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Entstehung der modernen Kommunikationstechnik 04:10 min

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Transkript Entstehung der modernen Kommunikationstechnik

Um 1830 waren die wechselseitigen Zusammenhänge zwischen Elektrizität, Magnetismus und die Grundgesetze des elektrischen Stromkreises schon weitgehend bekannt. Zu dieser Zeit entwickelte sich auch die Eisenbahn, für die ein extrem schnelles und zugleich wetter- und Tageszeit unabhängiges Kommunikationsmittel benötigt wurde. Das war die Geburtsstunde der Telegraphie. Ein Telegraph war ein aus der Ferne betätigter Elektromagnet. Auf der Senderseite wurde der Stromkreis mit einem Taster geschlossen. Auf der Empfängerseite zog ein Elektromagnet einen Hebel mit einem Stift an. Dieser zeichnete auf einem Transportband die Signale so lange auf, bis der Stromkreis wieder unterbrochen wurde. Samuel Morse entwickelte 1837 ein Alphabet aus Punkten und Strichen. Mit diesem Morse-Alphabet konnten Worte und Nachrichten relativ schnell übertragen werden. In vielen Städten wurden daraufhin Telegraphenbüros eröffnet, in denen die Bevölkerung Telegramme aufgeben konnte. Ostindien bildete seit 1605 die wichtigste Kolonie Großbritanniens. Die Übermittlung einer Nachricht benötigte oft über 30 Tage. Die englische Regierung beschloss deshalb den Bau einer 11000 Kilometer langen Telegraphenlinie. Eine Nachricht konnte nun in sensationellen 28 Minuten übertragen werden. Die weltweite Kommunikation nahm ab jetzt ihren Lauf. Selbst durch den Atlantischen Ozean wurden mit Hilfe von großen Schiffen Kabel verlegt. Zur damaligen Zeit war dies eine gigantische Leistung. Die Telegraphie revolutionierte ihrerseits die Presse. Aktuelle Nachrichten gingen ab jetzt um die ganze Welt und konnten in den Zeitungen gelesen werden. Der Drucktelegraph von David Edward Hughes ermöglichte die Nachrichtenübertragung ohne den schwierigen Morse-Code. Nun konnten normale Schriftzeichen übertragen werden, die jeder verstand. Bereits 1670 wurden Versuche unternommen, Sprache mit Instrumenten zu übertragen. Mit Beginn des Morsetelegraphen 1837 wurde ein wichtiger Grundstein für spätere Übertragung von Signalen durch elektrische Leitungen gelegt. Die Entwicklung des Hörfunks wäre ohne eine ganze Reihe genialer Wissenschaftler und deren Wirken nicht möglich gewesen. Alexander Graham Bell erfand 1876 das magnetische Telefon. Heinrich Hertz gilt als der Entdecker der elektromagnetischen Wellen 1886. Guglielmo Marconi gelangen die ersten Übertragungen kabelloser Telegraphie 1901 von den USA nach Europa. Nicola Tesla gilt als Erfinder der technischen Grundlagen des Hörfunks. Eine neue Ära der Nachrichtenübertragung begann mit dem Physiker Heinrich Hertz. Ihm gelang es, elektromagnetische Wellen zu erzeugen und sie wieder aufzufangen. Hertz erzeugte starke elektrische Funken zwischen zwei kleinen Kugeln. Zwei Metallstäbe mit jeweils einer Kugel am Ende dienen als Antennen. Die Bezeichnung „Funktechnik“ wurde durch diese entstandenen Funken geprägt. Die Apparatur strahlte rundherum die unsichtbaren Wellen aus. Der Name „Rundfunk“ war geboren.