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Bauchspeicheldrüse – Funktion im Körper 06:35 min

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Transkript Bauchspeicheldrüse – Funktion im Körper

In Deutschland leiden viele Menschen an Diabetes. Kennst du vielleicht auch jemanden? Dann weißt du sicher, dass du ihm keine Süßigkeiten anbieten solltest. Aber weißt du auch, warum Diabetiker nur wenig Zucker zu sich nehmen dürfen?

Das hat mit der Funktion ihrer Bauchspeicheldrüse zu tun. In diesem Film werde ich dir erklären, wo sich die Bauchspeicheldrüse befindet, wie sie aufgebaut ist und wie sie funktioniert

Lage und Form der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse wird auch als Pankreas bezeichnet. Sie liegt quer in deinem Buch und ist etwa 18 cm lang und 3-4 cm breit. Auf der Abbildung kannst du sehen, dass sie zwischen Magen und Leber liegt und mit dem Zwölffingerdarm verbunden ist.

Aufgabe der Bauchspeicheldrüse

Die Beta-Zellen registrieren ständig den Gehalt an Glucose, also Zucker, des Blutes. Nach dem Essen ist er z.B. sehr hoch. In diesem Fall geben die Beta-Zellen Insulin ans Blut ab.

Insulin bindet dann an Insulinrezeptoren, die sich an der Zellmembran von Körperzellen befinden. Leber- und Muskelzellen verfügen z.B. über sehr viele Rezeptoren. Erst dann kann Glucose ins Zellinnere gelangen. Die Zellen nutzen die Glucose als Energiequelle für ihren Stoffwechsel.

In Leber- und Muskelzellen kann Glucose auch in Form von Glykogen gespeichert werden. Der Blutzuckergehalt nimmt also ab. Ist der Sollwert des Blutzuckergehaltes wieder erreicht, wird die Insulinausschüttung beendet.

Fällt der Blutzuckerspiegel z.B. wenn du Sport treibst, so wird Glucagon ausgeschüttet. Es bewirkt, dass vor allem in Leberzellen Glykogen in Glucose aufgespalten und ins Blut abgeben wird. Der Blutzuckerspiegel steigt also. So hast du genügend Glucose, die du beim Sport brauchst, in deinem Blut.

Du siehst also, die Bauchspeicheldrüse erfüllt eine wichtige Aufgabe. Du kannst dir nun sicher vorstellen, dass man körperliche Probleme bekommt, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht funktioniert.

Bei Menschen mit Diabetes Typ 1 ist das der Fall. Die Bauchspeicheldrüse produziert nur sehr wenig oder kein Insulin, da die Beta-Zellen zerstört sind.

Das führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel stark erhöht ist, da die Glucose nicht in die Zellen gelangen kann. In diesem Fall hilft nur die Gabe von Insulin direkt ins Blut z.B. durch eine Insulinspritze. Natürlich sollte auch wenig Zucker mit der Nahrung aufgenommen werden.

Beim häufigen Typ 2 der Diabetes wird Insulin produziert, es kann jedoch nur bedingt an die Rezeptoren binden. Man spricht von einer Insulinresistenz. Nur wenig Glucose gelangt in die Zellen, der Blutzuckerspiegel ist erhöht. Die Bauchspeicheldrüse produziert mehr Insulin. Das kann sie jedoch nicht über einen langen Zeitraum und stellt auch beim Typ 2 nach einiger Zeit die Insulinproduktion ein.

Bei einer gesunden Lebensweise ist es aber möglich, dass sie ihre Funktion wieder aufnimmt.

Zusammenfassung

Du hast in diesem Film gelernt, welche Aufgaben die Bauchspeicheldrüse in deinem Körper erfüllt. Sie ist als exokrine Drüse an der Verdauung beteiligt.

Als endokrine Drüse produziert sie Insulin und Glucagon, die den Blutzuckerspiegel regulieren. Dieser wird ständig von den Beta-Zellen der Langerhans-Inseln registriert. Dort wird auch Insulin gebildet. Glucagon wird von den Alpha-Zellen gebildet.

Bei der Erkrankung Diabetes ist dieser Regelkreis gestört, so dass die Bauchspeicheldrüse ihre Funktion nicht erfüllen kann. Der Blutzucker ist zu hoch. Deshalb solltest du Diabetikern auch nur sehr bedacht Süßigkeiten anbieten.

2 Kommentare
  1. Default

    Das Hat mir in verschiedenen Fächern sehr gut geholfen. Bin in der Altenpflegeausbildung

    Von Mysteragirl, vor fast 3 Jahren
  2. Ohne titel 1

    Hat mir geholfen :)

    Von Michael Z., vor mehr als 4 Jahren

Bauchspeicheldrüse – Funktion im Körper Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Bauchspeicheldrüse – Funktion im Körper kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe endokrine und exokrine Aufgaben der Bauchspeicheldrüse.

    Tipps

    Die Verdauungssekrete werden in den Zwölffingerdarm abgegeben.

    Lösung

    Die Bauchspeicheldrüse ist sowohl eine endokrine als auch eine exokrine Drüse. Als exokrine Drüse produziert sie Verdauungssekrete, die sie an den Zwölffingerdarm abgibt. Dort tragen die Sekrete zur Verdauung und so zur Nährstoffaufnahme ins Blut bei. Als endokrine Drüse produziert der Pankreas die Hormone Insulin und Glukagon, die bei Bedarf ins Blut abgegeben werden.

  • Beschreibe Typ I und Typ II Diabetes.

    Tipps

    Typ II Diabetes wird auch als Altersdiabetes bezeichnet.

    Lösung

    Ist ein Mensch an Typ I Diabetes erkrankt, hat er diese Erkrankung meist schon sehr früh in seinem Leben. Da hier die β-Zellen des Pankreas zerstört sind, findet keine oder nur wenig Insulinproduktion statt. Somit kann der Blutzuckerspiegel kaum gesenkt werden. Bei der Erkrankung Diabetes Typ II wird die Krankheit erst im Laufe des Lebens erworben. Der Körper produziert hier Insulin, dieses kann aber nicht an die Rezeptoren der Körperzellen binden, wodurch der Blutzuckerspiegel ständig erhöht bleibt.

  • Beschreibe die Regulation des Blutzuckerspiegels im Körper.

    Tipps

    Die Zellen der Bauchspeicheldrüse überprüfen permanent den Soll- und Ist-Wert der Blutzuckerkonzentration.

    Lösung

    Die Regulation des Blutzuckerspiegels läuft in einem Regelkreis ab. Dabei registrieren Glucoserezeptoren den Gehalt von Glucose im Blut. Dieser Ist-Wert wird im Zwischenhirn mit dem Soll-Wert abgeglichen. Falls notwendig, werden nun über Stellglieder wie die Bauchspeicheldrüse Hormone produziert, die ins Blut abgegeben werden. Das Hormon Glucagon bewirkt, dass in der Leber Glycogen zu Glucose abgebaut wird und ins Blut gelangt. Das Hormon Insulin wirkt als Gegenspieler. Es bedingt, dass Glucose aus dem Blut in der Leber zwischengespeichert wird. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel. Störgrößen können auf den Blutzuckerspiegel (Regelgröße) einwirken. Dies können z.B. Arbeit oder Nahrung sein.

  • Interpretiere die Befunde des Glucosebelastungstests.

    Tipps

    Schaue dir vor allem die Anfangs- und Endwerte des Tests an.

    Lösung

    Die Person B ist ein Diabetiker, Person A ist hingegen gesund. Einem plötzlichen Anstieg der Glucosekonzentration begegnet die Bauchspeicheldrüse mit einer erhöhten Insulinausschüttung. Der Blutzucker wird so gesenkt. Bei Person A wird genug Insulin produziert, um den Soll-Wert wieder einzustellen (ca. 100 mg pro 100 ml Blut). Bei Person B allerdings kann die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin produzieren. Die Konzentration von Glucose im Blut ist höher als beim gesunden Menschen und fällt langsamer ab.

  • Bestimme die Hierarchie der Kontrollorgane bei der Blutzuckerregulation.

    Tipps

    Das Zusammenwirken von Nerven- und Hormonsystem kann nur dann funktionieren, wenn die elektrische und hormonelle Informationsübertragung Hand in Hand gehen. Überlege, welche Signale von welchem Organ ausgehen.

    Lösung

    Das Zwischenhirn steht in Verbindung mit allen anderen Teilen des Gehirns. So werden die Signale des Großhirns dorthin geleitet. Hier werden Nervenhormone produziert, die in der Hypophyse wiederum die Produktion von Steuerungshormonen hervorrufen. Diese Steuerungshormone aktivieren dann die entsprechenden Hormondrüsen im Körper. Dazu gehören die männlichen oder weiblichen Keimdrüsen, die Bauchspeicheldrüse mit den Langerhans'schen Inseln, die Schilddrüse und die Nebennierenrinde. Diese produzieren dann entsprechende Hormone, die in alle Teile des Körpers gelangen können. Steigt die Konzentration dieser Hormone an, wird dies auch der Hypophyse und dem Zwischenhirn gemeldet. Dieser Vorgang wird Rückkopplung genannt.

  • Beschreibe den Prozess der menschlichen Verdauung.

    Tipps

    Das Blut wird für den Transport von Substanzen genutzt.

    Im letzen Teil des Darms wird Wasser aus der Nahrung in den Körper aufgenommen.

    Lösung

    Die Nahrung gelangt erst in den Mund, dann über die Speiseröhre in den Magen und von dort aus weiter in den Darm. Sowohl im Mund als auch im Magen und Darm wird die Nahrung zerkleinert und anschließend in den Körper aufgenommen. Der Darm gliedert sich in Dünn- und Dickdarm. Im Dünndarm werden zuerst die Nährstoffe zerkleinert und über die Darmwand aufgenommen. Die Nährstoffe werden dann vom Blut direkt zur Leber transportiert. Die restliche Nahrung gelangt dann in den Dickdarm. Dort wird hauptsächlich Wasser aus der Nahrung in den Körper aufgenommen. Alle anderen Nahrungsreste werden dann vom Körper ausgeschieden.