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Die Bedeutung des Feuers 05:03 min

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Transkript Die Bedeutung des Feuers

Hallo! Sicherlich weißt du, dass Feuer gefährlich sein kann, wenn man es nicht kontrolliert. Feuer kann eine zerstörerische Kraft entfalten und Leben vernichten - aber wusstest du, dass ohne Feuer erst gar kein Leben auf der Erde entstanden wäre? Mehr über die Bedeutung des Feuers für die Menschen erfährst du jetzt.

Im Weltall herrschen fast überall eisige Minus 270 Grad. Das ist noch sehr viel kälter als am kältesten Ort der Welt. Bei solchen Temperaturen kann kein Leben entstehen. Aber Gott sei Dank gibt es die Sonne. Über deren 5 000 Grad heiße Oberfläche fegen unentwegt Feuerstürme hinweg. Mit dieser enormen Hitze erwärmt die Sonne die Erde - obwohl sie über 150 Millionen Kilometer voneinander entfernt sind. Erst durch die Wärme und das Licht der Sonne konnte auf der Erde Leben entstehen. Die Sonne ist also unser wichtigstes Feuer überhaupt. Auch im Erdinneren ist es sehr heiß - aus Vulkanen tritt oft glühende Magma an die Erdoberfläche. So können Brände entstehen. Auch Blitzeinschläge haben auf der Erde immer schon Brände ausgelöst - das Feuer gehört also genauso zur Erde wie Wasser oder Luft.

Die Menschen in der Steinzeit hatten anfangs Angst vor dem Feuer. Wenn ein Blitzschlag einen Waldbrand auslöste, dann liefen sie wahrscheinlich schnell davon. Aber der Mensch war schon immer neugierig und irgendwann haben sich ein paar mutige Steinzeitmenschen vorsichtig dem Feuer genähert. Zum ersten Mal entdeckten sie eine andere Licht- und Wärmequelle als die Sonne. Sie lernten also, das Feuer zu zähmen, brachten es in ihre Höhlen und verstanden schnell, dass das Feuer von ungeheurem Nutzen für sie sein kann. Erstmals hatten sie nachts eine Lichtquelle in ihren Höhlen, die Wärme des Feuers machte die Höhlen in kalten Winternächten halbwegs gemütlich und bald fanden sie auch heraus, dass Fleisch viel bekömmlicher ist, wenn man es vor dem Essen über Feuer brät. Und nicht zu unterschätzen war das Feuer als Verteidigung vor wilden Tieren, die sich von den beißenden Flammen leicht einschüchtern ließen.

Fortan hatte das Feuer einen wichtigen Platz im Leben der Menschen. Die Römer verwendeten Öllampen zur Beleuchtung ihrer Häuser, später erfand man Kerzen aus Bienenwachs oder aus Rindertalg. Und vor ca. 200 Jahren machte man sich brennendes Gas zu Nutze und beleuchtete damit die Straßen. Aber Feuer diente nicht nur zu Beleuchtung. Schon vor tausenden Jahren erkannte man, dass man in der Glut Eisen schmelzen kann, um daraus Schwerter und andere nützliche Dinge zu schmieden. Auch erkannte man, dass die Hitze des Feuers Krüge und Schüsseln aus Lehm stabiler und wasserfester machte. Das Brennen von Keramik wurde erfunden.

Natürlich musste man nicht mehr auf Blitze warten, um Feuer von einem brennenden Ast zu beziehen. Man erzeugte Feuer durch Reibung - das erforderte Erfahrung und Ausdauer. Später wurden die ersten Streichhölzer erfunden und heute gibt es Feuerzeuge, die so einfach und schnell Feuer erzeugen können, dass ein Steinzeitmensch wahrscheinlich aus dem Staunen nicht herausgekommen wäre.

Heute ist Feuer überall im Einsatz: Feuer wärmt unsere Häuser. Strom aus Kohle- und Gaskraftwerken wird durch Verbrennung erzeugt. In Hochöfen werden Eisen, Aluminium und viele andere Materialien des Alltags erzeugt. Ja, selbst das Auto wäre ohne Feuer undenkbar. In einem Verbrennungsmotor wird Benzin in kleinen Mengen entzündet und zur Explosion gebracht - so wird der Antrieb von Autos und Maschinen erzeugt.

Doch Feuer birgt natürlich auch Gefahren. Darum solltest du immer sehr vorsichtig im Umgang mit Feuer sein und es nie unkontrolliert brennen lassen. Nicht umsonst erfanden die Menschen die Feuerwehr, die im Unglücksfall schnell eingreifen kann.

Feuer ist überall. Ohne das Feuer hätte sich der Mensch unmöglich dorthin entwickeln können, wo er heute ist. Und obwohl der Mensch das Feuer nun schon so lange kennt, hat es nichts von seiner magischen Anziehungskraft eingebüßt. Ist es nicht schön, am Lagerfeuer zu sitzen und einfach nur ins Feuer zu schauen? Tschüss und bis zum nächsten Mal!

Die Bedeutung des Feuers Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Bedeutung des Feuers kannst du es wiederholen und üben.

  • Was hast du über das Feuer gelernt?

    Tipps

    Hast du dich schon einmal um ein Lagerfeuer herum gesetzt? Wenn man davor sitzt, merkt man die Wärme des Feuers auf der Haut.

    Am Lagerfeuer kann man sich auch Kleinigkeiten, wie Marshmallows oder Stockbrot, erwärmen.

    Lösung

    Das Feuer auf der Erde ist genauso wichtig, wie Luft und Wasser. Doch was genau die Entdeckung des Feuers für die Menschen früher bedeutete wird dir nun erklärt.

    Zu einer wichtigen Wärmequelle und Lichtquelle zählte früher nur die Sonne. Doch wie wir wissen, scheint die Sonne nur am Tag. Nachts hatten die Menschen somit kein Licht und mussten zudem frieren. Durch die Entdeckung des Feuers war eine bessere Lebensqualität möglich. Menschen konnten nun auch nachts etwas Licht haben und sich am Feuer wärmen. Zudem wurde das Essen bekömmlicher, denn Fleisch und andere Nahrungsmittel mussten nicht mehr roh gegessen werden.

  • Wie nutzten die Steinzeitmenschen das Feuer?

    Tipps

    Das Streichholz wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden.

    Lösung

    Nachdem die Steinzeitmenschen entdeckten, dass man Feuer zähmen kann, änderte sich das Leben von Grund auf.

    • Die Steinzeitmenschen wärmten sich am Lagerfeuer, was gleichzeitig auch eine neue Lichtquelle nachts war.
    • Doch nicht nur nachts brauchte man Licht, auch die Höhlen wurden mit Feuer erleuchtet.
    • Bei der Verteidigung vor wilden Tieren wurde Feuer ebenfalls eingesetzt.
    • Bevor das Feuer gezähmt wurde, aßen die Steinzeitmenschen ihr Essen roh. Über dem Feuer wurde es nach der Entdeckung des Feuers gebraten und war somit genießbar.

  • Was entwickelten die Menschen nach der Entdeckung des Feuers?

    Tipps

    Bevor die Steinzeitmenschen das Feuer entdeckten, aßen sie ihre Lebensmittel roh.

    Lösung

    Die Entdeckung des Feuers bedeutete für die Menschheit eine ganz neue Lebensqualität. Nachdem die Steinzeitmenschen lernten, das Feuer zu zähmen, wurden nach und nach viele neue Sachen mit Feuer entwickelt.

    1. Zunächst bedeutete die Entdeckung des Feuers eine neue Esskultur. Essen wurde nun gebraten oder gegrillt, sodass es genießbarer war.
    2. Zur Beleuchtung der Häuser verwendeten die Römer Öllampen.
    3. Später wurden Kerzen aus Bienenwachs oder Rindertalg erfunden.
    4. Vor rund 200 Jahren benutze man brennendes Gas, um Straßenlaternen zum Leuchten zu bringen. So wurden dann auch die Straßen nachts beleuchtet, was zuvor mit Kerzen gemacht wurde.
    5. Anfang des 19. Jahrhunderts erfand man das Streichholz.
    6. Das Feuerzeug, so wie wir es heute verwenden, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfunden.

  • Was passiert bei den Experimenten mit Feuer?

    Tipps

    Feuer benötigt Sauerstoff, um zu brennen. Wenn ein Feuer in einer Wohnung ausbricht, müssen deswegen auch immer alle Fenster und Türen geschlossen werden, damit das Feuer nicht noch mehr Sauerstoff zugeführt bekommt.

    Lösung

    Feuer benötigt drei Sachen, um zu brennen: Sauerstoff, ein brennbares Material und eine gewisse Zündtemperatur.

    1. Bei dem ersten Experiment wird der Flamme Sauerstoff entzogen, sodass sie nicht weiter brennen kann. Stülpst du also ein Glas über eine brennende Kerze, erlischt die Flamme, sobald der Sauerstoff verbraucht ist.
    2. Öl zählt zu den brennbaren flüssigen Materialien. Versucht man eine brennende Pfanne mit Wasser zu löschen, so verdampft das Wasser schnell zu Wasserdampf und erzeugt eine Explosion. Unter der Fettschicht wird durch Dampf Druck erzeugt.
    3. Bei dem 3. Experiment passiert mit dem Holzklotz nichts. Der Holzklotz ist zwar ein brennbares Material, doch die Flamme vom Streichholz entwickelt nicht die benötigte Zündtemperatur, um solch ein großes Stück Holz zum Brennen zu bringen.
    4. Entzündet man den Docht einer Kerze, erwärmt sich das Wachs. Am Fuß des Dochtes schmilzt das Wachs und wird flüssig. Es steigt im Kerzendocht auf und verdampft dort an der Spitze. Dieser Wachsdampf ist es, der wirklich brennt. Löscht man die Flamme, ist dieser Wachsdampf noch kurze Zeit da. Daher kann man ihn auch entfernt vom Docht nochmals anzünden.
    Beachte beim Experimentieren mit Feuer immer folgende Dinge:
    • Ein Erwachsener muss immer dabei sein!
    • Binde dir die Haare zusammen, falls diese lang sind.
    • Zieh dir ein kurzärmliges Oberteil an.
    • Benutze eine Schutzbrille.
    • Stell dir immer einen Eimer mit Wasser zur Seite.

  • Welche Materialien brennen?

    Tipps

    Das ist Eisen. Eisen zählt zu den Metallen.

    Lösung

    Feuer ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Leben. Mit Feuer können wir zum Beispiel einen Kamin oder Ofen anheizen. Im Sommer oder Herbst machen viele ein Lagerfeuer und halten Marshmallows oder Stockbrot drüber. Doch nicht alle Materialien sind brennbar.

    • Glas, Eisen und Stein zählen zu den nicht brennbaren Materialien. Glas und Eisen schmelzen bei sehr hohen Temperaturen und brennen nicht.
    • Papier, Holz und Stoffe sind brennbare Materialien.
  • Was musst du beim Umgang mit Feuer beachten?

    Tipps

    Auf dem Bild siehst du ein Verbrennungsdreieck. Es zeigt, welche drei Bestandteile benötigt werden, damit ein Feuer entstehen kann.

    Lösung

    Wenn es um das Thema Feuer geht, musst du Einiges dazu wissen. Zum einen solltest du dir immer das Verbrennungsdreieck vor Augen halten, wenn ein Brand entsteht. Denn wenn du dem Feuer eines der 3 Vorraussetzungen (Sauerstoff, Entzündungstemperatur, Brennstoff) entziehst, kann das Feuer nicht mehr brennen.

    1. Entziehst du dem Feuer den nötigen Brennstoff, kann es sich nicht ausweiten.
    2. Hat das Feuer nicht die nötige Entzündungstemperatur, erlischt es. Du kannst die Hitze mithilfe von Wasser mindern.
    3. Wenn du Feuer unter einer Löschdecke erlischst, entziehst du dem Feuer Sauerstoff und es erstickt.
    Wichtig ist auch, dass du Stoffe kennst, die brennbar sind. Mit diesen Stoffen solltest du immer vorsichtig umgehen, wenn Feuer in der Nähe ist. Man unterscheidet in gasförmige, flüssige und feste Brennstoffe. Feste Brennstoffe sind zum Beispiel Holz, Kohle und Papier. Flüssige Brennstoffe sind Erdöl, Benzin und Speiseöl. Ein gasförmiger Stoff, der brennbar ist, ist Erdöl.