegt. Am Ende sind nur noch einzelne, winzig kleine Aminosäuren übrig. Fette, beispielsweise aus der Margarine, können sogar ausschließlich im Dünndarm zerkleinert werden. Von ihnen bleiben Glycerol und die Fettsäuren. Kommen wir zu unserem letzten Punkt: die Nährstoffaufnahme. Sie ist die zweite Funktion des Dünndarms. Um den Vorgang zu verstehen, müssen wir uns in den Darm hineinzoomen. Dann fällt nämlich auf, wie stark gefaltet die Dünndarmwand ist. Zoomen wir weiter, erkennen wir viele kleine Zotten. Im Querschnitt siehst du feine Blutgefäße. Weil die Nahrungsbestandteile nun so klitzeklein zerlegt sind, passen sie durch jede Öffnung in der Darmschleimhaut. Jede einzelne Zelle dieser Schleimhaut besitzt kleine Mikrovilli, eine dritte Art der Oberflächenvergrößerung. Nur durch die immens große Oberfläche können so viele Nährstoffe über die Dünndarmwand aufgenommen werden. Traubenzucker, Aminosäuren und indirekt auch Glycerol und Fettsäuren dringen in die Zotten und dann in die Blut- und Lymphgefäße ein. Von hier aus können sie überallhin transportiert werden. Fassen wir den Vorgang noch einmal zusammen: Ein mit Speichel durchsetzter Nahrungsbrei wird portionsweise in den Dünndarm transportiert. Hier wird er dank Ring- und Längsmuskulatur weitergeschoben. In ihre Grundbausteine zerlegt werden Zucker, Fette und Eiweiße durch Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse und der Leber, beziehungsweise Gallenblase. Die Oberfläche des Dünndarms ist sehr groß dank der Darmfalten, Zotten und Mikrovilli. Grundbausteine der Nahrung werden über die Schleimhaut der Darmwand und in feine Blut- und Lymphgefäße aufgenommen. Als Bau- und Energiestoffe werden sie überall dorthin transportiert, wo sie gebraucht werden. Jetzt weißt du Bescheid, was in deinem Körper mit deinem Pausenbrot passiert. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

7 Kommentare
  1. Die Videos sind super erklärt :)

    Von Susannhoepner, vor 14 Tagen
  2. Richtig gut!👍😍

    Von Vika N., vor mehr als 2 Jahren
  3. ich habe eine frage ich schreibe morgen meine bio Arbeit aber was ich nicht verstehe ist wird in dem Dünndarm das Wasser schon entzogen oder erst im Dickdarm sonst ist das video sehr gut erklärt

    Von Maxima Quast, vor etwa 4 Jahren
  4. this is a good vidio

    Von Marcpoenisch, vor etwa 5 Jahren
  5. Hallo Chandra,
    die Galle, die für die Zerlegung der Fette benötigt wird, wird in der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert.
    Schau dir doch auch noch die Übung zu diesem Video an:
    http://www.sofatutor.com/biologie/videos/verdauung-beim-menschen?topic=2550&back_button=1
    Hier findest du auch zusätzliche Tipps und ausführliche Lösungswege zu den einzelnen Aufgaben.

    Von Anna-Maria Z., vor fast 6 Jahren
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Dünndarm – optimale Nährstoffaufnahme durch Oberflächenvergrößerung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Dünndarm – optimale Nährstoffaufnahme durch Oberflächenvergrößerung kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Verdauung im Darm.

    Tipps

    Um die Nahrung zu verdauen, werden zunächst Verdauungssekrete benötigt.

    Der Zwölffingerdarm ist der erste kurze Abschnitt des Dünndarms.

    Lösung

    Nachdem der Nahrungsbrei in den Zwölffingerdarm gelangt, wird er mit den Verdauungssekreten der Leber, der Galle und der Bauchspeicheldrüse vermischt. Vorher müssen diese natürlich produziert werden. Die Durchmischung wird durch die Bewegung des Darms beschleunigt. Es folgt die Zersetzung der Nahrungsbestandteile. Die einzelnen Bausteine werden anschließend von den Darmzotten aufgenommen. Übrige Nahrungsreste werden in den Dickdarm geleitet. Hier werden der Nahrung nochmals Wasser, Vitamine und Mineralstoffe entzogen bevor der Rest ausgeschieden wird.

  • Beschreibe die Oberflächenvergrößerung des Dünndarms.

    Tipps

    Zellen besitzen sichtbare Zellkerne.

    Lösung

    Der erste Mechanismus zur Oberflächenvergrößerung ist eine Windung des Darms. Die gleiche Oberfläche passt so in einen viel kleineren Raum. Betrachtet man die Darmwand, fällt auf, dass diese nicht glatt ist, sondern aus vielen Falten besteht. Diese Darmfalten ragen in den Darm hinein und erhöhen die innere Oberfläche. Die gesamte Darmwand besteht innen aus feinsten Darmzotten. Diese tragen die Blutgefäße und sorgen für die Nährstoffaufnahme. Jede Darmzotte besteht außen aus Zellen mit Mikrovilli. Diese Strukturen besitzen also einen Zellkern und tragen auf einer Seite der Zelle kleine haarähnliche Ausstülpungen.

  • Erläutere die Funktion des Dünndarms.

    Tipps

    „Eiweiße“ ist ein anderes Wort für „Proteine“.

    „Zucker“ ist ein umgangssprachliches Wort und meint „Kohlenhydrate“. Nicht alle „Zucker“ sind süß.

    Lösung

    Der Dünndarm übernimmt die Aufgabe, die kleinsten Nahrungsbestandteile aufzunehmen. Dafür werden diese mithilfe von Verdauungssekreten zersetzt. Kohlenhydratketten werden zu Traubenzuckerbausteinen (Glukose), Eiweiße zu Aminosäuren und Fette in Fettsäuren und Glycerol zerlegt. Die Darmbewegung (Peristaltik) ist dabei notwendig, um den Nahrungsbrei zu bewegen und mit den Verdauungssekreten zu vermischen. Die Verdauung kann dabei durch Ballaststoffe gefördert werden. Die Oberflächenvergrößerung des Darms ermöglicht es den Großteil der Nahrungsbestandteile aufzunehmen, während der Nahrungsbrei den Verdauungstrakt passiert.

  • Arbeite heraus, warum der Körper nicht von den Verdauungssekreten verdaut wird.

    Tipps

    Der pH-Wert beschreibt vereinfacht, wie stark säurehaltig ein Milieu ist.

    Die Dünndarmschleimhaut ist faltig.

    Lösung

    Verdauungssekrete binden an Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette und zersetzen sie in ihre Bestandteile. Da der Körper aber auch aus diesen Bausteinen aufgebaut ist, muss es einen bestimmten Schutzmechanismus geben. Die Verdauungssekrete wirken nämlich nur unter bestimmten Bedingungen, die nur im Dünndarm vorherrschen. Der Dünndarm selbst ist durch eine Schleimhaut geschützt und verdaut sich somit nicht selbst.

  • Nenne die Organe des Verdauungssystems.

    Tipps

    Der Dickdarm ist am Ende des Verdauungstraktes.

    Lösung

    Der Weg der Nahrung durch deinen Körper beginnt im Mund. Über die Speiseröhre rutscht der Nahrungsbrei in den Magen. Über den Magenpförtner wird der Brei in Portionen in den Dünndarm geleitet. Der Dünndarm beginnt mit dem Zwölffingerdarm, hier befinden sich auch Verbindungen zur Leber und zur Galle. Nachdem der Nahrungsbrei durch den Dünndarm geschleust wurde, gelangt er in den Dickdarm. Dieser endet im After, wo letztlich unverdaute Nahrung bzw. Nahrungsreste ausgeschieden werden.

  • Interpretiere die Versuchsergebnisse der Forscher.

    Tipps

    Der pH-Wert beschreibt vereinfacht, wie säurehaltig ein Milieu ist.

    Lösung

    Die Verdauungsenzyme wirken nicht immer und zu jeder Zeit. Sie benötigen ein bestimmtes Milieu, in dem sie aktiv sind und die Nährstoffe zersetzen können. Dieses herrscht natürlich im Dünndarm vor.

    Der Gallensaft hat keine direkte zersetzende Wirkung. Er dient als Emulgator. Emulgatoren verbinden eigentlich nicht vermischbare Substanzen. Fett und Wasser stoßen sich eigentlich ab, die Verdauungsenzyme sind aber nur im Wasser aktiv. Damit auch die Fette verdaut werden können, erzeugt der Gallensaft eine Emulsion (Mischung) aus Fett und Wasser, und ermöglicht somit auch ihre Verdauung.