30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Vom Signal zur Nachricht 05:11 min

Textversion des Videos

Transkript Vom Signal zur Nachricht

Handy, Smartphone, Tablet, Digitalkamera, eBook-Reader, Computer. Überall begegnen uns unzählige elektronische Geräte. Sie alle verarbeiten Daten. Wer kommt dabei aber auf die Idee, dass man mit einem einzigen Klick auf den Auslöser der Digitalkamera oft mehr Daten produziert als zur Speicherung aller Harry Potter Bücher benötigt werden? Aber was sind eigentlich Daten? Und was haben sie mit Informationen zu tun? „Hallo!‟ Wenn Tatjana „Hallo“ ruft, dann nimmt Sven nichts anderes als Schallwellen wahr. Sie sind ein Signal. In ihnen ist das Wort „Hallo“ codiert. Das Signal wird von Tatjana an Sven geschickt. Tatjana ist ein „Sender“. Der Transport der Schallwellen erfolgt über die Luft. Das ist der „Kanal“. Und Sven ist der „Empfänger“ der Schallwellen. Es gibt also einen Sender, der ein Signal über einen Kanal an einen Empfänger schickt. Svens Gehör nimmt die Schallwellen auf und übersetzt sie in Nervenimpulse. Man sagt, es „dekodiert“ die Schallwellen. Die Nervenimpulse sind „Daten“. Durch die „Interpretation“ dieser Daten entsteht im Gehirn eine neue „Information“. Erst so erhält das Gehörte auch eine Bedeutung. Umgekehrt lassen sich Informationen auch als Daten darstellen. Das Praktische: Daten kann man übertragen, speichern oder verarbeiten. Und sie schließlich wieder von Menschen als Information interpretieren lassen. Das rote Licht der Ampel sagt zunächst einmal überhaupt nichts aus. Wir haben aber von klein auf gelernt, dass eine rote Ampel „Stopp“ bedeutet und wissen, was zu tun ist. Dazu muss das Signal „rotes Licht in Ampel“ aber zunächst vom Empfänger dekodiert und anschließend interpretiert werden. Sonst ist ein rotes Licht einer Ampel nur ein rotes Licht. Für die korrekte Interpretation von Daten muss also auch der „Kontext“ bekannt sein. Die Interpretation ist sehr wichtig, damit aus Daten überhaupt eine Information werden kann. So können geschriebene Buchstaben von sehenden Menschen gut gelesen werden. Blinde jedoch können diese Buchstaben so gar nicht lesen und erst recht nicht interpretieren. Und umgekehrt haben viele sehende Menschen ein Problem, Blindenschrift zu interpretieren. Für eine erfolgreiche Informationsübertragung ist es daher von entscheidender Bedeutung, dass nicht nur die eigentliche Datenübertragung gelingt, sondern auch die Darstellung und die Interpretation der Daten. Dabei ist eine geeignete Darstellungsform wichtig. Eine rote Ampel ist leicht zu sehen und rot ist eine Signalfarbe. Eine gute Wahl für ein Stoppzeichen. Und die Buchstaben des Alphabets lassen sich hervorragend zu den unterschiedlichsten Wörtern kombinieren. Schrift ist deswegen ein sehr geeignetes Kommunikationsmittel.