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Zähne und Gebiss (Vertiefungswissen) 05:45 min

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Transkript Zähne und Gebiss (Vertiefungswissen)

Hattest du schon einmal Zahnschmerzen oder musste der Zahnarzt einen Zahn behandeln? Das lag dann daran, dass Nerven im Zahn freilagen und zu diesen Schmerzen führten. In diesem Video möchte ich dir neben dem Aufbau des Zahnes auch das Milchgebiss eines Kindes und das Dauergebiss eines Erwachsenen erklären.

Aufbau des Zahnes und Karies

Schauen wir uns zunächst den Aufbau eines Zahnes an. Zähne sind mit ihrer Wurzel in den Kieferknochen eingebettet und werden im Zahnfleisch von der Wurzelhaut umgeben. Die äußere Schicht der Zahnwurzel nennt man Zahnzement. Im Inneren des Zahnes befindet sich das so genannte Zahnbein, eine knochenähnliche Substanz, und darin die Zahnhöhle. In der Zahnhöhle liegen Blutgefäße und Nerven.

Der sichtbare Teil des Zahnes wird vom Zahnschmelz bedeckt. Diesen Teil nennt man auch Zahnkrone. Der Übergang von Zahnkrone zur Zahnwurzel ist der Zahnhals und wird üblicherweise vom Zahnfleisch bedeckt. Bildet sich hier das Zahnfleisch zum Beispiel aufgrund mangelnder Mundhygiene zurück, können die Zähne sehr schmerzempfindlich beim Genuss von kalten oder heißen Speisen und Getränken reagieren. Die Zahnhälse sind nämlich nicht von einer dicken schützenden Zahnschmelzschicht bedeckt.

Werden die Zähne nicht regelmäßig geputzt, können sich auf der Kaufläche und in den Zahnzwischenräumen Bakterien ansiedeln. Diese geben Stoffe ab, die den Zahnschmelz angreifen und ihn zerstören. Du hast dann ein Loch im Zahn, das du manchmal sogar mit der Zunge fühlen kannst. Das nennt man Zahnfäule oder Karies.

Bei kleinen Löchern kann der Zahnarzt den beschädigten Bereich des Zahnschmelzes ausbohren und das entstandene Loch mit einer wieder füllen. Bei größeren Löchern kann der Zahn oft nicht mehr gerettet werden und wird dann gezogen.

Reicht die Zahnfäule bis an die Nerven im Zahn heran, kann das üble Zahnschmerzen verursachen. Daran siehst du auch, dass deine Zähne leben. Über die Blutgefäße im Zahn erhält er Stoffe, die sie für ihren Aufbau und ihre Ernährung benötigen. Du solltest deine Zähne also gut putzen und regelmäßig zum Zahnarzt gehen, damit sie lange gesund bleiben.

Milchgebiss und Zahnwechsel

Dein jetziges Gebiss ist das Dauergebiss, das die bleibenden Zähne enthält. Diese wachsen also nicht mehr nach. Kannst du dich noch an dein Milchgebiss und den Zahnwechsel zu Beginn deiner Schulzeit erinnern? Darauf möchte ich jetzt genauer eingehen.

In den ersten Lebensjahren wachsen einem Kind nach und nach die Zähne des Milchgebisses. Mit Erreichen des zweiten Lebensjahres ist der Prozess abgeschlossen und das Milchgebiss ist komplett. Das Milchgebiss setzt sich aus 20 Zähnen zusammen und hat 8 Schneidezähne, 4 Eckzähne, 4 vordere Mahl- oder Backenzähne und 4 hintere Mahl- oder Backenzähne.

Schneidezähne sind zum Abbeißen von mundgerechten Stücken notwendig, Eckzähne werden bei besonders harten oder zähen Speisen benötigt und Mahl- oder Backenzähne zermahlen und zerquetschen die Nahrung. Die Zähne sind somit ein wichtiger Wegbereiter der Verdauung, da sie die Nahrung zerkleinern bevor sie vom Körper weiter aufgeschlossen wird.

Dauergebiss

Zu Beginn der Schulzeit vollzieht sich dann der Zahnwechsel. Vielleicht erinnerst du dich daran, als zunächst deine Schneidezähne locker wurden und dann schließlich ausfielen. Das liegt daran, dass in dieser Zeit die Zähne des Dauergebisses im Kiefer unter den Milchzähnen heranwachsen. Je größer sie werden, umso mehr lösen sich die Wurzeln der Milchzähne auf bis sie nur noch vom Zahnfleisch gehalten werden. Jetzt wackeln sie.

Sie fallen aus, sobald der darunterliegende Zahn weiter nachschiebt. Und so erneuerte sich nach und nach dein Milchgebiss zum Dauergebiss. Dieses besteht aus 32 Zähnen, nämlich wiederum 8 Schneidezähnen und 4 Eckzähnen. Die Zahl der Backenzähne ist höher als im Milchgebiss. Sie liegt bei 8 vorderen Backenzähnen, 8 hinteren Backenzähnen und 4 Weisheitszähnen.

Die Weisheitszähne erscheinen meist erst nach dem 23. Lebensjahr, also wundere dich nicht, wenn du beim Durchzählen deiner Zähne noch nicht bei 32 ankommst. Oftmals erscheinen die Weisheitszähne im Laufe des Lebens aber auch gar nicht oder sie sind stark zurückgebildet. Bei vielen Menschen müssen sie auch gezogen werden, wenn sie die anderen Zähne verdrängen und auf diese Weise schädigen.

Zusammenfassung

Du weißt jetzt nicht nur, wie Zahnschmerzen entstehen können und wie Zähne überhaupt aufgebaut sind. Du hast zudem gesehen, wie und wann der Zahnwechsel passiert und dass dabei das Milchgebiss gegen das Dauergebiss ausgetauscht wird. Um deine Zähne gesund zu erhalten, solltest du sie sorgsam putzen und regelmäßig zum Zahnarzt gehen. Tschüss!

1 Kommentar
  1. Suuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuupeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeer!!!!!!!!!!!!

    Von Robin Kazemi, vor mehr als 4 Jahren

Zähne und Gebiss (Vertiefungswissen) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Zähne und Gebiss (Vertiefungswissen) kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschrifte die Zahntypen des Dauergebisses.

    Tipps

    Weisheitszähne erscheinen erst ab dem 23. Lebensjahr.

    Lösung

    Zu sehen ist das Dauergebiss. Dieses besteht aus insgesamt 32 Zähnen. Wie auch im Milchgebiss sind im Dauergebiss 8 Schneidezähne und 4 Eckzähne enthalten. Die Schneide- und Eckzähne sind für das Abbeißen von Speisen notwendig, daher befinden sie sich ganz vorne im Gebiss. Das Dauergebiss hat jedoch mehr Backenzähne als das Milchgebiss. Mit insgesamt 16 Backenzähnen und bei erwachsenen Menschen zusätzlichen 4 Weisheitszähnen zermahlen wir die Nahrung.

  • Unterscheide zwischen dem Milch- und dem Dauergebiss.

    Tipps

    Weisheitszähne erscheinen meist ab dem 23. Lebensjahr.

    Lösung

    Das Dauergebiss besteht aus insgesamt 32 Zähnen, wohingegen das Milchgebiss nur 20 Zähne enthält. Sowohl im Milchgebiss als auch im Dauergebiss sind 8 Schneidezähne und 4 Eckzähne enthalten. Das Dauergebiss hat jedoch mehr Backenzähne als das Milchgebiss, nämlich doppelt so viele. Ab dem 23. Lebensjahr wachsen bei den meisten Menschen 4 Weisheitszähne, die dem Milchgebiss fehlen. Dem Zahnwechsel unterliegt nur das Milchgebiss. Das Dauergebiss erneuert sich nicht mehr.

  • Beschrifte den Aufbau des Zahns.

    Tipps

    Der Zahnschmelz schützt die Zähne vor äußeren Einflüssen, wie z.B. Säure in Nahrungsmitteln.

    Lösung

    Unsere Zähne sind vielschichtig aufgebaut. Die äußere Schicht der Zahnkrone besteht aus Zahnschmelz. Dieser besteht aus dem Mineral Kalziumphosphat und den Spurenelementen Fluor und Magnesium. Unter dem Zahnschmelz liegt die härteste Zahnschicht, das Zahnbein. Dieses erstreckt sich bis zur Wurzelspitze und wird immer wieder von den darunterliegenden Zellen in der Zahnhöhle neu gebildet. In der Zahnhöhle liegen neben den Zellen Blutgefäße und Nervenbahnen. Die Wurzel des Zahns ist in den Kieferknochen eingebettet und wird von der Wurzelhaut umgeben. Die äußere Schicht der Zahnwurzel wird als Zahnzement bezeichnet. Der Zahnhals wird vom Zahnfleisch bedeckt, sodass dieser bei gesunden Zähnen nicht zu sehen ist.

  • Erkläre die Wirkung, die Flouride auf die Zähne haben.

    Tipps

    Remineralisation beschreibt das Wiedereinlagern der verloren gegangenen Mineralien des Zahnschmelzes.

    Lösung

    Fluoride sind nicht nur in unseren Zähnen und Knochen enthalten, sondern auch in Haut, Haaren und Nägeln. Der Grund, warum es viele fluoridhaltige Zahnpasten und Zahngele gibt, ist, dass das enthaltene Fluorid die Demineralisation der Zähne verhindert. Wenn der Zahnschmelz durch Säure angegriffen wird und es zu einer Demineralisation kommt, können Fluoride wieder in den Zahnschmelz eingebaut werden. Durch die Remineralisation des Zahnschmelzes wird dieser nicht so stark abgebaut und die Zähne bleiben geschützt.

  • Beschreibe, wie der Zahnwechsel bei Kindern erfolgt.

    Tipps

    Fresszellen bewirken das Schrumpfen der Milchzahnwurzel.

    Lösung

    Den Zahnwechsel durchlebt so ziemlich jeder von uns. Ab dem 6. Lebensjahr fangen die Milchzähne an, nach und nach zu wackeln und auszufallen. Der Grund für das Ausfallen der Milchzähne sind die nachrückenden bleibenden Zähne. Diese schieben sich im Kieferknochen immer weiter nach oben und drücken gegen die Zahnwurzel des Milchzahns. Dieser wird von Fresszellen abgebaut, sodass nach einer kurzen Zeit die Wurzel des Milchzahns so kurz ist, dass der Zahn nicht mehr fest im Kieferknochen sitzt, sondern wackelt. Schließlich fällt der Zahn aus und der bleibende Zahn wächst nach.

  • Erkläre die Ursachen des Zahnschmelzabbaus.

    Tipps

    Fast alle Obstsorten sind säurehaltig.

    Lösung

    Der Zahnschmelzabbau kann zahlreiche Ursachen haben. Es stimmt, dass das Erbrechen und das nächtliche Knirschen zu den Ursachen gehören. Das Erbrochene beinhaltet Magensäure, die den Zahnschmelz der Zähne angreift und die Zähne porös macht. Daher sieht man sehr oft angegriffene Zähne bei Bulimiepatienten. Auch das nächtliche Knirschen führt zum Zahnschmelzabbau. Durch den Druck, der auf den Zahnschmelz ausgeübt wird, wird dieser abgebaut. Die Hauptursache von Zahnschmelzabbau ist jedoch die säurehaltigen Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen. Dabei sind nicht nur ungesunde Nahrungsmittel wie säurehaltige Säfte, Softdrinks oder Süßigkeiten, sondern auch ganz häufig das gesunde Obst schädlich für den Zahnschmelz. Daher ist es wichtig, das Zähneputzen nicht zu vernachlässigen.