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Doping – Wirkung einer illegalen Leistungssteigerung 06:32 min

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Transkript Doping – Wirkung einer illegalen Leistungssteigerung

Hallo. Vielleicht hast du schon einmal von den Dopingskandalen bei der Tour de France seit den neunziger Jahren gehört. Bekannte Radsportler wurden von dem Wettkampf ausgeschlossen. Dabei waren das nicht die ersten Fälle. Bereits 1924 erregte ein Artikel Aufsehen, der vom Gebrauch von Chloroform, Kokain und einer Pille mit dem Namen „Dynamit“ berichtete. Alles Mittel, die von den Fahrern für mehr Leistung eingenommen wurden. Um genau diese Leistungssteigerung durch Doping geht es in diesem Video. Du wirst EPO, Anabolika und Amphetamine kennenlernen, deren Gefahr und deren Anwendung als Medikamente. Als Dopingmittel bezeichnet man chemische Substanzen, die die meist sportliche Leistungsfähigkeit des Körpers steigern und verboten sind. Vor allem in Wettkämpfen verschaffen sie den Sportlern und Sportlerinnen entscheidende Vorteile und sind der Fairness halber nicht zugelassen. Außerdem bergen sie große Risiken, da Erschöpfungsgefühle und Eigenwahrnehmungen unterdrückt werden. Schauen wir uns ein paar Beispiele an. Vielleicht hast du schon einmal von EPO gehört: Erythropoietin. Dieser Stoff ist ein Wachstumsfaktor, der die Produktion von roten Blutkörperchen anregt, den Erythrozyten. Erhöht sich deren Anzahl im Blut, kann mehr Sauerstoff von der Lunge zu den Organen und Muskeln und mehr Kohlenstoffdioxid zur Lunge transportiert werden. Dadurch verbessert sich die aerobe Energiegewinnung. Die Ausdauerleistung steigt rapide an, was bei Sportarten wie dem Radsport und den Bergtouren der Tour de France im Speziellen Gold wert ist. Erythropoietin wird gentechnisch gewonnen und wirkt in der Niere. Da der Stoff aus Aminosäuren besteht und einem menschlichen Hormon stark ähnelt, ist er sehr schwer nachzuweisen. Ein anderes Beispiel sind Anabolika. Diese werden im Kraftsport verwendet, da sie schnelles und starkes Muskelwachstum befördern. Eine positive Stickstoffbilanz unterstützt den Muskelaufbau. Anabolika ähneln dem Sexualhormon Testosteron und bewirken daher auch eine umgangssprachliche Vermännlichung. Der gesteigerte Proteinaufbaustoffwechsel führt nicht zwangsläufig zu einer Gewichtszunahme, da auch viel Wasser eingelagert und Fette abgebaut werden. Wirkort für Anabolika sind einzelne Muskelzellen, in denen Proteine synthetisiert werden. Ein drittes Beispiel sind Amphetamine. Diese ähneln körpereigenen Hormonen, die aufputschen und kurzzeitig glücklich machen wie Adrenalin und Dopamin. Sie machen wach, Konzentration und Stoffwechselrate steigen an. Der Appetit ist gehemmt und der Bewegungsdrang wird gesteigert. Amphetamine aktivieren die letzten Kraftreserven und wirken an den Rezeptoren in Gehirn und Rückenmark. Die Kehrseite der Leistungssteigerung sind viele Gefahren, die mit der Einnahme von Dopingmitteln in Verbindung stehen. EPO zum Beispiel führt zu dickflüssigerem Blut. Der Blutdruck wird erhöht, was schlimmstenfalls zum Herztod führen kann. Wie auch bei der Einnahme von Amphetaminen nehmen Sportler und Sportlerinnen ihre eigene Erschöpfung nicht mehr wahr und führen den eigenen Körper an seine Grenzen. Der Energie- und Flüssigkeitsverlust kann ebenfalls zum Tod führen. Bei Anabolika liegt das Hauptproblem in Bändern und Sehnen, die der Muskelmasse im wahrsten Sinne des Wortes nicht gewachsen sind. Die Risiken von Überdehnung und Rissen steigen enorm. Herzerkrankungen treten viel häufiger auf, es kommt zu hohem Blutdruck und Leberschäden. Für alle Dopingmittel gilt, dass sie ein gewisses Suchtpotenzial haben und die Organe schädigen. Berufssportler und - sportlerinnen setzen neben ihrer Gesundheit auch ihre Karriere aufs Spiel, da sie verboten sind. Dennoch wurden all diese leistungssteigernden Mittel ursprünglich als Medikamente entwickelt. So findet EPO in Krankenhäusern Verwendung, um Blutarmut von Patient_innen zu bekämpfen. Diese tritt zum Beispiel bei Betroffenen von Nierenversagen und nach einer aggressiven Chemotherapie zur Krebsbehandlung auf. Auch Anabolika werden seit den Dreißigern in der Medizin eingesetzt. Sie stärken das Knochenwachstum, steigern den Appetit und werden daher auch in der Aids- und Krebsbehandlung verwendet. Amphetamine wurden zur gleichen Zeit als Arzneimittel gegen Depressionen und Impotenz benutzt. Heute werden sie wegen ihres Suchtpotenzials nicht mehr verschrieben. Fassen wir noch einmal zusammen: Unter Doping versteht man die Leistungssteigerung durch verbotene chemische Substanzen. EPO steigert die Produktion roter Blutkörperchen und verbessert so die Sauerstoffversorgung der Muskeln. Es wirkt in der Niere und wird auch gegen Blutarmut eingesetzt. Anabolika wirken in den Muskelzellen, wo sie ein schnelles Wachstum befördern und finden daher im Kraftsport Verwendung. Als Medikament wurden sie zur Knochenbildung eingesetzt. Amphetamine stimulieren im Gehirn und Rückenmark. Sie unterdrücken Erschöpfung und steigern Konzentration und Körperleistung. Früher wurden sie gegen Depressionen eingesetzt. All diese Stoffe haben Suchtpotenzial. Anabolika überfordern Sehen und Bänder bis zum Reißen, während EPO und Amphetamine den Körper an seine Grenzen bringen und im schlimmsten Fall zum Tod führen, zum Beispiel durch den Flüssigkeitsverlust. Außerdem werden die Organe stark beansprucht. Jetzt kennst du beide Seiten des Dopings. Ich hoffe, du hast viel gelernt. Tschüss!

1 Kommentar
  1. Sehr hilfreiches Video:))

    Von Edithstadler, vor mehr als einem Jahr

Doping – Wirkung einer illegalen Leistungssteigerung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Doping – Wirkung einer illegalen Leistungssteigerung kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib wieder, zu welchem Zweck bestimmte Dopingsubstanzen ursprünglich entwickelt wurden.

    Tipps

    Amphetamine hellen zwar die Stimmung auf, machen aber auch sehr stark abhängig. Deshalb werden sie heute in der Medizin kaum noch angewendet.

    Lösung

    EPO findet bei Blutarmut Verwendung, zum Beispiel bei einem Nierenversagen oder nach einer Chemotherapie bei Krebspatienten.

    Anabolika stärken das Knochenwachstum und wirken appetitanregend. Deshalb finden sie bei der Behandlung von Aids aber auch bei Krebspatienten Anwendung.

    Amphetamine wirken stimmungssteigernd, weshalb sie früher bei Depressionen eingesetzt wurden. Auch gegen Impotenz wurden sie verschrieben. Aufgrund ihres sehr hohen Suchtpotentials werden sie aber heute in der Medizin kaum mehr eingesetzt.

  • Gib an, welche Aussagen über Dopingsubstanzen zutreffen.

    Tipps

    Da Dopingsubstanzen oft unseren körpereigenen Stoffen ähneln, lässt sich deren Einnahme häufig nur schwer nachweisen.

    Der Körper benötigt Proteine, also Eiweiße, um Muskeln aufzubauen. Anabolika begünstigen den Proteinaufbau und die Fettverbrennung. Außerdem hemmen sie den Abbau körpereigener Proteine, was zu einem vermehrten Muskelaufbau führt.

    Lösung

    Unter Dopingmitteln versteht man chemische Substanzen, die die Leistungsfähigkeit des Körpers steigern. Die Verwendung dieser Substanzen ist jedoch verboten, da sie zur Sucht und zu gesundheitlichen Schäden führen können. Im Jahr 1924 wurden die ersten Substanzen zur Leistungssteigerung im Sport eingesetzt. Zu den Dopingmitteln gehören auch Anabolika. Diese wirken in den einzelnen Muskelzellen, in denen Proteine hergestellt werden.

  • Zeige die Gefahren auf, die bei der Einnahme von Dopingsubstanzen bestehen.

    Tipps

    Anabolika erhöhen den Testosteronspiegel im Blut. Dadurch wird vermehrt Talg aus den Drüsen abgesondert, was zu Pickeln führt. Deshalb ist Akne einer von vielen möglichen Hinweisen darauf, dass ein Sportler Anabolika zu sich nimmt.

    Lösung

    Die Einnahme von Dopingsubstanzen ist mit vielen Gefahren verbunden. Durch die Einnahme von EPO wird das Blut dickflüssiger und der Blutdruck steigt an. Im schlimmsten Fall können diese Symptome zum Tod führen.

    Durch die Einnahme von Anabolika wird das Muskelwachstum angeregt, wodurch Bänder und Sehnen überdehnt werden oder sogar reißen können. Außerdem wird das Herz geschwächt, wodurch die Wahrscheinlichkeit für Herzerkrankungen zunimmt. Da Anabolika auf die Talgdrüsen wirken, kann Akne auftreten.

    Die Einnahme von Amphetaminen kann zu einem körperlichen Zusammenbruch führen, da Erschöpfungsgefühle unterdrückt werden. Hohe Dosen können zudem psychische Erkrankungen wie Halluzinationen und Psychosen auslösen.

  • Untersuche, welche unterschiedlichen Nebenwirkungen bei der Einnahme von Anabolika auftreten können.

    Tipps

    Die Vergrößerung der männlichen Brust nennen Mediziner auch Gynäkomastie. Hierbei schwellen die Brustdrüsen an, wodurch sie schmerzempfindlicher werden. Betroffene können teilweise nicht mehr auf dem Bauch schlafen.

    Umgekehrt gibt es dieses Phänomen auch. Die Vermännlichung von Frauen heißt in Fachkreisen Virilisierung. Bartwuchs, eine tiefe Stimme, unreine Haut, männliche Gesichtszüge und Haarausfall können bei Frauen auftreten, die Anabolika im Kraftsport einsetzen. Diese Veränderungen werden durch den erhöhten Testosteronspiegel ausgelöst.

    Die Wirkungen von Anabolika werden größtenteils durch die zugeführten Testosterone ausgelöst. Dadurch kommt der körpereigene Hormonhaushalt durcheinander, wodurch unter anderem die Hoden schrumpfen. Je kleiner diese werden, desto mehr leidet die Spermienproduktion. Betroffene können dadurch unfruchtbar werden und unter Impotenz leiden.

    In Anabolika enthaltene Steroide stören den Glucosestoffwechsel. Durch den erhöhten Blutzucker kann sogar Diabetes ausgelöst werden.

    Lösung

    Die Einnahme von Anabolika kann lebensgefährlich sein, da massive Nebenwirkungen auftreten können. Diese werden in unterschiedliche Gruppen eingeteilt.

    Zu den hormonellen Veränderungen gehören eine Verkleinerung der Hoden, die daraus resultierende Zeugungsunfähigkeit, eine schmerzhafte Vergrößerung der Brustdrüsen bei Männern und die Vermännlichung bei Frauen. Diese Vermännlichung geht unter anderem einher mit einer tieferen Stimme durch einen vergrößerten Kehlkopf, ausgeprägte und großflächige Körperbehaarung, aber auch meist mit dem Ausbleiben der Monatsblutung.

    Zu den stoffwechselbedingten Veränderungen gehört die Verschlechterung des Fettprofils und ein erhöhter Cholesterinspiegel. Es wird mehr Cholesterin im Körper eingelagert als abtransportiert werden kann. Auch der Glucosehaushalt wird gestört. Der permanent erhöhte Blutzucker kann langfristig zu einer Diabeteserkrankung führen.

    Auch das Herz-Kreislauf-System leidet unter der Einnahme von Anabolika. Es kann zu Bluthochdruck kommen, der sich schlimmstenfalls bis zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall entwickelt. Auch der Herzmuskel kann sich vergrößern, was das Herz-Kreislaufsystem sehr belastet.

    Zu den Veränderungen der Haut zählt Akne, die durch eine gesteigerte Talgproduktion ausgelöst wird. Auch Hautausschläge und Gelbsucht können das Erscheinungsbild der Haut verschlechtern.

  • Stelle dar, wie bestimmte Dopingmittel wirken.

    Tipps

    Auch EPO gehört zu den Wachstumshormonen, da es die Bildung roter Blutkörperchen anregt.

    Amphetamine gehören zu den Stimulanzien und haben auch eine aufputschende Wirkung.

    Diuretika wirken entwässernd und dadurch gewichtsreduzierend. Oft werden sie in Sportarten wie Boxen oder Gewichtheben eingesetzt, um in einer niedrigeren Gewichtsklasse antreten zu können. Darüber hinaus werden andere eingenommene Dopingmittel aus dem Körper gespült und können dadurch schwerer nachgewiesen werden.

    Lösung

    Anabolika werden häufig im Kraftsport eingesetzt. Sie regen ein schnelles und starkes Muskelwachstum an, was von Kraftsportlern durchaus erwünscht ist.

    Schmerzen sind ein Alarmsignal des Körpers und weisen auf potentielle Gefahren hin. Narkotika werden jedoch zur Unterdrückung des Muskelschmerzes eingenommen, wodurch die Alarmsignale des Körpers ausgeschaltet werden. Der Sportler trainiert dann über seine eigentliche Schmerzgrenze hinaus, was zu Lasten der Gesundheit gehen kann.

    Stimulanzien vertreiben die Müdigkeit und aktivieren die letzten Kraftreserven. Erschöpfungsgefühle werden dadurch unterdrückt, was letztlich zu einem körperlichen Zusammenbruch führen kann.

    Wachstumshormone wie EPO dienen dem Muskelaufbau oder der Bildung roter Blutkörperchen zur Steigerung des Sauerstofftransports. Wenn der Körper mehr Sauerstoff erhält und die Zellen dadurch besser versorgt werden, steigt die Leistungsfähigkeit. Dies kann vor allem in Ausdauersportarten über Sieg oder Niederlage entscheiden.

    Diuretika regen den Harndrang an, wodurch mehr Flüssigkeit aus dem Körper ausgeschieden wird. Dies geht zum einen mit einem Gewichtsverlust einher, was bei bestimmten Sportarten den Start in einer niedrigeren Gewichtsklasse ermöglicht. Zum anderen werden andere Dopingmittel dadurch aus dem Körper gespült und können somit nicht mehr nachgewiesen werden.

  • Ermittle, wie du deine Lernleistung auf gesunde Art steigern kannst.

    Tipps

    Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralstoffe werden benötigt, um die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Fett- und zuckerhaltige Nahrungsmittel wie Hamburger und Cola bringen dagegen nur kurzzeitig Energie und sollten deshalb nur in Maßen gegessen werden.

    Lösung

    Auf das Frühstück sollte auf keinen Fall verzichtet werden, denn Obst, Milchprodukte und Getreide kurbeln den Kreislauf an und geben genügend Energie, um den Tag erfolgreich anzugehen.

    Vollkorn ist Getreide, dem Schale und Keimling und dadurch auch Ballaststoffe, Vitamine, Öle und Mineralstoffe erhalten bleiben. Deshalb sind Körner wie zum Beispiel Sonnenblumen- und Kürbiskerne sowie Leinsamen hervorragende Energielieferanten. Backwaren sollten aus mindestens 50% Vollkornanteil bestehen. Aber Achtung! Nicht alles, was wie Vollkorn aussieht, enthält auch tatsächlich dieses gesunde Korn. Mit Malzextrakt lassen sich auch weiße Brötchen dunkel färben - der geringe Nährstoffgehalt bleibt trotzdem erhalten.

    Trinken steigert die Gehirnleistung, denn bei Durst leiden auch die Hirnzellen an Flüssigkeitsmangel und das Gewebe wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Die Folge können Müdigkeit und Konzentrationsstörungen sein. Deshalb sollten täglich mindestens 1,5 Liter natürliche Durstlöscher wie Mineralwasser oder ungesüßte Tees getrunken werden.

    Fett- und zuckerhaltige Lebensmittel sind nur kurzfristige Energielieferanten. Sie helfen nicht durch einen anstrengenden Tag, da in ihnen kaum Nährstoffe enthalten sind. Wenn man zwischendurch einen Energiekick braucht, eignen sich ungesalzene Nüsse, geröstete Sonnenblumen- oder Kürbiskerne sowie selbstgemachtes Gebäck mit Früchten hervorragend.