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Robert Goddard 04:21 min

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Transkript Robert Goddard

Der Name Robert H. Goddard ist nur wenigen Menschen ein Begriff, aber er gilt als Mitbegründer der Raumfahrt. Geboren 1882 wurde Goddards wissenschaftlicher Forscherdrang schon früh von seinem Vater gefördert. Sein Interesse für Raketen und Raumfahrt begann im Alter von 16 Jahren, als er 1898 die Bücher des englischen Autors H. G. Wells las. Nachdem er die Schule 1904 abgeschlossen hatte, schrieb er sich an dem Worcester Polytechnic Institute ein. Rasch stieg er zum Laborassistenten und Dozenten auf. Nach seinem Abschluss ging an die Clarke Universität und 1912 nach Princeton. Robert Goddard war nicht nur theoretischer Wissenschaftler, sondern als Ingenieur auch in der Lage, seine Ergebnisse nachzubauen. Er träumte von der Eroberung der Erdatmosphäre und möglicherweise sogar des Weltraums. Schon früh erkannte er, dass die nötige Beschleunigung mit Flüssigtreibgas zu erreichen ist. 1913 erkrankte Robert Goddard an Tuberkulose und musste nach Worcester zurückkehren. Während dieser Zeit erhielt er seine ersten beiden Patente für einen mehrstöckigen Raketenentwurf und für eine treibgasbetriebene Rakete. 1916 verbesserte sich sein Zustand. Vom Smithsonian Institute erhielt er 5000 US-Dollar Förderung. Am Morgen des 16. März 1926 startete er auf der Farm seiner Tante die Rakete Nell. Sie flog gerade einmal 46 Meter, etwa dieselbe Distanz wie der erste Flug der Brüder Wright. Seine Frau Esther machte Filmaufnahmen. Leider gingen die Aufnahmen mit der Zeit verloren. Jeder Raketenabschuss führte zu Verbesserungen und die Aufmerksamkeit stieg. 1929 organisierte der berühmte Flieger Charles Lindbergh die Finanzierung. Zu Beginn der großen Depression erhielt Goddard in vier Jahren über 100.000 Dollar Fördergelder aus privaten Mitteln. In den Dreißigerjahren fand Goddard ein neues Zuhause in Roswell, New Mexico. Seine Raketen wurden umfangreicher und leistungsfähiger. Sie wuchsen auf bis zu fünfeinhalb Meter und erreichten Flughöhen von mehr als 2,7 Kilometern, einige von ihnen sogar bei Überschallgeschwindigkeit. Er beschritt neue Wege und fügte Kreiselinstrumente, Leitflügel und Steuerdüsen hinzu. Nazideutschland zeigte großes Interesse an Goddards Forschung. Während des Zweiten Weltkrieges wurde seine Forschung zurückgestellt, da er für die US Navy an geheimen Flugzeugantrieben arbeitete. So konnte er auch eine gefundene deutsche V2-Rakete untersuchen. Als Robert H. Goddard 1945 krebsgeschwächt an den Folgen einer Halsoperation starb, hatte er 214 Patente für Raketentechnologie angemeldet.